Großrazzia bei Paket-Zulieferern von Polizei und Zoll

30. November 2017

Überfüllte Fußgängerzonen und die stundenlange Suche nach passenden Weihnachtsgeschenken lässt sich in der heutigen Zeit leicht umgehen: in Online-Shops kann schließlich (fast) alles mit nur wenigen Klicks bestellt werden. Die Pakete lassen nicht lange auf sich warten, sondern werden oft schon am folgenden Tag zugestellt.

Von dem zunehmenden Online-Handel ist vor allem eine Branche betroffen: diejenige der Paket-Zulieferer. Durch Recherchen des WDR zu den dort herrschenden Arbeitsbedingungen wurden nun manch illegale Geschäftspraktiken aufgedeckt. Fahrer, die bei Subunternehmen beschäftigt wurden, wurden teils weit unterhalb des gesetzlichen Mindestlohns von 8,84 Euro bezahlt. Dazu kommen Vorwürfe in Bezug auf die Hinterziehung von Sozialabgaben durch Schwarzarbeit und der Verdacht, Ausländer in gewerbsmäßigem Umfang eingeschleust zu haben. Des Weiteren steht der Verdacht auf Beihilfe zur Urkundenfälschung im Raum. Daraufhin veranlasste die Kölner Oberstaatsanwaltschaft eine gemeinsame Großrazzia mit der Polizei und dem Zoll. Es konnte umfangreiches Beweismaterial gesichert werden, das nun für die Ermittlungen ausgewertet wird.

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