Gehirnjogging mal anders

19. Februar 2018

Dass körperliche Bewegung positive Auswirkungen auf den ganzen Körper hat, ist längst bekannt. Dass allerdings auch die Stressbewältigung und die Gedächtnisleistung unseres Gehirns durch regelmäßiges Joggen gestärkt wird, fanden nun Forscher der Brigham Young University im US-Bundesstaat Utah heraus.

Wie sich Stress auf unser Gehirn auswirkt

Unser Gedächtnis ist ein Gebilde von Nervenzellen und ihren Verbindungen, den Synapsen. Wenn wir lernen, bilden sich mehr Verbindungen zwischen Nervenzellen aus und verstärken sich. Dieser Vorgang wird als Langzeitpotenzierung bezeichnet und ist für unser Gedächtnis essentiell. Durch Stress, der über einen längeren Zeitraum anhält oder gar chronisch wird, werden die Synapsen und somit die Langzeitpotenzierung geschwächt. Dadurch wird die Gedächtnisleistung verringert.

Sport schützt

Die Wissenschaftler der Brigham Young University untersuchten für ihre Studie Mäuse, die Stresssituationen ausgesetzt wurden. Eine Gruppe der Mäuse musste über vier Wochen täglich in Laufrädern trainieren, die andere Gruppe machte keinen Sport. Bei Gedächtnistests zeigte sich, dass die sportlichen Mäuse bessere Ergebnisse erzielten. Durch elektrophysiologische Experimente wurde zudem eine erhöhte Langzeitpotenzierung nachgewiesen.

Für eine gute Gedächtnisleistung ist also eine Kombination aus wenig Stress und viel Bewegung ideal. Stress lässt sich nicht immer kontrollieren – welchen Effekt er auf das Gehirn hat jedoch schon. Dazu reichen bereits 20 Minuten täglich. Ideal geeignet sind Übungen, die das kardiovaskuläre System des Körpers stärken: Zum Beispiel Schwimmen, Joggen, Wandern oder Fahrradfahren.

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