EM droht im Streikchaos zu versinken

06. Juni 2016

Die Vorfreude auf die EM ist groß. Vor allem Fußballfans, die Karten ergattern konnten, freuen sich auf die Reise nach Frankreich. Bevor sich auf den Weg gemacht wird, sollte sich jedoch jeder entsprechend vorbereiten, denn zahlreiche Streiks erschweren die Anreise und die Fortbewegung im Land.

Zahlreiche Tankstellen ohne Sprit

Der Protest gegen die geplante Arbeitsmarktreform in Frankreich ist momentan in vollem Gange. Die Lockerung des Arbeitsrechts stößt bei den Franzosen nicht gerade auf Gegenliebe, sodass diese die kommende EM als Druckmittel gegen die Regierung einsetzen. Letzte Wochen waren bereits zahlreiche Tankstellen ohne Sprit, nachdem die Gewerkschaften an den wichtigsten Öraffinerien die Kraftstoffversorgung blockiert haben. Zeitweise gaben viele Tankstellen aus Angst vor Hamsterkäufen der Autofahrer nur noch 20 Liter auf einmal raus. Mittlerweile hat sich die Lage zwar wieder entspannt, es wird jedoch dazu geraten, vor der Einreise vorsorglich noch einmal vollzutanken und die Lage genau im Auge zu behalten.

Bahn, Metro und Flugverkehr ebenfalls im Streikfieber

Wer nun jedoch vorhat auf die öffentlichen Verkehrsmittel auszuweichen, sollte sich dies noch einmal gut überlegen, denn auch hier drohen Streiks. Bei der Bahn wird derzeit bereits unbefristet gestreikt und obgleich mit einem baldigen Ende zu rechnen ist, heißt dies nicht, dass der Streik nicht wieder aufgenommen wird. Betroffen sind vor allem die Hochgeschwindigkeitszüge TGV sowie die Regionalzüge. Geplant sind derzeit außerdem Streiks in der Metro und im Flugverkehr. Wie der ADAC berichtet, ist auch nicht auszuschließen, dass Museen, Hotels und Touristenattraktionen zeitweise geschlossen werden. Vor allem während der EM sollen die Streiks weitergehen und teilweise sogar ausgeweitet werden.

Quelle: ADAC

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