12 Entsafter im Test 2026
Gesunde Säfte aus Obst und Gemüse:
Ganz einfach selbst gemacht!
24. April 2026
Obst und Gemüse bilden Grundpfeiler einer ausgewogenen Ernährung. Sie versorgen den Körper mit lebenswichtigen Vitaminen und vielen weiteren Nährstoffen, derer wir fortlaufend bedürfen; deshalb sollten sie möglichst täglich in ausreichender Menge gegessen werden. Das ist glücklicherweise gar nicht so schwierig, weil sich Gemüse und Obst auf viele unterschiedliche Arten zubereiten lassen: So braucht es bspw. nur morgens eine Handvoll Beeren zum Müsli, in der Mittagspause ggf. einen Apfel und als großartige Beilage zum Abendessen Paprika, Zucchini & Co. – der Vielfalt sind kaum Grenzen gesetzt, sodass sich für jeden Geschmack etwas finden lässt. Eine Alternative stellen Säfte aus Obst und Gemüse dar, die man allerdings nur in Maßen konsumieren sollte: Da sie nicht so stark sättigen, ist man versucht, große Mengen von ihnen zu trinken; dadurch nimmt man schnell zu viel Fruchtzucker auf, was auf Dauer auch gesundheitlich bedenklich sein kann. Daneben sollte man auch auf die Inhaltsstoffe des betreffenden Safts achten: Industriell gefertigte Produkte beinhalten nicht selten unerwünschte Zutaten und werden bei ihrer Herstellung manchmal so behandelt, dass wichtige Nährstoffe verloren gehen. Aus diesen Gründen sind Säfte, die sich im Handel kaufen lassen, leider nicht immer so gesund, wie man ggf. denken mag.
Ein bisschen anders sieht es allerdings dann aus, wenn man Frucht- bzw. Gemüsesaft eigens herstellt: Dann hat man schließlich volle Kontrolle über das jeweilige Rezept und kann sicherstellen, dass keine unerwünschten Zutaten in den Saft gelangen. Überdies lassen sich diese Zutaten nach Lust und Laune variieren, sodass am Ende ein einzigartiger Saft entsteht, der genau so schmeckt, wie man es am liebsten hat. Diesen sollte man angesichts des darin enthaltenen Fruchtzuckers natürlich nur in Maßen genießen; beachtet man dies, steht einem gesunden Genuss allerdings nichts im Weg. Um Obst und Gemüse in der heimischen Küche auszupressen, braucht es nur das passende Zubehör: Einen Entsafter, der den damit verknüpften Aufwand stark verringert. Wir haben dieses Mal zwölf Entsafter getestet, darunter acht Schneckenentsafter (Slow Juicer) und vier Zentrifugalentsafter. Slow Juicer arbeiten, wie ihre Bezeichnung schon erahnen lässt, verhältnismäßig langsam, wobei der Saft während der Herstellung nur geringfügig erwärmt wird; dadurch bleiben auch empfindliche Vitamine erhalten. Zentrifugalentsafter sind dagegen gerade bei größeren Zutatenmengen deutlich schneller, zugleich aber auch um einiges lauter und können infolgedessen eine Störung darstellen; im ungünstigsten Fall erwärmen sie den Saft ein wenig, wobei außerdem die Ausbeute mitunter nicht so hoch ausfällt wie bei einem Slow Juicer. In unserem Testbericht erfahren Sie alles über die Stärken und Schwächen der betreffenden Modelle und können daher einschätzen, welches davon die beste Wahl darstellt.
Wesentliches
Für wen?
Für all diejenigen, die frische Säfte aus Obst und Gemüse ohne großen Arbeits- und Zeitaufwand selbst zubereiten möchten.
Was ist hervorzuheben?
Wenn man einen Entsafter von Hand reinigt, sollte das schnellstmöglich nach der Nutzung erfolgen: Dann sind die Verunreinigungen nämlich noch frisch und infolgedessen sehr viel leichter zu entfernen. Alternativ können einzelne Komponenten vieler Entsafter schlicht in die Spülmaschine gegeben werden.
Was ist interessant?
So langsam, wie ihre Bezeichnung vermuten lässt, sind Slow Juicer gar nicht: Selbst das langsamste Modell im Test bedurfte für das Entsaften von ≈ 500 g Zutaten höchstens ≈ 3:03 min. Man muss sich also nie sonderlich lange in Geduld üben, bis der Saft fertig ist.
Slow Juicer – Technik im Detail

Slow Juicer zeichnen sich durch ihre verhältnismäßig gedrungene Größengestaltung aus. Gemüse, Obst & Co. werden durch einen Schacht A in das Modell hinein gegeben. Dieser Schacht ist bei einem Großteil der Slow Juicer aber so schmal, dass man die jeweiligen Lebensmittel vorbereiten, sie also vorab schneiden muss. Die innerhalb des Modells gegebene Pressschnecke B zieht die Stücke anschließend immer weiter an sich heran und bis in das Presswerk hinein. Nur gelegentlich muss man sich noch mit einem Stößel C ans Werk machen, um die Lebensmittel weiter ins Modell hinein zu schieben; ein solcher ist allen Modellen beigelegt. Die Geschwindigkeit der Pressschnecke ist mit max. ≈ 80 Drehbewegungen pro Minute sehr maßvoll. Daher werden die Zutaten während des Pressvorgangs auch nur in einem sehr geringen Maße warm, sodass bspw. auch die sehr wertvollen, aber empfindlichen Phytochemikalien (Anthocyane, Glucosinolate usw.) größtenteils erhalten bleiben. Die Pressschnecke ist in der Mitte des Pressbehälters D gelegen und zerdrückt die Lebensmittel immer weiter, bis die daraus resultierende Masse schließlich an das Sieb E am Ende der Pressschnecke gelangt. Hier lassen sich Teile der in der Masse vorhandenen Partikel abscheiden. Manche Modelle sind von Werk aus auch noch mit einem speziellen Element F versehen worden: Dieses hält das Sieb von der anderen Seite aus immer sauber, sodass der Saft ohne Weiteres bis in den anschließenden Behälter G hinein rinnen kann. Will man diesen Behälter ausleeren oder ihn verwenden, um mehrere Säfte miteinander zu vermischen, so ist bei den meisten Modellen auch noch ein Tropfstopp H vorhanden: Dieser kann verschlossen werden, um zu verhindern, dass Saft bis auf die Arbeitsplatte herabfließt. Die Trockenmasse, die am Ende des Pressvorgangs verbleibt (Trester), gelangt gleichzeitig über den Tresterauslass I des Modells in einen separaten Behälter, den Tresterbehälter J, hinein. Alle Modelle bieten eine Reverse-Funktion: Dann rotiert die Pressschnecke gegenläufig, sodass ggf. erfolgende Blockaden leichtgängig gelöst werden.
Zentrifugalentsafter – Technik im Detail

Bei den Modellen aus dieser Gruppe ist der Schacht A so großzügig gestaltet, dass viele Lebensmittel in voller Größe ins Modell gegeben und anschließend weiterverarbeitet werden können; das macht den vollen Vorgang noch leichtgängiger. Bei allen Modellen muss man jedoch auch an die innerhalb des Schachts vorhandene Schiene denken, an welcher sich der zum Zubehör zählenden Stößel B herabdrücken lässt: Diese reicht manchmal einen Großteil des Schachts herab, sodass sich diejenigen Lebensmittel, die oben noch in den Einlass passen, am Fuße des Schachts durchaus verkeilen können. Daher sollte man vor dem Anschalten des Motors anhand von einzelnen Stücken ausprobieren, ob die Lebensmittel in der Größe, in der sie vorbereitet worden sind, wirklich bis an das Messerwerk des Modells herankommen oder ob man sie vorher doch noch weiter schneiden muss. Sind die Lebensmittel durch den Schacht hindurch gelangt, schieben sie sich bis an das innere Sieb C heran. Hier sind in der Mitte viele kleine Messer D gelegen, welche durch bis zu ≈ 10.000 Drehbewegungen pro Minute sicherstellen, dass alle Lebensmittel innerhalb des Modells zerrissen werden. Die so zerkleinerten Massen schieben sich durch die schnelle Drehbewegung des Siebs bis an dessen Wände heran: Das ist übrigens Ausdruck der namensprägenden Zentrifugalkraft. Dadurch werden Trockenes und Feuchtes voneinander getrennt. Der Saft fließt anschließend weiter bis in einen voluminösen Behälter E. Der Trester wird parallel dazu weiter in den Tresterbehälter F getragen. Wie schnell sich das Sieb dreht, kann man über einen Drehschalter G an die Ansprüche der zu verarbeitenden Lebensmittel anpassen. Der Behälter ist in manchen Fällen mit einem speziellen Trennelement, dem Schaumtrenner H, versehen. So lässt sich der Saft direkt nach Beendigung des Gebrauchs in ein Glas einschenken. Der sich während des Entsaftungsvorgangs bildende Schaum verbleibt so innerhalb des Behälters.
Getestete Produkte
- Braun SJ7000
- GASTROBACK Slow Juicer Vita Fresh, Artikel-Nr.: 40146
- Gorenje JC200BE
- KENWOOD JMP85.000SI
- KLAMER Slow Juicer 150
- KOENIC KSJ 2050226 M
- MOULINEX ZU600110
- Panasonic Slow Juicer MJ-L700
- Philips HR1921/20
- UNOLD 78275 SLOW JUICER Sam
- Wilfa Squeezy Zentrifugalentsafter
- WMF Kult X Entsafter
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