Arten und Verwendung von Brennholz

12. November 2014

Holz ist der älteste Brennstoff der Menschheit und wir bereits seit rund 400.000 Jahren benutzt. Während man sich im 20. Jahrhundert in den Industrieländern vom Brennholz ab- und energiereicheren Brennstoffen wie Kohle und Öl zugewandt hatte, wird seit Beginn des 21. Jahrhunderts zur Wärmegewinnung wieder vermehrt auf Brennholz zurückgegriffen.

Das richtige Brennholz – Arten & Verwendung

Von den vielen verschiedenen Holzarten sind Birken-, Buchen-, Eichen- und Eschenholz ganz besonders als Brennholz geeignet.

Birke

Birke gilt als das klassische Kaminholz und wird gern für offene Kamine verwendet. Es bildet keine Funkenflug verursachenden Harzblasen und besitzt ein schönes Flammenbild. Die enthaltenen ätherischen Öle sorgen zudem für einen angenehmen Geruch.

Buche

Buche ist ebenfalls ein gut geeignetes Kaminholz, da es neben einem schönen Flammenbild auch eine gute Glutentwicklung aufweist. Zugleich zeigt es einen nur sehr geringen Funkenflug und hat einen hohen Heizwert. Der Heizwert von Buchenholz wird oft als Referenzwert im Vergleich zu anderen Hölzern verwendet.

Eiche

Eiche wird vornehmlich in geschlossenen Öfen eingesetzt (z.B. Kachelofen,Werkstattofen etc.), welche der reinen Wärmegewinnung dienen. Für offene Kamine wird es seltener verwendet, da es zwar ein gutes Glut-, aber kein schönes Flammenbild entwickelt. Der Heizwert liegt über dem von Buchenholz und die Brenndauer ist sehr lang. Durch die vielen enthaltenen Gerbsäuren sind die Abgase allerdings aggressiv und können die Ofenrohre angreifen.

Esche

Esche hat einen ähnlich hohen Heizwert wie Buche und entwickelt neben dem Birkenholz das schönste Flammenbild. Da auch der Funkeflug gering ausfällt, eignet es sich gut für offene Kamine.

Nadelhölzer

Nadelhölzer wie Fichte, Kiefer und Tanne erreichen zwar auch hohe Heizwerte, doch weisen sie neben einer hohen Abbrandgeschwindigkeit durch die enthaltenen Harze auch einen hohen Funkenflug auf, weswegen sie ungeeignet für offene Kamine sind. Fein aufgespalten sind sie jedoch ein hervorragendes Anmachholz.

Brennholzmaße

Brennholz wird im Raum- bzw. Volumenmaß gehandelt und die gängigsten Maße sind dabei der Fest- und der Raummeter. Bei beiden Maßeinheiten handelt es sich um 1 m³ Holzmasse, welche bei einem Festmeter dicht und ohne zwischen Räume (Lücken) geschichtet wird. Der Raummeter weist hingegen Freiräume in der Schichtung auf, sodass dieser bei gleichem Volumen weniger Holzmasse enthält. Weniger gebräuchlich ist der Schüttraummeter, welcher 1 m³ geschüttete, nicht gestapelte Holzscheite beinhaltet und in etwa 0,75 Raummetern entspricht.

Ofenfertiges Maß

Zur Verbrennung in Kaminen und Kachelöfen sollten die verwendeten Holzscheite eine bestimmte Größe nicht überschreiten. Als „ofenfertiges“ Maß gelten 33 cm lange Holzscheite, da diese zum einen in jeden Brennraum handelsüblicher Öfen hineinpassen und andererseits optimal verbrennen.

Restfeuchte

Brennholz darf erst in den Ofen, wenn es ausreichend abgetrocknet ist. Wird zu feuchtes Holz verbrannt, sinkt durch die Verdampfung des Wassers der Brennwert und infolgedessen auch der Heizwert. Zudem werden durch die nicht optimale Verbrennung vermehrt Schadstoffe freigesetzt, welche sich als sog. Glanzruß in den Schornsteinwandungen anlagern und zu einem gefährlichen Schornsteinbrand führen können. Frisch geschlagenes Holz hat eine Feuchte von über 70 %, weshalb diese durch Lagerung auf den für die Verbrennung empfohlenen Restwert von unter 20 % reduziert werden muss. Für das Trocknen durch Lagerung im Freien muss ein Zeitraum von mindestens einem Jahr, vorzugsweise von zwei Jahren angesetzt werden, bis die Restfeuchte auf 15 – 18 % abgesunken ist. Zum Spalten sollte die Restfeuchte des Holzes zwischen 30 und 40 % betragen.

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