Der H28SO1 von Hisense im Test 2026
Schnell, vielfältig & leistungsstark –
Ein kulinarischer Alleskönner
28. August 2026
Vor allem in Haushalten, in denen nur eine oder zwei Personen leben, kennt man das Problem zur Genüge: Man möchte eine Handvoll Pommes frites, eine einzelne Tiefkühlpizza oder ein paar Aufbackbrötchen zubereiten und muss dafür immer den gesamten Backofen aufheizen, der eigentlich für viel größere Speisemengen geeignet ist. Deshalb nimmt der Garvorgang unnötig viel Zeit in Anspruch und ist obendrein mit hohem Energieverbrauch verbunden. In solchen Situationen empfiehlt es sich daher, ein Gerät mit kleinerem Garraum zu verwenden, zum Beispiel den Speed Oven H28SO1 von Hisense. Sein Garraum hat ein Volumen von ≈ 28 l und erreicht daher schnell die benötigten hohen Temperaturen, sodass die Speisen nach kurzer Zeit fertig sind; aus diesem Grund bezeichnet der Hersteller das Modell als Speed Oven. Gleichzeitig ist er noch so groß, dass in ihm laut Hersteller zum Beispiel ≈ 500 g Pommes frites, ein Kuchen oder sogar ein ganzes Grillhähnchen Platz finden; man muss sich also nicht mit überschaubaren Portionen zufriedengeben. Ein weiterer Vorteil des Speed Ovens gegenüber einem gewöhnlichen Backofen besteht darin, dass er freistehend ist und daher an unterschiedlichen Plätzen aufgestellt werden kann. Wir haben dieses Modell, das erst seit Kurzem hierzulande erhältlich ist, in den letzten Wochen getestet und herausgefunden, ob sich die Anschaffung wirklich lohnt.
Ein weiterer Vorteil des H28SO1 ist, dass er die Funktionen verschiedener anderer Geräte in sich vereint. So lässt er sich nicht nur als Mini-Backofen verwenden, sondern beispielsweise auch als Heißluftfritteuse; er ist nämlich in der Lage, Lebensmittel mit einem heißen Luftstrom knusprig zu frittieren. Außerdem kann er Mikrowellen erzeugen, um Speisen auf diese Weise schnell zu erhitzen. Dank der passenden Programme besteht nicht zuletzt die Möglichkeit, Brot zu toasten, Obst und Gemüse zu dörren oder einen Braten wie in einem Slow Cooker über einen langen Zeitraum bei relativ niedrigen Temperaturen zu garen, sodass er vollkommen zart bleibt. Apropos Programme: Davon sind über 40 vorhanden, wobei es sich meist um Automatikprogramme handelt; darunter befinden sich zum Beispiel 9 SpeedyCook Schnellgar-Programme. Bei vielen Speisen ist es daher nicht nötig, die optimalen Einstellungen herauszufinden und anschließend immer von Hand vorzunehmen; diese Aufgaben übernimmt das Modell selbstständig. Das sind aber noch längst nicht alle Besonderheiten, die der Speed Oven H28SO1 von Hisense zu bieten hat. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie alles Wichtige, was es über den Speed Oven zu wissen gibt.
Wesentliches
Für wen?
Für alle, die nach einer bequemen Möglichkeit suchen, Speisen beinahe jeder Art schnell und energiesparend zuzubereiten – mit direkter Hitze, einem heißen Luftstrom, Mikrowellen oder sogar auf verschiedene Weisen zugleich.
Was ist hervorzuheben?
Das Display des Modells überzeugt in allen Belangen: Es wirkt nicht nur optisch sehr ansprechend, sondern stellt seinen Inhalt auch so scharf und hell dar, dass man ihn hervorragend ablesen kann.
Was ist interessant?
Im Kombi-Programm lassen sich zwei verschiedene Speisen gleichzeitig zubereiten: Zum Beispiel kann man im oberen Teil des Garraums eine Pizza backen, während im unteren Teil Suppe mit Mikrowellen erwärmt wird.
Hisense H28SO1 – Technik im Detail

Äußerlich ähnelt der Speed Oven in vielerlei Hinsicht einer Mikrowelle: So ist an seiner Vorderseite eine Tür A vorhanden, über die man den Garraum in seinem Inneren erreichen kann. Hierin lassen sich all die verschiedenen Speisen zubereiten. Davor muss man sie nur auf dem Boden B des Garraums, im Heißluftfrittierkorb C oder auf dem SpeedHeat Backblech D abstellen. Der Garraum ist mit 3 verschiedenen Arten von Heizelementen versehen, sodass die Speisen mit Mikrowellenenergie, mit Heißluft und von einem Carbonfaser-Heizelement erwärmt werden. Dadurch kann das Modell wie eine Mikrowelle oder ein Mini-Backofen arbeiten. An der Decke des Garraums ist ein Ventilator installiert worden: Mit diesem lässt sich ein heißer Luftstrom erzeugen, um Lebensmittel wie in einer Heißluftfritteuse zu frittieren. Außerdem ist unter anderem noch eine Grill-Funktion vorhanden, bei der das Modell immer aus ein und demselben Winkel erhebliche Wärme ausstrahlt: Dadurch kann man bspw. Fleisch- und Fischwaren wunderbar anbräunen und ihnen ansprechende Grillaromen verleihen.
Ein Leuchtelement erhellt den Garraum. Da man durch die Tür des Speed Ovens hindurchschauen kann, lässt sich das Äußere der Speisen auch während des Garens kontrollieren. Unterhalb der Tür ist ein Bedienpanel E zu erreichen: Mit diesem lassen sich die verschiedenen Funktionen an- und wieder abwählen, die Parameter des aktuellen Garprogramms einstellen et cetera. Von erheblichem Wert sind dabei die Automatikprogramme: Nach der Wahl des zur jeweiligen Speise passenden Automatikprogramms stellt das Modell alle wesentlichen Parameter von alleine ein, in manchen Fällen auch abhängig von der Größe der Speiseportion.
Der Test im Überblick
Der H28SO1 ist so kompakt, dass er in den meisten Küchen Platz finden dürfte. Aufgrund seines hohen Gewichts wird der Transport etwas erschwert; immerhin kann man das Modell sicher in den Händen halten, während man es an eine andere Stelle trägt. Der Garraum verfügt über ein stattliches Volumen von ≈ 28 l, sodass sich auch größere Portionen auf einmal zubereiten lassen. Dass der Speed Oven über einen sicheren Stand verfügt und aus stabilen Materialien besteht, bemerkt man gleich nach dem Auspacken; bei der Qualität der Verarbeitung sind uns nur kleine Makel aufgefallen. Der Lieferumfang beschränkt sich auf das Nötigste: Mit Ausnahme eines
SpeedHeat Backblechs und eines Heißluftfrittierkorbs ist kein Zubehör vorhanden.
Die meisten Bedienelemente lassen sich problemlos verwenden; das gilt insbesondere für die Touchelemente und die Taste im Drehregler. Der Drehregler selbst reagiert nicht immer sofort, was vor allem anfänglich irritierend wirkt. Uneingeschränkt überzeugen kann hingegen das Display: Es stellt seinen Inhalt so groß, hell und scharf dar, dass er sich auch aus der Distanz unmittelbar ablesen lässt. Man kann aus 49 Programmen wählen; das Funktionsspektrum ist also enorm. Bei den meisten Programmen handelt es sich um Automatikprogramme, in denen das Modell die Garparameter in Abhängigkeit von der entsprechenden Speise selbstständig einstellt; diese Garparameter lassen sich allerdings nicht oder nur in beschränktem Umfang von Hand anpassen. Deutlich mehr Freiheiten hat man diesbezüglich in den manuellen Garprogrammen, wo man aus einem sehr weiten Spektrum auswählen kann; dass dies aber nicht in allen Programmkategorien möglich ist, überrascht etwas. Besonders hervorzuheben ist das Kombi-Programm, in dem sich zwei verschiedene Speisen parallel zubereiten lassen – eine mit Heißluft und die andere mit Mikrowellen. Um nicht immer alle Einstellungen von Hand vornehmen zu müssen, kann man bis zu 10 von ihnen als Favoriten abspeichern.
Der Heißluftfrittierkorb und das SpeedHeat Backblech dürfen in der Spülmaschine gereinigt werden; wenn man sich stattdessen für die Reinigung von Hand entscheidet, hat man keine große Mühe. Um den Garraum zu säubern, sollte man das Programm Dampfreinigung verwenden: Dabei werden die Verschmutzungen eingeweicht, sodass sie sich anschließend leichter beseitigen lassen; mitunter muss man dabei aber trotzdem kräftig schrubben.
An der Bedienungsanleitung gibt es kaum etwas zu kritisieren: Sie stellt alles Wissenswerte in ausführlichen und verständlichen Texten dar; wünschenswert wären jedoch ein paar weitere Grafiken sowie insbesondere Rezeptvorschläge. Die Tabellen, die sämtliche Programme übersichtlich vorstellen, sind sehr nützlich. Gleiches gilt für die Kurzanleitung, obwohl sie auf Englisch ist; sie fasst das Wichtigste gut zusammen.
Im Vergleich zu ähnlichen Modellen fällt der Energieverbrauch des Speed Ovens im Betrieb nur leicht überdurchschnittlich aus. Wenn man ihn nicht verwendet und trotzdem angeschaltet lässt, verbraucht er im ECO-Modus sehr wenig Strom. Das Betriebsgeräusch ist noch so leise, dass es keine große Störung darstellt.
Die meisten Speisen lassen sich in kürzester Zeit zubereiten. Zuvor sollte man nach Möglichkeit eine etwas höhere Temperatur einstellen als eigentlich vorgesehen, da die Zieltemperatur nicht immer zuverlässig erreicht wird. Vor allem in den Mikrowellen-Programmen erfolgt die Erhitzung zudem nicht vollkommen einheitlich, was in der Praxis aber kein gravierendes Problem darstellen dürfte. Gerade die Automatikprogramme sorgen vielfach für gute Ergebnisse, sofern man sich an die vorgegebene Speisemenge hält. Gibt man die Garparameter von Hand vor, überzeugen die Resultate ebenfalls; allerdings muss man etwas herumprobieren, bis man die passenden Einstellungen herausgefunden hat. Gefrorene Speisen lassen sich zuverlässig auftauen; vor allem bei größeren Mengen arbeitet das Modell auch hier aber nicht vollkommen einheitlich.
Seine nahezu immer beeindruckende Leistung bei der Zubereitung verschiedener Speisen stellt zweifellos die größte Stärke des H28SO1 von Hisense dar. Doch auch sonst kann der Speed Oven in vielerlei Hinsicht überzeugen, etwa durch sein umfangreiches Funktionsspektrum, das hochwertige Display oder die einfache Reinigung. Im Zuge unserer Tests sind wir nur auf kleinere Schwächen gestoßen, die den positiven Gesamteindruck kaum trüben. Daher verdient sich der H28SO1 die Testnote „sehr gut“ (93,4 %).

Die wesentlichen Merkmale
- Maße des Garraums (Hmax × Bmax × Tmax): ≈ 21,3 × 35,0 × 37,4 cm
- Volumen des Garraums (Vmax): ≈ 28 l
- Programme: Auftauen (3 Unterprogramme + zeitgesteuertes Auftauen); Aufwärmen (4 Unterprogramme + manuelle Einstellung); Backen (3 Unterprogramme); Dampfreinigung; Dörren (manuelle Einstellung); Grill (6 Unterprogramme); Heißluft (4 Unterprogramme + manuelle Einstellung); Kombi (manuelle Einstellung); Mikrowelle (10 Unterprogramme + manuelle Einstellung); SpeedyCook Schnellgar-Programme (9 Unterprogramme); Schongaren (manuelle Einstellung); Toast (2 Unterprogramme)
- Leistungsstufen der Mikrowelle: 10–100 % (in 10-%-Schritten)
- Temperaturstufen Heißluft: 60 °C; 100–230 °C (in 10-°C-Schritten)
- Zubehör: Heißluftfrittierkorb; SpeedHeat Backblech
Pro
- einfache Reinigung
- Favoriten lassen sich abspeichern
- größtenteils bequeme Bedienung
- hochwertiges Display
- starke Ergebnisse bei der Zubereitung der meisten Speisen
- umfangreiches Funktionsspektrum (u. a. Kombi-Programm)
Contra
- umfangreiche manuelle Anpassung der Garparameter nicht in allen Programmen möglich
- Zubehör auf das Wesentliche beschränkt
Größe, Gewicht & Co.
Der H28SO1 misst ≈ 34,0 × 52,9 × 43,5 cm (Hmax × Bmax × Tmax d. Modells) und nimmt daher etwas Platz auf der Arbeitsplatte ein; letztlich dürfte er sich aber auch in den meisten kleineren Küchen ohne große Probleme unterbringen lassen. Bei der Standortwahl hat man etwas Spielraum: Das Stromkabel ist nämlich ≈ 125 cm lang, weshalb man den Speed Oven nicht unbedingt direkt neben einer Steckdose platzieren muss. Wenn man ihn an eine andere Stelle trägt, macht sich sein Gewicht von ≈ 20,5 kg deutlich bemerkbar. Aus diesem Grund erfordert der Transport recht viel Kraft; immerhin finden die Hände dabei sicheren Halt, sodass das Modell einem normalerweise nicht aus den Fingern rutscht.
Da die Form des SpeedHeat Backblechs nicht ganz quadratisch ist, unterscheiden sich die Längen der Seiten ein wenig. Deshalb muss man das Backblech mit einer der beiden kürzeren Seiten voran in den Garraum schieben; ansonsten wäre es zu breit für die Öffnung. Zwei Pfeilsymbole auf der Oberseite des Backblechs veranschaulichen, welche Seiten die richtigen sind.
Die Maße des Garraums betragen ≈ 21,3 × 35,0 × 37,4 cm (Hmax × Bmax × Tmax d. Garraums); sein Volumen liegt bei ≈ 28 l. Das ist ausreichend, um ansehnliche Speisemengen gleichzeitig zuzubereiten, mit denen sich mehrere Personen bewirten lassen. Selbst größere Teile wie ein ganzes Grillhähnchen finden ohne Weiteres im Modell Platz; da kein Drehteller vorhanden ist, lässt sich auf dem Boden des Garraums zum Beispiel eine große Auflaufform abstellen (Flachbett-Design) Im Garraum befinden sich drei Einschubebenen in einer Höhe von ≈ 4,5 cm, ≈ 10,5 cm und ≈ 15,0 cm über dem Boden; dadurch kann man ein Stück weit beeinflussen, wie stark die Hitze ist, der die Speisen ausgesetzt sind.
An der Verarbeitung des Speed Ovens gibt es kaum etwas auszusetzen. Sein Gehäuse besteht aus soliden Materialien und sämtliche Komponenten wurden fest miteinander verbunden. Vereinzelt erkennt man ein paar größere Spaltmaße, welche die Stabilität jedoch in keiner Weise beeinträchtigen. Dass sich an manchen Bauteilen einschneidende Kanten befinden, ist ebenfalls unbedenklich; an ihnen kann man sich nämlich nicht verletzen. Selbst wenn man kräftig gegen das Modell stößt, wackelt es nur geringfügig und rutscht höchstens ein paar Millimeter über den Untergrund; seine gummierten Standfüße sorgen für sicheren Halt.
Jede Einschubebene ist mit einer Zahl beschriftet. In der Bedienungsanleitung wird die Einschubebene, auf der man ein bestimmtes Gericht zubereiten sollte, immer mit dieser Zahl bezeichnet; daher besteht keine Verwechslungsgefahr und man weiß genau, welche Einschubebene empfohlen wird.
Wirklich umfangreich ist das von Werk aus vorhandene Zubehör nicht: Es beinhaltet lediglich zwei Teile. Bei dem SpeedHeat Backblech handelt es sich um ein Backblech, das in der Lage ist, Mikrowellenenergie in kräftige Unterhitze umzuwandeln; dadurch erhält zum Beispiel eine Pizza einen besonders knusprigen Boden. Die Rillenstruktur auf seiner Oberfläche sorgt dafür, dass sich auf den Speisen ein appetitliches Grillmuster bildet. Auch ein Heißluftfrittierkorb ist vorhanden, der auf dem SpeedHeat Backblech oder dem Boden des Garraums abgestellt wird. In ihm befinden sich etliche kleine Öffnungen, sodass die Hitze bzw. der heiße Luftstrom die Speisen von allen Seiten erreicht. Die Verwendung des Heißluftfrittierkorbs empfiehlt sich daher zum Beispiel beim Frittieren von Pommes frites oder beim Dörren von Obst und Gemüse.
Die Tür lässt sich ohne Schwierigkeiten öffnen und schließen; dabei muss man nicht allzu kräftig ziehen bzw. drücken. Die Finger finden in der Griffmulde an der rechten Seite der Tür sicheren Halt, sodass sie nicht abrutschen.
Die Bedienung
Der Speed Oven ist mit verschiedenen Arten von Bedienelementen ausgestattet. Am auffälligsten ist der Drehregler, den man dank seines Durchmessers von ≈ 5,0 cm mühelos greifen kann. Wenn man ihn verwendet, muss man kaum Druck ausüben; dank der Rillen auf seiner Außenhaut rutschen die Finger dabei außerdem nicht ab. Irritierend ist nur, dass man ihn normalerweise um mehrere Positionen verstellen muss, bis eine Reaktion erfolgt. In der Mitte des Drehreglers befindet sich eine Taste, die sich ohne nennenswerten Kraftaufwand eindrücken lässt. Ebenso problemlos gestaltet sich der Umgang mit den vier Touchelementen. Sie messen ≈ 1,5 × 1,5 cm (Bmax × Hmax d. Bedienelemente) und lassen sich bequem mit dem Finger erreichen. Eine gut sichtbare, allerdings nur englischsprachige Beschriftung veranschaulicht ihre jeweilige Funktion. Praktischerweise sind ausschließlich die Touchelemente hell beleuchtet, die sich in der jeweiligen Situation verwenden lassen; dadurch wird das ohnehin schon übersichtliche Bedienpanel noch leichter zu überschauen. Auf jede Betätigung eines Bedienelements erfolgt ein bis zu ≈ 58,0 dB lauter Signalton, der die Interaktion bestätigt. Wer sich davon gestört fühlt, kann die Töne auch ausschalten – dann unterbleibt allerdings auch das akustische Signal, welches auf den Abschluss eines Garvorgangs hinweist, und darauf möchte man vermutlich nicht verzichten. Alle Bedienelemente lassen sich zeitweise deaktivieren, sodass keine Einstellungen mehr vorgenommen werden können; diese Kindersicherung hat im Test immer zuverlässig funktioniert.
Zwischen den Touchelementen befindet sich das Display. Es misst ≈ 7,2 × 4,9 cm (Bmax × Hmax d. Bildschirms) und leuchtet sehr hell, weshalb es sich aus verschiedenen Winkeln und selbst aus mehreren Schritten Entfernung unmittelbar ablesen lässt. Sein Inhalt wird groß genug und sehr scharf dargestellt, sodass man ihn problemlos erkennt. Alles in allem überzeugt das Display durch seine hohe Qualität und wirkt optisch vor allem dank der bunten Grafiken wirklich ansprechend; überdies ist es so übersichtlich, dass man sich auf den ersten Blick auf ihm zurechtfindet. Im Betrieb zeigt es die eingestellte Zieltemperatur bzw. die Mikrowellenstufe, die verbleibende Programmlaufzeit in min:s sowie die Uhrzeit, zu der das Programm voraussichtlich abgeschlossen sein wird; der Garfortschritt wird obendrein über einen Fortschrittsbalken veranschaulicht.
Der Drehregler und die Taste in seinem Zentrum sind die Bedienelemente, mit denen man am häufigsten interagiert. Sie befinden sich ganz rechts im Bedienpanel; aus diesem Grund lassen sie sich mit der linken Hand nur etwas unbequem erreichen, was die Bedienung vor allem für Linkshänder erschwert.
Das Funktionsspektrum ist enorm: Insgesamt stehen 49 Programme zur Verfügung; eine solche Auswahl bieten nur sehr wenige vergleichbare Modelle. Die Programme sind in verschiedene Kategorien wie beispielsweise Backen, Heißluft oder Mikrowelle eingeteilt und über diese im Menü erreichbar. Nicht immer ist jedoch offensichtlich, welche Kategorie man anwählen muss: Zum Beispiel befindet sich das Programm Tiefkühl-Pommes nicht in der Kategorie Heißluft, sondern in den SpeedyCook Schnellgar-Programmen. In manchen Fällen braucht man daher etwas Übung, um schnell an die gewünschte Stelle der Menüstrukturen zu gelangen; dann findet man das gesuchte Programm meist ohne große Verzögerung. Die meisten Programme sind einer bestimmten Speise zugeordnet. Sie stellen neben der Gartemperatur und der Gardauer auch die Garart automatisch passend ein, also ob das Modell die Lebensmittel beispielsweise nur mit Mikrowellen, mit einem heißen Luftstrom oder mit einer Kombination aus beidem erhitzen soll. Von diesen Parametern lässt sich lediglich die Gardauer manuell verändern, und das auch nur innerhalb eines engen Rahmens und erst nach dem Start des Programms, was etwas unpraktisch und nicht gleich ersichtlich ist. Es wäre wünschenswert, wenn man die Voreinstellungen der Programme noch weitgehender anpassen könnte: So ließe sich beispielsweise die Temperatur bei den Grill-Programmen erhöhen bzw. absenken, um die Bräunung der Speise zu regulieren; zudem wäre es leichter möglich, eine andere Speisemenge als die für das jeweilige Programm empfohlene zu verwenden – bei Weitem nicht alle Programme erlauben es nämlich, die Menge der Speisen vorab anzugeben.
Die Touchelemente funktionieren sehr zuverlässig: Nachdem man eines von ihnen berührt hat, erfolgt die entsprechende Reaktion ohne merkliche Verzögerung. Im Test mussten wir eine Interaktion niemals wiederholen; sie wurde nämlich immer bereits beim ersten Mal registriert.
Immerhin besteht in manchen Kategorien wie Heißluft die Möglichkeit, Gardauer und -temperatur vollständig von Hand einzustellen; schade ist nur, dass diese Option nicht in allen Kategorien (zum Beispiel nicht in Backen und Grill) geboten wird. Welche Werte sich vorgeben lassen, hängt von der jeweiligen Kategorie ab. Bei Heißluft hat man die Wahl aus Dauern von 0:01–95:59 min (in 0:01-min-Schritten), sodass sich die Garzeit in großem Umfang und sehr präzise regulieren lässt; auch das gebotene Temperaturspektrum (60 °C; 100–230 °C, in 10-°C-Schritten) fällt so weit aus, dass man die Hitze gut an die Speise anpassen kann. Die Gardauern bei Mikrowelle betragen ebenfalls 0:01–95:59 min (in 0:01-min-Schritten). Dabei stehen 10 Leistungsstufen zur Verfügung (10–100 %, in 10-%-Schritten); dass die Leistung lediglich in Prozent, nicht aber in Watt angegeben wird, stellt nur ein kleines Problem dar.
Eine Besonderheit bildet das Kombi-Programm: Mit ihm kann man im unteren Teil des Garraums eine Speise mit Mikrowellen garen, während gleichzeitig im oberen Teil eine andere Speise mit Heißluft zubereitet wird; dabei dient das SpeedHeat Backblech als Trennelement, das den Garraum unterteilt. Die jeweiligen Garparameter müssen vorab manuell eingegeben werden. Dass man auf Wunsch zwei ganz unterschiedliche Speisen auf die jeweils passende Weise erhitzen kann, ist sehr praktisch.
Im Bereitschaftszustand zeigt das Display nur die aktuelle Uhrzeit an. Über eine Berührung des rechten Touchelements wechselt man in den energiesparenden ECO-Modus, in dem das Display vollständig ausgeschaltet ist. Auf Wunsch kann das Modell nach zweiminütiger Inaktivität selbstständig in den ECO-Modus wechseln.
Wenn man ein Programm mit bestimmten Garparametern immer wieder verwendet, besteht die Möglichkeit, die einmal getroffenen Einstellungen abzuspeichern, damit man sie nicht jedes Mal erneut vornehmen muss. Insgesamt 10 solcher Favoriten lassen sich speichern und anschließend sofort über das Menü anwählen; auf diese Weise spart man viel Zeit, weil es aufgrund des großen Funktionsumfangs mitunter etwas dauert, bis man das gewünschte Programm angewählt und ggf. die Garparameter eingestellt hat. Noch schneller lässt sich das Programm Mikrowelle auf höchster Leistungsstufe starten: Hierzu muss man einfach nur die Taste in der Mitte des Drehreglers drücken, wenn sich das Modell im Bereitschaftszustand befindet; weitere Betätigungen erhöhen die Zubereitungszeit um jeweils 30 s, wie man es von vielen Mikrowellen her kennt. Auch in vielen anderen Programmen, in denen man die Parameter von Hand eingestellt hat, lässt sich die Gardauer auf diese Weise bequem verlängern.
Unter anderem dank der großen, farbigen Grafiken wirkt das Display optisch ansprechend und sehr übersichtlich. Trotzdem gelangt man anfänglich nicht immer sofort an die gewünschte Stelle in der Menüstruktur; nachdem man sich an den Umgang mit dem Modell gewöhnt hat, findet man sich aber ohne Probleme zurecht.
Die Reinigung
Der Heißluftfrittierkorb und das SpeedHeat Backblech müssen nach jeder Verwendung gesäubert werden. Das bedeutet meist keinen großen Aufwand: Normalerweise genügen nämlich schon heißes Wasser, Seife und ein Schwamm, um Lebensmittelreste in kurzer Zeit zu entfernen. Sollten die beiden Teile stark verschmutzt sein, kann man sie auch in die Spülmaschine geben. Der Garraum verschmutzt nur sehr selten, sodass eine umfangreiche Reinigung kaum einmal nötig ist. Auch hier ist es in der Regel vollkommen ausreichend, sämtliche Oberflächen mit einem feuchten Tuch abzuwischen. Besonders hartnäckige Verschmutzungen – etwa Spritzer von fettiger Marinade – kann man vorab mit dem Programm Dampfreinigung aufweichen, das 5:00 min dauert. Anschließend lassen sie sich leichter beseitigen, wobei wir im Test manchmal trotzdem kräftig schrubben mussten, bis alles sauber war.
In manchen Programmen besteht die Möglichkeit, die Garparameter manuell anzupassen. Dabei kann man über den Drehregler auch größere Veränderungen schnell vornehmen. Außerdem lässt sich die Gardauer noch im laufenden Betrieb ein Stück weit regulieren, wenn man merkt, dass dies nötig ist.
Die Bedienungsanleitung
Weil die Bedienungsanleitung übersichtlich gestaltet ist, findet man sich in ihr gut zurecht und gelangt schnell an die gesuchten Informationen. Die Texte sind sehr ausführlich und erläutern alles, was man zum Umgang mit dem Modell wissen muss, in der nötigen Tiefe; nach der Lektüre dürften daher keine Fragen mehr offen sein. Bilder bzw. Grafiken tauchen nur vereinzelt auf, was dank der Verständlichkeit der Texte aber allenfalls ein kleines Problem darstellt. Positiv hervorzuheben sind die zahlreichen Tabellen, die einen nützlichen Überblick über die verschiedenen Programme und Unterprogramme bieten. Rezeptvorschläge o. Ä. beinhaltet die Anleitung nicht. Hilfreich ist noch die zweiseitige Kurzanleitung, die alles Wichtige auf einen Blick erkennbar zusammenfasst; sie ist allerdings nur in englischer Sprache vorhanden.
Strom & Schall
Im Programm Mikrowelle bei maximaler Leistungseinstellung und einer Laufzeit von ≈ 10:00 min beträgt die elektrische Leistung im Durchschnitt ≈ 1.526,4 W; im Vergleich zu ähnlichen Modellen, die wir in der Vergangenheit getestet haben, stellt das einen nur leicht überdurchschnittlichen Wert dar. Im Maximum haben wir ≈ 1.664,0 W gemessen. Wenn wir stattdessen das Programm Heißluft mit einer Temperatur von 230 °C und einer Gardauer von 10:00 min einstellten, lag die durchschnittliche elektrische Leistung bei nur ≈ 1.117,3 W. Das liegt daran, dass der Speed Oven nach dem Aufheizen nicht mehr kontinuierlich mit voller Kraft arbeitet, sondern nur noch periodisch nachheizt, um die erreichte Temperatur zu halten; daher schwankt die elektrische Leistung ab einem bestimmten Zeitpunkt stark, was den Durchschnittswert verringert. Der höchste von uns gemessene Wert in diesem Programm lag bei ≈ 1.648,0 W. Wenn man das Modell nicht verwendet, kann man es ruhig am Strom lassen; es benötigt nämlich nur wenig Energie: Im Bereitschaftszustand liegt die elektrische Leistung bei durchschnittlich ≈ 1,7 W, im ECO-Modus, in dem das Display vollständig ausgeschaltet ist, sogar bei nur ≈ 0,2 W.
Über dieses Menü greift man auf die Favoriten zu. Wünschenswert wäre es, wenn man diese individuell benennen könnte, etwa nach der Speise, die man mit ihnen zubereitet: Die vom Modell selbst vergebenen Namen wie „Heißluft – Manuell 01“ sind zwar sinnvoll, aber nicht unbedingt aussagekräftig.
Am lautesten wird der H28SO1 im Mikrowellen-Programm: Hier werden bis zu ≈ 57,7 dB erreicht. Damit fällt die Lautstärke etwas höher aus als bei den meisten (Kombi-)Mikrowellen, die wir bereits getestet haben; wirklich störend ist das Modell dadurch aber nicht. Das gilt noch mehr für das Programm Heißluft, in dem die Maximallautstärke mit ≈ 53,0 dB noch etwas niedriger liegt.
Während der Zubereitung zeigt das Display das gewählte Programm sowie die Garparameter an. Dass hier auch die Uhrzeit erscheint, zu der der Garprozess voraussichtlich abgeschlossen sein wird, stellt eine willkommene Annehmlichkeit dar.
Die Leistung
Im Vergleich zu einem Backofen besitzt der H28SO1 einen sehr kleinen Garraum, in dem schnell hohe Temperaturen erreicht werden. Deshalb dauert es meist nicht allzu lange, bis die Speise fertig ist: Zum Beispiel nimmt das Automatikprogramm für die Zubereitung einer TK-Pizza mit einem Durchmesser von ≈ 23 cm nur 5:30 min in Anspruch; mit einem Backofen bräuchte man mindestens doppelt so lange, um dasselbe Resultat zu erreichen, wobei außerdem die Vorheizzeit hinzukommt. An dieser Stelle wird ein großer Vorteil des Speed Ovens deutlich. Die Zieltemperatur wird nicht immer zuverlässig erreicht. Stellten wir im Programm Heißluft eine Temperatur von 230 °C ein, konnten wir diesen Wert auf der zweiten Einschubebene nur unmittelbar nach dem Ende des Aufheizens kurzzeitig messen, und das auch nicht an allen Stellen des Garraums. Anschließend sank die Temperatur sofort wieder und schwankte fortan in einem Bereich von ≈ 197,3–212,8 °C. Daher empfiehlt es sich, lieber eine etwas höhere Temperatur einzustellen, als die Speise eigentlich erfordert. Nach dem Aufheizen unterscheiden sich die Temperaturen im Heißluft-Programm auf einer Einschubebene an verschiedenen Stellen um bis zu ≈ 5,2 °C. Auch mit dem Programm Mikrowelle lassen sich Speisen nicht vollkommen einheitlich erwärmen, was auch daran liegen dürfte, dass kein rotierender Drehteller vorhanden ist: Deshalb erreichen die Mikrowellen nicht alle Teile des Garguts gleichermaßen, sodass die Temperaturen in vier Glasbehältern mit Wasser nach dem Erhitzen um ≈ 5,9 °C auseinanderliegen.
Wie sich im Test herausgestellt hat, sind die Garparameter der Automatikprogramme so voreingestellt, dass sich die entsprechende Speise meist ansprechend zubereiten lässt. Dabei sollte man allerdings nach Möglichkeit nur die für das jeweilige Programm passende Menge der Lebensmittel garen, da andernfalls das Ergebnis schwächer ausfällt; gerade aus diesem Grund wäre es schön, wenn sich Gartemperatur und -dauer in den Automatikprogrammen noch umfangreicher nachjustieren ließen. Wenn man die Programme Heißluft oder Mikrowelle verwendet und die Garparameter manuell einstellt, muss man häufig etwas experimentieren, um das gewünschte Resultat zu erhalten; die vom Hersteller der Speise empfohlenen Einstellungen gelten, wie wir herausgefunden haben, für den H28SO1 nämlich längst nicht immer, sodass man häufig von ihnen abweichen muss.
Im Betrieb kann man jederzeit durch das Fenster in der Tür einen Blick auf die Speisen werfen und den Garfortschritt beurteilen. Dabei lässt sich meist alles gut erkennen, weil der Garraum von einer Lampe erhellt wird; außerdem leuchtet die Heizspirale rot, wenn sie gerade in Betrieb ist.
Mit dem Modell lassen sich natürlich auch gefrorene Speisen auftauen, ohne sie zu garen. Dass unter den entsprechenden Automatikprogrammen keines für gefrorenes Brot vorhanden ist, überrascht ein wenig; daher muss man die Dauer des Auftauens hier von Hand festlegen. Mit etwas Übung gelingt dies problemlos und das Brot wird aufgetaut, wobei gerade bei größeren Mengen manche Stellen noch ein wenig kalt bleiben, während andere schon warm werden.
Hier veranschaulichen wir, wie gleichmäßig sich die Hitze in den Grill-Programmen verteilt; dafür haben wir das SpeedHeat Backblech mit Toastscheiben belegt, sodass sich die Intensität der Hitze anhand ihrer Bräunung nachvollziehen lässt. Es wird deutlich, dass nur in der Nähe der Ecken sowie teilweise entlang der übrigen Randbereiche etwas niedrigere Temperaturen herrschen. In der Praxis macht sich das aber kaum bemerkbar, da man das SpeedHeat Backblech normalerweise nicht bis ganz an den Rand mit Speisen belegt, sondern diese möglichst in der Mitte platziert; das Grillgut wird daher meist einheitlich gebräunt.
Das kann das Modell!
TK-Pizza | SpeedyCook Schnellgar-Programme, Pizza, 23 cm
Tiefgekühlte Pizza gelingt mit dem passenden SpeedyCook Schnellgar-Programm wunderbar: Sie wird vollständig durcherhitzt und an ihrer Oberseite stellenweise ansprechend gebräunt. Ihr Teig trocknet an keiner Stelle aus und bleibt weich; nur der Rand ist knusprig, aber keinesfalls zu hart. Nicht ganz so überzeugend war das Ergebnis, wenn wir die Pizza im Kombi-Programm parallel mit Suppe zubereiteten: Dann wurde sie nämlich viel zu weich, weshalb man sie lieber einzeln backen sollte.
Gemüsesuppe | Mikrowelle, Suppe, 1 Schüssel
Beim Erwärmen von Suppe ist es in manchen Fällen ratsam, die Laufzeit des Automatikprogramms anzupassen: Obwohl wir im Test die laut Anleitung korrekte Menge von ≈ 200 g erhitzten, wurde die Suppe nicht ganz so warm, wie sie sollte. Bessere Resultate erhielten wir, wenn wir die Laufzeit von 1:40 min auf 2:10 min erhöhten. Da die optimalen Garparameter naturgemäß stark von der Beschaffenheit der Suppe abhängen, empfiehlt es sich manchmal, sie vollständig von Hand einzustellen; für eine gleichmäßige Erhitzung sollte man den Betrieb außerdem ein- oder zweimal pausieren, um die Suppe umzurühren.
Grillgemüse | Grill, Grillgemüse
Beim Grillen von Gemüse zeigte das Automatikprogramm im Test immer hervorragende Ergebnisse. Sämtliche Stücke – egal ob von Paprika, Zucchini, Aubergine oder etwas anderem – wurden vollständig durchgegart und blieben dabei sehr saftig und bissfest. An ihrer Außenhaut bildeten sich stellenweise appetitliche Röstaromen, allerdings nicht an allen Stücken. Wenn etwas schwarz verbrannte, dann nur so kleinflächig, dass der Geschmack dadurch nicht beeinträchtigt wurde. Viel besser kann man sich Grillgemüse wohl kaum vorstellen.
Toast | Toast, Toast
Die Toastscheiben werden nur an der oben liegenden Seite stark erhitzt. Dort erhalten sie eine knusprige Kruste, die an keiner Stelle verbrennt. Die Bräunung fällt allerdings nicht sehr gleichmäßig aus: Selbst wenn man die einzelnen Scheiben unmittelbar nebeneinander in der Mitte des Garraums legt, werden manche von ihnen deutlich dunkler als andere. Trotzdem ist die Bräunung insgesamt sehr intensiv; wer hellere Toasts bevorzugt, sollte daher die Garzeit reduzieren oder den Toastvorgang vorzeitig manuell abbrechen.
Kuchen | Backen, Kuchen
Das Kuchen-Programm bildet einen der seltenen Fälle, in denen die Zubereitung nicht deutlich schneller vonstattengeht als in einem Backofen: Nach dem Vorheizen (5:38 min) dauert es ≈ 40 min, bis der Kuchen fertig ist. Dabei wird er vollständig durcherhitzt und erhält eine feste, braune Kruste, die nirgendwo verbrennt. Wenn man nicht die von Hisense angegebene Teigmenge (≈ 500 g) verwendet, sollte man die Gardauer entsprechend anpassen und den Zustand der Krume durch Einstechen mit einem Holzspieß o. Ä. überprüfen.
TK-Pommes frites | Heißluft, 210 °C + 13:00 min
Bei tiefgekühlten Pommes frites empfiehlt sich das entsprechende Automatikprogramm nur bedingt: Nach seinem Abschluss sind die Pommes nämlich noch sehr weiß und werden nur ganz vereinzelt leicht gebräunt. Ein besseres Resultat erhält man, wenn man die Garparameter im Heißluft-Programm selbst einstellt: Dann werden die Pommes größtenteils deutlich knuspriger und erhalten eine goldbraune Kruste, ohne zu verbrennen. Eine Handvoll von ihnen bleibt aber auch dann noch hell und weich.
Temperaturen & Stromverbrauch – Ein Überblick in Diagrammen
Die Temperaturentwicklung im Heißluft-Programm
Diese Graphen stellen die Temperaturentwicklung auf Höhe der zweiten Einschubebene während des Heißluft-Programms (230 °C) über einen Zeitraum von ≈ 10:00 min dar; eine Temperatursonde befand sich hinten, die andere vorne im Garraum. Die jeweiligen Maximaltemperaturen von ≈ 232,1 bzw. ≈ 226,1 °C werden nur kurz nach dem Aufheizen erreicht. Anschließend sinken die Temperaturen wieder und schwanken schließlich auf einem etwas niedrigeren Niveau (≈ 197,3–212,8 °C). Dabei sind auf derselben Höhe überall ähnliche Werte messbar: Die Temperaturen liegen um maximal ≈ 5,2 °C auseinander; nur während des Aufheizens haben wir deutlich stärkere Abweichungen verzeichnet (≈ 18,7 °C).
Die Einheitlichkeit des Mikrowellen-Programms
Hier stellen wir die Temperaturen von vier Portionen Wasser zu je ≈ 200 ml dar, nachdem wir sie gleichzeitig mit dem Mikrowellen-Programm auf höchster Leistungsstufe für 3:00 min erhitzt haben. Die Temperaturen in den verschiedenen Gefäßen unterscheiden sich deutlich voneinander: Alles in allem bewegen sie sich in einem Bereich von ≈ 65,3–71,2 °C. Daher empfiehlt es sich, die Zubereitung mindestens einmal zu pausieren, um die Speisen durchzurühren und so für eine gleichmäßigere Temperaturverteilung zu sorgen. Wie wir herausgefunden haben, erfolgt die Erhitzung aber auch dann nicht ganz einheitlich.
Die elektrische Leistung
Hier stellen wir die elektrische Leistung im Programm Heißluft (230 °C) und im Programm Mikrowelle (100 %) bei einer Gardauer von 10:00 min dar. Bei Heißluft beträgt die elektrische Leistung im Durchschnitt ≈ 1.117,3 W; der Maximalwert liegt bei ≈ 1.648,0 W. Nach dem Aufheizen schwankt die elektrische Leistung stark, weil das Modell nur noch periodisch Strom benötigt, um kurz nachzuheizen und die erreichte Temperatur zu halten. Bei Mikrowelle bewegt sich die elektrische Leistung dagegen auf einem deutlich konstanteren Niveau. Hier haben wir durchschnittlich ≈ 1.526,4 W ermittelt; maximal wurden es ≈ 1.664,0 W.
Technische Daten
| Hersteller Modell |
Hisense H28SO1 |
|---|---|
| Größe, Gewicht usw. | |
| Größe des Modells (Hmax × Bmax × Tmax) |
34,0 × 52,9 × 43,5 cm |
| Gewicht des Modells (mmax) |
20,5 kg |
| Größe des Garraums (Hmax × Bmax × Tmax) |
21,3 × 35,0 × 37,4 cm |
| Volumen des Garraums (Vmax) |
28 l |
| Größe des Displays (Bmax × Hmax) |
7,2 × 4,9 cm |
| Maße des Stromkabels (Lmax) |
1,3 m |
| Zubehör | Heißluftfrittierkorb; SpeedHeat Backblech |
| Funktionsspektrum | |
| Programme | Auftauen (3 Unterprogramme + zeitgesteuertes Auftauen); Aufwärmen (4 Unterprogramme + manuelle Einstellung); Backen (3 Unterprogramme); Dampfreinigung; Dörren (manuelle Einstellung); Grill (6 Unterprogramme); Heißluft (4 Unterprogramme + manuelle Einstellung); Kombi (manuelle Einstellung); Mikrowelle (10 Unterprogramme + manuelle Einstellung); SpeedyCook Schnellgar-Programme (9 Unterprogramme); Schongaren (manuelle Einstellung); Toast (2 Unterprogramme) |
| Leistungsstufen – Mikrowelle | 10–100 % (in 10-%-Schritten) |
| Temperaturstufen – Heißluft (tmin – tmax) |
60 °C; 100–230 °C (in 10-°C-Schritten) |
| Garzeiten – Mikrowelle (Tmin – Tmax) |
0:01–95:59 min (in 0:01-min-Schritten) |
| Garzeiten – Heißluft (Tmin – Tmax) |
0:01–95:59 min (in 0:01-min-Schritten) |
| Kindersicherung | ja |
| Strom & Schall | |
| Elektrische Leistung – Mikrowelle (Pmax, lt. Hersteller) |
1.500 W |
| Elektrische Leistung – Heißluft (Pmax, lt. Hersteller) |
1.800 W |
| Elektrische Leistung – Grill (Pmax, lt. Hersteller) |
1.800 W |
| Elektrische Leistung – Mikrowelle (Pmean bzw. Pmax, ermittelt bei maximaler Mikrowellenleistung) |
1.526,4 bzw. 1.664,0 W |
| Elektrische Leistung – Heißluft (Pmean bzw. Pmax, ermittelt bei maximaler Temperatureinstellung) |
1.117,3 bzw. 1.648,0 W |
| Schallausstoß (LP max, ermittelt aus ≈ 1,0 m) |
Heißluft: 53,0 dB; Mikrowelle: 57,7 dB |
Bewertung
| Hersteller Modell |
% | Hisense H28SO1 |
|---|---|---|
| Funktionalität | 60 | 93,2 |
| Automatikprogramme | 30 | 95,2 |
| Manuelle Zubereitung | 30 | 92,8 |
| Auftauen | 20 | 95,0 |
| Temperatureinheitlichkeit | 20 | 89,2 |
| Handhabung | 20 | 91,7 |
| Bedienung | 40 | 91,0 |
| Menüs und Menüstrukturen | 30 | 90,0 |
| Reinigung | 20 | 96,0 |
| Bedienungsanleitung | 10 | 91,0 |
| Ausstattung | 15 | 93,3 |
| Garprogramme | 40 | 97,5 |
| Größe des Garraums | 40 | 91,8 |
| Zubehör | 20 | 88,0 |
| Material- & Materialverarbeitungsqualität | 5 | 94,0 |
| Bonus | 0,2 (Favoriten); 0,25 (Kombi-Programm) |
|
| Malus | – | |
| UVP des Herstellers | 479,00 € | |
| Durchschnittlicher Marktpreis Stand v. 14.08.2026 |
–* | |
| Preis-Leistungsindex | 5,13 | |
| Gesamtbewertung | 93,4 % („sehr gut“) |
|
* Das Modell war zum Zeitpunkt der Tests noch nicht auf dem Markt erhältlich, sodass wir keinen durchschnittlichen Marktpreis ermitteln konnten. Der Preis-Leistungsindex wurde anhand der UVP errechnet.
Wie haben wir geprüft?
Hier erklären wir in leicht verständlicher Art und Weise, wie wir die in diesem Test vertretenen Produkte geprüft haben und was hinter den verschiedenen Testkriterien steht.
Funktionalität | 60 %
Hier haben wir erhoben, wie einheitlich das mit der Mikrowellen-Funktion zu verwirklichende Temperaturlevel innerhalb des Garraums ist: Hierzu wurden immer wieder vier Behälter aus Glas (Borosilikat, tmax: ≈ 3 mm, ∅max × Hmax: ≈ 105 × 60 mm) mit ≈ 200 ml ≈ 20 °C warmem Wasser versehen, an vorbestimmten Stellen innerhalb des Garraums positioniert (d: ≈ 100 mm) und drei Minuten in der Mikrowellen-Funktion auf höchster Leistungsstufe erhitzt. Danach maßen wir die Temperaturen der einzelnen Wasserproben und ermittelten dadurch, um wie viel Grad Celsius die Temperaturen des Wassers voneinander abwichen. Des Weiteren nahmen wir uns auch der Qualität der mit den einzelnen Funktionen zubereiteten Speisen, die Fleisch, Fisch, Gemüse und auch Alternativen aus Soja und Seitan enthielten, an: Wesentlich waren hier äußere und innere Aspekte (Aussehen, Aroma usw.), die von uns einzeln beurteilt wurden. Schließlich wurde bei dem Speed Oven auch noch erhoben, wie einheitlich der Grill arbeitete; dies haben wir anhand von auf dem SpeedHeat Backblech ausgelegten Toastbrotscheiben visualisiert.
Handhabung | 20 %
Wir haben hier primär ermittelt, wie sich das Modell verwenden lässt, also wie sich die verschiedenen Funktionen an- und wieder abwählen sowie an die Ansprüche der Speisen anpassen lassen. Hier waren die Art, die Maße, die Position und das Ansprechverhalten aller Tasten, die Qualität der die mit den einzelnen Tasten verbundenen Funktionen ausweisenden Grafiken, die Art, die Maße, die Position und die Ablesbarkeit des das Tastenpanel arrondierenden Bildschirms und die Mechanik der den Garraum verschließenden Tür wesentlich. Dabei wurde auch erhoben, wie man sich durch die einzelnen Menüs des Modells manövrieren kann, ob sich die hier vorhandenen Menüstrukturen also von vornherein erschließen oder ob man die Dokumentation des Herstellers heranziehen muss. Wie sich das Modell von außen und auch von innen säubern lässt, wurde von uns anhand verschiedener, vormals vorbereiteter Flecken ermittelt. Wir lasen die Dokumentation des Herstellers und ermittelten währenddessen, ob sie die wirklich wesentlichen Aspekte, vor allem also die von Werk aus vorhandenen Automatikprogramme, wann welches Automatikprogramm zu verwenden ist, wann und wie die Parameter der einzelnen Automatikprogramme zu verändern sind, in verständlicher Art und Weise abhandelt und ob man nach dem Lesen der Dokumentation alle Funktionen des Modells souverän verwenden kann.
Ausstattung | 15 %
Hier haben wir vor allem das verwendbare Volumen des Garraums ermittelt, um anhand dessen zu erheben, wie viele Menschen innerhalb eines Haushalts sich mit dem Modell parallel mit Speisen versorgen lassen. Wesentlich waren außerdem die Quantität und die Qualität der einzelnen von Werk aus vorhandenen Funktionen und Programme: Auch hier nahmen wir uns der Güte der in den einzelnen Programmen zubereiteten Speisen, die Fleisch, Fisch, Gemüse und auch Alternativen aus Soja und Seitan enthielten, an: Wieder waren es äußere und innere Aspekte (Aussehen, Aroma et cetera), hinsichtlich derer wir unser Urteil verliehen. Wir haben auch alle Teile des von Werk aus enthaltenen Zubehörensembles des Modells verwendet und ermittelt, wie wertvoll sie wirklich sind.
Material- und Materialverarbeitungsqualität | 5 %
Schließlich wurde erhoben, wie die Materialien des Modells im Werk verarbeitet worden sind, wie es sich also mit deren Qualität verhält: Hier kontrollierten wir, ob sich von außen oder von innen Makel am Modell ausmachen ließen, bspw. in Gestalt von erheblichen Spaltmaßen.
Getestete Produkte
- Hisense H28SO1








