Intelligenz beginnt im Mutterleib

03. März 2011

„Wenn ein Kind eingeschult wird, ist bereits um seine Intelligenz entschieden“, so die gewagte These des Autors Erich Bruckberger in seinem jüngsten Buch „Die neuen Eltern“.

Pisa beginnt im Mutterleib

Zusammen mit Forschern, Kinderärzten und Psychologen legte Bruckberger eine Langzeitstudie mit 200 Kindern an und beschäftigte sich insbesondere mit der Kindesentwicklung im Mutterleib bis zum Kindergartenalter. Sein Forschungsergebnis lautet zusammenfassend: Während der Schwangerschaft und der ersten drei Lebensjahre entscheidet sich bis zu 90 Prozent, wie gesund, klug und glücklich ein Kind wird.

Gehirnentwicklung im Kindesalter

Das erklärt er durch die Nervenverbindungen (Synapsen), die sich bereits im Mutterleib bilden. Bei der Geburt bestehen bereits 2.500 dieser Nervenverbindungen, was darauf schließen lässt, dass der Fötus bereits im frühesten Stadium anfängt zu lernen. Bis zum dritten Lebensjahr wachsen die Synapsen auf 15.000 an, bevor sie sich im Erwachsenenalter auf 5.000-10.000 reduzieren.

Deshalb ist es in der frühen Entwicklungsphase, in der der größte Synapsenaufbau vollzogen wird, so wichtig, dass das Kind so viel wie möglich kennen lernt und ausprobieren kann. Diese Entwicklung kann später auch nicht mehr nachgeholt werden, wenn sie verpasst wird.

Neues Modell für die Kinderbetreuung

Eben diese Entwicklungsphase wird, so Bruckberger, von vielen Eltern nur ungenügend begleitet. Das liegt zumeist an finanziellen Zwängen, da viele Familien es sich nicht leisten können, auf ein Gehalt zu verzichten. Dass aber beide Elternteile viel Zeit mit dem Kind verbringen, sodass es viele Menschen und Charaktere kennenlernt, ist für eine ungehemmte positive Entwicklung besonders wichtig. Deshalb schlägt der Autor das Lebensmodell der „Professionellen Eltern“ vor. Das bedeutet, dass beide Eltern zu 60% arbeiten und sich bei der Kinderpflege abwechseln. Um den finanziellen Status zu sichern, sollen Politik und Wirtschaft die Eltern bezuschussen, sodass sie insgesamt 80% ihres normalen Gehalts zur Verfügung haben.

Weitere Infos: www.dieneueneltern.org

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