Tipps für die Mietwagenbuchung

10. Mai 2016

Wer in den Urlaub fliegt und nicht die ganze Zeit an einem Ort verweilen möchte, benötigt in der Regel einen Mietwagen. Während diese Art der Fortbewegung sehr praktisch ist, sollte bei der Buchung jedoch genauestens auf die entstehenden Kosten geachtet werden.

Kreative Nebenkosten

Wer bereits viel Geld ausgibt, um in die Ferne zu reisen, möchte in der Regel nicht noch Unsummen für einen Mietwagen bezahlen. Günstige Angebote sind daher umso verlockender, aber auch immer mit Skepsis zu begegnen. Denn „der Grundpreis für das Auto mag sehr niedrig angesetzt sein – buchen Kunden jedoch zusätzliche Extras hinzu, können sich die Kosten schnell mehr als verdoppeln“, erklärt Bernd Ruschinzik, Referent Recht bei der Verbraucherzentrale Berlin. Im Ausdenken von Zusatzleistungen, die hohe Kosten verursachen, sind die Mietwagenfirmen besonders kreativ. So werden Kindersitze, Navigationsgeräte, Winterreifen und sogar ein zugelassender Zweitfahrer häufig sehr teuer.

Buchungen sind verbindlich

Besonders ärgerlich sind die versteckten Kosten, da die Widerrufsfrist auf online gekaufte bzw. gebuchte Leistungen sich explizit nicht auf Mietwagen bezieht. Wer daher einmal bucht, ist definitiv an den Vertrag gebunden, denn waren die Nebenkosten vertraglich vereinbart und nicht im Mietpreis enthalten, gelten sie als rechtens. Unzulässig sind lediglich Klauseln, die den Mieter unzulässig beeinträchtigen, etwa wenn eine einjährige Fahrpraxis gefordert wird. Es gilt daher laut Ruschinzik: „Bevor Verbraucher den Buchungsvorgang abschließen, sollten sie die angegebenen Leistungen und Preise gründlich überprüfen.“

Tipps zur Mietwagenbuchung

Um zusätzliche Kosten zu vermeiden hilft jedoch nicht nur das gründliche Prüfen des Buchungsvorgangs und das Vergleichen verschiedener Preise. Mit diesen Tipps können Sie außerdem viel Geld sparen:

  • Unnötige Zusatzleistungen vermeiden

    Ein Kindersitz mag auf den ersten Blick unerlässlich erscheinen, doch muss dieser nicht unbedingt dazu gebucht werden. Der Transport des Sitzes im Flugzeug ist meist kostenlos. Auch ein Navi zu mieten ist grundsätzlich unnötig. Meist ist es wesentlich günstiger sich einfach bereits zu Hause eines zu kaufen. Navi-Apps für das Smartphone können zudem sehr hilfreich sein, sofern sie auch offline nutzbar sind.

  • Umfangreichen Versicherungsschutz buchen

    Obwohl es sehr verlockend klingt, das günstigere Angebot mit Selbstbeteiligung zu buchen, lohnt sich dies meist nicht. Versicherungen ohne Selbstbeteiligung sind nicht wesentlich teurer und schützen im Schadensfall umfassend. Die Deckungssumme sollte sich hierbei mindestens auf eine Millionen Euro belaufen.

  • Besser vollgetankt als leer

    Mietwagen sollten immer besser vollgetankt übernommen und auch entsprechend wieder vollgetankt übergeben werden. Wer den Wagen voll übernimmt und leer abgibt, zahlt die erste Tankfüllung beim Mietunternehmen, was meist wesentlich teurer ist, als das Auto einfach vor Abgabe noch einmal selbst aufzutanken.

  • Die älteste Person als Fahrer eintragen

    Ein junger Fahrer zahlt meist mehr als ein älterer Fahrer. Fahren ältere Personen mit, sollten sie daherimmer als Fahrer eingetragen werden. Jüngere Personen dürfen das Fahrzeug dann allerdings nicht führen.

Quelle: Verbraucherzentrale Berlin

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