Die Gorenje NRM819D61BX im Test 2026
Viel Volumen, viele Möglichkeiten:
Ein vielseitiger Cross-Door-Riese!
25. September 2026
Moderne Cross-Door-Kühl-Gefrierkombinationen wollen viel Volumen mit einer besonders klaren Aufteilung des Innenraums verknüpfen: Der Kühlteil liegt dabei in bequemer Höhe über dem Gefrierteil; vier eigenständig zu öffnende Türen sollen außerdem verhindern, dass bei jedem Zugriff ein unnötig großer Teil des Innenraums geöffnet werden muss. Gerade in Mehrpersonenhaushalten, in denen regelmäßig große Mengen an Gemüse, Obst, Milch-, Fleisch-, Fisch- und Tiefkühlwaren verräumt werden, kann dieses Bauprinzip ausgesprochen vorteilhaft sein. Wir haben dieses Mal die aktuelle NRM819D61BX des Herstellers Gorenje sorgfältig geprüft. Das Modell stellt insgesamt ≈ 460 l Volumen bereit, verteilt dieses auf einen ≈ 311 l umfassenden Kühlbereich und einen ≈ 149 l umfassenden Gefrierbereich und verbindet diese Geräumigkeit mit einer Vielzahl sehr interessanter Eigenschaften – dies knüpft bspw. an besondere Modi zur kurzfristigen Anpassung der Kühl- und Gefrierleistung, durchgängig gleichförmige Temperaturen dank MultiFlow 360°, langfristige Frische mithilfe der CrispZone mit HumidityControl u. v. m. an.
Wir veranschaulichen im Weiteren, was die Gorenje NRM819D61BX in der Praxis wirklich leisten kann. So haben wir nicht nur die äußere und innere Modellgestaltung, die Material- und Verarbeitungsqualität sowie das Bedienerlebnis geprüft, sondern auch die Temperaturgenauigkeit und -gleichmäßigkeit im Kühl- und Gefrierteil sorgfältig ermittelt. Ebenso haben wir die Wirkung von Super Cool und Super Freeze sowie die Unterschiede des elektrischen Leistungsbezugs in Normal, Eco, Holiday, Super Cool und Super Freeze eingängig geprüft. Schließlich sind wir auch all denjenigen Punkten nachgegangen, die in die Alltagstauglichkeit der Kühl-Gefrierkombination einspielen – die Eindrücke unserer Testerinnen & Tester stellen wir hiernach ausführlich vor.
Wesentliches
Für wen?
Für all diejenigen Verbraucherinnen & Verbraucher, die eine besonders geräumige Kühl-Gefrierkombination mit übersichtlicher Cross-Door-Aufteilung, vielen komfortabel erreichbaren Lagerbereichen und mehreren Leistungseinstellungen suchen.
Was ist speziell?
Der NRM819D61BX kann vor allem durch seine vierteilige Cross-Door-Aufteilung verlocken. Kühl- und Gefrierteil werden nicht nur vertikal voneinander getrennt; vielmehr lassen sich auch die beiden Hälften des jeweiligen Bereichs über eigene Türen erreichen. Das macht den Innenraum ausgesprochen übersichtlich und erlaubt es, nur denjenigen Bereich zu öffnen, in dem sich das jeweils gesuchte Lebensmittel befindet.
Was ist außerdem anzusprechen?
Sehr wertvoll ist die Kombination aus CrispZone mit HumidityControl, FreshZone und MultiFlow 360°. Während sich in den beiden unteren Kühlteilschubladen die Lagerungsbedingungen an unterschiedliche Lebensmittel anpassen lassen, verteilt MultiFlow 360° kühle Luft über den Kühlraum. Wie gleichmäßig die Temperaturen praktisch ausfallen, hängt allerdings deutlich von der jeweiligen Position im Kühlteil ab.
Der Test im Überblick
Der Gorenje NRM819D61BX ist eine moderne Cross-Door-Kühl-Gefrierkombination, deren vier schwarze Edelstahl-Türpaneele eine ausgesprochen ruhige, geradlinige Front bilden. Das ≈ 16,0 × 5,5 cm (Hmax × Bmax d. Bedienfelds) messende Bedienfeld ist in die obere linke Tür eingelassen; hervorstehende Bedienelemente oder Griffe braucht das Modell nicht.
Sehr schön ist das Gesamtvolumen von ≈ 460 l. Davon entfallen ≈ 311 l auf den Kühlbereich und ≈ 149 l auf den Gefrierbereich. Im Kühlteil stehen drei Glasabstellflächen – jedenfalls eine davon höhenverstellbar –, zwei großformatige Frischefächer und insgesamt sechs Türablagen zur Verfügung; hinzu kommt die flexibel verwendbare MultiBox. Im Gefrierteil verteilen sich die Vorräte auf sechs Bereiche, darunter vier herausziehbare Schubladen und zwei besonders leicht erreichbare Ablagefächer; die IceBox erleichtert außerdem die Eiswürfelbereitung und -aufbewahrung.
Das Gebrauchserlebnis ist insgesamt sehr leichtgängig: Alle vier Türen lassen sich bis zu ≈ 135° öffnen. Vor allem die beiden oberen Türen können trotz ihrer erheblichen Fläche mit sehr geringem Widerstand bewegt werden; die an ihren Unterseiten ausgeformten Griffmulden bieten dabei einen sicheren Grip. Bis zu einem Öffnungswinkel von ≈ 15° schließen die Türen selbstständig. Bleibt eine Tür des Kühlteils offen, setzt nach ≈ 1 min ein akustischer Alarm ein, den wir mit max. ≈ 56,6 dB aus ≈ 1 m maßen; schade ist allerdings, dass ein solcher Alarm bei nicht vollständig geschlossenen Türen des Gefrierteils ausbleibt.
Auch die Bedienung ist gelungen. Das außen gelegene berührungsempfindliche Bedienfeld ist leicht erreichbar und blendet nur diejenigen Informationen ein, die für den jeweiligen Bedienvorgang relevant sind. Die Temperaturen lassen sich zwischen 2–8 °C im Kühlteil und -25 – -15 °C im Gefrierteil anpassen. Hinzu kommen Eco, Holiday, Super Cool und Super Freeze sowie eine automatische Bedienfeldsperre. Die großflächige LED-Beleuchtung im Kühlteil verteilt ihr Licht auch bei stärkerer Befüllung sehr ordentlich; eine eigenständige Beleuchtung der unteren Gefrierbereiche ist dagegen leider nicht vorhanden.
Die Temperaturleistung hat ein zweigeteiltes Bild gezeigt: Im normalen Betrieb bei 5 °C und -18 °C maßen wir im Kühlteil über die fünf Messpositionen im Mittel ≈ 7,04 °C. Die beiden unteren Frischefächer lagen mit ≈ 5,04 °C und ≈ 4,85 °C sehr nahe an der Temperaturprogrammierung; auch die 3. Ebene blieb mit ≈ 5,77 °C in diesem Bereich. Deutlich wärmer waren indes die 2. Ebene mit ≈ 7,72 °C und vor allem die 1. Ebene mit ≈ 11,81 °C. Im Gefrierteil war die Temperaturverteilung sehr viel überzeugender: Hier erreichten die betreffenden Bereiche im Mittel ≈ -17,96 °C; ihre einzelnen Mittelwerte lagen eng zwischen ≈ -18,41 °C und ≈ -17,71 °C.
Sehr wirksam ist Super Freeze: Während der ersten ≈ 24 h der insgesamt 52-h-Aktivphase maßen wir im Gefrierteil durchschnittlich ≈ -27,12 °C. Ausgehend von ≈ -18,35 °C wurde die gemittelte Temperatur nach ≈ 76 min erstmals auf höchstens -24 °C, nach ≈ 100 min auf höchstens -26 °C und nach ≈ 164 min auf höchstens -28 °C abgesenkt. Super Cool senkte die Temperatur des Kühlteils während seiner 6-h-Aktivphase ebenfalls deutlich, allerdings nicht in allen Bereichen gleich stark: Besonders die 3. Ebene und die beiden Fächer wurden sehr kühl, während die oberste Ebene deutlich wärmer blieb.
Der elektrische Leistungsbezug fällt angesichts des Volumens sehr positiv aus. Im normalen Modus maßen wir durchschnittlich ≈ 27,22 W, entsprechend ≈ 0,65 kWh in 24 h bzw. rechnerisch ≈ 238,41 kWh im Jahr. Eco reduzierte das Mittel auf ≈ 24,91 W (- ≈ 8,5 %), Holiday auf ≈ 21,35 W (- ≈ 21,6 %). Super Cool erhöhte den Mittelwert während seiner 6-h-Aktivphase nur moderat auf ≈ 29,37 W (+ ≈ 7,9 %), wobei Super Freeze während seiner 52-h-Aktivphase mit ≈ 62,71 W erwartungsgemäß deutlich mehr Leistung beanspruchte. Auch akustisch blieb das Modell angenehm: Wir maßen im normalen Betrieb aus ≈ 1 m einen durchschnittlichen Schalldruckpegel von ≈ 37,1 dB.
Die Gorenje NRM819D61BX ist damit eine sehr geräumige und komfortabel handhabbare Cross-Door-Kühl-Gefrierkombination. Besonders überzeugen die klare Innenraumaufteilung, die leichtgängigen Türen und Schubladen, die sehr gleichmäßigen Temperaturen im Gefrierteil, die kräftige Wirkung von Super Freeze sowie der – jedenfalls verhältnismäßig – niedrige elektrische Leistungsbezug. Im Kühlteil sollte man temperaturempfindliche Lebensmittel dagegen bewusst in den unteren Ebenen und Fächern lagern, weil die oberen Bereiche deutlich wärmer ausfallen können. Wir verleihen der Gorenje NRM819D61BX daher das Urteil „sehr gut“ (94,8 %).

Die wesentlichen Merkmale
- Maße des Modells (Hmax × Bmax × Tmax): ≈ 190,0 × 79,4 × 65,0 cm
- Volumen des Modells (Vmax): ≈ 460 l
- Temperaturspannen: 2–8 °C bzw. -25 – -15 °C
- Modusspanne: Normal, Eco, Holiday, Super Cool, Super Freeze
- Schalldruckpegel (LP mean aus ≈ 1 m): ≈ 37,1 dB *
- Elektrischer Leistungsbezug (Pmean): ≈ 27,22 W *
Pro
- ausgesprochen üppiges Gesamtvolumen von ≈ 460 l
- sehr übersichtliche Cross-Door-Bauform mit vier separat erreichbaren Bereichen
- sehr leichtgängige Türen und Schubladen sowie solide Material- und Materialverarbeitungsqualität
- sehr genaue und räumlich gleichmäßige Temperaturen im Gefrierteil
- äußerst wirksamer Modus Super Freeze
- verhältnismäßig niedriger elektrischer Leistungsbezug, der durch Eco und Holiday weiter reduziert werden kann
- vielseitige Frischlagerung dank CrispZone mit HumidityControl und FreshZone
- leicht erreichbares, eingängig bedienbares Bedienfeld
Contra
- deutliches Temperaturgefälle im Kühlteil
- insbesondere die oberste Ebene kann erheblich wärmer als programmiert ausfallen
- bei offen gebliebenen Gefrierteiltüren wird kein Alarm ausgegeben
- der Gefrierteil wird nicht eigenständig beleuchtet
Größe, Gewicht & Co.
Die Gorenje NRM819D61BX ist mit ≈ 190,0 × 79,4 × 65,0 cm (Hmax × Bmax × Tmax d. Modells) deutlich breiter als eine klassische Kühl-Gefrierkombination, bleibt mit ≈ 65,0 cm Tiefe aber noch vergleichsweise nah an üblichen Küchenzeilenmaßen. Das Gewicht von ≈ 93,0 kg ist angesichts des Gesamtvolumens und der vierteiligen Tür- und Schubladenkonstruktion noch sehr maßvoll. Für eine saubere Aufstellung sollte vor dem Modell ausreichend Bewegungsraum verbleiben, damit sich die Türen bis zum maximalen Öffnungswinkel von ≈ 135° ausschöpfen lassen.
Das Design ist durchweg modern. Vier in schwarzer Edelstahloptik gehaltene Türpaneele bilden eine weitgehend ruhige Front; allein das in die obere linke Tür eingelassene Bedienfeld setzt einen insofern auffälligen Akzent. Die Griffmulden sind an den Unterseiten der oberen bzw. an den Oberseiten der unteren Türbereiche ausgeformt und treten optisch kaum hervor. Das Cross-Door-Konzept wirkt dadurch deutlich geradliniger als Modelle mit weit hervorstehenden Bügelgriffen.
Der Gorenje NRM819D61BX vermittelt von vorne einen ausgesprochen geradlinigen Eindruck. Die vier in schwarzer Edelstahloptik gehaltenen Türpaneele werden nur von den schmalen horizontalen und vertikalen Trennlinien sowie dem in die obere linke Tür eingelassenen Bedienfeld unterbrochen. Hervorstehende Bügelgriffe gibt es nicht; stattdessen sind die Griffbereiche unauffällig in die Übergänge zwischen den oberen und unteren Türen integriert. Dadurch wirkt das trotz ≈ 190,0 cm Höhe und ≈ 79,4 cm Breite sehr geräumige Modell keineswegs überladen. Gerade in modern eingerichteten Küchen kann sich die dunkle, ruhige Front daher sehr schön einpassen.
Das Gesamtvolumen von ≈ 460 l verteilt sich sinnvoll auf ≈ 311 l im Kühlbereich und ≈ 149 l im Gefrierbereich. Im Kühlteil stehen drei Glasabstellflächen, zwei großformatige Schubladen und sechs Türablagen bereit. Der Gefrierteil erschließt vier herausziehbare Schubladen und zwei zusätzliche Ablagefächer. Gerade größere Wochenvorräte lassen sich dadurch klar – bspw. nach Nutzungshäufigkeit – trennen.
Alle vier Türen lassen sich bis ≈ 135° öffnen. Die Türbewegung erfolgt ausgesprochen leichtgängig; gerade die mühelos erreichbaren Griffmulden verlangen nur geringen Kraftaufwand. Bis zu einem Winkel von ≈ 15° unterstützt eine Schließautomatik das vollständige Schließen. Bleibt eine der oberen Kühlteiltüren offen, setzt nach ≈ 1 min ein Alarm ein. Wir maßen max. ≈ 56,6 dB aus ≈ 1 m, sodass die Tonfolge auch aus einem angrenzenden Raum regelmäßig wahrgenommen werden kann. Bei den Gefrierteiltüren blieb ein entsprechender Alarm in unserem Test allerdings aus.
Die Materialien
Die Materialien des Gorenje NRM819D61BX hinterließen einen sehr soliden Eindruck. Die schwarzen Türpaneele bestehen aus Edelstahl; auch die umlaufenden Kanten und Übergänge sind durchweg sauber verarbeitet. An den Verbindungsstellen der verschiedenen Materialien konnten unsere Testerinnen & Tester keine Mängel wie bspw. auffällige Spaltmaße, scharfkantige Übergänge o. Ä. erkennen.
Die äußeren Türpaneele bestehen aus Edelstahl und sind in einer dunklen, beinahe schwarzen Optik gehalten. Die Oberfläche wirkt deutlich zurückhaltender als hochglänzende schwarze Fronten und harmoniert sehr schön mit den schmalen dunklen Fugen zwischen den vier Türen. Auch an den Kanten und Materialübergängen hinterließ unser Testmodell einen sehr sauberen Eindruck: Größere Mängel wie bspw. auffällige Spaltmaße konnten unsere Testerinnen & Tester nicht erkennen. Leichte Berührungsspuren können sich auf der dunklen Fläche naturgemäß abzeichnen, lassen sich regelmäßig aber schon mit einem weichen Tuch entfernen.
Ähnlich positiv ist die Mechanik der Fächer und Schubladen. Im Laufe unseres ausgiebigen Tests wurden die Schiebebewegungen viele hundert Male wiederholt, ohne dass sich ein Verschleiß erkennen ließ. Die Schubladen weisen nur minimales Spiel auf, wackeln beim Schieben allenfalls geringfügig und laufen auch mit schwererer Befüllung kontrolliert in ihren Führungen.
Im Innenraum dominieren glatte Kunststoffe, Glas und metallene Führungselemente. Die durchsichtig bzw. hell gehaltenen Fächer erleichtern den Blick auf den Inhalt; die Glasflächen vermitteln auch bei größeren Lebensmittelmengen einen vollauf stabilen Eindruck.
Die Handhabung
Der obere Kühlteil ist besonders übersichtlich gegliedert. Drei Glasabstellflächen – eine davon höhenverstellbar – bieten Platz für größere Lebensmittelverpackungen und auch andere Gefäße (Töpfe usw.). In den beiden Türen stehen insgesamt sechs Ablagen bereit, sodass Getränke, Saucen, Marinaden usw. unmittelbar erreichbar abgestellt werden können. Die Ebenen können zur Reinigung übrigens herausgenommen und – jedenfalls teilweise – in unterschiedlichen Höhen eingesetzt werden; dadurch lässt sich der Innenraum in gewissem Maße an verschieden hohe Lebensmittel anpassen.
Die vier Türen sind ein wesentlicher Teil des Bedienkomforts: Vor allem die beiden großen Kühlteiltüren lassen sich trotz ihrer Fläche ausgesprochen leichtgängig bewegen; ihre nahezu über die gesamte Breite verlaufenden Griffmulden sind abgerundet und sehr bequem erreichbar. Alle Türen können bis zu ≈ 135° aufschwingen und werden bis zu einem Öffnungswinkel von ≈ 15° eigenständig in Richtung der Dichtung gezogen. An der linken Kühlteiltür sitzt außerdem ein Drehseparator, der sich beim Schließen hinter die rechte Tür legt und den Übergang zwischen beiden Türhälften abdichtet. Bleibt eine Kühlteiltür offen, setzt nach ≈ 1 min ein akustischer Alarm ein; wir maßen aus ≈ 1 m max. ≈ 56,6 dB.
Der obere Kühlteil erschließt insgesamt ≈ 311 l und ist sehr übersichtlich gegliedert. Drei Glasabstellflächen – eine davon höhenverstellbar –, zwei großformatige Schubladen und insgesamt sechs Türablagen erlauben es, sehr unterschiedliche Lebensmittel sauber voneinander zu trennen. Große Schüsseln und Töpfe lassen sich ebenso sinnvoll verräumen wie Flaschen, Kartons & Co. Die Beleuchtung ist durchaus gelungen: Eine helle Lichtquelle im oberen Frontbereich leuchtet so kräftig, dass selbst tiefer gelegene Bereiche noch sehr ordentlich einsehbar bleiben. Nur sehr dicht verräumte Lebensmittel können den Lichtweg naturgemäß abschirmen.
Im unteren Bereich liegen zwei großformatige Frischeschubladen: Die links befindliche CrispZone mit HumidityControl erlaubt es, die Luftfeuchtigkeit über einen Schieberegler zu variieren und so bspw. Blattgemüse bzw. andere feuchtigkeitsempfindliche Lebensmittel anders zu lagern als sonstiges Gemüse. Die rechts befindliche FreshZone kann über einen separaten Schieberegler auf verschiedene Temperaturniveaus abgestimmt werden. Das erweitert die praktische Nutzbarkeit deutlich, weil besonders empfindliche Fleisch-, Fisch-, Gemüse- oder Obstwaren nicht notwendig unter denselben Bedingungen wie der übrige Kühlraum gelagert werden müssen; das gelang in unserem Test auch ohne jegliches Problem.
Die linke der beiden unteren Kühlteilschubladen ist als CrispZone mit HumidityControl ausgeführt: Über einen gut erreichbaren Schieberegler kann der Luftaustausch und damit die Luftfeuchtigkeit im Fach angepasst werden. Das ist praktisch, weil bspw. Blattgemüse regelmäßig von einer feuchteren Lagerungsumgebung profitiert, während aandere Gemüsesorten weniger Feuchtigkeit benötigen. Die Schublade selbst läuft ausgesprochen sauber in ihren Führungen: Auch nach vielen hundert Öffnungs- und Schließbewegungen während unseres Tests ließ sich kein störender Verschleiß erkennen.
Auch die Frischhaltungsleistung der CrispZone mit HumidityControl hinterließ einen sehr starken Eindruck. Während einer einwöchigen Messphase verloren die hier eingelagerten Äpfel und Birnen jeweils nur ≈ 0,4 % ihres ursprünglichen Gewichts; bei Nektarinen waren es ≈ 0,6 % und bei Trauben sowie Brokkoli jeweils ≈ 0,8 %. Etwas höher, aber noch immer vollkommen maßvoll fielen die Verluste bei Gurken (≈ 1,0 %), Paprikas (≈ 1,1 %) und Salat (≈ 1,3 %) aus. Über alle eingelagerten Lebensmittel hinweg betrug der durchschnittliche Wasser- bzw. Gewichtsverlust damit lediglich ≈ 0,8 %. Gerade bei regelmäßig eingelagertem Gemüse und Obst kann die Schublade folglich dazu beitragen, den natürlichen Wasserverlust wirksam zu begrenzen und die Lebensmittel über mehrere Tage hinweg in einem geeigneten Lagerungsumfeld zu halten – zumal bei passender Einstellung der Luftfeuchtigkeit.
Auch die kleineren Extras sind sinnvoll: Die MultiBox bspw. eignet sich großartig für Käse, Zwiebeln oder andere geruchsintensive Lebensmittel und kann über ihren Deckel weitgehend geschlossen werden. Im Gefrierteil stehen vier herausziehbare Schubladen und zwei unmittelbar erreichbare Ablagebereiche zur Verfügung; die EasyTray-Konstruktion erleichtert gerade den Zugriff auf weiter hinten liegende Tiefkühlwaren. Mit der herausnehmbaren IceBox können außerdem Eiswürfel vorbereitet und gesammelt werden, ohne dass eine aufwendige automatische Eismaschine Raum beansprucht.
Die Beleuchtung des Kühlteils ist sehr gelungen. Eine großformatige weiße Lichtquelle im vorderen Bereich des Kopfteils leuchtet sehr kräftig. Dadurch wird vor allem der obere, größtenteils aber auch der mittlere und untere Kühlbereich ordentlich ausgeleuchtet; dicht verräumte Lebensmittel können das Licht auf einzelnen Ebenen ein wenig abschirmen, weshalb zusätzliche seitliche Lichtquellen sehr vorteilhaft wären. In den unteren Gefrierbereichen ist dagegen keine eigenständige Beleuchtung vorhanden.
Das ≈ 16,0 × 5,5 cm (Hmax × Bmax d. Bedienfelds) messende Bedienfeld ist in die Oberfläche der oberen linken Tür eingelassen. Seine Unterkante befindet sich ≈ 1,5 m über dem Fußboden und ist damit für Verbraucherinnen & Verbraucher verschiedener Körpergrößen gut erreichbar. Die berührungsempfindlichen Flächen reagieren zuverlässig; die Bedienlogik ist eingängig, weil regelmäßig nur diejenigen Symbole und Informationen aufleuchten, die im jeweiligen Bedienvorgang relevant sind. Kühl- und Gefrierteil lassen sich separat zwischen 2–8 °C bzw. -25 – -15 °C programmieren; zusätzlich können die Spezialmodi gewählt und die Bedienfeldsperre genutzt werden.
Das ≈ 16,0 × 5,5 cm messende Bedienfeld liegt außen auf der oberen linken Tür; seine Unterkante befindet sich ≈ 1,5 m über dem Fußboden. Die berührungsempfindlichen Flächen reagierten in unserem Test zuverlässig und angenehm flüssig. Weil nur die jeweils relevanten Grafiken und Informationen erhellt werden, bleibt die Anzeige trotz der zahlreichen Einstellmöglichkeiten übersichtlich. Über das Feld lassen sich die Temperaturen von Kühl- und Gefrierteil anpassen, die Modi Super Cool, Super Freeze, Eco und Holiday wählen sowie die Bedienfeldsperre verwenden; Änderungen sind damit möglich, ohne zuvor eine Tür öffnen zu müssen.
Temperaturen & Tempo
Die Kühlleistung lässt sich anhand unserer Messreihen differenziert beurteilen. Im normalen Modus mit einer Temperaturprogrammierung von 5 °C maßen wir über alle fünf Kühlteilpositionen im Mittel ≈ 7,04 °C. Entscheidend ist allerdings die Position: Die beiden Frischefächer lagen mit ≈ 5,04 °C und ≈ 4,85 °C sehr nahe an der Temperaturprogrammierung, die 3. Ebene erreichte ≈ 5,77 °C. Die 2. Ebene war mit ≈ 7,72 °C merklich wärmer; die 1. Ebene erreichte sogar ≈ 11,81 °C. Zwischen den Mittelwerten der kältesten und wärmsten Messposition bestand damit eine zwar nicht gewaltige, aber doch signifikante Differenz von ≈ 6,96 °C.
Die rechte Frischeschublade erlaubt eine stärker temperaturbezogene Anpassung der Lagerungsbedingungen. Über den Schieberegler am Luftkanal kann der Bereich für unterschiedliche Arten von Lebensmitteln abgestimmt werden. Das macht das Fach vor allem für empfindlichere Waren interessant, die deutlich kühler als auf den regulären Ebenen lagern sollen. Dass diese Zone wirklich sehr viel kühler arbeiten kann, hat sich auch in unseren Messreihen gezeigt: Im normalen Betrieb lagen die beiden unteren Fächer mit durchschnittlich ≈ 5,04 °C bzw. ≈ 4,85 °C sehr nah an der programmierten Kühlteiltemperatur von 5 °C.
Auch die zeitlichen Schwankungen unterscheiden sich deutlich. Auf der 1. Ebene reichten die Einzelwerte von ≈ 2,0–15,3 °C, während die beiden unteren Fächer mit jeweils nur ≈ 1,4 °C Gesamtspanne ausgesprochen stabil arbeiteten. Für empfindliche Lebensmittel, die dauerhaft in einem engen Temperaturfenster bleiben sollen, empfehlen sich daher vor allem die unteren Ebenen und Fächer. Die wärmeren oberen Bereiche eignen sich eher für weniger temperaturempfindliche Lebensmittel und Getränke.
Über MultiFlow 360° soll die kalte Luft über mehrere Auslässe im Kühlteil verteilt werden. Unsere Messreihen haben allerdings gezeigt, dass die räumliche Temperaturverteilung nicht vollständig gleichförmig ausfällt: Während die beiden unteren Fächer im normalen Modus durchschnittlich ≈ 5,04 °C und ≈ 4,85 °C erreichten, maßen wir auf der obersten Ebene ≈ 11,81 °C. Gerade temperaturempfindliche Lebensmittel sollten daher eher in den unteren Bereichen gelagert werden. Unabhängig davon empfiehlt es sich, die hier sichtbaren Luftauslässe nicht durch sehr dicht an die Rückwand gestellte Lebensmittel zu verdecken.
Der Gefrierteil arbeitet erheblich räumlich gleichmäßiger. Bei einer Temperaturprogrammierung von -18 °C maßen wir über alle sechs Positionen im Mittel ≈ -17,96 °C. Die einzelnen Mittelwerte lagen ausgesprochen eng zwischen ≈ -18,41 °C und ≈ -17,71 °C; die räumliche Differenz betrug damit bloß ≈ 0,71 °C. Die Gesamtspanne aller erfassten Werte reichte von ≈ -20,7 °C bis ≈ -14,9 °C. Für die regelmäßige Lagerung von Tiefkühlwaren ist diese sehr gleichmäßige Temperaturverteilung ausgesprochen willkommen.
In Sachen Geschwindigkeit kann insbesondere Super Freeze vollauf überzeugen: Ausgehend von einer mittleren Gefrierteiltemperatur von ≈ -18,35 °C sank das Mittel aller sechs Sensoren nach ≈ 76 min erstmals auf höchstens -24 °C, nach ≈ 100 min auf höchstens -26 °C und nach ≈ 164 min auf höchstens -28 °C. Das ist Ausdruck einer vortrefflichen Leistungskraft, die in diesem Modus kurzfristig mobilisiert wird.
Die Modusspanne
Der NRM819D61BX bietet eine sehr praxisgerechte Modusspanne: Neben dem normalen Betrieb stehen Eco, Holiday, Super Cool und Super Freeze zur Verfügung. Eco zielt auf einen reduzierten laufenden Energiebedarf. Holiday ist für längere Abwesenheiten gedacht und stellt den Kühlteil auf ≈ 15 °C sowie den Gefrierteil auf ≈ -18 °C ein; empfindliche Frischwaren sollten dann nicht im Kühlraum verbleiben. Super Cool senkt die Temperaturprogrammierung des Kühlteils auf 2 °C und beendet sich nach ≈ 6 h selbstständig. Super Freeze stellt den Gefrierteil auf -25 °C ein und kehrt nach ≈ 52 h automatisch zur vorherigen Temperaturprogrammierung zurück.
Super Cool & Super Freeze
Super Cool senkte die Kühlteiltemperatur innerhalb seiner vollständigen ≈ 6-h-Aktivphase sichtbar. Über alle Messpositionen lag das 6-h-Mittel bei ≈ 5,57 °C; vom Beginn bis zum Ende der Phase sank der jeweils positionsübergreifende Mittelwert von ≈ 7,86 °C auf ≈ 4,40 °C. Besonders stark war die Wirkung in der 3. Ebene und in den beiden Frischefächern, deren Mittelwerte ≈ 3,11 °C, ≈ 2,72 °C und ≈ 2,05 °C erreichten. Die 1. Ebene blieb wieder deutlich wärmer. Der Modus ist folglich wirksam, seine Schnellkühlwirkung verteilt sich allerdings nicht gleichmäßig über den gesamten Kühlteil. Sein mittlerer elektrischer Leistungsbezug betrug ≈ 29,37 W und lag damit nur ≈ 2,16 W bzw. ≈ 7,9 % über dem normalen Modus; in ≈ 6 h wurden ≈ 0,18 kWh verbraucht.
Super Freeze wirkt erheblich kräftiger. Während der ersten ≈ 24 h der ≈ 52-h-Aktivphase maßen wir im Gefrierteil durchschnittlich ≈ -27,12 °C. Die Mittelwerte der Positionen lagen eng zwischen ≈ -27,79 °C und ≈ -26,79 °C, sodass die intensive Gefrierwirkung räumlich sehr gleichmäßig verwirklicht wurde. Im Minimum wurden bis zu ≈ -32,6 °C erfasst. Der mittlere elektrische Leistungsbezug erreichte ≈ 62,71 W und lag damit ≈ 35,50 W bzw. ≈ 130,4 % über dem normalen Modus; innerhalb der betrachteten ≈ 24 h wurden ≈ 1,51 kWh verbraucht. Der deutliche Mehrverbrauch ist angesichts der erheblich niedrigeren Temperaturen plausibel, bleibt bei gezielter Nutzung der Sonderfunktion allerdings sehr begrenzt.
Der untere Gefrierteil bietet ≈ 149 l Volumen. Vier herausziehbare Gefriergutschubladen und zwei zusätzliche Ablagebereiche erlauben eine sehr klare Trennung verschiedener Tiefkühlwaren. Gerade bei größeren Vorräten ist diese Aufteilung wertvoll, weil nicht erst ein einziger großer Innenraum durchsucht werden muss. Die Temperaturen waren in unseren Messreihen ausgesprochen gleichmäßig: Im normalen Modus lagen die Mittelwerte eng zwischen ≈ -18,41 °C und ≈ -17,71 °C. Schade ist nur, dass es dem Gefrierteil an einer eigenständigen Beleuchtung fehlt.
Die MultiBox ist eines der kleineren, im Alltag aber durchaus wertvollen Ausstattungsdetails. Die kompakte Box eignet sich bspw. für Käse, Zwiebeln oder andere Lebensmittel mit stärkerem Eigengeruch und kann über ihren Deckel weitgehend geschlossen werden. Dadurch lassen sich solche Produkte vom übrigen Kühlrauminhalt separieren, ohne dass eine zusätzliche Vorratsdose benötigt wird. Die Box kann bei Bedarf aus der Tür genommen werden; auch ihre glatten Flächen lassen sich ohne sonderlich viel Mühe reinigen.
Strom & Schall
Der Stromverbrauch des Gorenje NRM819D61BX ist unter Berücksichtigung des Gesamtvolumens von ≈ 460 l sehr gering. Im normalen Modus mit einer Temperaturprogrammierung von 5 °C und -18 °C maßen wir einen elektrischen Leistungsbezug von praktisch ≈ 0–89,4 W und im arithmetischen Mittel ≈ 27,22 W; über ≈ 24 h resultierten daraus ≈ 0,65 kWh. Bei einem über das Jahr gleichförmigen Nutzungsprofil entspräche dies ≈ 238,41 kWh bzw. bei einem Strompreis von 0,27 € pro kWh ≈ 64,37 € pro Jahr.
Auch die Sparmodi hinterließen einen positiven Eindruck. Eco beanspruchte im Mittel ≈ 24,91 W und damit ≈ 8,5 % weniger als der normale Modus; über 24 h wurden ≈ 0,60 kWh verbraucht. Holiday reduzierte den mittleren Leistungsbezug sogar auf ≈ 21,35 W, also um ≈ 21,6 %, und verbrauchte in 24 h ≈ 0,51 kWh. Super Cool erhöhte den mittleren Leistungsbezug während seiner 6-h-Aktivphase dagegen nur um ≈ 7,9 %. Deutlich energieintensiver ist Super Freeze mit ≈ 62,71 W (+ ≈ 130,4 %).
Auch das Geräuschprofil ist sehr positiv. Wir maßen aus ≈ 1 m einen durchschnittlichen Schalldruckpegel von ≈ 37,1 dB. Der Inverter-Kompressor und die Ventilation sind im normalen Betrieb regelmäßig nur zurückhaltend wahrnehmbar; kurzfristige Änderungen der Drehzahl können sich akustisch bemerkbar machen, dominieren das Klangbild aber nicht. Damit empfiehlt sich das Modell auch für offene Wohnküchen, in denen ein dauerhaft präsentes Betriebsgeräusch schnell störend wirken kann.
Die Reinigung
Schließlich lässt sich der Gorenje NRM819D61BX ohne sonderlich viel Mühe reinigen. Die Flächen und Schubladen sind glatt gestaltet und können für eine gründlichere Reinigung herausgenommen werden. Gerade die zahlreichen Gefrierschubladen lassen sich weit hervorziehen, sodass auch die dahinterliegenden Flächen gut erreichbar bleiben. Die schwarzen Außenflächen sollten mit einem weichen Tuch und einem milden Reinigungsmittel behandelt und anschließend ggf. trocken gewischt werden.
Mit EasyTray soll vor allem der Zugriff auf weiter hinten gelagerte Tiefkühlwaren erleichtert werden. Der obere Ablagebereich lässt sich weit hervorziehen, sodass sein Inhalt von oben gut überblickt und ohne umständliches Umräumen erreicht werden kann. Das ist gerade bei kleineren Verpackungen hilfreich, die in einer tiefen Schublade ggf. schnell aus dem Blick geraten würden. Die Mechanik hinterließ ebenso wie die übrigen Schubladen einen sehr soliden Eindruck und lief während unseres Tests auch nach zahlreichen Bewegungen weiterhin flüssig.
Die IceBox stellt Eiswürfel ohne Festwasseranschluss & Co. bereit. Wasser wird in die Form gefüllt und im Gefrierteil gefroren; die fertigen Eiswürfel können anschließend im zugehörigen Behälter aufbewahrt werden. Die Lösung ist technisch deutlich simpler als ein automatischer Eisbereiter, beansprucht dafür aber nur wenig Raum und verlangt keinen besonderen Installationsaufwand. Wer regelmäßig Eis verwendet, kann dadurch jedenfalls einen kleinen Vorrat unmittelbar im Gefrierteil bereithalten.
NoFrost Plus vermindert den Wartungsaufwand zusätzlich, weil sich im Gefrierteil im normalen Gebrauch keine starken Eis- und Reifschichten ansammeln und regelmäßiges manuelles Abtauen dadurch entfällt. Die Türdichtungen allerdings sollten immer sauber und trocken gehalten werden; aggressive Reiniger sind zu vermeiden. Alles in allem erweist sich das Modell auch in Reinigung und Wartung als erfreulich unkompliziert.
Auch die Schubladenmechanik vermittelt einen sehr hochwertigen Eindruck. Während unseres ausgiebigen Tests wurden die Fächer viele hundert Male herausgezogen und wieder eingeschoben – teilweise mit erheblichen Lebensmittelmengen –, ohne dass sich ein nennenswerter Verschleiß erkennen ließ. Die Schubladen weisen nur geringes seitliches Spiel auf, verkanten nicht störend und laufen kontrolliert in ihren Führungen. Gerade bei einem großvolumigen Modell, dessen Fächer im Alltag regelmäßig schwer beladen werden können, ist diese solide Ausführung ein klarer Pluspunkt.
Das leistet das Modell
Leistungsbezug: normaler Modus
Wir maßen im normalen Modus bei einer Temperaturprogrammierung von 5 °C & −18 °C einen elektrischen Leistungsbezug von ≈ 0–89,4 W; im arithmetischen Mittel wurden ≈ 27,22 W bezogen. Über 24 h resultierten daraus ≈ 0,65 kWh; bei einem über das Jahr gleichförmigen Nutzungsprofil entspräche dies ≈ 238,41 kWh. Der Verlauf ist von regelmäßig wiederkehrenden Arbeits- und Ruhephasen geprägt: Die nur kurzzeitigen Spitzen fallen daher deutlich weniger ins Gewicht als der für den Alltag aussagekräftigere Mittelwert.
Leistungsbezug: Super Cool
Während der Aktivphase des Modus Super Cool maßen wir einen elektrischen Leistungsbezug von ≈ 0–75,1 W und im arithmetischen Mittel ≈ 29,37 W. Der Mittelwert lag damit nur geringfügig (≈ 2,16 W bzw. ≈ 7,9 %) über dem normalen Modus. In den sechs Stunden wurden ≈ 0,18 kWh verbraucht; gegenüber sechs Stunden mit dem durchschnittlichen Leistungsbezug des normalen Modus entspricht dies einem Mehrverbrauch von lediglich ≈ 0,013 kWh. Der energetische Aufpreis der zeitlich begrenzten Schnellkühlfunktion fällt damit vergleichsweise moderat aus.
Leistungsbezug: Super Freeze
Im Modus Super Freeze maßen wir während der Aktivphase einen elektrischen Leistungsbezug von ≈ 0–219,8 W und im arithmetischen Mittel ≈ 62,71 W. Damit lag der mittlere Leistungsbezug um ≈ 35,50 W bzw. ≈ 130,4 % über dem normalen Modus; innerhalb von 24 h wurden ≈ 1,51 kWh verbraucht. Der deutlich höhere Bedarf ist angesichts der auf eine besonders intensive Gefrierleistung ausgelegten Sonderfunktion plausibel.
Leistungsbezug: Eco
Im Modus Eco maßen wir einen elektrischen Leistungsbezug von ≈ 0–121,1 W und im arithmetischen Mittel ≈ 24,91 W. Damit lag der mittlere Leistungsbezug um ≈ 2,30 W bzw. ≈ 8,5 % unter dem normalen Modus. Über 24 h wurden ≈ 0,60 kWh verbraucht und damit ≈ 0,06 kWh weniger als im normalen Modus. Bei einem unverändert über das Jahr fortgeführten Nutzungsprofil entspräche dies ≈ 218,23 kWh statt ≈ 238,41 kWh. Eco reduziert den Energiebedarf somit messbar, ohne dass der Lastverlauf durch dauerhaft hohe Leistungsphasen geprägt wäre.
Leistungsbezug: Holiday
Im Modus Holiday maßen wir einen elektrischen Leistungsbezug von ≈ 0–124,5 W und im arithmetischen Mittel ≈ 21,35 W. Gegenüber dem normalen Modus entspricht dies einer Reduktion um ≈ 5,87 W bzw. ≈ 21,6 %. Innerhalb von 24 h wurden ≈ 0,51 kWh verbraucht und damit ≈ 0,14 kWh weniger als im normalen Betrieb. Gerade während längerer Abwesenheiten kann der Modus den laufenden Energiebedarf daher spürbar senken; die vereinzelten kurzen Spitzen ändern an dem deutlich niedrigeren mittleren Leistungsbezug nur wenig.
Temperaturstabilität: normaler Modus
Im normalen Modus mit einer Temperaturprogrammierung von 5 °C & -18 °C maßen wir im Kühlteil über alle Messpositionen eine durchschnittliche Temperatur von ≈ 7,04 °C. Die beiden Frischefächer lagen mit ≈ 5,04 °C bzw. ≈ 4,85 °C sehr nahe an der Temperaturprogrammierung, ebenso bewegte sich die 3. Ebene mit ≈ 5,77 °C noch in einem sehr soliden Bereich. Deutlich wärmer waren dagegen die 2. Ebene (≈ 7,72 °C) und insbesondere die 1. Ebene (≈ 11,81 °C). Für temperaturempfindliche Lebensmittel empfehlen sich daher vor allem die unteren Ebenen und Fächer. Sehr überzeugend fällt die Temperaturverteilung im Gefrierteil aus: Über alle sechs Positionen lag der Mittelwert bei ≈ -17,96 °C, die Mittelwerte der einzelnen Fächer reichten lediglich von ≈ -18,41 °C bis ≈ -17,71 °C. Damit arbeitet das Gefrierteil im Alltag ausgesprochen gleichmäßig und sehr nah an der einprogrammierten Temperatur.
Temperaturstabilität: Super Cool
Während der Aktivphase des Modus Super Cool sank die über alle Sensoren gemittelte Kühlteiltemperatur von ≈ 7,86 °C auf ≈ 4,40 °C. Besonders stark war die Wirkung in der 3. Ebene und in den beiden Frischefächern: Dort lagen die Mittelwerte bei ≈ 3,11 °C, ≈ 2,72 °C und ≈ 2,05 °C; zum Ende der Messphase wurden ≈ 1,9 °C, ≈ 1,9 °C und ≈ 1,2 °C erreicht. Die 1. Ebene blieb allerdings deutlich wärmer, sodass die Schnellkühlwirkung räumlich nicht gleichmäßig ausfällt. Für den praktischen Einsatz ist Super Cool damit vor allem dann wirksam, wenn neu eingelagerte, rasch abzukühlende Lebensmittel in den mittleren bzw. unteren Bereichen des Kühlteils platziert werden.
Temperaturstabilität: Super Freeze
Der Modus Super Freeze entfaltet im Gefrierteil eine sehr deutliche Wirkung. Während der Aktivphase maßen wir dort im Mittel ≈ -27,12 °C; die Mittelwerte der Messpositionen lagen eng zwischen ≈ -27,79 °C und -26,79 °C. Ausgehend von ≈ -18,35 °C sank die gemittelte Gefrierteiltemperatur nach rund 76 min erstmals auf höchstens -24 °C, nach rund 100 min auf höchstens -26 °C und nach rund 164 min auf höchstens -28 °C; am Ende der Aktivphase lag das Gefrierteil im Mittel erneut bei ≈ -27,73 °C. Für Verbraucherinnen & Verbraucher bedeutet dies eine kräftige und über die verschiedenen Fächer im Mittel sehr gleichmäßige Schnellgefrierleistung.
Wasserverlust
Wir lagerten verschiedene Gemüse- und Obstsorten für eine volle Woche im linken Frischefach und bestimmten anschließend ihren Wasser- bzw. Gewichtsverlust. Dieser fiel durchweg gering aus: Am wenigsten verloren Äpfel und Birnen mit jeweils ≈ 0,4 %, gefolgt von Nektarinen mit ≈ 0,6 % sowie Trauben und Brokkoli mit jeweils ≈ 0,8 %. Auch Gurken (≈ 1,0 %), Paprikas (≈ 1,1 %) und selbst der empfindlichere Salat (≈ 1,3 %) blieben in einem sehr ordentlichen Bereich. Im arithmetischen Mittel verloren die acht Lebensmittel lediglich ≈ 0,8 % ihres Ausgangsgewichts; wir haben die Luftfeuchtigkeit während der Lagerung maximiert. Die CrispZone mit HumidityControl schafft folglich sehr gute Voraussetzungen für die Lagerung empfindlicher Frischwaren.
Technische Daten
| Hersteller Modell |
Gorenje NRM819D61BX |
|---|---|
| Größe, Gewicht usw. | |
| Optik des Modells | Schwarz |
| Größe des Modells Hmax × Bmax × Tmax d. Modells |
190,0 × 79,4 × 65,0 cm |
| Gewicht des Modells mmax, leer |
93,0 kg |
| Klimaklasse des Modells lt. Label |
SN – T (10 – 43 °C) |
| Volumen des Modells Vmax |
≈ 460 l |
| Volumen des Kühlteils VK |
≈ 311 l |
| Volumen des Gefrierteils VG |
≈ 149 l |
| Maße des Bedienfelds Hmax × Bmax |
16,0 × 5,5 cm |
| Position des Bedienfelds | außen |
| Sperre des Bedienfelds | ja |
| Türalarm | ja (akustisch, nach 1 min, LP max aus ≈ 1 m: 56,6 dB) |
| Türautomatik | ja, bis ≈ 15° |
| Türscharniere | links und rechts |
| Türwinkel ∠max d. Türen |
≈ 135° |
| Besonderheiten des Modells Funktionen, Techniken usw. | CrispZone plus HumidityControl; ElectronicControl; IceBox; MultiBox; MultiFlow 360°; SuperSilent |
| Technik | |
| Art des Kühlsystems | Inverter-Kompressor |
| Anzahl der Kühlsysteme | 2 |
| Temperaturspektrum | 2 – 8 °C; -25 – -15 °C |
| Art des Ventilationssystems | MultiFlow 360° |
| Modusspanne | Eco; Holiday; Super Cool (max. 6 h); Super Freeze (max. 52 h) |
| No-Frost-Funktion | Ja (NoFrost Plus) |
| Ebenen, Fächer usw. | |
| Kühlteil: Ebenen |
3 |
| Kühlteil: Schubladen |
2 |
| Kühlteil: Fächer in den Türen |
6 |
| Extras | MultiBox |
| Gefrierteil: Ebenen |
– |
| Gefrierteil: Schubladen |
6 |
| Gefrierteil: Fächer in den Türen |
– |
| Extras | IceBox |
| Strom & Schall | |
| Elektrischer Leistungsbezug Pmean, lt. Hersteller |
– |
| Elektrischer Leistungsbezug Pmean, ermittelt bei 5 °C & -18 °C |
27,2 W |
| Stromverbrauch pro Jahr Emean, lt. Hersteller |
241 kWh |
| Stromverbrauch pro Jahr Emean, ermittelt bei 5 °C & -18 °C |
238,41 kWh ≈ 64,37 € |
| Schallausstoß LP max, lt. Hersteller |
37,0 dB |
| Schallausstoß LP mean aus ≈ 1 m, ermittelt bei 5 °C & -18 °C |
37,1 dB |
Bewertung
| Hersteller Modell |
% | Gorenje NRM819D61BX |
|---|---|---|
| Handhabung | 25 | 93,1 |
| Individualisierung Ebenen, Fächer usw. |
50 | 92,0 |
| Bedienung | 30 | 94,3 |
| Beleuchtung | 10 | 93,5 |
| Bedienungsanleitung | 10 | 95,0 |
| Ausstattung | 20 | 95,6 |
| Lagerung Größe v. Ebenen, Fächern usw. |
60 | 97,0 |
| Material- & Materialverarbeitungsqualität | 40 | 93,5 |
| Kühlen | 20 | 92,2 |
| Genauigkeit | 50 | 92,6 |
| Gleichmäßigkeit | 50 | 91,8 |
| Gefrieren | 20 | 96,4 |
| Genauigkeit | 50 | 97,5 |
| Gleichmäßigkeit | 50 | 95,3 |
| Betrieb | 15 | 97,8 |
| Stromverbrauch | 75 | 98,0 |
| Schallausstoß | 25 | 97,0 |
| Bonus | — | |
| Malus | — | |
| UVP des Herstellers | 1.039,00 € | |
| Durchschn. Marktpreis Stand v. 11.09.2026 |
779,00 € | |
| Preis-Leistungsindex | 8,22 | |
| Gesamtbewertung | 94,8 % (sehr gut) |
|

Testverfahren
Hier wurde ermittelt und beurteilt, wie sich der Innenraum des Modells an die in ihm eingelagerten Lebensmittel, sprich Fleisch-, Fisch-, Milchwaren usw., anpassen lässt, bspw. durch in seiner Position veränderliche Ebenen und Fächer. Des Weiteren wurde natürlich auch von allen Testerinnen & Testern bewertet, wie sich das Modell handhaben lässt: Neben den einprogrammierbaren Temperaturspektren und den Temperaturstabilitäten in allen Teilen des Modells wurden auch alle weiteren Funktionen benotet. Die Testerinnen & Tester nahmen sich hier auch der Qualität des Bedienfelds an: Alle Touchelemente desselben sollten nach jeder Berührung ansprechen. Ob, nach welcher Zeitspanne und in welcher Weise das Modell einen Alarm ausstößt, nachdem eine der Türen nicht voll verschlossen worden ist, wurde außerdem beurteilt.
Hier wurde von den Testerinnen & Testern vor allem das verwendbare Volumen des Modells – einmal hinsichtlich des Kühlteils und einmal hinsichtlich des Gefrierteils – benotet. Auch die außen und innen verwendeten Materialien sowie die Weise, in der diese im Werk des Herstellers verarbeitet worden sind, wurden beurteilt. Darüber hinaus wurde erhoben, ob und in welcher Weise die einzelnen Teile des Modells beleuchtet werden, ob sich die in ihnen verräumten Lebensmittel also bei verschiedenen Lichtverhältnissen immer voll erkennen lassen. Schließlich wurde die Qualität der Dokumentation des Herstellers bewertet: Diese sollte nicht nur verständlich alle wesentlichen Themen rund ums Modell abhandeln, sondern auch noch weitere, in der Praxis wertvolle Hinweise, bspw. zur idealen Lagerung von verschiedenen Lebensmitteln innerhalb des Modells, enthalten.
Hier haben die Testerinnen & Tester die im Kühlteil des Modells herrschenden Temperaturen in Abständen von 5 s in allen Ebenen ermittelt: Hierzu wurden Temperatursonden in der Mitte der einzelnen Ebenen installiert. Sie verweilten min. 24 h an den einzelnen Messpunkten, um nicht nur die wirklich erreichten Temperaturen zu ermitteln, sondern währenddessen auch die Stabilität derselben zu kontrollieren. Ob und in welchem Maß die so erhobenen Temperaturen in den einzelnen Kompressorphasen voneinander abwichen, wurde beurteilt. Darüber hinaus wurde ermittelt, wie sehr die durchschnittliche Temperatur im Kühlteil innerhalb von 24 h von der einschlägigen Temperaturprogrammierung abwich; das Modell sollte die Temperaturprogrammierung im Kühlteil vollkommen präzise verwirklichen.
Hier haben die Testerinnen & Tester die im Gefrierteil des Modells herrschenden Temperaturen vermittels der oben erläuterten Methode ermittelt. Darüber hinaus wurde ermittelt, wie sehr die durchschnittliche Temperatur im Gefrierteil innerhalb von 24 h von der einschlägigen Temperaturprogrammierung abwich; das Modell sollte die Temperaturprogrammierung im Gefrierteil vollkommen präzise verwirklichen.
Das Modell wurde während des Tests bei einer einheitlichen Temperatur in den Testräumlichkeiten in Höhe von ≈ 20 °C betrieben. Nachdem die vorab einprogrammierten Temperaturen (5 °C & -18 °C) stabil waren, wurden der A-bewertete Schalldruckpegel aus einem Abstand von ≈ 1 m zur Modellvorderseite sowie der elektrische Leistungsbezug ermittelt und beurteilt.
Getestete Geräte
- Gorenje NRM819D61BX








