7 Akku-Heckenscheren im Vergleichstest

Für herrliches Grün und dichten Wuchs

24. Oktober 2019

Hecken sind nicht nur ausgesprochen schön anzusehen, sondern dienen auch noch so manch anderem, nicht rein-ästhetischem Zweck: So „reinigen“ Heckenpflanzen beispielsweise die Luft, indem sie Kohlenstoffdioxid (CO2) aus ihr abschöpfen und bieten gleichzeitig kleineren Tieren einen wertvollen und sicheren Lebensraum während der Brutsaison. Sie sehen: Für eine Heckenanpflanzung am heimischen Grundstück sprechen nicht nur ästhetische, sondern auch ökologische Erwägungen. Damit Hecken aber auch gleichmäßig wachsen und ganzjährig gesund bleiben, müssen sie regelmäßig gepflegt werden. Mit einer Akku-Heckenschere kann man wirklich jede Hecke einfach und schnell zurückschneiden. Wir haben sieben aktuelle Modelle geprüft – darunter drei mit einer Akkuleistung von 18 bis 20 V und vier mit einer Akkuleistung von 36 bis 48 V. Welche Akku-Heckenschere am besten mit harten und weichen Gehölzen auskommt, lesen Sie in diesem Test.

Heckenpflanzen sind an sich sehr pflegeleicht: Man muss sie nur ein bis zwei Mal pro Jahr zurückschneiden, damit sie ganzjährig gesund bleiben. Für die Heckenpflege empfehlen sich natürlich Heckenscheren: Die ursprüngliche und der Mechanik nach simpelste Variante sind diejenigen Heckenscheren, die von bloßer Muskelkraft abhängig sind („Handheckenscheren“). Bei kleineren Hecken- und Strauchflächen reichen solche auch allemal aus. Bei größeren Hecken- und Strauchflächen allerdings kann die Arbeit mit ihnen schnell zur erschöpfenden und schweißtreibenden Angelegenheit werden. Hier sind elektrisch betriebene Heckenscheren weitaus sinnvoller: Gerade akkubetriebene Modelle, bei denen man nicht an Bewegungsfreiheit einbüßt, erleichtern die Arbeit immens. Abhängig von den zu bearbeitenden Flächen sollte man eine Heckenschere mit einer Leistung von 18 bis 20 V (kleinere Gärten) oder doch lieber eine solche mit einer Leistung von 36 bis 48 V (größere Gärten) verwenden.

Ein starker Rückschnitt ist nur dann empfehlenswert, wenn die Hecke ihre geradlinige Form vollends verloren hat. Einen solchen sollte man idealerweise in der Winterzeit, also von November bis Februar, vornehmen; das aber auch nur dann, wenn kein Frost gegeben ist. Das Schnittverhalten ist hier übrigens immer vom jeweiligen Holz abhängig: Grundsätzlich lassen sich Laubhölzer bis ins ältere Gehölz zurückschneiden; bei Nadelhölzern wiederum sollte man nicht bis ins alte Gehölz schneiden, da diese, wenn überhaupt, nur sehr maßvoll aussprossen. Hinsichtlich des Heckenschnitts unterscheidet man zwischen zweierlei Schnittvarianten: Dem Form- bzw. Pflegeschnitt und dem Rückschnitt („Rodung“). Bei Letzterem schneidet man die Hecke sehr stark zurück. Ein solcher Schnitt ist zum Schutz der Vögel während der Brutsaison, also von März bis September, schon kraft Gesetzes nicht erlaubt (vgl. § 39 Bundesnaturschutzgesetz).

Das Wesentliche

Für wen sind die Modelle geeignet?
Für all diejenigen, die ihre Hecken und Sträucher ohne nennenswerten Kraft- und Zeitaufwand und ohne Einbußen in puncto Bewegungsfreiheit schneiden möchten.

Welche Funktion ist bei den Modellen hervorzuheben?
Bei drei Modellen im Test kann der Handgriff um bis zu 90° zur Seite geneigt werden, sodass sich die Heckenschere beim Arbeiten an Seitenflächen viel leichter führen lässt.

Was ist bei den Modellen weiter interessant?
Obwohl alle Modelle schon per Zweihandschaltung gesichert sind, bieten einzelne Heckenscheren noch einen weiteren Sicherheitsschalter, den man zur Inbetriebnahme eindrücken muss.

Aufbau – im Detail

akku heckenscheren aufbau

Während manuelle Heckenscheren („Handheckenscheren“) dem Äußeren nach einer normalen Haushaltsschere ähneln, haben sie mit elektrischen Heckenscheren nicht allzu viel gemeinsam. Anstelle von zwei ausladenden Schneiden stechen hier vielmehr mehrere kleine Zähne A hervor, die das Schwert der Heckenschere säumen; und die sind es, die sich durch das Gehölz schneiden. Vom Zahnabstand, der bei den Heckenscheren in unserem Test übrigens von 16 bis 30 mm reicht, ist auch der maximal zu durchschneidende Astdurchmesser abhängig. Mit einer Akku-Heckenschere können auch groß angelegte Hecken- und Strauchareale mit geringem Kraftaufwand bearbeitet werden. Die Modelle im Test schöpfen den Strom aus einem Lithium-Ionen-Akku B. Daher ist während der Arbeit mit ihnen auch ein Höchstmaß an Bewegungsspielraum gegeben. Die meisten mit Benzin betriebenen Heckenscheren sind zwar ausgesprochen stark, arbeiten aber weitaus lauter als Akku-Heckenscheren. Für Letztere spricht auch noch eine weitere Erwägung: Mit ihrem Betrieb sind keine umweltschädlichen Emissionen verbunden.

Ein Mindestmaß an Sicherheit wird bei diesen Heckenscheren schon durch einen speziellen Schaltmechanismus erreicht: Der Betrieb lässt sich nämlich nur dann starten, wenn man zwei verschiedene Schalter C gleichzeitig drückt („Zweihandschaltung“>); und diese Schalter sind so weit auseinander verbaut, dass man zu diesem Zweck beide Hände verwenden muss. Manche Heckenscheren lassen es hierbei nicht bewenden, sondern bieten darüber hinaus noch einen weiteren Schalter D, den man auch noch eindrücken muss; eine versehentliche Inbetriebnahme ist hier nur schwer vorstellbar. Der Handschutz E schirmt das Gehäuse vom Schwert ab und erhöht die Sicherheit vor allem dadurch, dass er während der Arbeit jegliches Astwerk, das infolge des Durchschneidens zurückschnellen kann, abhält.

Der Akkublock ist bei allen Heckenscheren in diesem Test mit ein paar LEDs F versehen, die den aktuellen Akkustand immerhin näherungsmäßig darstellen; meistens in 25,0- oder in 33,3-%-Schritten. Außerdem erlauben es alle Modelle, ihren Akku auch in anderen Geräten desselben Herstellers zu verwenden.

Getestete Produkte

  • Black+Decker GTC36552PC-QW
  • Einhell Arcurra
  • FUXTEC Akku-Heckenschere E522D
  • Ryobi RHT1851R25F
  • Stiga SHT 500 AE
  • Stihl HSA 56
  • Worx WG261E

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