Breitbandmessung

18. Januar 2018

Die Bundesnetzagentur hat eine erneute Breitbandmessung von fast 700.000 stationären und mobilen Internetanschlüssen durchgeführt und dabei nicht immer die Geschwindigkeit gemessen, für die tatsächlich bezahlt wird. Somit bestätigen sich die Ergebnisse aus dem Vorjahr.

Es kommt nicht immer das an, was im Vertrag steht

Die Messungen zeigten, dass lediglich 12 % der Kunden die Datenübertragungsrate, die in ihren Verträgen vereinbart ist, auch tatsächlich erhalten. Bei 71,6 % der Kunden kommt immerhin mindestens die Hälfte an. Die Leistungen nahmen zudem zur Zeit der Spitzennutzung am Abend (Peak-Zeit) ab; dabei insbesondere bei Kunden mit Übertragungsraten von 200 bis 500 Mbit/s. Trotzdessen gaben bei der Bundesnetzagentur etwa 65 % der Kunden an, mit ihrem Internet-Anbieter zufrieden zu sein.

Probleme zeigen sich auch im Mobilfunk

Nicht nur im Festnetz, auch bei mobilen Breitbandanschlüssen wurde nicht immer die vereinbarte Datenübertragungsrate erreicht. Mit nur 18,6 % der Kunden, die mindestens die Hälfte der vertraglich vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate erhielten, schnitt der Mobilfunk gar schlechter ab, als die stationären Anschlüsse. Im Vergleich zum vorherigen Jahr zeigten sich sogar einige Verschlechterungen, die die Bundesnetzagentur auf tarifliche Anpassungen und Änderungen der Anbieter zurückführt. Problematisch dabei ist, dass die gemessenen Übertragungsraten nicht in gleichem Maße zunehmen, wie die vertraglichen Vereinbarungen. 

Die Ergebnisse der Messung wurden von den Tarifen der Kunden abhängig gemacht.

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