EU-Parlament beschließt strengere Kontrollen

27. April 2018

In der Europäischen Union sollen die Auflagen für Bio-Produkte künftig strenger werden. So sollen die Verbraucher vor falschen Bio-Labels geschützt werden. Die immer höhere Nachfrage nach Biolebensmitteln wird auch durch viele außereuropäische Importe gedeckt, die durch das neue Gesetz ebenfalls stärker überprüft werden sollen.

Neue Richtlinie soll Etikettenschwindel verhindern

Die neue Verordnung für die ökologische Landwirtschaft wurde im EU-Parlament mit einer großen Mehrheit gebilligt und soll ab 2021 in Kraft treten. Strengere Kontrollen sollen zukünftig nicht nur jährlich die Produktion, sondern auch die gesamte Lieferkette abdecken. Die Betriebe von Biobauern müssen nun auch gegen Verunreinigungen durch Pestizide und chemische Düngemittel gesichert werden, ansonsten können sie ihr Biolabel verlieren.

Importe aus dem außereuropäischen Ausland sollen ebenfalls unter die neue EU-Regelung fallen. Werden die Voraussetzungen nur größtenteils, aber nicht vollständig erfüllt, dürfen die Produkte noch fünf Jahre nach Inkrafttreten der Verordnung eingeführt werden. Bauern sollen außerdem besser mit biologischem Saatgut und Zuchttieren versorgt werden.

Parallel dazu sollen bisherige Regelungen, nach denen Saatgut und Zuchttiere konventionellen Ursprungs für die Bio-Landwirtschaft genutzt werden durften, nur noch bis 2035 gültig sein. Europaweit geltende Grenzwerte für Belastungen von Bio-Produkten durch Pestizide wurden vom EU-Parlament nicht gebilligt. Die Grenzwerte können weiterhin von den einzelnen Staaten festgelegt werden.

Quellen: www.spiegel.de und www.zeit.de

/www/htdocs/w00bc79c/domains/2018_etm-testmagazin-de