Trickbetrüger im Urlaub

15. Juli 2016

Wer in den Urlaub fährt, führt diverse Wertsachen sowie eine Menge Bargeld mit sich und stellt somit ein ideales Ziel für alle Arten der Trickbetrügerei dar. Gerade wenn man sich am Urlaubsort nicht gut auskennt und die Sprache nicht gut spricht, gilt es daher, sich besonders in Acht zu nehmen.

Großstädte und Haupturlaubsrouten besonders betroffen

Die ADAC-Clubzeitschrift „Motorwelt“ hat seine Leser dazu aufgerufen, von ihren Erfahrungen mit Gaunerein auf der Urlaubsreise zu berichten. Zwischenfälle häufen sich demnach vor allem in Großstädten, auf den Haupturlaubsrouten nach Spanien (AP7) und Südfrankreich und auf der deutschen Autobahn A5. Um nicht auch Opfer von Trickbetrügern zu werden, gilt es einige Dinge zu beachten.

Nicht anhalten lassen

Eine häufige Methode auf der Autobahn ist es, andere auf vermeintliche Pannen aufmerksam zu machen. In keinem Fall sollte in so einem Fall sofort angehalten werden. Stattdessen sollte man auf sein Handy deuten, um zu signalisieren, dass man selbst Hilfe ruft und zunächst einfach weiterfahren. Auch in Großstädten sollte in so einem Fall nie angehalten werden.

Ein gesundes Maß an Misstrauen

Hat das Auto tatsächlich eine Panne, sollte das Auto immer verschlossen werden, während auf die Helfer des ausländischen Automobilclubs gewartet wird. Vor allem wenn die Panne direkt nach einem Raststopp erfolgt, sollte vermeintlichen „Helfern“ nicht getraut werden, vor allem wenn diese relativ kurz im Anschluss auftauchen. Das Auto könnte in diesem Fall absichtlich manipuliert worden sein. Auch am Rastplatz selbst sollte man sich nicht in Gespräche verwickeln lassen. Meist dient dies nur dazu, das Auto in der Zwischenzeit auszuräumen.

Sicher durch die Großstadt

Ein gewisses Gefahrenpotenzial weisen auch Großstädte auf. Wer sich nicht auskennt, sollte immer die Türen verriegeln und die Fenster nur einen Spalt öffnen. Zudem sollte das Gepäck immer im Kofferraum transportiert werden, wo es nicht so leicht ersichtlich ist. Als kleiner Tipp rät der ADAC außerdem dazu, sich eine Zeitung in Landessprache zu kaufen, denn bei Einheimischen werden in der Regel weniger Wertsachen im Auto vermutet.

Nach der Ankunft

Am Urlaubsort angekommen, gilt es, das Auto so schnell wie möglich auszuräumen und sämtliche Wertgegenstände im Safe zu lagern. Unterwegs sollten Bargeld und Wertgegenstände immer so nah wie möglich am Körper getragen werden. Falls doch einmal die Brieftasche geklaut wird, ist es hilfreich, Kopien der Fahrzeug- und Ausweispapiere mitzuführen. So erhält man schneller Ersatz bei Verlust der Originale. Wer in eine gefährliche Situation gerät, sollte Wertgegenstände und Bargeld lieber herausgeben, anstatt zu viel zu riskieren. Nach einem Übergriff gilt es dann, sofort die Polizei zu rufen.

Quelle: ADAC

/www/htdocs/w00bc79c/domains/2018_etm-testmagazin-de