Jeder Zweite Opfer von Cyberkriminalität

09. Februar 2016

Cyberkriminalität ist in unserer heutigen vernetzten Welt an der Tagesordnung. Wer im Internet unterwegs ist, sollte sich daher unbedingt schützen und nicht leichtfertig seine Daten herausgeben. Mit der Sicherheit nehmen es viele aber nicht sonderlich ernst, wie eine neue Umfrage zeigt.

Umfrage zum „Safer Internet Day“

1.070 Internetnutzer wurden von TNS Emnid im Auftrag der Computerhilfe der Deutschen Telekom pünktlich zum heutigen „Safer Internet Day“ befragt. Laut der Umfrage wurden bereits 48 Prozent aller Deutschen Opfer von Internetkriminalität. Am häufigsten kamen sie hierbei mit Viren, Trojanern oder Computerwürmern in Kontakt. 45 Prozent hatten bereits mit Malware zu tun, acht Prozent wurde durch Phishing etwa die Zugangsdaten entwendet, vier Prozent wurde bereits die Identität gestohlen. Gefördert wird die Internetkriminalität durch Nutzer, die besonders leichtfertig mit ihren Daten umgehen. Welche Daten dabei bereitwillig preisgegeben werden, varriiert stark.

Persönliche Bilder werden ungern gepostet

Ganze 54 Prozent aller Internetnutzer haben keinerlei Problem damit, ihren Namen im Internet anzugeben. Die E-Mail Adresse geben genau 50 Prozent der Nutzer bereitwillig preis. Ein großer Unterschied besteht hierbei je nach Altersgruppe der Internetnutzer. In der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen geben gut 60 Prozent ohne Weiteres diese Daten preis, während es bei den über 60-Jährigen nur 42 bzw. 36 Prozent sind. Mit sensibleren Daten wie Telefonnummern, Anschrift oder Bildern gehen Nutzer jedoch generationenübergreifend verantwortungsvoller um. 29 Prozent geben ihre Anschrift an, 21 Prozent die Telefonnummer und gerade einmal 15 Prozent posten Bilder von sich. Am sorglosesten gehen jedoch junge Leute mit ihren Bildern um. In der Gruppe der 14- bis 39-Jährigen haben 19 Prozent kein Problem damit, ein Foto von sich zu posten.

Jüngere Nutzer wissen sich zu helfen

Ein möglicher Grund für das sorgsamere Umgehen mit den eigenen Daten, ist möglicherweise, dass ältere Personen sich im Fall der Fälle oft nicht zu helfen wissen. Gerade einmal 56 Prozent der Opfer von Internetkriminalität gaben an, dass sie sich selbst helfen konnten; mehrheitlich waren dies jüngere Personen. Die Generation über 50 braucht hingegen Hilfe, um etwa Malware oder dergleichen wieder loszuwerden. Damit es erst gar nicht dazu kommt, rät der Experte von der Computerhilfe der Telekom, Jochen Beck: „Die Software sollte immer auf dem neuesten Stand sein, um Sicherheitslücken in Browser, Betriebssystem oder Virensoftware zu schließen. Internetnutzer sollten auf sichere Passwörter achten, diese regelmäßig wechseln und internetfähige Geräte damit schützen. Vorsicht ist beim Download von Daten und Software geboten, diese sollten nur von vertrauenswürdigen Seiten der Hersteller geladen werden.“

Quelle: Deutsche Telekom

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