Unzufriedenheit mit Verkehrsminister Dobrindt im Abgasskandal

15. März 2016

Der Abgasskandal hat das Vertrauen vieler Kunden in VW nachhaltig erschüttert. Trotz der weltweiten Empörung scheint die deutsche Politik sich allerdings sehr viel Zeit mit einer Reaktion zu lassen. Im Zentrum der Kritik steht vor allem Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CDU).

Aufklärungsarbeit wird kritisch betrachtet

Etwa sechs Monate ist es nun her, dass die Manipulation der Abgaswerte bei VW bekannt wurde und bislang wartet man vergeblich auf die Ergebnisse der Untersuchungen des Verkehrsministeriums bezüglich des Skandals. Die Mehrheit der deutschen Bürger ist mittlerweile vor allem mit Verkehrsminister Dobrindt unzufrieden. In einer repräsentativen Umfrage von TNS-Emnid im Auftrag von Greenpeace, bei der vom 18. bis zum 22. Februar 1.007 Menschen befragt wurden, bewerteten 64 Prozent die Aufklärungsarbeit des Ministers als „eher schlecht“ oder „sehr schlecht“. Dennoch sind 49 Prozent der Meinung, Dobrindt vertrete in erster Linie die Interessen der Verbraucher. Geenpeace ist da anderer Meinung: „Dobrindt schützt nicht die Bevölkerung vor gefährlichen Abgasen, sondern die Autokonzerne davor, die Grenzwerte einhalten zu müssen“, erklärt Greenpeace-Verkehrsexperte Daniel Moser.

VW soll für Einhaltung der Abgaswerte sorgen

Die Grenzwerte scheint VW indes tatsächlich nicht einzuhalten. Während 82 Prozent der Befragten finden, dass die Autos so eingestellt werden sollten, dass sie die Abgasgrenzwerte einhalten, sieht das in der Praxis anders aus. Wie „Auto Motor und Sport“ in seiner Mai-Ausgabe feststellt, fahre der Amarok, welcher als erstes zurückgerufen wurde, auch nach der vermeintlichen Nachbesserung mit Abgaswerten herum, die acht Mal höher als offiziell erlaubt seien. Bislang würde demnach lediglich die illegale Software entfernt, die hohen Stickoxidwerte bleiben.

Quelle: Greenpeace

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