Was sind Allergien?

30. Januar 2020

Die Natur kennt viele Arten von allergologisch problematischen Partikeln (Allergenen). Am bekanntesten ist sicherlich der von Bäumen und Gräsern herrührende Blütenstaub (Pollen), der zu verschiedenen Zeiten im Jahr durch die Natur und letzten Endes auch durch die Haushalte wirbelt. Vor Pollen versuchen sich die meisten Menschen – manchmal mehr schlecht als recht – dadurch zu schützen, dass sie den Großteil ihrer Freizeit im Hausinneren bleiben und die Fenster kontinuierlich verschlossen halten. Doch auch hier, in der vermeintlich sicheren Sphäre der heimischen vier Wände, lauert ein Risiko: Auch Hausstaub (oder präziser: das Exkrement der Hausstaubmilbe) kann allergische Reaktionen auslösen. Man erkennt also: Viele Allergene sind leider allgegenwärtig. Man kann ihnen nicht so leicht entkommen.

Das Problem bei einer Allergie sind streng genommen nicht die Allergene selbst, sondern das Abwehrsystem des menschlichen Körpers. Bei der Begegnung mit Allergenen intensiviert es seine Arbeit und aktiviert Abwehrzellen, obwohl dazu an sich kein Anlass besteht; Allergologen sprechen davon, dass das Abwehrsystem gegenüber dem jeweiligen Allergen sensibilisiert ist. Die Körperreaktion ist meistens so stark, wie sie es normalerweise nur bei wirklich gewichtigen Krankheiten sein sollte.

Diese maßlose Reaktion des Immunsystems äußert sich nun in verschiedenen Symptomen, die – abhängig von Art und Ausmaß der jeweiligen Allergie – vollkommen unterschiedlich sein können: Die Nase tröpfelt, Tränen rinnen herab und manchmal stellt sich auch noch Husten ein. Auch können die Schleimhäute in erheblichem Maße anschwellen. Im „best case“ ist dies nur lästig, doch manchmal können solche Reaktionen auch lebensbedrohlich werden: Dann nämlich, wenn noch Atembeschwerden hinzutreten und es zu einer Atembeeinträchtigung kommt; das kann vereinzelt in akute, Asthma-ähnliche Atemnot münden. Spätestens bei solch schweren Reaktionen ist es notwendig, einen Arzt aufzusuchen, da ansonsten eine langwierige Beeinträchtigung der Gesundheit drohen kann.

Übrigens: Es ist beileibe nicht so, dass Allergien allein in der Genetik angelegt wären, Menschen, die also bislang noch keine allergischen Reaktionen gezeigt haben, lebenslang verschont blieben. Tatsächlich weiß man mittlerweile, dass viele Personen überhaupt nicht von Geburt an allergiegeplagt sind. Ein Grund ist wohl darin zu sehen, dass nicht nur der Mensch als solcher, sondern mit ihm natürlich auch sein Abwehrsystem altert: Und das wiederum heißt, dass es manch Abwehrreaktionen nicht mehr so souverän abwickelt, wie es das ursprünglich noch konnte.

Aber auch in allen anderen Altersklassen nimmt die Anzahl der Allergiepatient/-innen immer weiter zu. Dem Robert Koch-Institut nach1 ist momentan bei circa 20 % aller erwachsenen Menschen in Deutschland mindestens eine Allergie diagnostiziert worden. Dabei sind Inhalationsallergene die mit Abstand am weitesten verbreiteten Übeltäter: 15,6 % aller Erwachsenen hierzulande leiden unter allergischer Rhinitis (Heuschnupfen), die von Pollen oder Milbenkot verursacht wird; Asthma wiederum lässt sich bei 8,7 % der erwachsenen Menschen hierzulande nachweisen. Sieht man sich die Zahlen näher an, sticht vor allem eines heraus: So ist immerhin bei bestimmten Allergien eine prozentuale Zunahme der Allergiegeplagten zu verzeichnen; auch der Anteil an Erwachsenen, bei denen „nur“ eine Sensibilisierung gegenüber bestimmten Inhalationsallergenen erkannt worden ist, die sich (noch!) nicht in einer Allergie niedergeschlagen hat, erreicht mittlerweile 33,6 %.

Warum immer mehr Menschen von Allergien geplagt werden, weiß man nicht. Es werden zwar viele Theorien vertreten, von denen sich aber noch keine allgemeingültig etablieren konnte. Eine dieser Theorien ist auch international verbreitet, wird dem ein oder anderen aber wohl widersprüchlich erscheinen: Nach ihr sei der Grund nämlich in der Steigerung des Hygienestandards zu sehen. Gerade in den Ländern der Ersten Welt müsse sich das Abwehrsystem nicht mehr andauernd mit problematischen Bakterien, Viren und Co. auseinandersetzen. Dies sei an sich wunderbar, könne aber auch in Probleme münden, denn: Das Abwehrsystem wisse bei der Begegnung mit bestimmten, allergologisch problematischen Stoffen nicht, welche Art von Reaktion sich nun empfehle – und das könne sich schließlich in den oben angesprochenen Symptomen äußern.

Andere Forscher/-innen nehmen vielmehr an, dass der allgegenwärtige Feinstaub, der ja schon allein Schäden im menschlichen Körper verursachen kann, auch Allergien anstoßen könne. Der vermutete Grund: Allergene könnten sich mit den Feinstaubpartikeln verbinden, bronchien- bzw. lungengängig werden und das Abwehrsystem in erheblichem Maße reizen. Des Weiteren bilden viele Bäume und Gräser nicht nur mehr, sondern auch noch intensiver wirkende Pollen aus, wenn sie stärker belastet werden. Eine solche Stressreaktion vonseiten der Bäume und Gräser kann beispielsweise auch durch Feinstaub verursacht werden.

Lässt man diesen Theorienstreit aber einmal außen vor, ist letzten Endes vor allem eines entscheidend: Dass die Menschen ihre Symptome in einer schonenden Art und Weise lindern und immerhin ein Mindestmaß an Lebensqualität wahren können. Hierzu nehmen viele Menschen geeignete Medikament zur Hand, wobei die Art ihrer Einnahme Medikamenten-abhängig variieren kann (intranasal, intraokular, oral usw.). Das ist auch vollkommen verständlich: Anders lassen sich die Symptome nicht schnell lindern. Dennoch sollte man sich mit einem allzu exzessiven Medikamenteneinsatz eher zurückhalten. So kann die regelmäßige Medikamenteneinnahme nicht nur darin enden, dass sich eine Toleranz gegenüber dem jeweiligen Medikament einstellt, es die Symptome also nicht mehr abschwächen kann. In manchen Situationen kann das Medikament auch noch immensen Schaden anrichten: So sind Fälle von Personen bekannt, die durch den Missbrauch von abschwellendem Nasenspray schwere Gewebsschäden an den Nasenschleimhäuten und der Nasenscheidewand davongetragen haben.

Schließlich nimmt die Anzahl an Menschen, die bestrebt sind, die Einnahme von Medikamenten zu vermeiden, immer weiter zu. Stattdessen wird versucht, die Symptome anderswie, nämlich in natürlicher Art und Weise zu mindern. Am simpelsten ist es, indem man die Begegnung mit den problematischen Stoffen vermeidet. Wenn der „Feind“ aber selbst in den heimischen vier Wänden lauert, wie‘s bei Hausstaubmilben leider immer so ist, kann man ihm nicht entkommen.

Gerade an dieser Stelle wird deutlich, welch immensen Wert ein Gerät wie der Philips AC3033/10 haben kann: Die Filter können die Exkremente der Hausstaubmilbe adsorbieren und verhindern, dass sie weiter im Haushalt herumwirbeln. Natürlich bleiben immer ein paar Grob- und Feinpartikel zurück, aber: Schon dadurch, dass ihre Konzentration im Haushalt vermindert wird, können die Symptome spürbar abnehmen. Das heißt, dass der Einsatz von Medikamenten zwar vielleicht nicht voll ausbleiben, aber in vielen Situationen doch immerhin stark gemäßigt werden kann. So lassen sich auch all diejenigen Gesundheitsprobleme vermeiden, die sich an eine andauernde Medikamenteneinnahme knüpfen können.

Allergien sollten also nicht unterschätzt werden. Für viele Menschen können sie im „worst case“ eine erhebliche Beeinträchtigung darstellen und die Lebensqualität mindern; außerdem können sie sich auch nach der Geburt noch bei allen Menschen entwickeln. Um die Wahrscheinlichkeit zu vermindern und die Symptome einer bereits vorhandenen Allergie zu mildern, kann man sich einer Handvoll verschiedener Methoden bedienen. Neben dem Einsatz von Medikamenten kann sich auch eine regelmäßige Luftreinigung empfehlen, um immerhin in den heimischen vier Wänden erholen zu können: Hierzu empfehlen sich Modelle wie der ausgiebig von uns geprüfte Philips AC3033/10.

Fußnote

1 Vgl. Bergmann, K.-C.; Heinrich, J.; Niemann, H. Current status of allergy prevalence in Germany. Position paper of the Environmental Medicine Commission of the Robert Koch Institute. Allergo Journal International 2016, 25: S. 6 – 10.

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