Kennzeichnungspflicht für eihaltige Lebensmittel kommt

28. April 2016

Wenn man sich in den Läden umschaut, gibt es gefühlt nur noch Bio- oder Freiland-Eier, maximal findet man noch welche aus Bodenhaltung. Die Käfighaltung scheint auf den ersten Blick wie ausgelöscht, doch dieser Eindruck täuscht.

Herkunft für Verbraucher ebenso wichtig

In vielen eihaltigen Lebensmitteln wie Keksen oder Nudeln wird nach wie vor mit Eiern aus Käfighaltung gearbeitet und das zum allgemeinen Unwissen der Verbraucher, denn eine Kennzeichnung ist bis dato noch nicht verpflichtend. Der Bundesrat hat nun allerdings entschieden, eine verpflichtende Kennzeichnung der Haltungsformen der Legehennen auch bei eihaltigen Lebensmitteln auf den Weg zu bringen. Eine Initiative, die der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V. unterstützt, jedoch noch ausgebaut haben möchte. Entscheidend sei für viele Verbraucher nämlich nicht nur die Haltungsart der Hennen, sondern auch die Herkunft der Eier. „Wir stehen für eine umfassende Transparenz ein, damit der Verbraucher eine mündige und aufgeklärte Kaufentscheidung treffen kann“, betont Günter Scheper, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsches Ei e.V. (BDE). „Daher fordern wir auch bei eihaltigen Lebensmitteln eine Kennzeichnung nicht allein der Haltungsform, sondern auch des Herkunftslandes – genauso wie bei losen Schaleneiern.“

Eierverbrauch steigt stetig an

Durch diverse Umfragen sei mittlerweile belegt worden, dass deutsche Verbraucher viel Wert auf die Herkunft ihrer Lebensmittel legen. Eine Ausweitung der Herkunfskennzeichnung auf Schaleneier und eihaltige Lebensmittel sei somit nur logisch. Begründet wird der Vorstoß mit der hohen Qualität der tiergerechten Haltung in Deutschland. „Die deutschen Legehennenhalter stehen mit ihren hohen Standards für eine art- und tiergerechte Haltung von Legehennen“, erklärt Günter Scheper. Besonders wichtig sei dieser Aspekt unter Berücksichtigung des steigenden Eikonsums. 2015 betrug der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland 233 Eier. Das ist der höchste Wert seit der Wiedervereinigung.

Auf den Punkt genau gekocht

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Quelle: Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V.

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