Die Zeit der Zecken beginnt

11. April 2016

Die Annahme, dass Zecken sich einfach so von Bäumen auf ihre ahnungslosen Opfer fallen lassen, ist nach wie vor weit verbreitet. Ganz so dramatisch gestaltet sich die Situation zwar nicht, dennoch ist ab sofort wieder Vorsicht geboten, denn bereits jetzt sind die Krabbeltiere wieder unterwegs.

FSME und Borreliose durch Zeckenbisse übertragbar

Zecken verbinden die meisten Menschen mit dem Sommer und auch hauptsächlich mit dicht bewachsenen Wäldern. Dabei sind die Spinnentiere bereits jetzt wieder unterwegs; 7 °C reichen nämlich bereits, um sie munter zu machen, und das auch im eigenen Garten. „Auch im eigenen Garten besteht das Risiko, sich durch Zecken mit schweren Krankheiten wie Borreliose oder Hirnhautentzündung anzustecken“, warnt Dr. Marko Ostendorf, Arzt beim Infocenter der R+V Versicherung. Vor allem Hobbygärtner sind betroffen, denn die Zecken lauern im hohen Gras und im Gebüsch. Vorsorge ist in diesem Fall besser als Nachsorge, denn Zecken können die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Lyme-Borreliose übertragen. Während gegen FSME eine Impfung erhältlich und eine Ansteckung nur in Süddeutschland wahrscheinlich ist, ist eine Ansteckung mit der Lyme-Borreliose deutschlandweit möglich; eine Impfung ist leider noch nicht erhältlich. Im Frühstadium ist die Krankheit jedoch gut behandelbar. Wer also ein bis vier Wochen nach einem Zeckenbiss einen rötlichen Ring um die Einstichstelle entdeckt, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen.

Mit der richtigen Kleidung vorsorgen

Um diesen Fall von vornherein zu verhindern, ist vor allem die richtige Kleidung von entscheidender Bedeutung. Geschlossene Schuhe sind laut Dr. Ostendorf ein Muss. Ebenfalls gut sind lange Socken, die über die Hose gezogen werden können, sowie lange Ärmel. Vorteilhaft ist es ebenfalls, wenn sämtliche Kleidung möglichst hell ist. Diese wird zwar während der Gartenarbeit schneller dreckig, die kleinen Krabbeltiere sieht man hierauf allerdings auch besonders gut. Wer beim Absuchen nach der Gartenarbeit eine Zecke findet, sollte diese auf keinen Fall quetschen und im Zweifel immer einen Arzt aufsuchen. Um zu prüfen, ob sich in Ihrem Garten viele Zecken aufhalten, hilft ein kleiner Trick: Einfach ein weißes Tuch über Büsche und Sträucher spannen. Hierin verfangen sich die Zecken und man bekommt einen guten Überblick über die Menge der Krabbler, die sich im heimischen Garten aufhalten.

Quelle: R+V Versicherung

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