Microadventure

14. März 2018

Auf der Suche nach dem Abenteuer muss man gar nicht in die Ferne schweifen, denn der Trend zum Microadventure konzentriert sich auf das Naheliegende. Bei den Microadventures geht es darum, das Nahe und Bekannte aus einer anderen Perspektive zu erleben – und einfach mal dem Alltagstrott zu entfliehen. Einzige Bedingung ist es, die Nacht im Freien zu verbringen.

Abenteuer vor der Haustür

Den Begriff Microadventure prägte der britische Abenteurer und Outdoor-Journalist Alastair Humphreys. Nachdem er über Jahre die Abenteuer in der großen, weiten Welt suchte, beschloss er nach dem Kick der etwas anderen Art zu suchen und wanderte entlang der trostlosen Autobahn M25, die London umkreist. „Ich wollte herausfinden, ob ich auch dort ein Abenteuer erleben kann“, erklärte Humphreys in einem Spiegel-Interview. Es funktionierte, denn sogar in all der Hässlichkeit entdeckte der Abenteurer die Schönheit der Wildnis und Natur.

Reset-Taste 

Die Idee des englischen Abenteurers fand in kurzer Zeit Anhänger und mittlerweile verbreiten sich die selbstgemachten Erfahrungen und Erlebnisse der Fans im Netz. Die kleinen Abenteuer vor der Haustür helfen einfach mal einen Schritt aus dem Alltag herauszutreten – ohne gleich alles hinter sich lassen zu müssen. „Als ich ein kleiner Junge war, liebte ich es, im Garten zu campen und unter den Sternen zu schlafen“, bemerkt Alastair Humphreys, „und warum sollte man das als Erwachsener nicht mehr machen?“ In diesem Sinne heißt es – Proviant einpacken und den nächsten Ausflug planen. Es muss ja nicht gleich der Rastplatz an der nächsten Autobahn sein.

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