Gartenzeit im Februar

20. Februar 2018

Der Winterschlaf ist vorüber und für Gartenbesitzer beginnt jetzt die Zeit wieder aktiv zu werden, auch wenn der Blick aus dem Fenster es noch nicht erahnen lässt. Der Februar ist der Monat, um Bäume und Sträucher in Form zu bringen und deren Wachstum zu unterstützen. Ab dem 1. März sind massive Eingriffe beim Gehölzschnitte zu unterlassen, denn dann beginnt die Paarungs-, Brut- und Aufszuchtzeit unsere einheimischen Singvögel.

Blühzeitpunkt und Wuchscharakter

Wie Gehölze richtig geschnitten werden, ist eine Wissenschaft für sich und von vielen Faktoren abhängig. Ein paar grundlegende Tipps sollen hier aber trotzdem vermerkt werden, denn wenn Blühzeitpunkt und die Charakteristiken des Wuchses beachtet werden, kann sich im Verlauf des Jahres eine wahre Blütenpracht entwickeln. Zunächst gilt es also, sich zu erkundigen, wann der beste Zeitpunkt für den Schnitt eines jeweiligen Gehölzes ist. 

Unterschieden wird dementsprechend nach dem Blühzeitpunkt zwischen frühjahrs– und sommerblühenden Gehölzen und dem Wuchscharakter, der zwischen mesotonen (Neuaustrieb im mittleren Bereich) und basitonen (Neuaustrieb im Basisbereich) Gehölzen unterscheidet. Bei Ahornbäumen beispielsweise beginnt der Saftstrom bereits Mitte Dezember. Daher sollte der Gehölzschnitt hier bereits im November abgeschlossen sein. Die Bäume könnten sonst aufgrund der großen Wunden verbluten.

Temperaturen

Vor dem Schnitt sollte auf ein Frostphase gewartet werden, in der die Temperatur unter – 3° C gesunken ist. Danach kann bei trockener Witterung geschnitten werden. Der eigentlich Schnitt wiederum sollte niemals erfolgen, wenn die Temperaturen unter – 7° C fallen, da dann das Holz reißt.

Werkzeug

Es ist wichtig, dass nur sauberes und scharfes Werkzeug zum Einsatz kommt, um Verletzungen und die Übertragung von Krankheiten zu verhindern. Die Oberflächen von Schnittwunden sollten so klein wie möglich gehalten werden, denn sie sind Eintrittspforten für Pilzsporen und Krankheitserreger.

Müssen Gehölze aufgrund mangelnder Pflege auf Stock zurückgeschnitten werden, sollte dies am besten abschnittsweise geschehen, um den Tieren weiterhin die notwendigen Rückzugsmöglichkeiten zu gewähren.  

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