Digital Government:

13. Februar 2018

Digitale Behördengänge statt Warteschlangen – das klingt verlockend. Keine nummerierten Zettel, keine Wartezeiten, Unabhängigkeit von den Öffnungszeiten! Wie betrachtet die deutsche Bevölkerung die Digitalisierung des öffentlichen Sektors? Ein Umfrage zeigt Tendenzen auf.

Angst vor Datenklau

Sicherheit steht im Vordergrund. Grundsätzlich glauben 70 Prozent der Befragten, dass sich personenbezogenen Daten bei den Behörden in guten Händen befinden und 85 Prozent wären auch bereit ihre Behördengänge digital abzuwickeln. Allein der Glaube in den sicheren Transfer der Daten fehlt. 38 Prozent äußern generelle Bedenken, persönliche Informationen über das Internet zu übermitteln. Das Risiko von Datenphishing-Attacken ist nach wie vor eins der großen Hindernisse, Behördengänge online zu erledigen. Nahezu jeder zweite Befragte (48 Prozent) empfindet dies als bedenkliches Risiko. Das ergibt die Studie „European Digital Government Barometer 2017“ von IPSOS im Auftrag von Sopra Steria.

Persönliches Gespräch statt Computerbildschirm

Aber auch jenseits der Sicherheitsbedenken, gibt es einige weitere Aspekte, die bislang für den Gang zum Amt sprechen. So würden 29 Prozent die Beratung beim Ausfüllen der Anträge vermissen und 14 Prozent bevorzugen generell das persönliche Gespräch gegenüber der anonymen Internetkommunikation.

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