Funktionsweise einer Nähmaschine

19. Oktober 2012

Löcher und Risse in Textilien können mit einer Nähmaschine schnell repariert werden. Auch Kreatives und individuelle Kleidung können angefertigt werden. Doch wie funktioniert eine Nähmaschine eigentlich und wie entsteht eine Naht? Wir erklären Ihnen hier die Funktionsweise und wie der Stich in der Maschine entsteht.

Die Funktionen

Schaubild einer NähmaschineSchaubild einer Nähmaschine. Die Erläuterung zu den einzelnen Punkten finden Sie im folgenden Text.

Auf die Garnrollenstifte (A) wird die Garnrolle gesetzt und in waagerechter Haltung mit einer Fadenablaufscheibe gesichert. Anschließend wird über den Spulapparat mit Stopp (B) von der Garnrolle Garn für den Unterfaden aufgespult. Entlang der Fadenführung (C) wird das Garn eingefädelt.

Der Fadengeber (D) zieht das Garn von der Rolle und bewegt sich beim Nähen auf und ab. An der Nadelstange ist die Nadel (E) befestigt, in die das Garn eingefädelt wird. Mit der Nadelklemmschraube (F) kann die Nadel gelöst und wieder befestigt werden. So kann die Nadel bei Abnutzung oder für eine besondere Näharbeit einfach ausgetauscht werden. Der Nähfuß (G) sorgt dafür, dass der Stoff beim Nähen flach bleibt. Er kann durch einen Knopfdruck entfernt werden und durch einen passenden Nähfuß für die jeweilige Näharbeit ausgetauscht werden. Mit dem Nähfußhebel (H) kann der Nähfuß gehoben und gesenkt werden.

In die Spulenkapsel (I) wird die Spule mit dem Unterfaden eingelassen. In die Stichplatte (J) sind Abstandslinien eingraviert, um beispielsweise die Breite eines Saumes zu bestimmen. Dort befinden sich auch Öffnungen für die Transporteure (K). Die Transporteure bewegen den Stoff unter dem Nähfuß. Der abnehmbare Nähtisch (L) beinhaltet ein Zubehörfach, in dem Kleinteile verstaut werden. Ein schmaler Näharm (M) ermöglicht beispielsweise das Nähen von Ärmeln. Unter der Seitenabdeckung (N) befindet sich das Nählicht (O), das den Arbeitsbereich ausleuchtet. Bei den meisten Modellen ist an dieser Seite ein Fadenschneider zum Abschneiden das Nähgarns angebracht. An der rechten Seite befinden sich die Anschlüsse (P) für das Strom- und das Fußpedalkabel. Der gewünschte Stich wird über die Einstellung des Nähstichs (Q) ausgewählt. Bei den meisten Modellen befindet sich dort auch eine Übersicht über die Stiche.

Über die Einstellung der Stichlänge (R) wird bestimmt, wie lang ein Stich sein soll. Mit der Einstellung der Stichbreite (S) wird festgelegt, wie breit beispielsweise Zickzackstiche sein sollen. Die Fadenspannung T stellt sicher, dass die Naht nicht zu locker oder zu straff wird. Die Vernähtaste (U) näht rückwärts und sichert so die Naht. Mit dem Handrad (V) wird die Nadel gehoben oder im Stoff versenkt. So können Stiche manuell genau erfolgen.

So entsteht der Geradstich einer Nähmaschine

Geradstich einer NähmaschineDie Nadel versenkt sich in den Stoff, während sich die Spulenkapsel mit dem Unterfaden gegen den Uhrzeigersinn dreht. Der Oberfaden bildet eine Schlaufe, die von der Spulenkapsel transportiert wird. Die Nadel hebt sich wieder aus dem Stoff und zieht damit die Oberfadenschlaufe straff, die sich um den Unterfaden gelegt hat.

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