E10 nach wie vor kaum gefragt

17. Mai 2016

Seit 2011 gibt es an Zapfsäulen auch E10 zu tanken. Viele Autofahrer könnten den neuen Kraftstoff regelmäßig tanken und greifen dennoch nach wie vor zum teureren Super Benzin. Sie fürchten bei einer Umstellung Schäden an ihrem Fahrzeug, doch die Sorgen sind laut ADAC unbegründet.

Marktanteil bei nur 14 Prozent

Die Einführung von E10 im Jahr 2011 war gut gemeint. Der Ottokraftstoff mit einem Bioethanol-Anteil von bis zu zehn Prozent sollte den Anteil von Biokraftstoffen vergrößern und so nicht nur den CO2-Ausstoß verringern, sondern auch die Abhängigkeit vom Mineralöl reduzieren. Eine gute Sache also, die dazu auch noch aktuell gut zwei Cent weniger als Super kostet. Dennoch beträgt der Anteil am gesamten Benzinabsatz lediglich 14 Prozent. Die Gründe hierfür sind vielfältig, basieren jedoch meist schlicht auf Fehlinformationen und einem grundsätzlichen Mangel an Informationen für betroffene Verbraucher.

E10 für zugelassene Fahrzeuge kein Problem

Die Markteinfühung von E10 lief denkbar ungünstig. An allen Ecken hörte man damals von dem neuen Treibstoff, der angeblich reihenweise Motoren zum Erliegen bringen sollte. Kein Wunder, bei einem Bioethanol-Anteil von bis zu zehn Prozent! Dabei war und ist den meisten Menschen nach wie vor nicht bewusst, dass auch herkömmliches Benzin aus bis zu fünf Prozent Bioethanol besteht. Während eine gewisse Skepsis also durchaus angebracht ist, besteht E10 nicht aus komplett neuen Bestandteilen, für die Motoren nicht ausgelegt sind. In der Regel sind es hauptsächlich Fahrzeuge älteren Jahrgangs, die das neue Gemisch nicht gut vertragen. Die Verträglichkeit lässt sich allerdings problemlos beim jeweiligen Hersteller des Fahrzeugs anfragen. Außerdem findet sich auf der Homepage der Hersteller meist eine entsprechende Liste. Ein Fall, bei dem ein Fahrzeug einfach stehen blieb, welches für E10 zugelassen wurde und entsprechend betankt wurde, ist laut ADAC bislang noch nicht bekannt.

Quelle: ADAC

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