Für mehr Tierwohl

25. April 2018

Nachdem immer mehr Verbraucher Wert auf eine artgerechte Haltung von Nutztieren legen, reagiert der Handel eigenständig mit entsprechenden Kennzeichnungen. Um den Verbrauchern jedoch eine verlässliche Orientierung zu bieten, ist ein staatliches Tierwohllabel gefragt.

Händler wie z. B. der Discounter Lidl reagieren auf die Wünsche der Kunden und versehen ihr Frischfleisch mit Labeln. Dies kennzeichnet die Haltungsform von Stufe 1 „Stallhaltung“ über Stufe 2 „Stallhaltung Plus“, Stufe 3 „Auslauf“ bis zu Stufe 4 „Bio“.

Obwohl der Ansatz ein sehr guter ist, fordert die Verbraucherzentrale ein einheitlich geregeltes Tierwohllabel. Denn durch immer mehr solcher Label wird es für den Verbraucher zunehmend schwieriger, den Überblick zu behalten.

Zudem habe eine Stichprobe bei Lidl ergeben, dass das Angebot an Fleischwaren mit der Kennzeichnung der Stufe 3 sehr überschaubar sei; Produkte mit der Kennzeichnung der Stufe 4 „Bio“ fanden sich nur für Hackfleisch und Gulasch. 

Daher fordert die Verbraucherzentrale die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner zur Einführung des angekündigten Tierwohllabels auf. „Nur ein einheitliches staatliches Siegel, das hohe Standards für Tierschutz und Tiergesundheit garantiert, schafft Transparenz und Verlässlichkeit für Verbraucher“, so die Verbraucherzentrale.

/www/htdocs/w00bc79c/domains/2018_etm-testmagazin-de