Wissenswertes zu elektrischen Zahnbürsten

28. November 2012

Elektrische Zahnbürsten sind die Wahl für alle, die das Zähneputzen mit der Handzahnbürste leid sind. Für Personen mit empfindlichem Zahnfleisch können manche Modelle zudem schonender sein als die manuelle Reinigung. Im folgenden haben wir für Sie ein paar Informationen zur elektrischen Zahnbürste zusammengetragen.

Weniger Zahnfleischbluten

Viele befürchten, dass elektrische Zahnbürsten unsanft zu Zahnschmelz und Zahnfleisch sein könnten. Richtig ist: bei der Umstellung von manueller Zahnreinigung per Handzahnbürste auf ein elektrisches Modell kann es zunächst – je nach individuellen Merkmalen – zu vermehrtem Zahnfleischbluten kommen, insbesondere zu Beginn der Anwendung. In den meisten Fällen gewöhnt sich das Zahnfleisch jedoch an die veränderten Bedingungen, das Bluten stellt sich mit der Zeit ein. Tatsächlich konnten Studien sogar beweisen, dass die regelmäßige Verwendung elektrischer Zahnbürsten auch das Auftreten von Zahnfleischbluten reduzieren kann. Sollte sich jedoch das Zahnfleischbluten auch nach einiger Zeit mit der elektrischen Zahnbürste nicht eingestellt haben, sollte ein Zahnarzt konsultiert werden.

Rotationzahnbürste

rotierende BürsteRotierend-oszillierendes System: Bei diesem Prinzip rotieren die Bürstenköpfe nicht komplett um die eigene Achse, sondern abwechselnd hin und her.

Oszillierende Rotation bedeutet, dass der Bürstenkopf nicht komplett um die eigene Achse, sondern hin und her rotiert. Diese Technik ist laut verschiedener Studien besonders gut geeignet, um Zahnbeläge und Zahnfleischbluten mittelfristig zu verringern.

Frühere elektrische Zahnbürsten orientierten sich am Bewegungsablauf beim manuellen Putzen und führten eine elliptische Bewegung aus. Mittlerweile hat sich aber das oszillierend-rotierende System durchgesetzt.

Schallzahnbürste

Schall-TechnologieSchalltechnologie: Die Bürsten der Schallzahnbürsten schwingen in einer Frequenz von 250-300 Hertz. Je nach Modell bewegen sich die Borsten dabei in vertikaler und/oder horizontaler Richtung.

Schall-Zahnbürsten gelten als Weiterentwicklung der herkömmlichen elektrischen Zahnbürste. Der Bürstenkopf schwingt hier mit ca. 250-300 Hertz in einer deutlich höheren Frequenz, als bei den „normalen“ elektrischen Zahnbürsten. Der Antrieb erfolgt – statt über einen Elektromotor – über einen elektrischen Schallwandler. Die Reinigung kommt, entgegen des Namens, nicht durch die Schallwellen selbst zustande, sondern erfolgt mechanisch durch die sich schnell bewegenden Borsten. Die Bürstenköpfe der Schall-Zahnbürsten haben meist eine längliche Form und erinnern damit mehr an die Köpfe von Handzahnbürsten. Vorteil gegenüber der kleineren, runden Bürstenköpfe: es muss nicht jeder Zahn einzeln geputzt werden.

Timer-, Auto-Stopp- & Memory-Funktion

Im Test von elektrischen Zahnbürsten 04/2012 verfügten bis auf die Panasonic EW1031s sowie die Perlodent med alle Testgeräte über einen Timer, der alle 30 Sekunden einen Wechsel des Kieferquadranten anzeigt. Bei den meisten Modellen passiert dies durch ein kurzes Anhalten der Bürste. Einige Zahnbürsten schalten sich nach Ablauf des Putzzyklus selbstständig ab, was wir im Test nicht immer als praktisch empfanden, z.B. wenn noch weiter geputzt werden sollte. Viele entscheiden sicherlich lieber selbst, ob ein Bereich „fertig“ gesäubert ist.

Die Auto-Abschaltung lässt sich bei keinem Gerät deaktivieren, so dass die Zahnbürste erneut eingeschaltet werden muss, wenn die Reinigung länger dauern soll. Die Braun Oral-B- sowie die Philips-Modelle bieten eine Memory-Funktion, d.h. beim Ausschalten wird der Fortschritt des Putzzyklus gespeichert, bei erneutem Betätigen wird das Programm dann an genau dieser Stelle fortgesetzt. Auch die SensiDent Expert verfügt über eine Memory-Funktion, die allerdings beim Ausschalten das zuletzt gewählte Programm speichert, und dieses bei der nächsten Verwendung wieder aufruft.

Vorsicht: Folgekosten

Die meisten Hersteller empfehlen, den Bürstenkopf alle drei Monate zu wechseln. Ersatz- Bürstenköpfe sind für alle Geräte erhältlich, allerdings fallen die Folgekosten höchst unterschiedlich aus: während ein Aufsatz für die Carrera Dentasonic bereits ab 1,07 Euro zu haben ist, sind die Bürsten der Philips Sonicare-Modelle mit durchschnittlich 6,02 Euro bereits deutlich teurer. Dafür beobachteten wir im Test von elektrischen Zahnbürsten 04/2012 erhebliche Qualitätsunterschiede bei den Aufsätzen: während z.B. die Bürsten der Philips- und Oral- B-Geräte auch nach einigen Wochen Nutzung noch gut intakt waren, lösten sich beim Modell von Omron bereits nach einigen Anwendungen die ersten Borsten ab.