Roboter für die Blutabnahme

01. August 2013

Für eine schnellere Blutabnahme arbeitet das Start-up Veboot an Robotern. Diese sollen mit dem ersten Stich die Venen treffen. Klinische Tests sind noch für dieses Jahr geplant. Die Roboter sind in erster Linie für Testreihen gedacht, wenn in kurzer Zeit vielen Menschen Blut abgenommen werden soll.

Die Blutabnahme verläuft dabei ähnlich wie die Blutabnahme durch medizinisches Personal, nur dass sie präziser sein soll, da medizinisches Personal oft mehrere Anläufe braucht, bis es eine geeignete Vene findet.

Funktionsweise

Wie bei einer herkömmlichen Blutabnahme fixiert eine aufblasbare Manschette den Arm, was einen Blutstau verursacht. Mithilfe einer Bildanalyse via Infrarotbeleuchtung sucht der Roboter eine Vene und überprüft per Ultraschall, ob das Blutgefäß für die Abnahme groß genug und gut durchblutet ist. Erst dann setzt er zum Stich an.

Laut Veebot entspricht die Leistung der Roboter bisher der Leistung von medizinischem Personal. In fünf von sechs Fällen erkennen sie sofort die richtige Vene. Bevor sie zum Einsatz kommen, soll dieser Wert auf 90 Prozent steigen. Veboot hoft in drei bis vier monaten das Ziel zu erreichen. Für das finden einer geeigneten Vene benötigen die Roboter etwa eine Minute.

In Arztpraxen werden sie jedoch wohl nicht die Blutabnahme übernehmen.

Foto: Andrea Damm/pixelio.de

/www/htdocs/w00bc79c/domains/2018_etm-testmagazin-de