Photoshop-Alternativen im Test: Die besten Bildbearbeitungsprogramme
26. Oktober 2026
Selbst erfahrene Fotografen stellen beim Betrachten ihrer Aufnahmen manchmal fest, dass etwas fehlt: Ein Landschaftsfoto wirkt flach, ein Porträt braucht kleine Korrekturen oder störende Objekte im Hintergrund lenken von einem besonderen Moment ab. Profis greifen in solchen Fällen zur Bildbearbeitung. Adobe Photoshop gilt dabei seit Langem als Maßstab.
Allerdings ist dieses professionelle Bildbearbeitungsprogramm teuer und komplex. Deshalb suchen Einsteiger, Hobbyfotografen und preisbewusste Nutzer nach günstigeren und intuitiveren Lösungen. In diesem Ratgeber vergleichen wir mehrere leistungsfähige Programme, damit du eine passende Alternative zu Photoshop für deinen Bearbeitungsworkflow findest.
1. Luminar
Luminar ist eine einsteigerfreundliche, KI-gestützte Photoshop-Alternative für Fotografen, die ihre Bilder verbessern möchten, ohne jede Anpassung von Grund auf selbst vornehmen zu müssen. Das Programm übernimmt viele typische Aufgaben der Fotobearbeitung: Belichtung und Farben korrigieren, Porträts retuschieren, den Himmel austauschen, störende Elemente entfernen und einzelne Bildbereiche mithilfe von Masken gezielt bearbeiten. Mit Ebenen kannst du Bilder überblenden und kreative Fotomontagen gestalten. Über das Photoshop-Plugin lassen sich die auf Fotografie ausgerichteten Werkzeuge von Luminar auch in einen bestehenden Workflow integrieren.
Es gibt einen kostenlosen Web-Tarif sowie kostenpflichtige Optionen mit zusätzlichen Funktionen. Die Preise für die Desktop-Version beginnen bei etwa 111 US-Dollar. Der genaue Preis hängt von deiner Region, dem Funktionsumfang und davon ab, ob du ein geräteübergreifendes Softwarepaket benötigst.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| KI-Werkzeuge erledigen zeitaufwendige Bearbeitungen in wenigen Minuten. Beispielsweise kannst du einen tristen Himmel ersetzen oder störende Objekte entfernen, ohne jedes Detail wie unter Umständen in Photoshop manuell auswählen und maskieren zu müssen. | Für einige KI-Funktionen und fortlaufende Updates können zusätzliche Kosten anfallen. |
| Die übersichtliche Benutzeroberfläche erleichtert auch Einsteigern die Orientierung. | Für anspruchsvolle Bearbeitungen auf mehreren Ebenen stehen weniger manuelle Steuerungsmöglichkeiten zur Verfügung. |
| Wenn du Photoshop weiterhin nutzen möchtest, kannst du Luminar auch als Plugin einbinden. | Automatische Verbesserungen können schnell zu stark ausfallen. Achte darauf, wenn dir realistische Ergebnisse besonders wichtig sind. |
2. Hornil StylePix
Wenn dein Budget begrenzt ist, kann dieses Fotobearbeitungsprogramm für Windows eine gute Wahl sein, denn du kannst es kostenlos herunterladen. Hornil StylePix bietet viele Werkzeuge, die Photoshop-Nutzern vertraut vorkommen: Mit Klon- und Reparaturwerkzeugen lassen sich kleine Unregelmäßigkeiten retuschieren, mit Tonwertkorrektur und Gradationskurven Farben anpassen und mit Lasso- und Farbbereichswerkzeugen präzise Auswahlen erstellen.
Für Bildkompositionen stehen Ebenen, Masken, Mischmodi und bearbeitbare Ebenenstile zur Verfügung. Damit lassen sich grundlegende Retuschen, lokale Korrekturen, Texteinblendungen und einfache Fotomontagen umsetzen. Bearbeitbare Projekte speichert StylePix allerdings im eigenen TSP-Format. PSD wird nicht als unterstütztes Format aufgeführt.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Das Programm bietet Funktionen zum Ändern der Bildgröße, zum Konvertieren von Dateiformaten und zum Umbenennen von Bildern. | Die zuletzt aufgeführten Veröffentlichungen stammen vom Mai 2023. Prüfe deshalb, ob das Programm mit deinem System kompatibel ist. |
| Mit dem integrierten Bildbrowser kannst du Dateien sichten, bevor du sie zur ausführlichen Bearbeitung öffnest. | Die Software ist ausschließlich für Windows verfügbar. Wenn du einen Editor für Mac, Linux oder Mobilgeräte suchst, kommt sie nicht infrage. |
| Das programmeigene Dateiformat erhält Ebenen, Stile und Masken für die spätere Weiterbearbeitung. | Die Benutzeroberfläche und die Fachbegriffe erfordern bei unerfahrenen Nutzern etwas Einarbeitungszeit. |
3. PhotoDemon
Wenn du ein Bildbearbeitungsprogramm suchst, das ohne klassische Installation auskommt, ist PhotoDemon eine interessante Option. Es unterstützt PSD-Dateien, die Arbeit mit mehreren Ebenen, bearbeitbare Textebenen, Auswahlwerkzeuge und Pinsel. Hinzu kommen Funktionen wie Tonwertkorrektur, Gradationskurven, Weißabgleich und die Wiederherstellung von Details in Schatten und Lichtern.
Bei typischen fotografischen Aufgaben deckt PhotoDemon viele alltägliche Arbeitsschritte ab: Bilder retuschieren, Farben und Belichtung korrigieren, unerwünschte Details mit inhaltsbasierten Werkzeugen entfernen und die Perspektive berichtigen. Die Arbeit mit Ebenen hilft außerdem dabei, verschiedene Bestandteile einer Bildkomposition getrennt zu bearbeiten.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| PhotoDemon lässt sich ohne Administratorrechte und ohne Internetverbindung ausführen. | Es gibt keine Versionen für macOS, iOS oder Android. |
| Inhaltsbasierte Werkzeuge helfen dabei, unerwünschte Details zu entfernen oder die Bildgröße zu ändern und dabei wichtige Inhalte zu erhalten. | Wenn du nur schnelle, einfache Korrekturen vornehmen möchtest, kann der Funktionsumfang zunächst unübersichtlich wirken. |
| Das Projekt veröffentlicht Nightly-Builds für Nutzer, die neue Entwicklungen ausprobieren möchten. | Nightly-Builds können Fehler enthalten. Für die meisten Nutzer empfiehlt sich deshalb zunächst die stabile Version. |
4. PhotoFiltre 11
PhotoFiltre 11 eignet sich für Nutzer, die hauptsächlich klassische Fotokorrekturen, die Bearbeitung ausgewählter Bildbereiche und kreative Effekte benötigen. Den vollständigen Funktionsumfang von Photoshop für anspruchsvolle Fotomontagen und Designaufgaben bietet es nicht. Viele alltägliche Bearbeitungen lassen sich damit jedoch gut erledigen, insbesondere wenn du Effekte anwenden oder einzelne Bereiche gezielt korrigieren möchtest.
Die Unterstützung von RAW, HDR, WebP und weiteren Formaten erleichtert zudem die Arbeit mit Bildern aus unterschiedlichen Quellen. Die Anwendung ist kostenpflichtig und als unbefristete Lizenz erhältlich. Der Lizenzpreis liegt bei etwa 23,60 US-Dollar. Prüfe vor dem Kauf die Angaben auf der offiziellen Website, da die Preise dort in der jeweiligen Landeswährung aufgeführt werden.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| PhotoFiltre 11 unterstützt externe Konverter für zusätzliche Formate, darunter AVIF, HEIC, PDF und CR3. | Das Programm ist kostenpflichtig, was für Nutzer mit knappem Budget ein Hindernis sein kann. |
| Die Auswahlwerkzeuge ermöglichen unter anderem die Transformation von Vektorpfaden, um ausgewählte Bereiche präziser anzupassen. | Wenn du auf 32-Bit-Plugins angewiesen bist, solltest du die Kompatibilität prüfen: PhotoFiltre 11 ist ausschließlich als 64-Bit-Version verfügbar. |
| Durch externe Plugins lässt sich der Funktionsumfang erweitern. | Einige professionelle Spezialwerkzeuge umfangreicherer Programme fehlen, etwa für komplexe automatische Panorama-Zusammenfügungen oder aufwendige perspektivische Verformungen. |
Fazit
Die passende Bildbearbeitungssoftware sollte deine kreativen Ideen unterstützen und sich gut in deinen Workflow einfügen. Ob du Reisefotos optimieren, Porträts retuschieren oder Bilddetails genauer kontrollieren möchtest: Entscheidend ist, dass das Programm zu deinen Gewohnheiten und Zielen passt. Probiere einige Werkzeuge mit deinen eigenen Fotos aus und finde heraus, welche Bedienung dir am meisten liegt. Möchtest du eine stärker auf Fotografie ausgerichtete Bearbeitung kennenlernen? Experimentiere mit verschiedenen Programmen und entdecke die Werkzeuge, mit denen du mehr aus deinen Aufnahmen herausholen kannst.








