Merkmale einer Toplader-Waschmaschine

24. Juni 2013

Während bei einer Frontlader-Waschmaschine die Waschtrommel meist mit einer Glastür geschlossen wird, ist die Wäsche bei einer Toplader-Waschmaschine während des Betriebs nicht sichtbar. Der Toplader hat auf der Oberseite eine Klappe, die bei geöffnetem Zustand den Blick auf die Waschtrommel frei gibt. Die Trommel selbst muss ebenfalls geöffnet werden, damit Wäsche hineingegeben werden kann.

Die meisten Toplader-Modelle verfügen über eine Soft Opening-Funktion, durch die die Trommeltüren auf Tastendruck langsam auseinander gleiten. Die Waschtrommel ist vom Laugenbehälter umgeben, in den das Waschwasser und das Waschmittel hineingeleitet werden. Der Waschmittelbehälter befindet sich im Deckel des Topladers, sodass sobald der Deckel geschlossen wird, das Waschmittel in den Laugebehälter gelangen kann. Der Motor ist direkt unter dem Laugenbehälter angebracht und bewegt diesen mithilfe eines Riemens. Entsprechend der eingestellten Temperatur wird das Waschwasser durch ein Heizelement erwärmt. Nach dem Waschen wird das Waschwasser durch die unten angebrachte Laugenpumpe abgepumpt und aus der Toplader-Waschmaschine geleitet. Flusen und kleinere Fremdkörper, wie in der Wäsche vergessene Münzen, werden in das Flusensieb geleitet und können dort wieder entnommen werden.

Mengenautomatik

Dank der Mengenautomatik erkennt die Waschmaschine, mit wie viel Wäsche sie gefüllt ist. Entsprechend der Wäschemenge dosiert sie das Waschwasser und passt die Dauer des Waschprogramms an. So werden Waschdurchgänge mit halber Wäscheladung im Gegensatz zur Maximalbeladung gekürzt und verbrauchen auch weniger Wasser und Strom.

Umwuchtkontrolle

Mit der Umwuchtkontrolle kann die Waschmaschine die Wäsche mit der maximal möglichen Schleuderdrehzahl schleudern. Durch Vor- und Zurückdrehen der Trommel wird die Wäsche aufgelockert, sodass sie besser verteilt ist. Je besser die Wäsche verteilt ist, desto weniger Umwucht kann beim Schleudern entstehen. Denn bei einer zu starken Umwucht muss der Schleudervorgang abgebrochen werden, um erneut die Wäsche aufzulockern.

Schaumerkennung

Wurde zu viel Waschmittel zur Wäsche hinzugegeben, verhindert die Schaumerkennung, dass sich übermäßig viel Schaum bildet oder Waschmittelrückstände an der Kleidung haften. So wird die Trommelbewegung reduziert, da durch mehr Bewegung auch mehr Schaum entsteht. Zudem wird ein zusätzlicher Spülgang vorgenommen, um das überschüssige Waschmittel auszuspülen, damit es sich nicht an den Textilien festsetzt.

Trommelpositionierung

Die Waschtrommelöffnung zeigt nach dem Waschgang automatisch nach oben, sodass sie sofort mühelos geöffnet werden kann. Die Trommel muss in diesem Fall also nicht manuell gedreht werden.

Die Zen-Technologie

Bei der sogenannten Zen-Technologie, deren Name von dem meditativen Zen-Buddhismus abgeleitet wurde, geht es tatsächlich um Ruhe. Denn eine Toplader-Waschmaschine mit Zen-Technologie läuft besonders leise. Diese geringe Betriebslautstärke verdankt die Waschmaschine einem bürstenlosen Motor mit Direktantrieb. Diese Motorart ist besonders vibrationsarm und zudem auch verschleißärmer als ein Bürstenmotor. So ist der Betrieb dank Zen-Technologie nicht nur wesentlich ruhiger, sondern der Motor soll auch langlebiger sein.

/www/htdocs/w00bc79c/domains/2018_etm-testmagazin-de