Viele Aromen

17. Mai 2018

Süßes genießen und dabei null Kalorien zu sich nehmen. Was so verlockend klingt, hat jedoch auch einen Haken. Denn wie sich schon vermuten lässt, steckt in den Tees kein Kuchen, sondern vergleichsweise viele Aromen.

Die Verbraucherzentrale NRW hat in einem Marktcheck im Oktober 2017 die sogenannten „Kuchen-Tees“ genauer unter die Lupe genommen. Insgesamt wurden 17 Produkte von fünf Herstellern (Bünting, King’s Crown, Meßmer, Milford, Teekanne) genauer betrachtet. Die Zusammensetzung basiert meist auf reinen Früchtetees mit Zutaten wie Apfel, Hagebutte, Hibiskus oder Rooibos. Der Kuchengeschmack stammt jedoch überwiegend von Aromen.

Bei der Betrachtung der Zutatenliste fällt auf, dass der Anteil der Aromen vergleichsweise hoch ist. Denn je weiter am Anfang eine Zutat aufgelistet ist, desto höher ist ihr Anteil im Produkt. Bei dem Himbeertörtchen-Tee werden die Aromen bereits an der zweiten Stelle aufgeführt. Himbeeren finden sich hingegen erst an neunter Stelle. Der Anteil der Aromen ist demnach mit 8 bis 12 % recht hoch.

Zudem verwenden die meisten Hersteller synthetisch hergestellte Aromen. In nur 3 Tees werden „natürliche Aromen“ eingesetzt, welche jedoch auch nicht zwingend aus der beworbenen Zutat (z. B. Himbeeren) stammen müssen. Darüber hinaus kritisiert die Verbraucherzentrale, dass die Tees mit Stevia-Blättern gesüßt werden. Diese wurden in 12 der 17 untersuchten Tees gefunden. Dabei ist es noch umstritten, ob Stevia in der EU als Lebensmittel zugelassen ist.

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