Der RN618D6X6WF von Gorenje im Test 2026
Viel Raum – viel Frische:
Ein smarter Kühlschrank für große Vorräte!
28. August 2026
Klassische Kühl-Gefrierkombinationen sind für viele Haushalte die naheliegende Wahl. Wer Tiefkühlwaren allerdings in einem separaten Gefrierschrank oder in einer separaten Gefriertruhe lagert und im Alltag vor allem sehr viel Raum für frische Lebensmittel, also bspw. für Gemüse, Obst, Getränke, Milch-, Fleischwaren u. v. m. braucht, kann von einem reinen Kühlschrank erheblich stärker profitieren. Genau an diesen Bedarf knüpft der RN618D6X6WF des Herstellers Gorenje an. Das nur ≈ 59,5 cm breite und ≈ 60,0 cm tiefe Standmodell erschließt ein Gesamtvolumen von ≈ 372 l und verknüpft diesen üppigen Stauraum mit einer ZeroZone, einer CrispZone mit einstellbarer Luftfeuchtigkeit, Multiflow 360°, AdaptTech, einem SmartInverter-Kompressor sowie WLAN-Konnektivität über ConnectLife. Auch Smart KitchenFit ist Teil des Konzepts und soll eine besonders enge Einpassung in die Küchenzeile erleichtern, um die Aufstellung in beinahe allen Küchen zu ermöglichen.
Wir veranschaulichen im Weiteren, wie überzeugend der Gorenje RN618D6X6WF in der Praxis wirklich arbeitet. So haben wir nicht nur die äußere und innere Gestaltung, die Materialien, die Mechanik von Tür, Ebenen und Schubladen sowie das Bedienerlebnis geprüft. Vielmehr haben wir die Temperaturen an diversen Messpositionen erhoben, die Frischhaltungsleistung in Bezug auf verschiedene Gemüse- und Obstsorten geprüft und die Wirkung der Spezialfunktionen (u. a. von Super Cool) untersucht. Hinzu kommen Erkenntnisse zum elektrischen Leistungsbezug im normalen Betrieb, im Modus Eco und im Modus Super Cool sowie zum Schalldruckpegel. Auf diese Weise lässt sich sehr genau beurteilen, ob der RN618D6X6WF seinen Anspruch eines geräumigen, sparsamen und vielseitig nutzbaren Vollraumkühlschranks einlösen kann.
Wesentliches
Für wen?
Für all diejenigen Verbraucherinnen & Verbraucher, die einen sehr geräumigen reinen Kühlschrank suchen, Tiefkühlwaren separat lagern und für Gemüse, Obst, Fleisch-, Fisch- und Milchwaren möglichst viel flexibel nutzbaren Kühlraum erschließen wollen.
Was ist speziell?
Besonders wertvoll ist die Kombination aus ZeroZone und CrispZone. Die ZeroZone stellt für leicht verderbliche Fleisch- und Fischwaren ein deutlich kühleres Lagerungsumfeld bereit; die CrispZone erlaubt über einen mechanischen Drehregler eine Anpassung der Luftfeuchtigkeit an das spezifische Anspruchsprofil von Gemüse oder Obst.
Was ist außerdem anzusprechen?
Multiflow 360° verteilt die kühle Luft über mehrere Auslässe gleichmäßig im Innenraum; AdaptTech soll die regelmäßigen Nutzungsgepflogenheiten berücksichtigen und Temperaturanstiege infolge typischer Türöffnungen begrenzen. Die von uns erhobenen Temperaturen auf den regulären Ebenen lagen ausgesprochen eng beieinander (vgl. diesbzgl. S. 88), sodass die räumliche Temperaturverteilung einen sehr starken Eindruck hinterließ.
Der Test im Überblick
Der Gorenje RN618D6X6WF ist ein geradlinig gestalteter Vollraumkühlschrank mit einer dunkelgrauen Edelstahlfront. Das Design wird vor allem von der großen, nahezu vollständig geschlossenen Tür und dem schlanken, ebenfalls aus Edelstahl gefertigten Griff geprägt. Der Korpus misst ≈ 185,6 × 59,5 × 60,0 cm (Hmax × Bmax × Tmax d. Modells), das Gewicht beträgt ≈ 65,0 kg. Dank Smart KitchenFit kann das Modell seitlich sehr nah an angrenzende Küchenelemente heranrücken und passt folglich auch in kleine Nischen.
Sehr stark ist das Raumangebot: Insgesamt stehen ≈ 372 l zur Verfügung, davon ≈ 347 l im regulären Frischlebensmittelbereich und ≈ 25 l im besonders kühlen Fach. Im oberen und mittleren Teil lassen sich Lebensmittel auf mehreren großflächigen Glasablagen und einem separaten Flaschengitter verteilen; in der Tür stehen insgesamt fünf Absteller für Flaschen, Kartons, Gläser & Co. bereit. Im unteren Teil schließen sich die ZeroZone und zwei Spezialfächer an. Die Ebenen können bspw. für besonders hohe Lebensmittel ohne Mühe entnommen werden; eine flexible Höhenpositionierung ist allerdings nur bei einer Ebene sinnvoll möglich, sodass die Individualisierung des Innenraums nicht ganz so großzügig ausfällt wie das reine Volumen erwarten ließe.
Die Handhabung hinterließ gleichwohl einen sehr guten Eindruck. Die Tür lässt sich bis max. ≈ 105° öffnen und bewegt sich ausgesprochen leichtgängig. Verantwortlich dafür ist u. a. der lange Edelstahlgriff, der deutlich von der Türfront absteht und sich sehr sicher greifen lässt. Besonders angenehm ist sein Doppelgelenk: Der Griff bewegt sich beim Öffnen passend mit der Hand und vermindert dadurch den nötigen Kraftaufwand. Der Türalarm setzt nach ≈ 1 : 00 min ein; mit max. ≈ 44,6 dB aus ≈ 1 m ist er unmittelbar vor dem Modell zwar wahrnehmbar, aus größerer Entfernung allerdings nur noch schwer zu hören.
Auch die Bedienung ist unkompliziert. Das großformatige Bedienfeld liegt im oberen Bereich des Kühlschranks und ist nach dem Öffnen der Tür bequem erreichbar. Berührungsempfindliche Tasten erlauben die Wahl einer Temperatur zwischen 2–8 °C, das An- und Ausschalten der Spezialfunktionen u. v. m. Die Tasten reagierten im Laufe unseres Tests in einem Großteil aller Fälle sofort; nur sehr selten war eine weitere Berührung erforderlich. Der helle Bildschirm stellt die gewählte Temperatur scharf dar. Über ConnectLife kann der Kühlschrank außerdem in ein 2,4-GHz-WLAN eingebunden und per Smartphone bzw. Tablet angesprochen werden.
Die Frischhaltungsleistung der unteren Gemüse- und Obstfächer war sehr stark. Nach einer Lagerungsdauer von sieben Tagen verloren Äpfel und Birnen jeweils nur ≈ 0,5 %, Nektarinen ≈ 0,7 %, Trauben ≈ 0,8 %, Brokkoli ≈ 0,9 %, Gurken und Paprikas jeweils ≈ 1,1 % sowie Salat ≈ 1,5 % ihres ursprünglichen Gewichts. Gerade wasserreiche und strukturempfindliche Lebensmittel blieben damit in einem sehr ansprechenden Zustand.
Auch die Temperaturgenauigkeit ist überzeugend: Im normalen Betrieb mit einer Temperaturprogrammierung von 5 °C erreichten die regulären, aus Glas gefertigten Ebenen im Mittel ≈ 5,4 °C und lagen damit nur ≈ 0,4 °C über der Temperaturprogrammierung. Noch stärker ist die Gleichmäßigkeit ihrer Mittelwerte: Diese erreichten ≈ 5,3–5,5 °C; zwischen kältester und wärmster Ebene lagen folglich nur ≈ 0,2 °C. Die zeitlichen Schwankungen fielen indes deutlich größer aus. Über sämtliche Messpositionen reichte die Gesamtspanne von ≈ -0,3 °C bis ≈ 11,6 °C. Super Cool steigert die Kühlleistung deutlich: Über alle Bereiche des Modells fiel der Mittelwert von ≈ 4,8 °C auf ≈ 2,8 °C.
Der elektrische Leistungsbezug ist ausgesprochen niedrig: Im normalen Betrieb maßen wir ≈ 0,7–125,0 W und im arithmetischen Mittel nur ≈ 11,7 W; daraus folgen ≈ 0,28 kWh in 24 h bzw. ≈ 102,60 kWh im Jahr; bei einem Strompreis von 0,27 € pro kWh entspräche dies ≈ 27,70 €. Eco reduzierte den Mittelwert auf ≈ 10,8 W, also um ≈ 0,9 W bzw. ≈ 7,53 %. Auch der Schallausstoß während des laufenden Betriebs blieb maßvoll: Aus ≈ 1 m maßen wir durchschnittlich ≈ 36,7 dB.
Der Gorenje RN618D6X6WF ist damit ein sehr geräumiger und zugleich bemerkenswert sparsamer Vollraumkühlschrank. Besonders überzeugen die präzisen räumlichen Mitteltemperaturen, die sehr starke Frischhaltungsleistung, die sinnvolle Trennung in ZeroZone, CrispZone und weiteres Spezialfach sowie der wirksame Modus Super Cool. Bedienfeld, Tür und Griff lassen sich komfortabel handhaben; auch die App-Konnektivität erweitert das Bedienkonzept sinnvoll. Ein wenig mehr Flexibilität bei der Höhenpositionierung der Glasablagen und ein aus größerer Entfernung deutlicher hörbarer Türalarm wären willkommen gewesen. Insgesamt überwiegen die Stärken allerdings sehr klar. Wir verleihen dem Gorenje RN618D6X6WF daher das Urteil „sehr gut“ (94,6 %).

Die wesentlichen Merkmale
- Maße des Modells (Hmax × Bmax × Tmax): ≈ 185,6 × 59,5 × 60,0 cm
- Volumen des Modells (Vmax): ≈ 372 l
- Temperaturspanne: 2 – 8 °C
- Modusspanne: Normal, Eco, Super Cool
- Schalldruckpegel (LP mean aus ≈ 1 m): ≈ 36,7 dB *
- Elektrischer Leistungsbezug (P∅): ≈ 11,7 W *
* Die hier angegebenen Werte wurden erhoben, während wir den Gorenje RN618D6X6WF im normalen Modus mit einer Temperaturprogrammierung von 5 °C betrieben haben.
Pro
- ausgesprochen üppiges Gesamtvolumen von ≈ 372 l bei nur ≈ 59,5 cm Breite
- sehr genaue und räumlich ausgesprochen gleichmäßige Temperaturen auf den regulären Ebenen
- sehr starke Frischhaltungsleistung von Gemüse und Obst
- ZeroZone für empfindliche Fleisch- und Fischwaren und CrispZone mit einstellbarer Luftfeuchtigkeit für Gemüse und Obst
- sehr wirksame zusätzliche Kühlleistung durch Super Cool
- ausgesprochen niedriger elektrischer Leistungsbezug im normalen Betrieb und weitere Einsparungsmöglichkeit durch Eco
- sehr leichtgängige Tür mit ergonomischem Doppelgelenkgriff
- großer Bedienkomfort dank eines präzise bedienbaren LED-Bedienfelds und App-Anbindung über ConnectLife
- leiser normaler Kühlbetrieb
Contra
- nur begrenzter Spielraum bei der flexiblen Höhenpositionierung der Glasablagen
- der Türalarm ist aus größerer Entfernung nur schwer wahrnehmbar
Größe, Gewicht & Co.
Der Gorenje RN618D6X6WF misst ≈ 185,6 × 59,5 × 60,0 cm (Hmax × Bmax × Tmax d. Modells) und gehört damit zu den schlanken Vollraumkühlschränken mit klassischer Standardbreite. Das Volumen von ≈ 372 l ist angesichts dieser Stellfläche ausgesprochen üppig. Gerade Verbraucherinnen & Verbraucher, die einen separaten Gefrierschrank bzw. eine separate Gefriertruhe verwenden, können deshalb einen erheblichen Teil der vorhandenen Küchenhöhe ausschließlich für Frischwaren erschließen. Mit ≈ 65,0 kg bleibt das Modell trotz des großen Innenraums noch vergleichsweise gut handhabbar; zwei Rollen und zwei verstellbare Füße erleichtern die Aufstellung und das saubere Ausrichten.
Die Gestaltung ist geradlinig. Die große Tür besteht aus dunkelgrauem Edelstahl, während der übrige Korpus in einem metallisch grauen Ton gehalten ist. Ein vertikal angeordneter Edelstahlgriff sitzt an der linken Frontseite; das Bedienfeld bleibt bei geschlossener Tür vollständig verborgen. Dadurch wirkt die Vorderseite ruhig und deutlich weniger auffällig als bei Modellen mit außenliegendem Bedienfeld. Der Türanschlag liegt ab Werk rechts, kann allerdings beliebig gewechselt werden, wenn die konkrete Küchensituation dies verlangt.
Der Gorenje RN618D6X6WF wirkt von vorne ausgesprochen geradlinig. Die große, nahezu vollständig flache Tür ist in dunkelgrauem Edelstahl gehalten; als einziges markantes Funktionselement tritt der schlanke vertikale Griff an der linken Frontseite hervor. Ein außenliegendes Display gibt es nicht, sodass die Front ruhig bleibt. Mit ≈ 185,6 × 59,5 × 60,0 cm (Hmax × Bmax × Tmax d. Modells) ist der Kühlschrank zwar hoch, beansprucht in Korpusbreite und -tiefe aber nur den für viele Küchen üblichen Standardraum. Das Gesamtvolumen von ≈ 372 l ist angesichts dieser Stellfläche ausgesprochen üppig.
Praktisch ist in diesem Zusammenhang übrigens Smart KitchenFit: Gorenje sieht für eine entsprechend enge Einpassung seitlich Abstände von lediglich ≈ 2,5 mm vor; die Tür kann bei einer solchen Aufstellung dennoch so weit geöffnet werden, dass u. a. die Schubladen vollständig erreichbar bleiben. Es sei allerdings an dieser Stelle angesprochen, dass der Energieverbrauch des Kühlschranks bei einer sehr engen Einbausituation ansteigen kann.
Die Tür lässt sich bis max. ≈ 105° öffnen. Ihre Mechanik arbeitet ausgesprochen leichtgängig und vermittelt einen soliden Eindruck. Der ≈ 46,0 cm lange Griff steht ≈ 5,4 cm von der Türfront ab und ist dadurch ohne Verrenkungen erreichbar. Sein Doppelgelenk ist mehr als ein bloßes Designmerkmal: Es folgt der Hand während der Öffnungsbewegung und vermindert den Widerstand der Türdichtung spürbar. Für eine eigenständige Schließbewegung wird von Gorenje eine leichte Neigung des Modells nach hinten empfohlen; ohne eine solche schließt die Tür regelmäßig nur bis zu einem Winkel von ≈ 15° eigenständig wieder.
Die Materialien
Die Material- und Materialverarbeitungsqualität des Gorenje RN618D6X6WF ist insgesamt solide. Die Tür aus Edelstahl macht einen stabilen Eindruck und passt mit ihrer dunkelgrauen, strukturierten Oberfläche großartig zu modernen Küchen. Auch der außenliegende Griff ist aus Edelstahl gefertigt und wirkt hochwertig. Scharfe Kanten oder auffällige Spaltmaße fielen uns an den regelmäßig berührten Bereichen nicht auf.
Die Tür besteht aus Edelstahl und besitzt eine dunkelgraue, fein strukturierte Oberfläche. Sie passt sehr gut zu modernen Küchen und vermittelt einen soliden Eindruck. Für die regelmäßige Reinigung reichen normalerweise ein weiches Tuch und ein mildes Reinigungsmittel aus; Wasser sollte allerdings nicht unmittelbar auf die Oberfläche gesprüht werden. Scheuernde Mittel sind zu vermeiden, damit die gleichmäßige Oberflächenstruktur nicht beschädigt wird.
Im Innenraum dominieren Glas und helle, gleichförmig gestaltete Kunststoffe. Die großflächigen Ablagen aus Glas bleiben auch bei schwereren Gefäßen stabil und lassen sich zur Reinigung leichtgängig herausziehen. Die transparenten Türabsteller erleichtern den Blick auf die hier eingelagerten Lebensmittel. Die drei unteren Fächer sind ebenfalls weitgehend transparent, jedenfalls im vorderen Bereich; dadurch kann man einen Großteil ihres Inhalts schon vor dem vollständigen Herausziehen erkennen.
Bei den Schubladen fiel lediglich ein geringfügiges seitliches Spiel auf. Während des Herausziehens können sie deshalb ein wenig hin und her wackeln. Die Führung blieb in unserem Gebrauch dennoch zuverlässig, ein störendes Verkanten trat nicht auf. Der Bedienkomfort wird durch diesen Punkt also nicht ernsthaft beeinträchtigt; im direkten Materialeindruck wirken die Schubladenmechaniken allerdings etwas weniger massiv als bspw. die hiervor angesprochene Tür- und Griffkonstruktion.
Der ≈ 46,0 cm lange Edelstahlgriff steht ≈ 5,4 cm von der Türfront ab und lässt sich dadurch ausgesprochen bequem erreichen. Besonders ist sein Doppelgelenk: Beim Öffnen bewegt sich der Griff passend mit der Hand und hilft, den Widerstand der Türdichtung ergonomisch zu überwinden. Die Tür selbst läuft sehr leichtgängig und kann bis max. ≈ 105° geöffnet werden. Der akustische Türalarm setzt nach ≈ 1 : 00 min ein; mit max. ≈ 44,6 dB aus ≈ 1 m ist er direkt vor dem Modell hörbar, aus größerer Entfernung allerdings eher zurückhaltend.
Die Handhabung
Das große Volumen des Kühlschranks wird sinnvoll gegliedert: Mehrere Ablagen, die aus sehr stabilem Glas gefertigt sind, erschließen den oberen und mittleren Kühlraum, während ein separates Flaschengitter auch großformatige Getränkeflaschen liegend aufnehmen kann. In der Tür stehen fünf großzügig bemessene Absteller zur Verfügung, sodass bspw. Flaschen, Kartons, Gläser und kleinere Verpackungen aus dem Hauptinnenraum ausgelagert werden können; so wird übrigens auch der Zugriff auf die betreffenden Gegenstände erleichtert. Am Fuß des Modells schließen sich die ZeroZone, die CrispZone und ein weiteres Fach an. Diese Kombination erleichtert es, Lebensmittel nach Temperaturempfindlichkeit und ggf. auch nach erforderlicher Luftfeuchtigkeit zu sortieren.
Ein wenig eingeschränkt ist allerdings die Individualisierung der Ebenen: Zwar lassen sich die Glasflächen ohne Mühe entnehmen, sodass bspw. für gewaltige Grillwaren kurzfristig mehr Raum geschaffen werden kann. Eine flexible Höhenpositionierung durch ein bloßes Versetzen auf höher oder tiefer gelegene Halterungen ist allerdings nur bei einer Ebene sinnvoll möglich. Wer häufig besonders hohe Gefäße lagert, sollte die gewünschte Innenraumaufteilung deshalb schon vor einer üppigen Befüllung festlegen.
Die drei unteren Fächer lassen sich ohne großartige Kraftanstrengung hervorziehen und wieder einschieben. Besonders interessant ist die bereits angesprochene CrispZone: Ein schwarzer, silberfarbig eingefasster Drehregler verändert rein mechanisch die Luftzirkulation im Fach: In Richtung der Gemüseeinstellung wird eine höhere Luftfeuchtigkeit begünstigt, während die Obsteinstellung eine stärkere Luftzirkulation erlaubt und infolgedessen eine niedrige Luftfeuchtigkeit herbeiführt. Im Laufe unseres Testverfahrens ließ sich die relative Luftfeuchtigkeit abhängig von den eingelagerten Lebensmitteln um max. ≈ 10 % verändern.
Der Innenraum nutzt die verfügbare Höhe sehr konsequent. Mehrere großflächige Glasablagen nehmen Gefäße, Lebensmittelverpackungen u. v. m. auf; ein separates Flaschengitter schafft Platz für liegend gelagerte Getränkeflaschen. In der Tür stehen insgesamt fünf Absteller für Flaschen, Kartons, Gefäße und kleinere Verpackungen bereit. Am Fuß des Modells liegen die ZeroZone und zwei Spezialfächer. Das Gesamtvolumen von ≈ 372 l lässt sich dadurch übersichtlich auf verschiedene Lebensmittelgruppen verteilen.
Die ZeroZone verfolgt ein völlig anderes Ziel: Sie wird deutlich kälter als die regulären Ebenen und empfiehlt sich dadurch vor allem zur vorübergehenden Lagerung leicht verderblicher Fleisch- und Fischwaren. Im normalen Betrieb mit einer Temperaturprogrammierung von 5 °C maßen wir hier durchschnittlich ≈ 2,5 °C und kurzfristig gar bis zu ≈ -0,3 °C. Kälteempfindliche Lebensmittel sollten also nicht unbedacht in diesem Fach abgelegt werden. Gerade für die vorgesehene kurzfristige Lagerung empfindlicher Fleisch- und Fischwaren ist das niedrigere Temperaturniveau allerdings sehr wertvoll.
Das Bedienfeld liegt am Kopf des Innenraums. Mit ≈ 25,0 × 3,0 cm (Bmax × Hmax d. Bedienfelds) ist es großzügig dimensioniert und bei einer Höhe von ≈ 1,5 m für die meisten Verbraucherinnen & Verbraucher bequem erreichbar. Der mittig angeordnete Bildschirm weist u. a. die eingestellte Kühltemperatur mit ≈ 1,2 cm hohen Ziffern klar aus; die Darstellung erfolgt kontrastreich, hell und scharf. Die berührungsempfindlichen Tasten, die links- und rechtsseitig angeordnet sind, sind ausreichend groß und reagierten in unserem Gebrauch regelmäßig schon bei der ersten Berührung. Hier lassen sich die Temperatur, der Modus, die Konnektivität per WLAN u. v. m. ansprechen.
Das ≈ 25,0 × 3,0 cm (Bmax × Hmax d. Bedienfelds) messende Bedienfeld befindet sich am Kopf des Kühlraums und wird erst nach dem Öffnen der Tür sichtbar. Die gewählte Temperatur erscheint mittig auf dem hellen LED-Display mit ≈ 1,2 cm hohen Zeichen. Große berührungsempfindliche Flächen erlauben die Temperatureinstellung zwischen 2–8 °C sowie die Aktivierung von Eco, Super Cool usw. Die berührungsempfindlichen Flächen reagierten in unserem Testverfahren meist schon auf die erste Berührung; die Darstellung blieb auch bei heller Umgebung scharf und klar.
Die Beleuchtung ist größtenteils sehr gelungen. Eine hellweiße Lichtquelle im Kopfteil leuchtet durch die gläsernen Ebenen weit nach unten; zusätzlich ist an der linken Seitenwand ungefähr auf halber Höhe eine weitere Lichtquelle vorhanden. Dadurch bleibt der mittlere Kühlraum auch bei gefüllten Ebenen gut erkennbar. Lebensmittel auf den oberen Ebenen und Flaschen im Flaschengitter können naturgemäß einen Teil des Lichts abschirmen. In die tiefsten Schubladen gelangt ebenfalls weniger Licht als in den offenen Hauptkühlraum, ohne dass dies die Orientierung ernsthaft erschweren würde.
Temperaturen & Frische
Die Temperaturgenauigkeit des Gorenje RN618D6X6WF ist auf den regulären, aus Glas gefertigten Ebenen ausgesprochen stark. Bei einer Temperaturprogrammierung von 5 °C erreichten die jeweiligen Ebenen im arithmetischen Mittel ≈ 5,4 °C, ≈ 5,4 °C, ≈ 5,5 °C und ≈ 5,3 °C. Das Mittel der gemessenen Werte beträgt ≈ 5,4 °C und weicht damit nur um ≈ 0,4 °C nach oben von der Temperaturprogrammierung ab. Noch bemerkenswerter ist allerdings die Nähe der gemessenen Werte: Zwischen den Minimal- und Maximalwerten von ≈ 5,3 °C und ≈ 5,5 °C liegen lediglich ≈ 0,2 °C. Lebensmittel werden auf den regulären Ebenen folglich ausgesprochen gleichmäßig temperiert.
Die Stabilität der Temperaturen im Zeitverlauf ist wiederum ein wenig differenzierter zu beurteilen: Auf der 1. Ebene reichte die Spanne der Messwerte bspw. von ≈ 0,8 °C bis ≈ 11,6 °C und damit über ≈ 10,8 °C; solche gewichtigen Ausschläge entstehen infolge der Kompressorzyklen, in denen der Kompressor nicht fortlaufend mit der gleichen Leistungskraft arbeitet. Über sämtliche Ebenen reichten die gemessenen Werte von ≈ -0,3 °C bis ≈ 11,6 °C. Während die Gleichmäßigkeit der Mittelwerte also exzellent ist, lässt sich die Temperaturstabilität angesichts der gelegentlichen, signifikanten Ausschläge nur als ordentlich einordnen.
Die Glasflächen können ohne Mühe herausgezogen werden, was sowohl die Reinigung als auch die Lagerung besonders hoher Lebensmittel erleichtert. Der Spielraum zur flexiblen Höhenpositionierung ist allerdings begrenzt: So lässt sich bspw. nur eine einzige Ebene sinnvoll auf eine andere Höhe versetzen. Das separate Flaschengitter ist demgegenüber eine sehr praktische Ergänzung, weil es mehrere Flaschen liegend hält und dadurch wertvollen Platz in den Türabstellern oder auf den Glasflächen freihält.
Die unteren Spezialbereiche, die der Lagerung frischer Lebensmittel dienen, stellen bewusst andere Temperaturniveaus her. In der ZeroZone maßen wir durchschnittlich ≈ 2,5 °C, in der CrispZone ≈ 4,6 °C und im noch darunter befindlichen Fach ≈ 5,0 °C. Gerade die ZeroZone kann sich damit deutlich vom regulären Kühlraum abgrenzen: Dass ihr Minimum mit ≈ -0,3 °C geringfügig unter dem Gefrierpunkt lag, bedeutet allerdings, dass hier keine hochgradig empfindlichen Lebensmittel verstaut werden sollten.
Die von uns ausführlich geprüfte Frischhaltung bestätigt den insgesamt starken Eindruck in Bezug auf die betreffenden Fächer: Am Ende unserer einwöchigen Messphase lagen die Gewichts- bzw. Wasserverluste bei Äpfeln und Birnen bei jeweils ≈ 0,5 %, bei Nektarinen bei ≈ 0,7 %, bei Trauben bei ≈ 0,8 %, bei Brokkoli bei ≈ 0,9 %, bei Gurken und Paprikas bei jeweils ≈ 1,1 % und bei Salat bei ≈ 1,5 %. Der Mittelwert über alle acht Lebensmittel betrug nur ≈ 0,9 %. Die Obstsorten verloren im Mittel ≈ 0,6 %, die Gemüsearten ≈ 1,2 %. Die Frischhaltungsleistung blieb damit in einem durchweg sehr guten Bereich.
Fünf Absteller erschließen die große Türfläche als zusätzlichen Lagerraum. Die transparenten Fächer eignen sich insbesondere für Getränkeflaschen und -kartons, Gefäße jeglicher Art (Saucen, Marinaden usw.) und kleinere Verpackungen, die dadurch ohne langes Suchen erreichbar bleiben. Die Absteller lassen sich zur Reinigung herausnehmen, wenngleich nur schwergängig. Ihre Anordnung nutzt die hohe Tür sehr gut aus und trägt dazu bei, den eigentlichen Kühlraum von häufig verwendeten Kleinteilen freizuhalten.
Die Modusspanne
Die Modusspanne des RN618D6X6WF ist nicht gewaltig, deckt die wesentlichen Modi eines reinen Kühlschranks aber doch sinnvoll ab. Neben dem normalen Betrieb stehen Eco und Super Cool bereit. Die reguläre Temperatur kann in 1-°C-Schritten zwischen 2–8 °C gewählt werden; Gorenje empfiehlt übrigens den regelmäßigen Gebrauch einer Temperaturprogrammierung von 4 °C.
Eco setzt die Temperaturprogrammierung auf 6 °C und reduziert infolgedessen den Kühl- und Energieaufwand; dies ist aber selbstverständlich nur dann der Fall, wenn zuvor eine niedrigere Temperatur einprogrammiert war. Die Nutzung dieses Modus empfiehlt sich vor allem dann, wenn keine besonders niedrige Kühltemperatur erforderlich ist und der Energieverbrauch möglichst gering bleiben soll. Super Cool verfolgt einen völlig anderen Zweck: Er setzt die Temperaturprogrammierung auf 2 °C und entfaltet für max. ≈ 6 h eine signifikant erhöhte Kühlleistung; danach kehrt das Modell eigenständig zur vorherigen Temperaturprogrammierung zurück.
Super Cool
Super Cool erwies sich in unseren Temperaturmessungen als sehr effektiv. Auf den vier regulären Ebenen sank der Mittelwert innerhalb der ≈ 6-h-Phase von ≈ 5,4 °C auf ≈ 3,1 °C. Die Absenkung um ≈ 2,3 °C bzw. ≈ 42,8 % ist deutlich. Die einzelnen Mittelwerte lagen nun zwischen ≈ 2,6 °C und ≈ 3,4 °C; über alle Ebenen und Fächer sank das Gesamtmittel von ≈ 4,8 °C auf ≈ 2,8 °C.
Die ZeroZone ist der kälteste reguläre Lagerbereich des Modells. Bei einer Temperaturprogrammierung von 5 °C maßen wir hier durchschnittlich ≈ 2,5 °C und kurzfristig bis zu ≈ -0,3 °C. Das Fach eignet sich dadurch besonders zur vorübergehenden Lagerung leicht verderblicher Fleisch- und Fischwaren. Empfindliche Lebensmittel, die keinesfalls anfrieren sollen, gehören hier allerdings nur mit Bedacht hinein. Während Super Cool sank die Temperatur sogar auf durchschnittlich ≈ 1,2 °C und zeitweise bis auf ≈ -2,8 °C.
Die zusätzliche Kälte fällt dabei nicht überall vollkommen gleichmäßig aus. In der ZeroZone maßen wir im Mittel ≈ 1,2 °C und im Minimum ≈ -2,8 °C. Auch die Temperaturen auf den oben befindlichen Ebenen und in der CrispZone unterschritten gelegentlich den temperaturiellen Nullpunkt. Wer Super Cool vor der Einlagerung größerer Mengen aktiviert, sollte empfindliche, leicht anfrierende Lebensmittel daher nicht unmittelbar an den kältesten Stellen verräumen. Für frisch eingekaufte, robuste Lebensmittel ist die deutliche Temperaturabsenkung dagegen sehr willkommen.
Der mittlere elektrische Leistungsbezug während Super Cool betrug ≈ 14,4 W. Gegenüber dem 24-h-Mittel des normalen Betriebs von ≈ 11,7 W ist das ein jedenfalls absolut geringfügiger Mehrbedarf von ≈ 2,7 W bzw. ≈ 22,73 %. In der ≈ 6-h-Phase wurden insgesamt ≈ 0,09 kWh (≈ 0,02 €) verbraucht. Angesichts der signifikanten Temperaturabsenkung bleibt dieser zusätzliche Energieeinsatz vollkommen plausibel; der Modus sollte gleichwohl nur dann aktiviert werden, wenn man der gesteigerten Leistungskraft wirklich bedarf.
Die CrispZone verknüpft viel Raum für Gemüse und Obst mit einer mechanisch einstellbaren Luftfeuchtigkeit. Über den schwarzen Drehregler wird ein Element im oberen Teil der Schublade angehoben oder abgesenkt und damit der Luftaustausch verändert. Die Gemüseposition begünstigt eine höhere, die Obstposition eine niedrigere Feuchte. In unserem Test ließ sich das Feuchteniveau abhängig von den eingelagerten Lebensmitteln um max. ≈ 10 % verändern. Bei einer Temperaturprogrammierung von 5 °C maßen wir in der CrispZone durchschnittlich ≈ 4,6 °C.
Eco
Eco wirkte demgegenüber in die andere Richtung: Der Mittelwert auf den vier regulären Ebenen hat sich von ≈ 5,4 °C auf ≈ 6,5 °C erhöht. Der Anstieg ist angesichts des Umstandes, dass Eco nur mit einer Temperaturprogrammierung von 6 °C statt mit einer solchen von 5 °C verknüpft ist, erwartungsgemäß (≈ 1,1 °C bzw. ≈ 20,37 %). Die einzelnen Mittelwerte lagen nun zwischen ≈ 6,4 °C und ≈ 6,6 °C.
Der durchschnittliche Leistungsbezug sank in geringem Maße auf ≈ 10,8 W, also um ≈ 0,9 W bzw. ≈ 7,53 %. Der Tagesverbrauch verringerte sich von ≈ 0,28 kWh (≈ 0,08 €) auf ≈ 0,26 kWh (≈ 0,07 €). Bei gleichförmigem Nutzungsprofil entspräche dies ≈ 94,87 kWh (≈ 25,61 €) pro Jahr statt ≈ 102,60 kWh (≈ 27,70 €) pro Jahr.
Strom & Schall
Der Stromverbrauch des Gorenje RN618D6X6WF ist unter Berücksichtigung des Gesamtvolumens von ≈ 372 l ausgesprochen niedrig. Im normalen Betrieb mit einer Temperaturprogrammierung von 5 °C maßen wir einen elektrischen Leistungsbezug von ≈ 0,7–125,0 W und im arithmetischen Mittel einen solchen von ≈ 11,7 W. Der deutlich niedrigere Median von ≈ 2,24 W lässt erkennen, dass lange Phasen mit sehr geringem Leistungsbezug von vergleichsweise kurzen Kompressorphasen unterbrochen werden. Der Maximalwert ist infolgedessen bloß als kurzfristige Spitze zu verstehen.
Die unteren Gemüse- und Obstfächer bieten eine sehr geeignete Lagerungsumgebung für Frischwaren. Nach sieben Tagen verloren frisch eingelagerte Äpfel und Birnen jeweils ≈ 0,5 %, Nektarinen ≈ 0,7 %, Trauben ≈ 0,8 %, Brokkoli ≈ 0,9 %, Gurken und Paprikas jeweils ≈ 1,1 % sowie Salat ≈ 1,5 % ihres ursprünglichen Gewichts. Der Mittelwert über alle acht Lebensmittel betrug nur ≈ 0,9 %. Die Schubladen lassen sich leicht hervorziehen; ein geringfügiges seitliches Spiel beeinträchtigte den Bedienkomfort nicht.
Über 24 h wurden ≈ 0,28 kWh verbraucht. Bei einem gleichförmigen Nutzungsprofil ergäbe sich daraus eine Jahresmenge von ≈ 102,60 kWh und bei einem Strompreis von 0,27 € pro kWh Stromkosten von ≈ 27,70 €. Der Einfluss der Spezialeinstellungen auf den elektrischen Leistungsbezug ist bereits ausgeführt worden: Eco verringerte den 24-h-Verbrauch auf ≈ 0,26 kWh; Super Cool erhöhte den 6-h-Verbrauch auf ≈ 0,09 kWh.
Auch das Geräuschprofil ist sehr positiv. Aus ≈ 1 m maßen wir im normalen Betrieb durchschnittlich ≈ 36,7 dB. Der SmartInverter-Kompressor und die fortlaufende Lüftung des Kühlschranks bleiben damit bspw. auch in einer typischen Wohnküche regelmäßig unaufdringlich. Je nach Kompressorzyklus sind naturgemäß wechselnde Geräusche wahrnehmbar, sie drängen sich im Alltag allerdings keineswegs in den Vordergrund. Deutlich kritischer ist allein der Türalarm: Mit max. ≈ 44,6 dB aus ≈ 1 m ist er zwar direkt vor dem Kühlschrank hörbar, in einem auch nur geringfügig weiter entfernten Raum kann er jedoch leicht überhört werden.
Multiflow 360° verteilt die kühle Luft über mehrere Auslässe im Innenraum. Auf den vier regulären Ebenen maßen wir bei einer Temperaturprogrammierung von 5 °C Mittelwerte von nur ≈ 5,3–5,5 °C. Die Luftauslässe sollten nicht durch dicht an die Rückwand geschobene Lebensmittel verdeckt werden, weil der Luftstrom anderenfalls beeinträchtigt werden kann. AdaptTech soll zusätzlich typische Nutzungsgewohnheiten berücksichtigen und Temperaturanstiege infolge wiederkehrender Türöffnungen vermindern; das gelang im Laufe des Tests nur durchwachsen.
Die Reinigung
Die Reinigung des Gorenje RN618D6X6WF gelingt ohne sonderlich viel Aufwand. Glasablagen, Türabsteller und Schubladen lassen sich herausnehmen und können dadurch eigenständig gesäubert werden. Die glatten, vollauf hellen Innenflächen sind gut erreichbar; gerade bei noch nicht vollständig gefülltem Kühlschrank lassen sich leichte Verschmutzungen ohne jeglichen Aufwand mit einem weichen Tuch entfernen.
Für die Edelstahlfront und den Griff empfiehlt sich ebenfalls ein weiches Tuch mit mildem Reinigungsmittel; aggressive, ggf. scheuernde Mittel sind zu vermeiden, damit die Oberflächenstruktur nicht beschädigt wird. Auch die Türdichtung sollte regelmäßig gereinigt und anschließend gründlich getrocknet werden, um deren Dichtkraft langfristig zu erhalten.
Praktisch ist freilich das automatische Abtauen des Kühlteils. Ein regelmäßiges manuelles Abtauen, wie es bei einfachen statischen Kühlsystemen erforderlich sein kann, entfällt dadurch. Alles in allem erweist sich das Modell auch in Reinigung und Pflege als erfreulich unkompliziert.
Die Innenbeleuchtung arbeitet mit zwei Lichtquellen: Helles weißes Licht fällt zunächst vom Kopfteil nach unten; eine weitere, gleichartige Leuchte an der linken Seitenwand unterstützt die Ausleuchtung ungefähr auf halber Höhe. Weil die Ebenen aus Glas gefertigt sind, kann ein erheblicher Teil des Lichts weit in den Innenraum gelangen. Nur dicht gestellte Lebensmittel und Flaschen im Flaschengitter können ggf. einzelne Bereiche abschatten; auch die tiefsten Schubladen bleiben naturgemäß dunkler als die offenen Ebenen.
ConnectLife
ConnectLife erweitert das Bedienkonzept des Kühlschranks um gewisse Fernfunktionen. Der Kühlschrank unterstützt 2,4-GHz-WLAN und kann nach der Kopplung über die App per Smartphone oder Tablet angesprochen werden. Für den normalen Betrieb ist diese Verbindung selbstverständlich nicht erforderlich; alle wesentlichen Einstellungen bleiben unmittelbar am Gerät verfügbar. Wer allerdings bspw. den Fernzugriff nutzen möchte, erhält dadurch eine zeitgemäße Ergänzung des innenliegenden Bedienfelds – das mag sich bspw. empfehlen, um den Modus Super Cool bequem aus dem Supermarkt heraus zu aktivieren, damit die anschließende Kühlung der neu gekauften Lebensmittel möglichst effektiv erfolgen kann.
Das leistet das Modell
Wasserverluste
Nach einer vollen Woche der Lagerung in der CrispZone maßen wir Wasserverluste von ≈ 0,5–1,5 % (im Mittel ≈ 0,9 %). Am geringsten waren sie bei Äpfeln und Birnen mit jeweils ≈ 0,5 %, am höchsten beim Salat mit ≈ 1,5 %; insgesamt hielt das Modell den ursprünglichen Wasseranteil der eingelagerten Lebensmittel damit effektiv aufrecht. Schön ist, dass die in der CrispZone herrschende Luftfeuchtigkeit jedenfalls sehr grobstufig an das Anspruchsprofil der eingelagerten Lebensmittel angepasst werden kann.
Elektrischer Leistungsbezug | Modus Normal
Wir maßen im normalen Modus bei einer Temperaturprogrammierung von 5 °C einen elektrischen Leistungsbezug von ≈ 0,7–125,0 W (im arithmetischen Mittel ≈ 11,7 W). Innerhalb von 24 h wurden so ≈ 0,28 kWh Strom verbraucht; bei einem über das Jahr unveränderten Nutzungsprofil entspricht dies ≈ 102,60 kWh. Im Modus Eco maßen wir ≈ 0,9–47,0 W (im arithmetischen Mittel ≈ 10,8 W) und damit einen um ≈ 0,9 W bzw. ≈ 7,5 % niedrigeren mittleren Leistungsbezug als im normalen Modus. Über 24 h resultierten daraus ≈ 0,26 kWh Stromverbrauch. Während der ersten 6 h des Modus Super Cool maßen wir einen elektrischen Leistungsbezug von ≈ 0,5–65,2 W (im arithmetischen Mittel ≈ 14,4 W); in dieser Phase wurden ≈ 0,09 kWh verbraucht. Der mittlere Leistungsbezug lag damit ≈ 2,7 W bzw. ≈ 22,7 % über demjenigen des Normalmodus.
Temperaturen | Modus Normal
Bei einer Temperaturprogrammierung von 5 °C lagen die regulären Ebenen im Mittel sehr nah am Sollwert: Der Durchschnitt der Mittelwerte belief sich auf ≈ 5,4 °C. Die ZeroZone war mit durchschnittlich ≈ 2,5 °C deutlich kühler, während wir in der CrispZone ≈ 4,6 °C und im darunter befindlichen Spezialfach ≈ 5,0 °C maßen. Der Modus Super Cool senkte die Temperaturen signifikant ab: Auf den regulären Ebenen fiel der Mittelwert von ≈ 5,4 °C auf ≈ 3,1 °C. Besonders kühl wurde die ZeroZone mit durchschnittlich ≈ 1,2 °C und einem Minimum von ≈ -2,8 °C; die Spezialfunktion erwies sich damit als sehr leistungskräftig.
Technische Daten
| Hersteller Modell |
Gorenje RN618D6X6WF |
|---|---|
| Größe, Gewicht usw. | |
| Optik des Modells | Grau |
| Größe des Modells (Hmax × Bmax × Tmax d. Modells) |
185,6 × 59,5 × 60,0 cm |
| Gewicht des Modells (mmax, leer) |
65,0 kg |
| Klimaklasse des Modells (lt. Label) |
SN – T (10 – 43 °C) |
| Volumen des Modells (Vmax) |
≈ 372 l |
| Maße des Bedienfelds (Hmax × Bmax) |
3,0 × 25,0 cm |
| Position des Bedienfelds | innen, im oberen Teil des Modells |
| Sperre des Bedienfelds | nein |
| Türalarm | ja (akustisch, nach 1 min, LP max aus ≈ 1 m: ≈ 44,6 dB) |
| Türautomatik | ja, bis ≈ 15° |
| Türscharniere | rechts, wechselbar |
| Türwinkel (∠max d. Türen) |
≈ 105° |
| Besonderheiten des Modells Funktionen, Techniken usw. |
AdaptTech (Anpassen der Temperatur ans Verhalten der Verbraucherinnen & Verbraucher); Smart KitchenFit (Verwenden der Tür mit min. ≈ 2,5 mm seitlichem Abstand) |
| Technik | |
| Art des Kühlsystems | SmartInverter Compressor |
| Anzahl der Kühlsysteme | 1 |
| Temperaturspektrum | 2 – 8 °C |
| Art des Ventilationssystems | Multiflow 360° |
| Modusspanne | Eco; Normal; Super Cool (max. 6 h) |
| No-Frost-Funktion | ja (Total No Frost) |
| Ebenen, Fächer usw. | |
| Ebenen | 4 + 1 Flaschenhalter (6 Höhenpositionen, herausnehmbar) |
| Schubladen | 2 (herausnehmbar) |
| Fächer in den Türen | 5 (5 Höhenpositionen, herausnehmbar) |
| Extras | – |
| Strom & Schall | |
| Elektrischer Leistungsbezug (Pmean, lt. Hersteller) |
– |
| Elektrischer Leistungsbezug (Pmean, ermittelt bei 5 °C) |
11,7 W |
| Stromverbrauch pro Jahr (Emean, lt. Hersteller) |
114,00 kWh |
| Stromverbrauch pro Jahr (Emean, ermittelt bei 5 °C) |
102,60 kWh 27,70 € |
| Schallausstoß (LP max, lt. Hersteller) |
35,0 dB |
| Schallausstoß (LP mean aus ≈ 1 m, ermittelt bei 5 °C) |
36,7 dB |
Bewertung
| Hersteller Modell |
% | Gorenje RN618D6X6WF |
|---|---|---|
| Leistung | 40 | 94,5 |
| Genauigkeit | 50 | 97,0 |
| Gleichmäßigkeit | 50 | 92,0 |
| Handhabung | 25 | 92,8 |
| Individualisierung Ebenen, Fächer usw. |
50 | 92,0 |
| Bedienung | 30 | 93,5 |
| Beleuchtung | 10 | 93,5 |
| Bedienungsanleitung | 10 | 94,3 |
| Ausstattung | 20 | 94,8 |
| Lagerung Größe v. Ebenen, Fächern usw. |
60 | 96,5 |
| Material & Materialverarbeitung | 40 | 92,3 |
| Betrieb | 15 | 96,6 |
| Stromverbrauch | 75 | 97,4 |
| Schallausstoß | 25 | 94,0 |
| Bonus | 0,125 (App) |
|
| Malus | — | |
| UVP des Herstellers | 849,00 € | |
| Durchschn. Marktpreis Stand v. 15.08.2026 |
574,76 € | |
| Preis-Leistungsindex | 6,08 | |
| Gesamtbewertung | 94,6 % („sehr gut“) |
|
Wie haben wir geprüft?
Hier haben die Testerinnen & Tester die im Kühlteil der Modelle herrschenden Temperaturen in allen Ebenen, Fächern usw. erhoben. Sie ermittelten anhand von Temperatursensoren, in welchem Maße sich die Temperaturen innerhalb von ≈ 24 h verändern. Ob und in welchem Maße die so erhobenen Temperaturen hin & her schwanken, wurde beurteilt, auch unter Berücksichtigung der Temperaturprogrammierung. Darüber hinaus wurde ermittelt, wie sehr die durchschnittliche Temperatur im Kühlteil innerhalb von 24 h von der einschlägigen Temperaturprogrammierung abwich; die Modelle sollten die jeweilige Temperaturprogrammierung im Kühlteil vollkommen präzise verwirklichen.
Hier wurde erhoben, in welchem Maße man die Modelle an die verschiedenen Waren, die man in ihnen verräumen will, anpassen kann, sprich Fleisch-, Fisch-, Milchwaren usw. Wir sprechen hier bspw. von den Ebenen, Fächern usw. Auch wurde ein Urteil darüber verliehen, wie sich die Modelle in der Praxis verwenden lassen: Neben den von Werk aus wählbaren Temperaturspannen und den Temperaturstabilitäten in beiden Teilen der Modelle wurden auch alle weiteren, von Verbraucherinnen & Verbrauchern wählbaren Optionen beurteilt. Die Testerinnen & Tester nahmen sich hier bspw. auch die Bedienpanels vor: Diese sollten verlässlich ansprechen und aus sich heraus verständlich sein. Ob, nach wie vielen Minuten und in welcher Weise die Modelle einen Alarm vernehmen lassen, nachdem eine der Türen nicht in vollem Maße verschlossen worden ist, wurde außerdem beurteilt. Überdies wurde erhoben, ob und in welcher Weise die beiden Teile der Modelle beleuchtet werden, ob sich die in ihnen verräumten Lebensmittel also bei verschiedenen Lichtverhältnissen immer voll erkennen lassen. Schließlich wurde die Qualität der Dokumentationen der Hersteller beurteilt: Diese sollten nicht bloß verständlich alle wesentlichen Themen über die Modelle abhandeln, sondern auch noch weitere, in der Praxis wesentliche Hinweise (bspw. zur idealen Lagerung von verschiedenen Lebensmitteln innerhalb der Modelle) vorweisen.
Hier verliehen die Testerinnen & Tester Urteile vor allem über das verwendbare Volumen der verschiedenen Modelle. Währenddessen ließen sie die außen und innen vorhandenen Materialien und die Weise, in der diese im Werk der Hersteller verbunden worden sind, einspielen.
Die Modelle wurden während des Testprojekts bei einer Temperatur von ≈ 20 °C betrieben. Nachdem die von den Testerinnen & Testern einprogrammierten Temperaturen (scil. 4 resp. 5 °C & -18 °C) stabil waren, wurden der A-bewertete Schalldruckpegel aus einem Abstand von ≈ 1 m zur Vorderseite der Modelle sowie der Verbrauch erhoben und beurteilt.
Getestete Produkte
- Gorenje RN618D6X6WF








