Nachtspeicher- und Infrarotheizungen

05. Februar 2016

Die Heizkosten sind im Winter immer ein großes Thema und wer im kommenden Jahr sparen möchte, guckt sich nun wahrscheinlich bereits nach Alternativen um. Bei der Wahl sollte allerdings genau auf Anschaffungs- und Betriebskosten geachtet werden.

Stromkosten höher als gedacht

Nachtspeicher- und Infrarotheizungen werden von den Herstellern immer als eine gute Alternative zu herkömmlichen Heizkörpern angepriesen. Die Heizkosten sollen niedrig, der Komfort hoch und die Klimabilanz gut sein. Doch gerade bei Elektroheizungen können die Kosten aufgrund des täglichen Strombedarfs am Ende noch viel höher sein als mit einer herkömmlichen Gasheizung.

Die elektrische Nachtspeicherheizung

Elektrische Nachtspeicherheizungen werden immer als kleine Träger der Energiewende angepriesen. In ihnen soll der Strom, der aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, zwischengespeichert werden. Doch die Nachtspeicher benötigen nicht nur dann Energie, wenn gerade überschüssiger Strom vorhanden ist, sondern auch wenn er knapp und teuer ist. Das kann sie zur Kostenfalle machen. „In den entsprechenden Regionen sind gar nicht genug Speicherheizungen angeschlossen, um die Netze tatsächlich spürbar zu entlasten. Außerdem sind viele Anlagen nicht vom Netzbetreiber aus der Distanz regelbar – damit können sie gar nicht bei Bedarf zugeschaltet werden“, erklärt Holger Wilfarth, Energieberater der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern.

Die Infrarot-Flächenheizung

Als kostengünstige und umweltfreundliche Alternative zu Nachtspeicherheizungen werden die Infrarot-Flächenheizungen beworben. Da sie mit einem höheren Anteil Strahlungswärme arbeiten, soll bereits eine niedrige Raumtemperatur für eine angenehme Atmosphäre ausreichen. Insbesondere tagsüber verbraucht die Heizung jedoch sehr viel Strom, der bei 28 Cent pro kWh ungleich teurer als etwa Gasheizungen mit 6 Cent pro kWh ist. „Generell sind Elektroheizungen also nur in wenigen Einzelfällen sinnvoll“, fasst Holger Wilfarth zusammen. „Allerdings ist der Umstieg auf ein anderes Heizsystem auch nicht ganz unkompliziert, Leitungen müssen verlegt und Heizkörper montiert werden.“

Quelle: Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern  

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