Geringes Vertrauen in die Bank

19. Oktober 2016

Banken sollten eine kompetente Ansprechstelle im Bereich der Finanzgeschäfte bilden. Umfangreiche Beratungen und wertvolle Informationen bilden die Basis einer guten Zusammenarbeit, doch Kunden zweifeln.

Deutsche sehr skeptisch

Das Vertrauen in die Banken befindet sich auch 10 Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise noch immer auf dem Tiefpunkt. Einer Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young zufolge sei dieses bei 37 % in den letzten zwölf Monaten weiter gesunken. Nur elf Prozent der Befragten äußern demnach eine Steigerung des Vertrauens in die Banken. Weltweit wurden 52.000 Bankkunden befragt, davon 2.000 in Deutschland. So ist das Vertrauen im weltweiten Vergleich gerade einmal bei jedem vierten gesunken. Nur die Krisenländer Italien und Spanien urteilen laut Studie noch skeptischer über ihre Banken als die Deutschen.

Konkurrenz steht bereit

So sollen viele Kunden ihre finanziellen Bedürfnisse der Hausbank als nicht erfüllt ansehen. Hier scheine demnach ein großes Beratungsproblem vorzuliegen. Vielen Hausbanken werde ein generell großes Vertrauen entgegengebracht, doch diesen gelinge es nicht, mit entsprechender Beratung entgegenzutreten. Daher seien Direktbanken und Non-Banks zunehmend auf dem Vormarsch und bilden ernsthafte Konkurrenz gegenüber den traditionellen Unternehmen.
Jeder dritte nutzte daher im vergangenen Jahr noch häufiger das Online-Banking, doch werde das digitale Angebot vermehrt als ungenügend wahrgenommen.
Das Abwanderungspotential sei sehr groß. Jeder fünfte der Befragten sei an einer Direktbank interessiert, wenn es um neue Dienstleistungen gehe. Jeder zehnte würde auf einen Non-Bank zurückgreifen.

Quelle: sueddeutsche.de
Bildquelle: cegoh/pixabay

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