Höhere Grundgebühren für Strom

07. Dezember 2017

Seit Jahren erhöhen die Netzbetreiber die Grundgebühren für einen Stromanschluss, während die Arbeitspreise nur geringfügig teurer werden. Daran wird sich auch im kommenden Jahr nichts ändern. Dabei sind vor allem Haushalte mit geringem Verbrauch von einem starken Preisanstieg betroffen.

Seit Jahren steigt der Preis

Diese Entwicklung besteht bereits seit einigen Jahren und wird sich auch 2018 nicht ändern. Wie eine Auswertung des Tarifportals Verivox zeigte, stiegen die Grundkosten für einen Stromanschluss seit 2013 um 67,6 % an. Demgegenüber stehen die um nur 1,9 % leicht angestiegenen Arbeitskosten. Für Haushalte mit einem nur geringen Energieverbrauch von 1.500 Kilowattstunden, bedeutet dies einen Kostenanstieg von 22,7 % pro Jahr seit 2013. Haushalte mit einem hohen Stromverbrauch hingegen (6.000 kWh) hatten nur eine Steigerung von 8,7 % zu verkraften.

Ausbau der Infrastruktur

Der hohe Grundpreis hat laut der Bundesnetzagentur vor allem einen Zweck: Es soll verhindert werden, dass zu viele Nutzer auf die Eigenerzeugung von Strom setzen. Denn eine Photovoltaikanlage auf dem Dach macht nur Sinn, wenn der Grundpreis niedrig ist. Die Netzbetreiber hingegen rechtfertigen den Anstieg des Grundpreises mit der Erhaltung und Erweiterung der Infrastruktur.

Quelle: www.tagesspiegel.de  

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