Der DreameBot L10s Ultra von Dreame Technologies im Test

Exzellente Navigation, großartige Hinderniserkennung und starke Reinigungsleistung

31. Oktober 2022

Saugroboter sind schon seit mehr als 20 Jahren in Europa erhältlich und daher mittlerweile nichts wirklich Eindrucksvolles mehr – schließlich nehmen sie den Menschen schon in mehr als 13 % aller Haushalte in der Bundesrepublik einen Großteil der Fußbodenreinigung ab. Daher müssen sich die Hersteller immer wieder an neuen Modellkonzepten versuchen, um die Gunst der Verbraucherinnen & Verbraucher zu wecken: So ließ sich in den letzten Jahren bspw. beobachten, wie immer mehr Hersteller in ihren Robotern auch Wischelemente verbauten, um so auch noch die Nassreinigung von Fußböden aus Holz, Stein & Co. zu erlauben. Mittlerweile ist diese Funktion auch nicht mehr nur eine reine Spielerei, die sich in den Haushalten der Verbraucherinnen & Verbraucher nicht als sonderlich wertvoll erwies – bei vielen modernen Robotern stehen Saug- und Wischleistung vielmehr gleichrangig nebeneinander. Dass dies der Fall ist, lässt sich bspw. auch an dem vollkommen neuen, vor ein paar Wochen erschienenen DreameBot L10s Ultra von Dreame Technologies erkennen, der – so wird es immerhin vom Hersteller versprochen – alle Fußböden makellos-sauber machen soll, einerlei ob mit oder ohne Wasser. Wie wahr dieses Versprechen wirklich ist und wodurch sich dieses Modell aus der Masse der anderen aktuell erhältlichen Roboter abheben kann, haben wir in den letzten Wochen von unseren Testerinnen & Testern erproben lassen.

Wodurch soll sich die Wischfunktion des L10s Ultra also auszeichnen können? Natürlich wird vom Hersteller eine exzellente Reinigungsleistung versprochen, was nicht nur der hohen Rotationsgeschwindigkeit der Wischmopps (fmax: 180 Rotationen pro Minute) zu verdanken sein soll, sondern auch der Tatsache, dass das zum Wischen verwendete Wasser mit Reinigungsmittel versehen werden kann: Gerade das ist ein Feature, das viele andere Modelle nicht vorweisen können. Hier wird die Dosis des Reinigungsmittels außerdem vollautomatisch an die Ansprüche des Fußbodens angepasst – unter Würdigung des Materials des Fußbodens und der Flecken, die den Fußboden verschandeln. Nach dem Abschluss des Wischvorgangs kann man die Mopps in der Station säubern – dies verspricht ein sehr hohes Maß an Bequemlichkeit. Genauso verlockend: Auch der Staubbehälter soll sich von allein leeren lassen. Doch auch die Saugleistung soll großartig sein, vor allem dank der speziellen Rollbürste, die ohne Borsten auskommt. Eine weitere Stärke soll die Navigation des L10s Ultra sein: Mittels eines Lasers sowie einer Kamera erstellt das Modell nämlich eine detaillierte Karte des Wohnraums, an der es sich bei seinen Reinigungsdurchgängen orientieren kann. Unterstützt wird dies durch die smarten Kapazitäten des Modells, sodass sich unter anderem auch mobile Hindernisse wie bspw. Tiere erkennen lassen. All dies verspricht eine gelungene Kombination aus gründlicher Fußbodenreinigung und intuitivem Bedienerlebnis. Was das Modell aber wirklich leisten kann, lesen Sie im Weiteren – wir sind schließlich nicht nur der Saugleistung und der Wischleistung des L10s Ultra über verschiedenen Fußböden nachgegangen, sondern auch der Ausdauer des Modells, dem Schallausstoß während des Saugens und während des Wischens und vielem mehr.

Wesentliches

Für wen?
Für all diejenigen Verbraucherinnen & Verbraucher, die nach einem starken Saug-/Wischroboter suchen, der sich auch bei vielen Hindernissen (Mobiliar, Wänden usw.) verlässlich und beinahe ohne Kollisionen durch alle Teile des Haushalts manövrieren kann.

Was ist hervorzuheben?
Die Station des Modells ist ein wahrer Allrounder: Sie kann schließlich nicht nur den Akku des Roboters immer wieder vollladen, sondern außerdem seinen Staubbehälter leeren, Staubpartikel (und Milben, Pollen usw.) in einen verschlossenen Staubbeutel leiten, die Wischmopps nach Abschluss des Wischens von allein säubern und noch so mancherlei mehr.

Was ist interessant?
Der L10s Ultra arbeitet mit vielen smarten Sensoren, um sich planvoll durch den Haushalt rollen zu können. So erstellt er nicht nur eine präzise Karte von allen Teilen des Haushalts, sondern er kann auch Hindernisse aus vollkommen verschiedenen Materialien (Holz, Metall usw.) erkennen und innerhalb von nur ein paar Momenten seine Route anpassen.

Saug-/Wischroboter – Technik im Detail

Ein Saug-/Wischroboter muss während eines Reinigungsdurchgangs eine Vielzahl von Arbeiten verrichten, um die Fußböden am Ende wieder ansehnlich zu machen und weder an sich noch an Mobiliar & Co. Schäden zu verursachen. Daher ist auch die in ihm vorhandene Technik komplexer, als sich dies von außen annehmen ließe. Wesentlich ist vor allem, dass sich der Roboter von alleine über den Fußboden rollen kann: Zu diesem Zweck sind an der Bauchseite des L10s Ultra drei Räder A zu sehen, von denen ein Radpaar mit dem im Modellkörper vorhandenen Motor verbunden ist. Doch Räder allein reichen nicht, um ein autonomes Manövrieren des Roboters im Wohnraum zu erlauben – vielmehr muss er all die verschiedenen Winkel des Wohnraums scannen, um Hindernisse zu erkennen und eine Karte des Wohnareals zu erstellen, damit er Fußböden systematisch abrollen kann. Dies wird durch eine Handvoll verschiedener Sensoren B wie bspw. einen Laserdistanzsensor, einen Linienlaser und einen visuellen Sensor (also eine Kamera) erreicht – dem Zusammenspiel all dieser Sensoren ist zu verdanken, dass sich der L10s Ultra meisterlich durchs Haus manövrieren kann. Falls es dennoch mal zu einer Kollision kommen sollte, wird diese von den Stoßsensoren am Modellkörper erkannt, sodass sich dem Hindernis anschließend ausweichen lässt. Das aber ist noch immer nicht alles: Damit das Modell auch parallel zur Wand durch den Wohnraum rollen und so bspw. Staubpartikel vor den Fußleisten erreichen kann, ist ihm auch noch ein Wandsensor verliehen worden. An der Bauchseite des Roboters ist außerdem noch ein Absturzsensor vorhanden, der herab weisende Treppen erkennen soll, sowie ein Teppichsensor, der während des Reinigungsdurchgangs das Material des Fußbodens analysieren und die Reinigungsleistung anschließend an dessen Ansprüche anpassen soll.

Die Fußbodenreinigung lässt sich mit dem L10s Ultra wahlweise mit oder ohne Wasserausstoß verwirklichen – auch kann man die Saugleistung und die Wischleistung des Modells gleichzeitig in Anspruch nehmen. Eine großartige Saugleistung soll sich dadurch erzielen lassen, dass an der Modellunterseite eine Seitenbürste C vorhanden ist, die durch ihre andauernde Drehbewegung Schmutzpartikel in die Mitte des Modellkörpers schieben kann – da ist schließlich der Saugeingang, durch den die Schmutzpartikel ins Modell hinein wandern. Vor dem Saugeingang ist noch eine Walzenbürste D zu erkennen, die während der Fußbodenreinigung auch andauernd Drehbewegungen vornimmt und so bspw. Schmutzpartikel auch aus Teppichen mit voluminösem Textil lösen soll (bspw. aus Teppichen des Typs Flokati, Shaggy usw.). Der Schmutz wirbelt in einen innerhalb des Modellkörpers vorhandenen Staubbehälter, der schon von Werk aus mit einem modernen HEPA-Filter versehen ist, um zu verhindern, dass Grob- und vor allem Feinpartikel wieder in den Wohnraum verschwinden können: Das Modell kann dadurch auch allergiegeplagten Verbraucherinnen & Verbrauchern zupasskommen – vor allem bei Problemen mit Milben, Pollen & Co. Darüber hinaus kann man an der Bauchseite des L10s Ultra noch ein Paar Wischmopps E anschließen, die während eines Reinigungsgangs sehr schnell über den Fußboden wischen. Zu diesem Zweck ist auch ein Wassertank mit einem Volumen von 80 Millilitern (Vmax d. Tanks) im Modellkörper: So werden die Wischmopps immer wieder mit neuem Wasser versehen, um auch nach mehreren Minuten noch wirksam wischen zu können.

Das Modell kommt mit einer eindrucksvollen Station F ins Haus, die sehr viel mehr kann, als nur den Akku des Roboters zu laden, wann immer sich das Modell mit ihr verbunden hat: So kann sie bspw. den Staubbehälter des L10s Ultra von alleine leeren und all die in ihm vorhandenen Staubpartikel anschließend in einen Staubbeutel leiten, der ein properes Volumen von 3.000 Milliliter (Vmax d. Staubbeutels) vorweisen kann, also mehrmals verwendbar ist. Wer diese Annehmlichkeit nicht in Anspruch nehmen will, der kann den Staubbehälter des Roboters aber auch von Hand herausnehmen und leeren. Weiterhin sind zwei Tanks in der Station zu erkennen: Einen von ihnen muss man mit Wasser versehen, damit die Station den Tank des Roboters immer wieder mit neuem Wischwasser anreichern kann. Wertvoll: Die Station lässt sich mit der zum Zubehörpack zählenden Kartusche mit Reinigungsmittel verbinden, um das Wischwasser schon von vornherein mit dem Reinigungsmittel zu vermischen und die Fußbodenreinigungsleistung über Holz, Stein usw. zu verbessern. Nach dem Abschluss des Wischvorgangs werden die Wischmopps in der Station gereinigt, wobei das Reinigungswasser in den anderen Tank kommt. Beide Tanks lassen sich problemlos aus der Station herausheben. Schließlich kann die Station auch noch das Trocknen der Wischmopps erleichtern: Dank eines Wärmestroms, der die Mopps von allen Seiten einschließt, lassen sie sich sehr viel schneller wieder verwenden.

Bedienen kann man den L10s Ultra in drei verschiedenen Weisen: All die wesentlichen Funktionen lassen sich wahlweise über die drei Tasten am Roboter selbst oder über die drei Touchelemente an der Station an- und auswählen. Für alles Weitere wiederum muss man ein Smartphone oder Tablet in die Hände nehmen, über das man eine der drei mit dem Modell kompatiblen Apps installiert hat; dies lässt sich aber nur verwirklichen, wenn zum einen der Roboter und zum anderen das Smartphone resp. Tablet mit demselben WLAN verbunden sind.

Der Test im Überblick

Das, was von Dreame Technologies hinsichtlich seines neuen L10s Ultra versprochen wird, liest sich eindrucksvoll, und das so sehr, dass man dahinter vielleicht nichts weiter als großspurige Werbeversprechen vermutet, hinter welchen die Wirklichkeit weit zurückbleibt. Nach unserem Test des Modells jedoch ist klar, dass es sich bei dem L10s Ultra in der Tat um einen Saug-/Wischroboter handelt, der diesen hohen Erwartungen, die sich an die Versprechen des Herstellers knüpfen, größtenteils gerecht wird: Das Modell kann in nahezu jeder Testdisziplin überzeugen und stellt daher eine wertvolle Hilfe im Haushalt dar.

Schon der Eindruck, den wir während des Auspackens des Modells erhielten, war überaus positiv: All die Materialien des Modellkörpers sind von ansehnlicher Qualität und das Modell hält den Strapazen während der Fußbodenreinigung daher mühelos stand. Darüber hinaus kommt das Modell mit einem enormen Zubehörpack daher, aus dem sich vor allem die Station abheben kann. Sie kann schließlich eine Fülle an Funktionen vorweisen, wodurch sich das Modell sehr viel simpler verwenden lässt. Schade ist nur, dass keine Ersatzteile (Bürsten, Filter et cetera) von Werk aus vorhanden sind; allein ein weiterer, in die Station hineinpassender Staubbeutel ist hier zu sehen (→ Größe, Gewicht & Co.).

Die wesentlichen Funktionen des Modells lassen sich über das Tastenpanel am Modellkörper oder an der Station ansprechen. Will man aber in den Genuss des vollen Funktionsspektrums kommen, so braucht es eine passende App, die übers Smartphone oder Tablet installiert werden muss; man hat hier dreierlei verschiedene Apps zur Auswahl. Diese sind sehr simpel zu verwenden und erschließen obendrein andere Features, was nur willkommen zu heißen ist, kann man so doch den L10s Ultra sowie seine Arbeitsweise exakt an die persönlichen Ansprüche und die Situationen im Haushalt anpassen. Die Interaktion mit der App ist – nach einer ursprünglichen Eingewöhnungsphase – sehr simpel; es braucht nur ein paar Minuten, um sich innerhalb der Menüs durch die Masse an Funktionen zu manövrieren (→ Die Bedienung).

Bei der Reinigung des Modells selbst werden die Stärken der Station erkennbar: Sie übernimmt einen Großteil dieser Arbeit von allein, sodass mit ihr keine Mühen verbunden sind; vor allem das regelmäßige Leeren des Staubbehälters in einen voll verschlossenen Staubbeutel ist sehr wertvoll – so können während des Herausnehmens des Staubbeutels auch keine Milben, Pollen usw. wieder in den Haushalt wirbeln. Das, was man dennoch von Hand vornehmen muss, ist so leichtgängig, dass die Reinigung nur ein paar Minuten pro Woche vereinnahmt (→ Reinigung & Wartung).

Die Bedienungsanleitung bietet wertvolle und auch durch Graphiken exzellent veranschaulichte Hinweise zum Umgang mit dem Modell sowie mit dessen Station. Allein den verschiedenen Bedienungsvorgängen per App wird hier nicht weiter nachgegangen, sodass man sich eigens an der App versuchen muss – das aber erwies sich als nicht weiter problematisch (→ Die Bedienungsanleitung).

Größte Stärke des L10s Ultra ist aber seine Systematik, die in so mancherlei Hinsicht maßstabsbildend ist: Das smarte Koordinationskonzept des Modells erlaubt es ihm, die Fußböden auch solcher Wohnräume problemlos abzurollen, die voller Mobiliar, Winkel usw. sind – der Roboter kommt mit den verschiedensten Situationen im Haus meisterlich aus. Dabei wird ein Großteil aller Hindernisse verlässlich erkannt – Kollisionen ließen sich nur sehr selten mal verzeichnen; selbst sehr schlanke Hindernisse wie bspw. die Füße eines Stuhls, eines Tisches et cetera können die Sensoren verlässlich erkennen. Nur Glas erwies sich ab und an als Problem. Schließlich kommt das Modell immer wieder in seine Station zurück, ehe sein Stromspeicher vollkommen leer ist (→ Die Arbeitsweise).

Die Arbeitszeit des L10s Ultra ist ansehnlich: So kann er sich bspw. im Modus Leise volle 281 Minuten (T∅ d. Modus Leise) den Fußböden widmen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass der sich anschließende Ladevorgang eher langwierig ist: Es braucht durchschnittlich 265 Minuten (T), bis der Akku wieder voller Strom ist. Ausdrückliches Lob müssen wir über die maßvolle Lautstärke des L10s Ultra aussprechen: Wir maßen bspw. im Modus Leise nur Spitzen von 54,5 Dezibel (LP max aus d: 1 Meter) und selbst im Modus Turbo waren es noch immer annehmbare 67,5 Dezibel (LP max aus d: 1 Meter) (→ Strom & Schall).

Brillieren kann auch die Saugleistung des Modells, wobei es sinnvoll ist, von vornherein einen stärkeren Saugleistungsmodus einzustellen, um am Ende wirklich einen Großteil aller Staubpartikel verschwinden zu lassen; das ließ sich sowohl über Fußböden aus Holz, Stein, Vinyl & Co. als auch über Fußböden aus Textil (Teppichen) problemlos verwirklichen. Die Reinigung der sich an Fußleisten anschließenden Teile des Fußbodens ist immer sehr wirksam, während sich bei der Eckenreinigung ein paar Probleme verzeichnen ließen: Hier kann die Seitenbürste des Roboters schließlich nicht voll in die Ecke hinein reichen, sodass Schmutzpartikel verbleiben. Wirklich stark ist aber auch die Wischleistung: Der Fußboden ist anschließend makellos und lässt auch anspruchsvollere Flecken nicht mehr erkennen; Schlieren und Wasserlachen aus ein paar Millilitern Wasser kann man nur vereinzelt mal sehen (→ Die Reinigungsleistung).

Der L10s Ultra kann sich also durch eine „gute“ bis „sehr gute“ Fußbodenreinigungsleistung auszeichnen, die sich nur partiell noch verbessern ließe. Noch mehr Eindruck aber können seine Sensoren machen – während des Manövrierens im Wohnraum kann das Modell schließlich auch einen Großteil aller Hindernisse problemlos erkennen, sodass hier wirklich eine vollautonome Fußbodenreinigung machbar ist. Der L10s Ultra von Dreame Technologies ist also ein rundum starkes Modell mit nur ein paar Schwächen. In unserem Test erzielt es 92,8 % und erhält daher das wohlverdiente Testurteil „sehr gut“.

Bewertungssiegel

Die wesentlichen Merkmale

  • Volumen des Staubbehälters (Vmax): 350 Milliliter
  • Volumen des Wassertanks (Vmax): 80 Milliliter
  • Höhe des Modells (Hmax): 97 Millimeter
  • Arbeitszeit (Tmax d. Modus Leise, ermittelt): 281 Minuten
  • Ladezeit (Tmax, ermittelt): 265 Minuten

Pro

  • erkennt einen Großteil aller im Haus vorhandenen Hindernisse sehr verlässlich
  • kommt immer von allein in die Ladestation zurück, ehe sein Stromreservoir leer ist
  • größtenteils „sehr gute“ Fußbodenreinigungsleistung
  • „sehr gute“ Systematik des Reinigungsvorgangs

Contra

  • Probleme bei der Eckenreinigung

Kurzbewertung

Handhabung
4,5 von 5,0
Arbeitsweise
5,0 von 5,0
Saugleistung
4,5 von 5,0
Akkumulator
4,5 von 5,0
Materialverarbeitungsqualität
5,0 von 5,0

Größe, Gewicht & Co.

Der L10s Ultra kann ein rundes Gehäuse mit einem Durchmesser von 350 Millimetern (∅max d. Modellkörpers) vorweisen – der Größe nach ist er also vielen anderen Modellen, die man aktuell erwerben kann, ähnlich. Seine Höhe von 97 Millimetern (Hmax d. Modellkörpers) erlaubt es ihm, während eines Reinigungsdurchgangs auch unterhalb von Möbeln wie bspw. Couches, Sesseln usw. zu säubern; dies ist schon deshalb sehr wertvoll, weil sich die entsprechenden Teile des Fußbodens von Hand nur sehr schwer erreichen ließen. Schön außerdem: Mit einem Gewicht von nur 3.705 Gramm (mmax d. Modellkörpers) ist das Modell so leicht, dass man es auch problemlos anheben und so bspw. in einem anderen Stockwerk des Hauses abstellen kann.

Ein Großteil des Gehäuses hält sich in einem vornehm wirkenden Weiß. So edel dieses Weiß auch ist: Die sich nach und nach auch am Gehäuse ansammelnden Staubpartikel lassen sich hier sehr viel schneller erkennen als an einem planschwarzen Material; dies stellt aber natürlich nur einen äußerlichen Makel dar. Ansonsten kann das Modell aber in vielen Aspekten punkten: Die verschiedenen Teile aus stabilem Hartplastik sind starr miteinander verbunden und halten auch Stöße vors Mobiliar problemlos aus. Die äußeren Kanten sind außerdem sehr smooth, sodass man sich hier nicht schneiden kann. Ausdruck der ansehnlichen Qualität ist auch die Mechanik der Tasten: Sie lassen sich prima drücken und vermitteln dank ihres prägnanten Druckpunktes wertvolles Feedback.

Neben dem Saug-/Wischroboter an sich ist noch ein reiches Zubehörpack vorhanden. Als erstes ist hier natürlich die Station zu nennen, deren Funktionsspektrum in erheblichem Maße über das einer klassisch-konventionellen Ladestation, wie sie Teil der meisten Roboter ist, hinaus reicht: Sie kann schließlich einen Großteil der regelmäßigen Reinigungsarbeiten von allein verrichten, also den Tank des L10s Ultra mit Wasser versehen, die Wischmopps säubern und auch die Staubpartikel aus dem Modellkörper heraus und in einen Staubbeutel hineinziehen. Daher ist die Station mit Maßen von 423 × 340 × 568 Millimetern (Bmax × Tmax × Hmax d. Station) von enormer Größe und auch ihr Gewicht lässt sich während des Anhebens in den Armen spüren (mmax d. Station: 8.889 Gramm); da man die Station aber problemlos packen kann, lässt sie sich dennoch ohne viel Mühe anderswohin heben. Zu bedenken ist aber, dass sie in Anbetracht ihrer Größe einen durchaus erheblichen Teil des Fußbodens einnimmt, sodass man sie nicht in allen Winkeln des Wohnraums abstellen kann. Das Stromkabel aber, über welches man die Station mit dem Stromnetzwerk verbindet, erschließt einen Spielraum von 1,45 Metern (Lmax d. Stromkabels).

Außerdem sind noch zwei Reinigungsbürsten vorhanden, von denen man die eine innerhalb der Station verräumen kann, sodass sie immer zur Hand ist. Eine spezielle Kartusche mit Reinigungsmittel, welche man an der passenden Stelle der Station installieren muss, ist obendrein noch dabei. Mit Ausnahme eines weiteren Staubbeutels, der sich gegen denjenigen, der schon von Werk aus in der Station enthalten ist, auswechseln lässt, sind aber keine weiteren Ersatzteile im Zubehörpack des Modells zu sehen: Hier vorhanden sind also nur noch ein Filter, eine Seitenbürste, eine Walzenbürste sowie zwei Wischmopps; will man eines dieser Teile ersetzen, muss man es erwerben. Dies lässt sich bspw. über den Onlineshop des Herstellers verwirklichen, wo man ein volles Zubehörensemble zu einem UVP von 39,99 € ordern kann: Darin enthalten sind zwei Filter, zwei Staubbeutel, zwei Seitenbürsten, eine Walzenbürste sowie sechs Wischmopps. Ein wirklich wertvolles Feature des Modells: Man kann per App erkennen, wann der Austausch eines Teils sinnvoll ist; sie stellt schließlich die voraussichtlich verbleibende Lebensdauer der verschiedenen Teile dar – einmal von 100 – 0 % und einmal in Stunden.

Die Bedienung

Die elementaren Funktionen des L10s Ultra lassen sich über das Modell sowie – und das ist sehr rar – über die Station an- und auswählen. An der Oberseite des Roboters bspw. ist ein Tastenpanel aus dreierlei Tasten zu sehen, über die man das Modell an- und ausschalten sowie zur Station zurückschicken kann; auch der Start des Reinigungsvorgangs in dem Modus Alles oder in dem Modus Punkt lässt sich hier veranlassen. Die Tasten sind mit Maßen von 16 × 23 Millimetern (Lmax × Bmax d. Tasten) von ausreichender Größe, um sie problemlos zu erreichen. Darüber hinaus heben sie sich durch ihren exzellenten Druckpunkt ab. Sie lassen anhand von simplen Symbolen erkennen, welche Taste mit welchem Feature des Modells verbunden ist. Die Tasten können in verschiedenen Farben leuchten, was als Statushinweis zu verstehen ist; in der Dokumentation des Herstellers ist zu lesen, in welcher Farbe sich welcher Status des Modells ausdrücken soll. Die LEDs lassen sich prima erkennen – allein bei prallem, ins Haus hinein wirkendem Sonnenschein erscheinen sie zu schwach.

Verwunderlich ist wiederum, dass man den Modus Punkt wirklich nur per Tastendruck am Roboter selbst, nicht aber über die App anstoßen kann. Dies ist in Wahrheit aber vollkommen plausibel, da das Modell in diesem Modus ausschließlich einen Fußbodenradius von 1,5 Metern abrollt, was vor allem bei punktuellen Malheuren sinnvoll ist. Zuvor muss man den L10s Ultra aber an die entsprechende Stelle heben, sodass man nach dem Abstellen schon die passende Taste drücken kann.

Die drei Touchelemente an der Station lassen sich ausschließlich dann verwenden, wenn das Modell mit ihr verbunden ist. Erreichen kann man sie ohne Mühe, außerdem sprechen sie in ein und demselben Moment des Anrührens an – die Usability ist anstandslos. Sie erlauben es, den L10s Ultra aus der Station zu schicken, den Reinigungsvorgang im Modus Alles zu veranlassen oder den Trocknungsvorgang bzgl. der Wischmopps zu starten resp. zu stoppen. Auch hier sind Symbole vorhanden, welche die Funktion der Touchelemente erklären; manche von ihnen sind leider nicht aus sich heraus verständlich, sodass man immerhin einmal in die Dokumentation des Herstellers hineinschauen muss.

Will man das volle Funktionsspektrum des Modells in Anspruch nehmen, so muss man es per App ansprechen, wobei dreierlei verschiedene zur Auswahl stehen: Dreamehome (Android ab 5.0 & iOS ab 12.0), Mi Home (nur Android ab 5.0) und Xiaomi Home (nur iOS ab 10.0), die sich allesamt kostenlos downloaden und installieren lassen. Der anschließende Einrichtungsvorgang ist spielerisch vorzunehmen; es muss bloß ein stabiles WLAN mit einer Frequenz von 2,4 GHz vorhanden sein. Wir haben den Einrichtungsvorgang von unseren Testerinnen & Testern innerhalb von maximal 3 Minuten abschließen können – einerlei mit welchem Smartphone; dass dies bei einem Roboter so problemlos klappt, ist leider nicht selbstverständlich. Auch im Weiteren bleibt das Modell mit dem WLAN verbunden, sodass man den L10s Ultra immer per App kontrollieren kann.

Der Mainscreen der App macht all die wesentlichen Funktionen des Modells schnell erreichbar: So kann man hier nicht nur die Karte sehen, welche die aktuelle Position des L10s Ultra sowie die während seines Reinigungsdurchgangs verwirklichte Route erkennen lässt – außerdem sind ein paar Statistiken einsehbar, namentlich über die Dauer des gegenwärtigen Reinigungsvorgangs, die schon gereinigte Fläche des Fußbodens sowie natürlich den verbleibenden Stand des Stromreservoirs (von 100 – 0 %). Außerdem lässt sich der Saugvorgang starten resp. stoppen sowie das Modell zur Station zurückschicken; auch hat man die Wahl aus dem vollen Modusspektrum – wahlweise also Alles (Reinigung der vollen Fläche), Raum (Reinigung der Fläche nur eines einzelnen Raums) und Zone (Reinigung der Fläche nur eines einzelnen, vorab in der App einzuzeichnenden Areals). Zuletzt kann man von hier aus natürlich auch in andere Menüs hinein, die weitere Optionen bieten; vor allem die Menüs Reinigungsmodus sowie Selbstreinigung sind hier zu nennen.

Es sind 4 Saugleistungseinstellungen vorhanden: Leise, Standard, Stark und Turbo. Diese Auswahl ist ansehnlich, erlaubt sie es Verbraucherinnen & Verbraucher doch, die Saugleistung an die Ansprüche verschiedener Fußböden anzupassen. Das Feuchtelevel der Wischmopps kann man auch einprogrammieren – hier lässt sich aus 3 Wasservolumina wählen. Wirklich wertvoll ist, dass man anhand der Karte auch vorsehen kann, in welchen Teilen des Wohnraums das Modell nun den einen oder den anderen Modus verwenden soll; der L10s Ultra passt dann bspw. seine Saugleistung von allein an, wenn er in einen der anderen Teile hinein rollt. Dies ist eine enorm wertvolle Funktion, da man nicht immer während eines Reinigungsvorgangs manuell die verschiedenen Parameter verstellen muss, um die Arbeitsweise des Modells an die im Haus vorhandenen Fußböden anzupassen.

Doch auch dann, wenn man diese Funktion außer Acht ließe, ist das Vorhandensein der Karte mit ein paar Vorteilen verbunden: Von immensem Wert ist bspw., dass die Karte nicht nur erstellt wird, sondern dass man diese außerdem noch anschließend manuell bearbeiten kann. Einzelne Räume lassen sich nach Belieben auseinanderziehen, verbinden und mit Namen versehen. Gleich wie der Haushalt also aussehen sollte – mit der Karte kann man ihn sehr präzise abbilden. Generell ist auch die hohe Qualität der Karte hervorzuheben: Wir haben sie von dem Modell in verschiedenen Räumlichkeiten des Testlabors erstellen lassen und es wurden immer alle Hindernisse (Möbel, Wände usw.) anstandslos erkannt. Obendrein: Es lassen sich auch mehrere Karten erstellen. Dies ist bspw. dann von Nutzen, wenn der L10s Ultra in verschiedenen Stockwerken eines Hauses zum Einsatz kommen soll: So erstellt das Modell pro Stockwerk eine Karte und vor dem Start eines Reinigungsvorgangs muss man auswählen, welche Karte das Modell verwenden soll. Hat man das Modell in einem anderen Stockwerk positioniert, so muss man i. Ü. nicht sicherstellen, dass es immer an ein und derselben Stelle startet: Der Roboter ist so clever zu erkennen, wo er im Moment des Starts ist; während des Tests kam es dabei nie zu Fehlern, nachdem die Testerinnen & Tester dem L10s Ultra vorher mitteilten, welche Karte er verwenden sollte.

Sämtliche Funktionen der App lassen sich hier nicht im Einzelnen erläutern. Daher stellen wir im Weiteren nur noch das wirklich Wesentliche dar: Man kann sich bspw. per Push-Nachricht unterrichten lassen, wann immer das Modell einen Reinigungsdurchgang startet, stoppt et cetera; so hat man die Arbeit des L10s Ultra auch dann, wenn man selbst nicht im Haus ist, immer im Blick. Um im Nachhinein noch nachvollziehen zu können, was während eines Reinigungsdurchgangs alles passiert ist, kann man auch noch Einblick in das Reinigungsprotokoll nehmen, wo sich wirklich alles in verständlicher Weise nachlesen lässt.

Den ein oder anderen wird sicherlich verwundern, dass man mit dem Modell auch seinen Haushalt überwachen kann. Mit der App lässt sich all das sehen, was auch die vordere Kamera des Modell erspähen kann. Da man das Modell in alle Teile des Haushalts schicken kann, lassen sich all diese Teile auch ausspionieren – aus der Höhe des Modellkörpers. Dank des L10s Ultra hat man also seinen Haushalt immer im Blick, auch wenn man außer Haus sein sollte. Freilich: Das Modell kann an das Funktionsspektrum eines modernen Alarmsystems nicht auch nur annähernd heranreichen, aber doch ein Mehr an Sicherheit vermitteln.

Also: Das Funktionsspektrum des Modells wird durch eine der Apps sehr viel reicher, sodass man bspw. die Reinigungsparameter des L10s Ultra in vielen Aspekten verstellen kann, um ihn an die persönlichen Ansprüche und die des im Haushalt vorhandenen Fußbodens anzupassen. So können Verbraucherinnen & Verbraucher sicherstellen, dass das Modell die Fußbodenreinigung in ihrem Haushalt optimal vornehmen kann. Dieser Funktionsreichtum bedeutet aber auch, dass man sich ein paar Minuten mit der App auseinandersetzen muss, ehe man weiß, wo sich nun welche Funktion erreichen lässt. Nach dem ein oder anderen Mal aber hat man die Menüs voll verinnerlicht – danach ist die App spielerisch zu verwenden.

Zuletzt besteht noch eine weitere Methode, um das Modell anzusprechen: Der L10s Ultra ist auch mit Smart Speakern kompatibel, sodass man ihn auch per Sprache steuern kann. Realisieren kann man dies mit den hierzulande verbreitetsten Assistenten Amazon Alexa, Google Home und Apple Siri. Wie immer mehr andere Devices lässt sich also auch dieser Roboter problemlos ins Smart Home inkorporieren – man kann ihn also bspw. durchs Sprechen von ein paar Worten auch vom Sessel aus ans Werk schicken.

Reinigung & Wartung

Das Volumen des Staubbehälters im Modell ist passabel: 350 Milliliter (Vmax d. Staubbehälters) passen hier hinein, sodass man ihn nach dem Abschluss eines normalen Reinigungsdurchgangs regelmäßig noch nicht leeren muss. Wenn man ihn aber schließlich leeren muss, kann das Modell so manche Annehmlichkeiten ausspielen: Wenn der L10s Ultra mit der Station verbunden ist, kann diese all die im Staubbehälter vorhandenen Grob- und Feinpartikel innerhalb von nur circa 15 Sekunden hinaus ziehen; diesen Absaugvorgang kann man wiederholen, wenn der Staubbehälter anschließend noch nicht vollkommen leer sein sollte. Die automatische Absaugung ist ausgesprochen wirksam: 98 % der Staubpartikel wandern innerhalb von Momenten in den Staubbeutel der Station. Wertvoll: Es lässt sich einprogrammieren, dass die Station den Staubbehälterinhalt nach dem Abschluss eines Reinigungsdurchgangs immer in den Staubbeutel ziehen soll, sodass man sich dem nicht mehr manuell widmen muss. Dank dieses praktischen Mechanismus ist eine manuelle Staubbehälterleerung nicht mehr notwendig.

Die Wischmoppreinigung lässt sich in der Station verwirklichen, sodass auch sie ohne Mühen vorzunehmen ist. Die Station durchspült sie 3:20 Minuten (T∅ d. Reinigungsvorgangs) mit Wasser – und das erwies sich während unseres Tests schon als ausreichend, um auch wirklich anspruchsvolle Flecken wieder aus dem Textil der Wischmopps zu waschen. Das während dieses Reinigungsvorgangs entstehende Schmutzwasser sammelt sich in einem speziellen Tank in der Station, der sich anschließend innerhalb von einer Minute auskippen lässt. Nun muss nur noch das Wasser aus den Wischmopps verdunsten: Dank eines Trocknungsprogramms kann man auch das in der Station vornehmen. Ein wahlweise 2, 3 oder 4 Stunden währender Wärmestrom umspielt die Wischmopps von allen Seiten und erlaubt ein sehr viel schnelleres Trocknen. Der Test hat erwiesen, dass 3 Stunden ideal sind, um das Wasser verschwinden zu lassen.

Anschließend muss man eventuell noch die Station an sich säubern. Da man einen Teil der Grundplatte abnehmen kann, lässt sich dieser Teil schonmal mühelos säubern; an die anderen Teile des Stationskörpers kann man anschließend problemlos herankommen. Sämtliche Rückstände des Schmutzwassers lassen sich innerhalb von Momenten mit einem weichen Tuch abwischen.

Die Bürsten lassen sich – den von der Mechanik herrührenden Widerstand mal außen vor lassend – problemlos vom Modellkörper abnehmen. Erwähnen müssen wir aber, dass sich an den Bürsten nur sehr selten mal Grob- und Feinpartikel verheddern. Dies verhält sich vor allem bei der Walzenbürste so: Da an ihr keine Borsten vorhanden sind, können sich hier nur mal ein paar Haare verwickeln. Wenn dies aber einmal passieren sollte, leistet eines der beiden Reinigungswerkzeuge wertvolle Dienste, da sich Haare, Flusen, Fusseln et cetera schnell mit dem hier vorhandenen Messer durchschneiden lassen.

Die Sensorreinigung ist aber eine leichtgängige Sache, muss man sie doch nur mit einem weichen Tuch abwischen. Laut Hersteller sollte dies in regelmäßigen Abständen von 30 Malen der Fußbodenreinigung passieren; in der App lässt sich einsehen, wann dieser Zeitpunkt erreicht ist. Der im Staubbehälter verbaute Filter des Typs HEPA lässt sich problemlos mit Wasser waschen, um seine Funktionalität wiederherzustellen; anschließend muss aber all das Wasser aus dem Material der Filtermembran verdunsten, ehe man den Filter wieder verwenden kann.

Die Bedienungsanleitung

Die Bedienungsanleitung ist von einer großartigen Qualität: Löblich ist vor allem das plausible Layout, das es erlaubt, schnell in die Teile der Bedienungsanleitung zu blättern, die einen im Moment interessieren; in die Qualität spielen auch die vielen Graphiken ein, die einen erheblichen Teil des Textes schön veranschaulichen. Die Bedienungsanleitung stellt alles mit wertvollen Details dar, mit nur einer einzelnen Ausnahme: Die Funktionsweise der Apps wird leider nirgends angesprochen, sodass man sie ausprobieren muss; angesichts der gewaltigen Fülle der in den Apps vorhandenen Funktionen muss man hier ein paar Minuten investieren.

Die Arbeitsweise

Die Arbeitsweise des Modells ist meisterlich und erwies sich während unseres Tests als sehr viel souveräner als die Arbeitsweisen vieler Wettbewerber. Daher arbeitet der L10s Ultra auch so wirksam und kann sich selbst dann problemlos im Wohnraum orientieren, wenn viele Hindernisse (Mobiliar, Wände usw.) vorhanden sein sollten; auch wenn sich die Wohnraumverhältnisse mal verändern sollten – bspw. durch eine Vase, die zwischen den verschiedenen Reinigungsgängen verschoben wurde –, kann der Roboter seine Route innerhalb von ein paar Momenten neu planen.

Schon die Systematik, mit der sich das Modell an die Arbeit macht, weiß zu brillieren: Während des ursprünglichen Reinigungsvorgangs im Haushalt oder während des alternativ zu veranlassenden Erkundungsvorgangs wird eine Karte des Haushalts erstellt, anhand derer der Roboter alle weiteren Fußbodenreinigungen vorausplanen kann. Dies klappt immer wieder prima, wobei sich das Modell nacheinander in die verschiedenen Teile des Haushalts (Arbeitszimmer, Wohnzimmer usw.), die es von alleine erkennen kann, hinein rollt: Vorab sind es immer die Wände, die der L10s Ultra abrollt, ehe er sich der verbleibenden Fläche des Fußbodens widmet – hier werden von ihm immer wieder parallele Bahnen verwirklicht. Dieses Muster wird auch dann beibehalten, wenn ein Teil des Haushalts voller Hindernisse und dadurch sehr verwinkelt sein sollte. Auch von neuen Hindernissen lässt sich das Modell nicht beirren: Diese werden von dem Modell ohne Weiteres erkannt, sodass es sie in die weitere Route des Reinigungsvorgangs einplanen kann.

Die Sensoren des L10s Ultra arbeiten vollkommen verlässlich: Einen Großteil aller nur vorstellbaren Hindernisse können die Sensoren innerhalb von Momenten erkennen, sodass der Roboter eine andere Route planen kann; wer schon einmal andere Roboter während der Fußbodenreinigung beobachtet hat, der weiß, dass ein solch souveränes Ausweichverhalten alles andere als selbstverständlich ist. Dabei ist das Material, aus dem die Hindernisse bestehen, einerlei. Mit einer Ausnahme: Glas können die Sensoren manchmal nicht als solches erkennen, sodass es schließlich zu einer Kollision kommt – diese ist dann aber so maßvoll, dass man sich keinerlei Gedanken um Materialschäden machen muss (weder am Modell noch an Mobiliar & Co.); die Stoßsensoren an der Vorderseite des Modells erkennen eine solche Kollision und stellen sicher, dass der Roboter anschließend seinen Winkel verändert. Beeindruckend ist außerdem, dass die Sensoren auch sehr schlanke Hindernisse mit einem Maß von nur 10 Millimetern (Bmin d. Hindernisses) erkennen können. Flache Hindernisse, die sich 30 Millimeter (Hmin d. Hindernisses) oder mehr vom Fußboden abheben, ließen sich von den Sensoren auch immer erkennen. Der Sensorenkomplex des L10s Ultra ist also von einer wirklich ansehnlichen Qualität.

Wann immer die Sensoren des Modells einen Teppich erkennen, kann es die an ihm eventuell installierten Wischmopps von allein anheben, ehe der Teppich von ihm erklommen wird. Dies ist nur sinnvoll, weil die mit Wasser versehenen Wischmopps so nicht das Textil des Teppichs anrühren können. Während des Tests erwies sich, dass dies aber nur bei Teppichen mit sehr kurzem Flor (Hmax d. Flors: 5 Millimeter) klappt, da der Abstand zwischen den Wischmopps und dem Teppich auch nach dem Anheben der Wischmopps nicht so wirklich erheblich ist. Ein massives Plus wiederum stellt die Funktion dar, dass der L10s Ultra von solchen Hindernissen, die sich leicht verräumen lassen (bspw. Stromkabel, Schuhwerk usw.), Fotos schießen kann, welche per App einsehbar sind. So kann man nach dem Abschluss eines Reinigungsvorgangs bspw. kontrollieren, wo das Modell hakelte, um die anschließenden Reinigungsvorgänge smoother zu machen.

Anhand der von dem Modell erstellten Karte lässt sich auch die Position der Basisstation innerhalb des Haushalts erkennen: Daher kann sich der L10s Ultra auch immer wieder von alleine in die Station rollen, ehe sein Stromspeicher leer ist. Während des Tests erwies sich das Modell dabei als sehr souverän – auch aus mehr als 25 Metern konnte er sich wieder problemlos in die Station hinein rollen. Die smarten Qualitäten des Modells ließen sich bspw. auch daran ersehen, dass sich der L10s Ultra von Hindernissen, die wir im Nachhinein im Haushalt verteilten, nicht weiter irritieren ließ. Dies ist auch der Tatsache zu verdanken, dass das Modell schon bei einem verbleibenden Speicherstand von 15 % mit seiner Arbeit pausiert, sodass ausreichend Strom vorhanden ist. Muss das Modell während eines Reinigungsvorgangs wieder in die Station rollen, so stellt dies kein Problem dar: Der L10s Ultra kann sich schließlich einprägen, welche Teile des Fußbodens er sich noch vornehmen muss, sodass er sich anschließend wieder an ein und derselben Stelle ans Werk machen kann – diese Funktion aber lässt sich per App auch ausschalten, sodass das Modell seine Reinigungsvorgänge immer wieder von der Station aus neu startet.

Strom & Schall

Bei dem hier vorhandenen Akku handelt es sich um ein modernes Lithium-Ionen-Modell (U: 14,4 V & Q: 5.200 mAh). Wie viele Minuten sich das Modell mit einem vollen Akku der Fußbodenreinigung widmen kann, ist von verschiedenen Faktoren abhängig: Hier spielen vor allem der Modus (Saugreinigung, Wischreinigung usw.) sowie die Saugleistung ein. Während der Tests erwies sich das Modell aber immer als sehr ausdauernd: So kann das Modell bei maximaler Saugleistung im Modus Turbo 100 Minuten (T∅ d. Modus Turbo), bei starker Saugleistung im Modus Stark 146 Minuten (T∅ d. Modus Stark), bei mittlerer Saugleistung im Modus Standard schon 200 Minuten (T∅ d. Modus Standard) und bei schwacher Saugleistung im Modus Leise schließlich 281 Minuten (T∅ d. Modus Leise) arbeiten. Dies sind Ausdauern, die dem aktuellen State of the Art sehr nah sind – hier kann der L10s Ultra viele Wettbewerber hinter sich lassen.

Noch ausdauernder ist das Modell nur dann, wenn man es die Fußböden ausschließlich wischen lässt, ohne dass währenddessen sein Gebläse placken muss: Dann hält ein Akku eindrucksvolle 323 Minuten (T). Soll das Modell aber die volle Fußbodenreinigung vornehmen, also die Saugreinigung und die Wischreinigung parallel verwirklichen, wird mehr Strom verbraucht: So maßen wir bspw. im Modus Leise eine noch immer ansehnliche Ausdauer von 221 Minuten (T∅ d. Modus Leise), also eine Abnahme von circa 21,4 %.

Wann immer das Modell die Fußböden wischen soll, muss es den Wischvorgang regelmäßig pausieren, um sich neues Wischwasser abzuholen: Der L10s Ultra kann schließlich anhand von smarten Sensoren erkennen, wie es sich mit dem aktuellen Wasserlevel verhält und sich von allein wieder in die Station rollen, um hier neues Wischwasser zu erhalten – Verbraucherinnen & Verbraucher haben also auch hier keinerlei Arbeit, sodass das Modell bspw. auch dann wischen kann, während man außer Haus ist. Hervorzuheben ist außerdem, dass das Wasser schon von allein mit Reinigungsmittel versehen wird. Wir maßen Wischdauern von 35 Minuten (T∅ d. Wischens), ehe sich das Modell neues Wischwasser abholen musste – wischen ließen sich so Flächen von 28 – 36 Quadratmetern (AminAmax eines Wischvorgangs), abhängig auch von den im Haushalt bestehenden Hindernissen.

Angesichts des gewaltigen Speichervermögens des Akkus muss man nach dem Abschluss der Fußbodenreinigung ein paar Minuten mehr einplanen, bis der Stromspeicher schließlich wieder voll ist: Wir haben das Modell innerhalb von 265 Minuten (T∅ d. Ladevorgangs) wieder vollladen können. Der Ladevorgang ist also eher langwierig – das aber ist in Anbetracht des angesprochenen Speichervermögens auch verständlich. Ein kleines Manko stellt die Tatsache dar, dass der Akku starr mit dem Modellkörper verbunden ist, er sich also nicht durch die Verbraucherinnen & Verbraucher auswechseln lässt: Falls der Akku also nach vielen Lade- und Entladevorgängen verschlissen sein sollte, muss ein vollkommen neues Modell her.

Auch der Schallausstoß ist davon abhängig, wie der L10s Ultra die Fußbodenreinigung vornehmen soll. Alles in allem ist aber zu resümieren, dass die Schalldruckpegel während des Saugvorgangs sehr maßvoll sind: So maßen wir während des Saugens im Modus Leise einen Schallausstoß von 54,5 Dezibel (LP max aus d: 1 Meter), sodass man das Modell nur dann wirklich hören kann, während man in demselben Raum ist. Auch mit mehr Saugleistung, also während des Saugens im Modus Standard, ist der Schalldruckpegel mit 56,8 Dezibel (LP max aus d: 1 Meter) vollkommen annehmbar. Soll das Modell aber noch mehr Saugleistung verwirklichen, so wird es schon wahrnehmbar lauter: Während des Saugens im Modus Stark waren es 64,2 Dezibel (LP max aus d: 1 Meter) und während des Saugens im Modus Turbo schon 67,5 Dezibel (LP max aus d: 1 Meter). Doch auch diese Schalldruckpegel sind im Verhältnis zu vielen anderen Modellen noch immer passabel. Während des Wischens muss das im Roboter verbaute Gebläse nicht arbeiten, sodass der Schalausstoß noch maßvoller ist: Hier waren es nie mehr als 51,7 Dezibel (LP max aus d: 1 Meter).

Die wirklichen Spitzen des Schalldruckpegels werden aber nicht während des Saugvorgangs, sondern während des anschließenden, 15 Sekunden dauernden Leerungsvorgangs in der Station erzielt: Das hier verantwortliche Gebläse, von dem Staubpartikel & Co. abgesogen werden, arbeitet so stark, dass sich während eines solchen Leerungsvorgangs Schalldruckpegel von 77,6 Dezibel (LP max aus d: 1 Meter) messen ließen – und solche Schalldruckpegel kann man auch aus anderen Teilen des Haushalts hören.

Die Reinigungsleistung

Die Reinigungsleistung des Modells ist also allemal stark, auch wenn sich nicht vermeiden lässt, dass man sich manche Teile des Fußbodens nach dem Abschluss eines Reinigungsvorgangs noch von Hand vornehmen muss – so bspw. in den Ecken des Wohnraums. Dennoch: Der L10s Ultra kann den Verbraucherinnen & Verbrauchern einen Großteil der mit der Fußbodenreinigung verbundenen Arbeit abnehmen und ihnen dadurch wertvolle Freizeit schenken.

Technische Daten

Hersteller
Modell
Dreame Technologies
DreameBot L10s Ultra
Größe, Gewicht usw.
Form des Modells rund
Maße des Modells
(∅max × Hmax)
35,0 × 9,7 cm
Gewicht des Modells
(mmax)
3,7 kg
Maße des Stromkabels
(Lmax)
145 cm
Volumen des Staubbehälters
(Vmax)
350 ml
Volumen des Frischwassertanks
(Vmax)
80 ml
Zubehör Basisstation; Flüssigreinigungsmittel; Ladekabel; Reinigungswerkzeug (2 ×); Staubbeutel (2 ×); Wischmopp (2 ×)
Technik & Mechanik
Mittel der Fußbodenreinigung Zentralbürste
Mittel der Koordination Kamera; Laser
Typ des Filters HEPA-Filter
Anzahl der Räder 3
Anzahl der seitlichen Bürsten 1
Betriebsarten Saugen; Saugwischen; Wischen
Saugmodi 4 (Alles; Punkt; Raum; Zone)
Saugleistungsmodi 4 (Leise; Standard; Stark; Turbo)
Akku
Typ des Akkus
(Q & U)
Lithium-Ionen (5.200 mAh & 14,4 V)
Betriebszeit
(Tmax beim Saugen, lt. Hersteller)
210 min
Betriebszeit
(T beim Saugen, ermittelt im Leise-Modus)
281 min
Ladezeit
(Tmax, lt. Hersteller)
480 min
Ladezeit
(T, ermittelt)
265 min
Leistung während des Ladevorgangs
(P resp. Pmax, ermittelt)
22,4 resp. 33,5 W
Schallausstoß
Schalldruckpegel
(LP ∅ resp. LP max aus d: 1,0 m, lt. Hersteller)
Schalldruckpegel
(LP ∅ resp. LP max aus d: 1,0 m, ermittelt im Leise-Modus)
52,5 resp. 54,5 dB(A)
Smart Home & Co.
Kompatibilität der Apps Dreamehome: Android ab 5.0 & iOS ab 12.0; Mi Home: Android ab 5.0; Xiaomi Home: iOS ab 10.0
Smart Speaker-Kompatibilität ja (Amazon Alexa, Google Home, Siri)

Bewertungstabelle

Hersteller
Modell
% Dreame Technologies
DreameBot L10s Ultra
Reinigungsleistung 50 90,3
Hartboden 40 92,1
Teppichboden 40 90,5
Ecken- & Kantenreinigung 20 86,0
Arbeitsweise 25 96,8
Bewegungsmuster 30 97,0
Hindernissen ausweichen 25 96,0
Ladestation erreichen 25 98,0
App 20 96,0
Handhabung 15 91,7
Bedienung 50 89,0
Reinigung & Wartung 30 96,0
Bedienungsanleitung 20 92,0
Akku 5 85,3
Arbeitszeit 50 87,5
Ladezeit 50 83,0
Material- & Materialverarbeitungsqualität 5 96,0
Bonus 0,2 (mehrere Apps zur Auswahl); 0,5 (Smart Home-Kompatibilität)
Malus
UVP des Herstellers 1.199,00 €
Durchschnittlicher Marktpreis
Stand v. 31.10.2022
1.099,00 €
Preis-Leistungsindex 11,84
Gesamtbewertung 92,8 %
(„sehr gut“)

Bewertungssiegel

Wie haben wir geprüft?

Saugleistung | 50 %
Hier haben die Testerinnen & Tester die Saugleistung des Modells ermittelt: Hierzu wurden Fußböden aus verschiedenen Materialien, einmal aus Holz, Stein und Vinyl sowie einmal aus Textil (Polyamid, Hmin–Hmax des Flors: 5–25 Millimeter), immer einheitlich mit 50 Gramm verschiedener Grob- und Feinpartikel (Erde, Gras, Sand, Staub, Menschen- und Tierhaar et cetera) vorbereitet und durch Wägung erhoben, wie viele der so verteilten Partikel das Modell wirklich einzuziehen vermocht hat (m und mmax). Des Weiteren ist auch ermittelt worden, wie viele Grob- und Feinpartikel das Modell neben Fußleisten sowie aus Ecken (∠: 90°) heraus einziehen konnte. Die einzelnen Fußbodenareale wurden von den Testerinnen & Tester anschließend inspiziert, um herauszustellen, ob das Modell, abhängig von dem Material des Fußbodens, schwerpunktmäßig Grob- oder Feinpartikel erreicht.

Arbeitsweise | 25 %
Hier wurde erhoben, wie sich das Modell durch den Haushalt manövrieren kann: Die Testerinnen & Tester haben die Fahrten des Modells analysiert und währenddessen vor allem kontrolliert, ob es die verschiedenen Flächen des Fußbodens auch wirklich voll abarbeitet, nach welchem Muster es über die Fußböden rollt und wie es Hindernissen, die sich ihrer Farbe, ihrer Form und auch ihren Maßen nach voneinander unterscheiden, zu händeln weiß. Natürlich wurde auch ermittelt, ob und in welcher Art und Weise das Modell von allein wieder zu seiner Ladestation zurückkehren kann: Dies wurde aus verschiedenen Abständen (dmax: 25 Meter) kontrolliert. Ferner ist auch noch der Funktionsumfang der App beurteilt worden.

Handhabung | 15 %
Hier haben wir mit 10 Testerinnen & Testern, die vollkommen verschiedene Altersspannen (18–60+) abdecken, ermittelt, wie sich das Modell verwenden lässt, wie leicht oder schwer sich also all seine verschiedenen Funktionen verwenden lassen. Wesentlich war hier vor allem, wie man das sich vollautomatisch vollziehenden Saugprogramm anstoßen kann. Damit inhaltlich verbunden war auch das Einrichten der Ladestation. Wie sich das Modell nach Abschluss eines Saugvorgangs säubern lässt, wurde auch benotet: Der Staubbehälter wurde ein jedes Mal entnommen, entleert und sorgfältig von ggf. verbliebenem Sauggut gereinigt. Wesentlich war hier die Reinigung und Pflege kritischer Bauteile, also vor allem der Bürsten bzw. Bürstenrollen, der Räder und der Sensoren. Schließlich haben die Testerinnen & Tester auch die deutschsprachige Dokumentation des Modells unter Würdigung ihrer äußeren/graphischen und ihrer inneren/inhaltlichen Gestaltung bewertet.

Akku | 5 %
Des Weiteren maßen die Testerinnen & Tester auch, wie viele Minuten das Modell mit einem vollen Akku arbeiten kann (T und Tmax, abhängig vom aktuellen Modus) und wie viel Zeit das anschließende Laden des Akkus in Anspruch nimmt (T und Tmax).

Material- & Materialverarbeitungsqualität | 5 %
Schließlich wurde auch beurteilt, welche Materialien in dem Modellkorpus verwendet und wie die einzelnen Materialien verarbeitet worden sind: Die Testerinnen & Tester haben alle im Test vertretenen Exemplare des Modells minutiös von außen und auch von innen inspiziert und währenddessen ermittelt, ob sich hier von der Fabrikation herrührende Makel, bspw. in Gestalt von erheblichen Spaltmaßen, ausmachen lassen. Das Modell sollte dank der vorhandenen Materialien vor allem dazu imstande sein, versehentliche Stöße auszuhalten, ohne durch sie Schäden zu erleiden.

Getestete Produkte

  • Dreame Technologies DreameBot L10s Ultra
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