Das Rudergerät mit Wasserwiderstand „Aquon Waterflow“ von FINNLO im Test

Für ein rundum natürliches Workout – mit Wasserwiderstand

01. April 2020

Rudern ist ein wirklich großartiger Sport: Mit jeder einzelnen Ruderbewegung werden bis zu 86,0 % der Muskulatur im menschlichen Körper angesprochen.1 Das ist sehr viel mehr als in vielen anderen Sportdisziplinen: Hier nimmt man nämlich meistens nur mit den Muskeln im Ober- oder (!) im Unterkörper vorlieb. Dieser ausgewogenen, Arme, Beine, Rücken und Schultern gleichmäßig einspannenden Muskelanstrengung ist’s zu verdanken, dass 30 Minuten des Ruderns ebenso wirksam sind wie 90 Minuten des Radelns – immerhin dann, wenn man „nur“ an die Gesundheit des Herzens anknüpft.2 Für Verbraucher/-innen, die sich durch regelmäßigen Sport wirksam gegen koronare Herzkrankheiten wappnen möchten (… und nicht allzu viel Zeit haben), ist das Rudern also ideal. Traditionell pflegt man in natürlichen Gewässern zu rudern: Hier werden die Skulls, so heißen die Ruder im Sportjargon, abwechselnd ins Wasser geschlagen, um das Boot immer weiter gegen den Wasserwiderstand voran zu schieben. Für die meisten Verbraucher/-innen ist das aber nicht praktikabel: Schließlich ist man hier auch in vollem Maße von den Wetterbedingungen abhängig, kann sein Ruderprogramm also nicht immer vorausplanen. Will man durch regelmäßiges Rudern seine Gesundheit pflegen – sei’s nun durch einen Gewinn an Muskel- oder durch einen Verlust an Fettmasse – empfiehlt sich eine sicherere Alternative: Ein modernes Rudergerät!

FINNLO Aquon Waterflow
Der FINNLO Aquon Waterflow in der Seitenansicht

Für all diejenigen, die in wirklich natürlicher Art und Weise rudern möchten, sind Geräte mit Wasserwiderstand ideal: Sie arbeiten mit speziellen Trommeln voller Wasser und bieten dadurch ein Widerstandserlebnis, das dem des normalen Ruderns immerhin stark ähnelt. Das Wundervolle an diesem Widerstandssystem: Der Widerstand ist immer vom jeweiligen Wasserstand in der Trommel abhängig, sodass er sich präzis – gleichsam milliliterweise – an die Ausdauer der Verbraucher/-innen anpassen lässt. Obendrein ist der Wasserwiderstand auch nicht starr, sondern kann während des Workouts verändert werden: Das Ausmaß des Widerstandes ist dank des Wassers nämlich auch von dem Tempo der Trainingsbewegung abhängig: Je schneller man das Handteil an sich heranzieht, desto höher ist der währenddessen zu überwindende Widerstand. Bisher bestand hier also nur ein wirkliches Problem: Rudergeräte mit Wasserwiderstand waren jahrelang sehr hochpreisig. Nun aber bietet auch FINNLO mit dem Aquon Waterflow ein designmäßig ansprechendes Modell an – und das schon zu einem durchaus interessanten Preis von 1.499,00 €.

Wir haben den FINNLO Aquon Waterflow über einen Zeitraum von sechs Wochen von 12 vollkommen verschiedenen Tester/-innen3 zum regelmäßigen Training verwenden lassen und verraten in diesem Testbericht, wodurch sich das Modell auszuzeichnen weiß.

Die Geschichte des Ruderns

Das Rudern war ursprünglich nichts weiter als eine zweckdienliche Methode der Fortbewegung übers Wasser, derer man sich hier und da auch zur Fischerei bedient hatte. Dass Rudern kein neuzeitliches Phänomen ist, lässt sich auch anhand jüngerer Funde in Großbritannien, der Schweiz und Skandinavien nachweisen: Schon 8.000 Jahre vor Christus, also in der Mittelsteinzeit, haben sich die Menschen per Paddel über das Wasser erhoben. Eine wirkliche sportliche Prägung hat das Rudern schließlich im 18. Jahrhundert erhalten – und zwar in Großbritannien: Hier nämlich wurden großangelegte Ruderwettbewerbe zwischen zwei der ältesten Universitäten des Landes ausgetragen – der University of Cambridge zum einen und der University of Oxford zum anderen. Das Rudern war zu dieser Zeit also, immerhin in seiner wettbewerblichen Sphäre, allein den Familien des Adels vorbehalten. Doch auch in den Adelskreisen wusste man schon eines: Gewinnen ließen sich diese Wettbewerbe allein durch diszipliniertes, regelmäßiges Training. Nun konnte man aber nicht zu allen Jahreszeiten durch natürliches Gewässer rudern; man war hier leider in vollem Maße von den Witterungsbedingungen abhängig. So wurde im Jahre 1817 die erste Rudermaschine vom Amerikaner William B. Curtis, einem der Gründer des heute noch immer bestehenden New York Athletic Clubs, patentiert – versehen mit einem schweren Schwungrad. Ein paar Jahrzehnte später wurden die ersten Rudergeräte mit Hydraulik entwickelt. Freilich waren die Konstruktionen aus dieser Zeit noch sehr ausladend und eher schwergängig zu handhaben. Moderne Rudermaschinen, wie der hier geprüfte FINNLO Aquon Waterflow erinnern nur noch schillernd an die im ursprünglichen Patent angelegten Skizzen.

Die wesentlichen Merkmale

  • Maße (Bmax × Hmax × Lmax): 50,0 × 60,0 × 205,0 Zentimeter (während des Trainings, horizontal) bzw. 50,0 × 205,0 × 60,0 Zentimeter (­außerhalb des Trainings, vertikal)
  • Gewicht: 42,1 Kilogramm (ohne ­Wasser) bzw. 59,1 Kilogramm (mit ­Wasser)
  • Modi: keine speziellen Modi
  • Widerstandslevel: 4 (abhängig vom Wasserstand)
  • Maximale Last: 150,0 Kilogramm

Das Wesentliche

Für wen ist das Rudergerät geeignet?
Das Modell kann von allen Verbraucher/-innen verwendet werden, die zwar ihre Arm-, Bein-, Rücken- und Schultermuskulatur in einer schonenden Art und Weise ausbauen und währenddessen auch ihr Herz stärken wollen, aber weder Zeit noch Muße haben, neben Arbeit, Studium und Co. immer wieder in ein volles Studio springen zu müssen.

Was ist an dem Rudergerät hervorzuheben?
Das Widerstandssystem des Modells arbeitet ausschließlich mit Wasser und ahmt dadurch diejenige Art von natürlichem Widerstand nach, die man normalerweise nur im Wasser wahrnehmen kann. Das heißt aber auch eines: Dass nämlich das Maß des Widerstands immer auch vom Wasserstand im Tank abhängig ist und man den Widerstand nicht vollkommen präzis an den Stand der Verbraucherin/des Verbrauchers anpassen kann.

Was ist an dem Rudergerät weiter besonders?
FINNLO hat das Modell mit einem speziellen System zur Widerstandsanpassung versehen: Hier muss man, anders als bei vielen anderen Modellen, nicht immer wieder von Hand Wasser ein- und auslassen, um den Widerstand zu verstellen, sondern kann’s bei einer simplen Drehbewegung bewenden lassen (s. u., So stellt man den Widerstand ein!).

Der Test im Überblick

ETM 2020 04 FINNLO Aquon Waterflow RGB

FINNLO, eine Marke des Traditionsherstellers HAMMER, bietet mit dem Aquon Waterflow ein nicht nur modernes, sondern dank der Kombination aus massivem Stahl und edlem Holz auch in puncto Design ansprechendes Rudergerät mit Wasserwiderstand an, das nicht nur außerordentlich leicht zu handhaben ist, sondern durch seine rundum solide Mechanik auch ein großartiges Trainingserlebnis bietet: Dies ist vor allem der gleichmäßigen Hin- und Herbewegung des gepolsterten, die natürlichen Gesäßlinien des Menschen nachzeichnenden Sitzes, dem sicheren Grip des leicht nach außen gebogenen Handteils und den vollkommen natürlichen Trainingsbewegungen zu verdanken. Dazu kommt noch ein spezielles System, mit der man den Wasserwiderstand sehr viel simpler und schneller verstellen kann als bei anderen, auch mit Wasser arbeitenden Modellen: Hier muss man nämlich nicht immer wieder Wasser ein- und wieder auslassen, um den Widerstand während des Workouts zu verändern, sondern nur an einem Drehelement herumspielen: Dadurch erschließen sich vier verschiedene Widerstandslevel.

Woran sich die Tester/-innen während des Tests aber stießen: Der Tatsache, dass das Modell kein (!) wirkliches Trainingsprogramm vorweisen kann, man das Training also nicht einmal an einen bestimmten Zielwert anknüpfen kann – wie beispielsweise eine bestimmte Anzahl zu verbrauchender Kalorien, hinter sich zu lassender Meter oder durchzuhaltender Minuten.

Das Modell ist süperb verarbeitet worden: Die vollmassive Stahlkonstruktion ist dermaßen stabil, dass auch sehr schwere Verbraucher/-innen in den Sitz springen können, ohne auch nur im Mindestmaß an Trainingsergonomie einzubüßen. Die exzellente Materialqualität äußert sich auch noch darin, dass sich bis zum Abschluss des mehrere Wochen dauernden, 12 Tester/-innen involvierenden Tests keinerlei Materialverschleiß verzeichnen ließ: Das ist nach circa 180 Stunden intensiver, alle Widerstandslevel abdeckender Workouts wirklich eindrucksvoll.

Das Modell erlaubt es leider nicht, die persönlichen Daten der Verbraucherin/des Verbrauchers, also vor allem das Alter, das Gewicht und die Größe, einzuprogrammieren. Das ist (nur) aus einem Grund problematisch: Alter, Gewicht und Größe bestimmen in erheblichem Maße darüber, wie viele Kalorien man während des Workouts verbraucht. Der Kalorienverbrauch ist nämlich nicht nur vom Tempo der Trainingsbewegung und vom Wasserwiderstand abhängig.

Des Weiteren hat FINNLO dem Modell leider auch keinen um die Brust zu spannenden Pulsmesser gegeben. Wer also an Puls-orientierten Workouts innerhalb bestimmter Pulsspannen interessiert ist, muss sich einen solchen Pulsmesser noch anderswo herholen: Mit Pulsmessern kompatibel ist das Modell nämlich sehr wohl. Ein solcher lässt sich auch bequem im Onlineshop des Herstellers bestellen (hier, ab 39,95 €).

Da die Tester/-innen allein den Mangel an Trainingsprogrammen wirklich anmäkeln konnten, die Trainingsergonomie allerdings rundum als „sehr gut“ beurteilt worden ist, wird dem FINNLO Aquon Waterflow das wohlverdiente Testurteil „sehr gut“ (93,3 %) verliehen.

Kurzbewertung

Handhabung:
4,5 von 5,0
Training:
4,5 von 5,0
Sicherheit:
4,5 von 5,0

Pro

  • exzellente Trainingsbewegung, die nicht von Gewicht und/oder Größe der Verbraucherin/des Verbrauchers abhängig ist
  • hohe Stabilität (mmax: 150,0 Kilogramm)
  • natürlicher Wasserwiderstand
  • simpler Widerstandswechsel ohne andauerndes Aus- und Einlassen von Wasser

Contra

  • keine persönlichen Daten (Alter, Gewicht, Größe) ein­programmierbar
  • keine Zielwerte (Anzahl an Kilometern, Minuten, Kilokalorien usw.) einprogrammierbar

Der Aufbau

Das Modell besteht nur aus einer Handvoll verschiedener Teile, die sich außerordentlich leicht zusammenbauen lassen (s. u., Gewicht, Größe und Co.): Hierbei handelt es sich um einen vollmassiven Korpus aus pulverbeschichtetem Stahl A, einem vorderen B und einem hinteren C Fuß mit Transportrollen D, exzellent verarbeiteten Stahlschienen E, über die sich der ausladende Sitz F widerstandslos vor- und zurückschieben lässt, einem Tank G aus Polycarbonat mit einem ordentlichen Maximalvolumen von 17 Litern, einer sehr simplen, 8 verschiedene Werte abbildenden Hauptkonsole H, anpassbaren Flächen zum Abstellen der Füße mit Fußriemen I und einem per Seilsystem mit dem Modell verbundenen Handteil J.

Tipp: Die Funktion des Wassers

Das Modell arbeitet mit einem speziellen Wasserwiderstandssystem. Damit ist der Widerstand, den man als Verbraucher/-in wahrnimmt, auch vom Wasserstand im Tank abhängig. Das Wundervolle an alledem ist, dass sich allein durch dieses System der Sport im Wasser vollends realistisch nachahmen lässt. Dies ist auch dem idyllischen Wasserplätschern zu verdanken, das sich mit jeder einzelnen Trainingsbewegung vom Tank her vernehmen lässt. Der Widerstand wird also vor allem über den jeweiligen Wasserstand angepasst. Der Widerstand richtet sich jedoch auch nach dem Tempo der Trainingsbewegung: Die Verbraucher/-innen können bei diesem Modell also auch anhand der Trainingsbewegung kontrollieren, wie „stark“ oder „schwach“ all die verschiedenen Muskelgruppen (scil. Arme, Beine, Rücken und Schultern) angesprochen werden sollen. Die Sportler/-innen können so sicherstellen, dass sie immer mit einem idealen, zu ihrer Muskulatur passenden Widerstand arbeiten.

Gewicht, Größe und Co.

Mit Außenmaßen von nur 50,0 mal 60,0 mal 205,0 Zentimetern (Bmax × Hmax × Lmax) nimmt das Modell nicht allzu viel Fläche ein (0,3 Quadratmeter). Dank dieser Kompaktheit ist’s auch leicht, das Modell im Haushalt abzustellen, einerlei ob es sich nun um einen Ein- oder Mehrpersonenhaushalt handelt.

Das Modell weiß sich aber auch noch anderswie auszuzeichnen: Es lässt sich nämlich am hinteren Fuß anheben und in einem Winkel von 90° sicher hochstellen. Anschließend bleibt’s stabil an Ort und Stelle stehen und widersteht so auch leichten Stößen. Dadurch kann man das dann nur noch 60,0 Zentimeter (Lmax) messende Modell auch wunderbar in einer Ecke des Haushalts abstellen (… und es immer nur zum Sport hervorholen).

Mit einem stattlichen Gewicht von 42,1 Kilogramm (ohne Wasser) bzw. 59,1 Kilogramm (mit maximalem Wasserstand) ist das Modell alles andere als leicht. Dennoch kann man es ohne Mühe durch den Haushalt manövrieren: Das Modell ist nämlich an seinem vorderen Fuß mit zwei sich leichtgängig drehenden Transportrollen (Ø: 7,5 Zentimeter) versehen worden. Hebt man das Modell an seinem hinteren Fuß nur so weit an, dass die vorderen Transportrollen den Fußboden berühren, kann man es ohne wirklich wahrnehmbaren Widerstand vor- und zurückrollen: Während des Tests ließ sich das Modell über die in unseren Testräumen vorbereiteten Holz-, Stein- und Polyvinylchlorid-Fußböden manövrieren, ohne dass sich die Transportrollen auch nur einmal verhakten. Darüber hinaus hat sich auch die schwarze Farbgebung nicht als problematisch erwiesen: Die Transportrollen hinterließen keinerlei Spuren an den Fußböden.

An der Materialqualität des Modells lässt sich nichts anmäkeln: FINNLO hat hier vornehmlich massives Metall (scil. Stahl) verarbeitet, das sich während des Tests auch als vollkommen stabil erwiesen hat. Hier und da lassen sich ein paar ausladendere Schweißlinien erkennen. Dies ließe sich aber nur als ein sehr leichter äußerer Makel einordnen: Das Modell kann nämlich auch von sehr schweren Verbraucher/-innen verwendet werden, ohne dass dies mit einem wirklichen Sicherheitsrisiko verbunden wäre (mmax: 150,0 Kilogramm). Warum diese Stabilität solchermaßen wunderbar ist? Weil sich der Rudersport angesichts der mit ihm verbundenen Gelenkschonung vor allem schwereren Verbraucher/-innen empfiehlt.

Freilich lässt sich das Modell nicht schon nach dem Auspacken verwenden. Man muss sich vielmehr die ein oder andere Minute nehmen, um all die einzelnen Teile – nur 10 Teilearten sind’s an der Zahl – zusammenzubauen. Alles, was man zum Zwecke des Zusammenbaus braucht, ist dem Modell schon von FINNLO mitgegeben worden: Das schließt auch alle Utensilien mit ein (wie bspw. Inbusschlüssel, s. Bild).

Im Test ließ sich das Modell innerhalb von nur durchschnittlich 25 (zwei Personen) bzw. 40 Minuten (eine Person) zusammenbauen. Die Bedienungsanleitung, in der deutsch- und englischsprachige Texte nebeneinander stehen (s. u., Die Bedienungsanleitung) handelt den Zusammenbau in einer immerhin größtenteils verständlichen Art und Weise in nur zwei Seiten ab; die hier eingepflegten schwarz-weißen Graphiken erleichtern das Textverständnis immens.

Der 31,3 mal 25,3 Zentimeter (Bmax × Tmax) messende Sitz vermittelte den Gesäßen der Tester/-innen eine allemal ausreichende Fläche. Er ist an allen Stellen gleichmäßig gepolstert und lässt einen Abdruck der natürlichen Gesäßlinien des Menschen erkennen. Er wurde von allen 12 Tester/-innen (mmin: ~60,0 Kilogramm, mmax: ~120,0 Kilogramm) als „bequem“ (75,0 %) bzw. „sehr bequem“ (25,0 %) beurteilt und ließ sich auch während der langwierigen Testphasen (t ≥ 60 Minuten) nicht an den Sitzknochen wahrnehmen.

Für den Großteil der Tester/-innen hat sich auch die Sitzhöhe von circa 27,0 Zentimetern als in puncto Trainingsergonomie wunderbar erwiesen: Dadurch werden nämlich allzu spitze Winkel zwischen Ober- und Unterbein vermieden. Die Höhe des Sitzes lässt sich leider nicht verändern. Spielen kann man aber immerhin mit der Position derjenigen Flächen, gegen die man die Füße während des Trainings stemmt.

Der Sattel sitzt über zwei vollmassiven Stahlschienen und lässt sich um circa 0,8 Meter vor- und zurückschieben. Während des Tests war die Sattelbewegung vollkommen einheitlich und interessanterweise auch nicht vom Gewicht der Tester/-innen abhängig; Hakeleien ließen sich hier weder von unseren leichteren noch von unseren schwereren Tester/-innen wahrnehmen. Die Sattelbewegung ist auch ausgesprochen leise: Aus einem Meter Abstand maßen wir einen A-bewerteten Schalldruckpegel von durchschnittlich 36,8 dB(A) mit vereinzelten Schalldruckpegelspitzen von 42,2 dB(A). Man kann also nebenbei noch Filme oder Serien schauen, ohne die Sattelbewegungen als wirkliches Störnis zu empfinden.

Die Handhabung

Die Funktionen des Modells sind ihrem Ausmaß nach überschaubar und lassen sich über den links an der Spitze installierten Computer an- und auswählen: So lässt sich mit einem Tastenpaar das aktuelle Widerstandslevel (1 bzw. MIN, 2, 3 oder 4 bzw. MAX) einstellen (UP and DOWN). Hierdurch wird aber nicht der Widerstand verändert, nein: Dieser ist schließlich allein vom Wasserstand im Tank abhängig. Da das Modell aber nicht von sich aus erkennen kann, wie hoch der Wasserwiderstand aktuell ist, muss man das Widerstandslevel nun einmal so einstellen, denn: Nur unter Würdigung des Wasserwiderstandes kann das Modell errechnen, mit wie viel Watt die Sportlerin/der Sportler wirklich arbeitet. Mit der anderen, ihren Maßen nach ausladenderen Taste kann man eine während des Workouts anzupeilende Strecke in Metern einprogrammieren (DISTANCE): Mit jedem einzelnen Tastendruck lässt sich diese Strecke um weitere 100 Meter erhöhen.

Die dank ihres hellen Gelbs leicht zu erkennenden Tasten sind alle circa 0,5 Millimeter erhaben und lassen sich dadurch auch allein dem Tastsinn nach schnell wahrnehmen. Die Tasten sind mit ihren englischsprachigen Funktionsnamen versehen worden und sprachen während des Tests innerhalb von 0,5 Sekunden an. Sie leierten bis zum Abschluss des Tests, also nach mehr als 1.000 Tastendrücken, nicht in wahrnehmbarem Maße aus. Ausdruck ordentlicher Materialqualität ist außerdem, dass die Tester/-innen keinen Farbabrieb verzeichnen konnten – weder am Tastenpanel noch an anderen Stellen des Modells.

Der monochrome, 6,6 mal 8,2 Zentimeter (B × H) messende Bildschirm (LCD) stellt während des Workouts 8 verschiedene Werte dar: Dies sind die verstrichene Zeit in Minuten (TIME), diejenige Zeit in Minuten, in der bei aktuellem Tempo eine Strecke von 500 Metern überwunden wird (500M TIME), das aktuelle Widerstandslevel (LEVEL), der per optional erhältlichem Brustpulsmesser zu erhebende Puls der Sportlerin/des Sportlers (PULSE), die überwundene Strecke in Metern (DIST), die Ruderbewegungen pro Minute (SPM), die bei aktuellem Tempo verbrauchten Kalorien pro Stunde (CAL HOUR) und schließlich die Leistungserbringung in Watt (WATT).

Die einzelnen Werte lassen sich bei normalen Lichtverhältnissen noch sehr leicht ablesen, da es hier auch normalerweise nicht zu Lichtspiegelungen kommt. Aber: Die Größe der einzelnen Werte ist alles andere als eindrucksvoll (Hmin: 8,5 Millimeter, Hmax: 14,0 Millimeter). Tester/-innen mit ausgeprägter Sehbeeinträchtigung konnten die Werte daher nicht ohne weiteres erkennen. Da der Bildschirm aber immerhin nach vorne und nach hinten geneigt werden kann, lässt er sich an die Größe der Sportlerin/des Sportlers anpassen.

Was die Tester/-innen aber in erheblichem Maße wundernahm: Das Modell sieht nicht vor, dass man vor dem Workout persönliche Daten, wie beispielsweise das Alter, das Gewichts und/oder die Größe, einpflegt. Wie das Modell aber ohne all diese Daten nun den während des Workouts erzielten Kalorienverbrauch verlässlich errechnen soll, ist nicht plausibel zu machen. Weiterhin ist auch kein Speicher vorhanden, in dem die Verbraucher/-innen die wesentlichen Werte ihrer Workouts protokollieren lassen könnten, um sie zu einem späteren Zeitpunkt nochmal einzusehen.

Das Modell muss nicht mit dem Stromnetzwerk verbunden werden, da es den Strom, den ohnehin nur der Computer braucht, aus zwei normalen Batterien (1,5 V, Typ AA) schöpft. Ein Batteriepaar dieses Typs ist auch schon von Werk aus im Zubehör enthalten. Die Batterien müssen nur, idealerweise während des Zusammenbaus, in ein leichtgängig erreichbares Fach an der Rückseite des Computers eingelegt werden.

Durchschnittlich 5 Minuten und 3 Sekunden nach dem Workout schaltet sich das Modell vollautomatisch aus und löscht alle während des Workouts erhobenen Werte (s. o.).

Wie bereite ich das Training vor?

Da das Modell ausschließlich mit dem durch Wasser vermittelten Widerstand arbeitet, muss man – vor allem anderen – Wasser in den Tank einlassen: Der 2,5 Zentimeter messende Ein- und Auslass des Tanks ist an dessen Oberseite positioniert worden und alles in allem sehr leicht erreichbar. Er wird durch einen Stopfen verschlossen, der das Wasser während des Workouts im Tank hält, den man aber zum Ein- als auch zum (Wieder-)Auslassen des Wassers herausziehen muss. Für das Ein- und Auslassen des Wassers sollte man, das empfiehlt immerhin FINNLO, die zum Zubehör zählende Siphonpumpe verwenden. So klappt’s:

Das Training

Das Modell bietet den Füßen zwei jeweils 11,5 mal 34,0 Zentimeter (Bmax × Hmax) messende (Abstell-)Flächen aus stabilem, schwarzem Hartplastik: Das Material ist mit einer einheitlichen Rillenstruktur versehen worden und vermittelt den Füßen dadurch auch während des Abstoßens einen vollkommen sicheren Halt. Die Fußposition lässt sich ihrer Höhe nach anpassen: Hierzu muss man die Flächen nur hervorziehen und anschließend hoch oder herab schieben – bis zu demjenigen Lochpaar, das zur Größe der Verbraucherin/des Verbrauchers passt. Die Schiebebewegung ist manchmal doch sehr schwergängig. Da beide Flächen mit je 6 verschiedenen, um 0,5 Zentimeter (H) auseinander positionierten Lochpaaren versehen ist, lassen sich in summa 6 verschiedene Fußpositionen einstellen. Dies ist bedeutsam, da von der Fußposition auch der in den Knien bzw. Kniekehlen zu messende Winkel abhängig ist und man spitze Winkel während des Workouts hier vermeiden sollte. Die beiden Flächen stehen in einem Abstand von 11,0 Zentimetern zueinander und erlauben eine normale, die Gelenke schonende Fuß- und Beinposition.

Diese Flächen sind auch mit speziellen Fußriemen versehen, die sich von oben über die Füße spannen lassen und sie anschließend an Ort und Stelle halten. Die Riemen sind außerordentlich leicht zu handhaben: Man muss die Füße nur durch die Riemen hindurch schieben und die nach außen weisenden Enden der Riemen so sehr anziehen, dass sie maßvoll gegen den Fußrücken (Spann) drücken. Die Riemen bieten hier einen ordentlichen Spielraum von 31,0 Zentimetern. Während des Tests haben alle Tester/-innen die Riemen problemlos an ihre Füße anpassen können: Hier waren Fußpaare mit (europäischen) Größen von 36 bis 48 vertreten (Hmin: ~1,60 Meter und Hmax: ~2,00 Meter). Nach Beendigung des Trainings lassen sich die Riemen auch wieder leichtgängig lösen: Hierzu muss man nur die an Schnallen, die an den Riemenenden installiert worden sind, zurückziehen und die Fußspitzen anheben.

Nachdem die Füße sicher mit den Fußriemen eingespannt worden sind, muss man nur noch das Handteil in die Hände nehmen: Dieses krümmt sich an seinen Enden leicht nach außen, ist also konvex und mit einem wahrnehmbar rauen Außenmaterial versehen worden: Diese Materialstruktur vermittelt den Händen während des Heranziehens exzellenten Halt, an dem man auch durch herab rinnenden Schweiß nicht einbüßt. Das Handteil ist mit einem Durchmesser von 2,8 Zentimetern alles andere als ausladend, ließ sich daher auch von unseren kleineren Tester/-innen (Hmin: ~1,60 Meter) noch voll mit den Händen umschließen.

So stellt man den Widerstand ein!

Der Widerstand ist bei diesem Modell vor allem vom Wasserstand des Tanks abhängig: Man arbeitet hier also mit einem reinen Wasserwiderstandssystem. Während man bei vielen anderen Modellen dieses Typs immer wieder manuell Wasser ein- und auslassen muss, um das Widerstandsniveau an den Anspruch der Verbraucherin/des Verbrauchers anzupassen, hat man’s bei FINNLOs Modell sehr viel leichter: Der Hersteller hat hier nämlich ein spezielles System implementiert, mit dem man das Wasser im Tank neu verteilen kann. Hierdurch ist es außerordentlich simpel, den Widerstand neu einzustellen:

Danach muss man das Handteil 10 bis 12 mal an sich heranziehen, um das Wasser von der Tankaußen- in die Tankinnenseite (bei einem Widerstandssprung nach unten) oder es wieder von der Tankinnen- in die Tankaußenseite zu leiten (bei einem Widerstandssprung nach oben). Dadurch nämlich, dass die Flossen im Tank von FINNLO so installiert worden sind, dass sie nur das Wasser in der Tankaußenseite vor sich her schieben, ist ausschließlich der hier vorherrschende Wasserstand wesentlich. Das war’s auch schon. Merken muss man sich also nur eines: Bis sich der Widerstand in wahrnehmbarem Maße verändert hat, muss man 10 bis 12 Trainingsbewegungen vollziehen (ansonsten bleibt das Wasser an Ort und Stelle).

Das Modell sollte während des Trainings vollkommen eben über dem Fußboden stehen: Leider sind hier an den Füßen keine Endkappen installiert worden, die sich in der Höhe verstellen und dadurch einzeln an eventuelle Unebenheiten im Fußboden anpassen ließen. Daher empfiehlt sich hier ein Fußbodenmatte, mit der sich der Fußboden nicht nur einebnen, sondern auch vor Schäden schirmen lässt: Solche lassen sich auch im Onlineshop des Herstellers erwerben (hier).

Während des sechs Wochen dauernden Tests wurde das Modell praxisnah von 12 verschiedenen Tester/innen in drei 30, 45 und 60 Minuten dauernden Workouts pro Woche verwendet, um all die verschiedenen Stärken und Schwächen des Modells ermitteln zu können: Die Trainingsergonomie wurde von der Mehrheit aller Tester/-innen als „sehr gut“ (~83,3 %) beurteilt. Wesentlich waren hier vor allem die leichtgängigen Trainingsbewegungen – die Trainingsergonomie war bei minimalem, bei mittlerem und auch bei maximalem Widerstand großartig. Während des Tests kam es nicht auch nur einmal zu Hakeleien des Sattels: Die spezielle Lagerung des Sattels vermindert den Widerstand über den Stahlschienen so sehr, dass man den Sattel problemlos vor- und zurückschieben kann – ohne dass dies vom Gewicht der Sportlerin/des Sportlers abhängig wäre. Der Wasserwiderstand ist nicht nur vollends natürlich, sondern auch ausreichend, um Arm-, Bein-, Rücken- und Schultermuskulatur auszulasten: Selbst unsere sportlich versierten Tester/-innen konnten bei maximalem Widerstand (4 bzw. MAX) ausgesprochen intensive Workouts vollziehen.

Die Ruderbewegung

So leicht das Modell auch zu handhaben ist: Ein nicht nur wirksames, sondern auch (und vor allem) schonendes Training setzt voraus, dass man die Trainingsbewegungen korrekt ausübt.

Schließlich ist bei den einzelnen Trainingsbewegungen ein Großteil der Arm-, Bein-, Rücken- und Schultermuskulatur involviert – all die verschiedenen Muskeln zu koordinieren, kann durchaus anspruchsvoll sein. Die Trainingsbewegung lässt sich sinnvollerweise in drei Phasen „splitten“, namentlich die Start-, die Mittel- und die Endphase. Was man in den einzelnen Phasen beachten sollte, stellen wir im Weiteren dar:

Die Trainingsprogramme

Das Modell bietet von Werk aus leider keine (!) wirklichen Trainingsprogramme. Die Tester/-innen waren vor allem darüber verdrossen, dass man nicht einmal einzelne Werte, die man während des Workouts erreichen will (bspw. eine vorbestimmte Anzahl von Kalorien, Metern oder Minuten), einspeichern kann. Es lassen sich während des Workouts aber immerhin – Tastendruck um Tastendruck – 100 Meter zu einer abzurudernden Gesamtstrecke hinzuaddieren. Sicherlich: Man kann sich darüber streiten, ob sich aus der absurd hohen Anzahl von Trainingsprogrammen, die mittlerweile bei so manch modernen Maschinen vorhanden sind, noch ein wirklicher Mehrwert in puncto Training ziehen lässt. Dennoch hätte FINNLO immerhin ein individualisierbares manuelles Trainingsprogramm einpflegen können. Ein solches würde den Verbraucher/-innen nämlich die gleichmäßige Trainingsgestaltung erleichtern: So, wie’s nunmehr ist, müssen sie immer wieder zum Computer schauen und die aktuellen Werte kontrollieren.

Die Bedienungsanleitung

Die schwarz-weiße Bedienungsanleitung handelt alle wesentlichen Themen rund um das Modell in kurzen, knappen und sprachlich manchmal holprigen, aber noch immer leicht verständlichen Texten ab. Das Textverständnis wird auch durch eine Handvoll Graphiken noch weiter erleichtert: So wird beispielsweise eindrücklich beschrieben, wie die Trainingsbewegung aussehen sollte – sie beschreibt in leserlicher Art und Weise, welche Position man während des Ruderns mit den Armen, den Händen, den Beinen und schließlich auch dem Rücken einnehmen sollte.4 Die Tester/-innen stießen sich nur an einem Aspekt der Bedienungsanleitung: Dass in ihr nämlich die deutsch- und englischsprachigen Texte in Spalten nebeneinander stehen. Das ist natürlich kein wesentliches Problem, nein, bricht aber doch mit normalen Lesegepflogenheiten.

Tipp: Training mit Bluthochdruck?

Verbraucher/-innen, die an hohem Blutdruck (arterieller Hypertonie) leiden, sollten sich vor dem Sprung ins Training noch einmal voll ärztlich „durchchecken“ lassen. Der Grund: Gerade die Ruderbewegung kann, abhängig vom Widerstand, mit erheblicher Anstrengung verbunden sein. Das wiederum kann sich in erheblichen Blutdruckspitzen äußern, die man als Hypertoniker/-in lieber vermeiden sollte. Ob man mit Bluthochdruck rudern sollte, lässt sich aber nicht allgemeingültig beantworten: Die Antwort richtet sich nämlich nach dem Ausmaß der Hypertonie, vielleicht vorhandenen anderen Krankheiten (insbesondere koronaren Herzkrankheiten) und dem aktuellen sportlichen Stand der Verbraucherin/des Verbrauchers.5

Technische Daten

Hersteller/Modell FINNLO Aquon Waterflow
Maße des Geräts in cm
(Bmax × Hmax × Tmax)
50,0 × 60,0 × 205,0 (horizontal) bzw.
50,0 × 205,0 × 60,0 (vertikal)
Gewicht des Geräts in kg 42,1 (ohne Wasser) bzw. 59,1 (mit Wasser)
Hauptmaterialien Holz, Metall (insb. Stahl), Plastik (insb. Polycarbonat)
Maximales Wasservolumen in l 17
Maximales Gewicht der Nutzerin/des Nutzers in kg 150
Anzahl der Widerstandslevel 4
Anzahl der Trainingsprogramme 0
Maße des Sitzes in cm
(Bmax × Tmax)
31,3 × 25,3
Höhe des Sitzes in cm
(Hmax)
27
Maße der Fußhalter in cm
(Bmax × Hmax)
11,5 × 34,0 (6 Höhen einstellbar, je ± 5,0 mm)
Abstand der Fußhalter in cm 11
Durchmesser des Handteils in mm 28
Display ja (Liquid Crystal Display, LCD)
Maße des Displays in cm (B × H) 6,6 × 8,2
Neigungswinkel des Displays in ° beliebig
Displayinhalte Zeit in min:s, Zeit/500 m in min:s, Widerstandslevel, Puls in bpm, Strecke in km, Ruderbewegungen/min, Kalorienverbrauch in kcal/h, Leistungserbringung in W
Trainingscomputer ja
Stromquelle des Trainingscomputers 2 Batterien (Typ AA, 1,5 V)
Gurt zur Herzfrequenzmessung nein (aber optional erhältlich)
Ein-/Ausklappbar nein (aber vertikal abstellbar)
Transportrollen ja (2, Ø: 7,5 cm)
Zubehör Batterien (2, Typ AA, 1,5 V), Bedienungsanleitung, Siphonpumpe (mit Schlauchelement), Tabs zur Wasserreinigung (4)

Bewertung

Hersteller/Modell % FINNLO Aquon Waterflow
Handhabung 35 90,3
Bildschirm 35 86,5
Bedienung 35 92,0
Transport 20 94,6
Bedienungsanleitung 10 89,3
Training 50 85,4
Ruderbewegung 50 94,3
Sitz / Sitzbewegung (Größe, Position usw.) 30 95,0
Anzahl der Widerstandslevel 15 92,0
Widerstandslevel anpassen / einstellen 5 98,0
Sicherheit 15 95,2
Stabilität 50 98,0
Hände 35 92,0
Füße (Fußplatten, -riemen usw.) 15 93,5
Bonus 0,25 (vertikal abstellbar)
Malus  
Preis in Euro (UVP) 1.499,00
Durchschnittlicher Marktpreis in Euro 1.449,00
Preis-/Leistungsindex 15,55
Gesamtbewertung 93,3 % („sehr gut“)

ETM 2020 04 FINNLO Aquon Waterflow RGB

Wie haben wir geprüft?

Training (50 %)

Hier wurde die Trainingsqualität von 12 verschiedenen Tester/-innen mit einer Altersspanne von 20 bis 65 Jahren, einer Gewichtsspanne von ~60,0 bis 120,0 Kilogramm und einer Größenspanne von ~1,60 bis 2,00 Metern bewertet: Wie gleichmäßig die einzelnen Trainingsbewegungen (unter Würdigung auch des Sattels) waren, wurde hier bei allen vier Widerstandsleveln (s. o.) einzeln ermittelt und beurteilt (40 % bzw. 20 %). Hier wurden auch die Form, die Größe und die Position des Sattels sowie die Qualität des Sattelpolsters bewertet: Aus der Perspektive verschieden leichter bzw. schwerer Tester/-innen. Weiterhin wurde beurteilt, aus wie vielen Modi man beim Modell wählen kann (15 %) und wie sich die einzelnen Modi näher anpassen lassen, bspw. in puncto Intensität (5 %). Wie viele Widerstandslevel man mit dem Modell verwirklichen kann (15 %) und wie sich das jeweilige Widerstandslevel durch das Ein- und (Wieder-)Auslassen von Wasser verändern lässt (5 %), wurde außerdem bewertet.

Handhabung (35 %)

Hier haben wir mit denselben 12 verschiedenen Tester/-innen mit einer Altersspanne von 20 bis 65 Jahren, einer Gewichtsspanne von ~60,0 bis 120,0 Kilogramm und einer Größenspanne von ~1,60 bis 2,00 Metern auch noch ermittelt und beurteilt, wie sich das Modell in praxi handhaben lässt: Hier spielten nicht nur die Art, die Größe und die Position des Bildschirms sowie die von all diesen Aspekten abhängige Ablesbarkeit der angezeigten Zahlen, Zeichen und Co. (35 %), sondern auch die Art, die Größe und die Position der einzelnen Tasten sowie der jeweils gegebene Druckpunkt (35 %) mit ein. Des Weiteren wurde auch bewertet, wie sich das Modell mit leerem Tank und mit vollem Tank hin- und herschieben lässt – über Holz-, Stein- und Poly­vinyl­chlorid-Fußböden (20 %). Schließlich wurde noch die (deutschsprachige) Bedienungsanleitung beurteilt: Diese musste alle wesentlichen Themenkreise zum Modell in verständlicher Art und Weise abhandeln und idealerweise noch mit Graphiken veranschaulichen.

Sicherheit (15 %)

Wie sicher sich das Modell handhaben lässt, wurde hier beurteilt: Nicht nur die von der Materialqualität abhängige Stabilität des Modells (5% %), sondern auch der den Händen (35 %) und den Füßen (15 %) jeweils vermittelte Halt (Grip) wurde hier ermittelt und bewertet. Hier spielten vor allem die einzelnen Materialien einschließlich der Außenmaterialstrukturen und die (mechanischen) Sicherheitsmechanismen, wie bspw. Fußriemen, mit ein.

Fußnoten

1 Vgl. Ingham, S. A. et al.: Physiological and Performance Effects of Low- versus Mixed-Intensity Rowing Training. In: Medicine & Science in Sports & Exercise. March 2008, Volume 40, Issue 3. S. 579 – 584. (Hier)

2 Vgl. Horn, P. et al.: Rowing increases stroke volume and cardiac output to a greater extent than cycling. In: Physiological Research. 2015, Volume 64, Issue 2. S. 203 – 207. (Hier)

3 Die Tester/-innen wichen ihrem Alter (20 bis 65), ihrem Gewicht (mmin: ~60,0 Kilogramm, mmax: ~120,0 Kilogramm) und ihrer Größe (Hmin: ~1,60 Meter, Hmax: ~2,00 Meter) nach in erheblichem Maße voneinander ab. Dadurch ließ sich die Qualität des Modells unter Würdigung vollkommen verschiedener, auch und vor allem von diesen Werten abhängiger Ansprüche beurteilen.

4 Vgl. die Bedienungsanleitung zum Aquon Waterflow, S. 11 bis 13.

5 Vgl. Predel, H. G.: Bluthochdruck und Sport. In: Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin. 1958, Nr. 9, S. 331.

Getestete Produkte

  • FINNLO Aquon Waterflow
/www/htdocs/w00bc79c/domains/2018_etm-testmagazin-de