8 Hochdruckreiniger im Vergleichstest

Arbeiten mit Hochdruck

26. März 2020

Mit dem Einbruch des Frühjahrs ist es auch hierzulande endlich wieder an der Zeit, sich der Gartenpflege anzunehmen. Gerade der Garten ist es nämlich, der durch die winterlichen Wetterbedingungen stark verwittern kann: Grünspan, Moos und allerlei anderes kann sich an dem draußen stehenden Holz, Stein und Co. absetzen. Glücklicherweise aber lassen sich all diese natürlichen Ablagerungen schnell wieder ablösen: Mit einem modernen Hochdruckreiniger kann man sie in Minutenschnelle abstrahlen – und das allein durch einen druckvollen Wasserstrahl, ohne jegliche Chemie. Bei einem Wasserdruck von über 100 bar können sich auch die wirklich widerspenstigen Ablagerungen nicht mehr halten. Hochdruckreiniger bieten von Werk aus verschiedene Düsen, um in allen Situationen eine gleichmäßig ordentliche Reinigungsleistung zu erreichen – manche von ihnen sollen zur Punktreinigung, andere von ihnen zur Flächenreinigung geeignet sein. In unserem aktuellen Test haben wir mit 12 Tester/​-innen 8 moderne Hochdruckreiniger renommierter Hersteller geprüft. Wo die wahren Stärken und Schwächen der einzelnen Modelle wurzeln, lesen Sie im Weiteren.

Ein Hochdruckreiniger ist ein großartiger „Allrounder“, mit dem man sich aller Reinigungsprojekte rund ums Haus annehmen kann: Mit ihm lassen sich nämlich nicht nur Böden und Wände pflegen, sondern auch draußen herumstehende Möbel können schnell in neuem Glanz erstrahlen. Das Wundervolle: Man kann die Objekte mit reinem Wasser abstrahlen und muss regelmäßig keine chemischen Spezialreinigungsmittel zur Hand nehmen; Flechten, Grünspan und Moos widerstehen schon dem hohen Wasserdruck nicht. Muss man aber doch einmal ein chemisches Mittel verwenden, so bieten viele Hersteller mittlerweile besonderes, diesem Zweck dienendes Zubehör an, vor allem in Gestalt separater Tanks. Bei nahezu allen Modellen kann der Arbeitsdruck entweder per Drehschalter am Modelläußeren selbst oder aber durch Drehbewegung an der Düse angepasst werden. So lassen sich die meisten Materialien – wahlweise also mit Nieder- oder Hochdruck – pflegen, ohne Schäden an ihnen zu verursachen. Mit geeignetem Zubehör können auch Autokarosserien, Fahrräder und Co. sorgfältig gereinigt werden.

Aufbau – im Detail

Ein Hochdruckreiniger lässt sich sehr leichtgängig in Betrieb nehmen: Man braucht bloß einen Strom- und einen vollkommen normalen Wasseranschluss mit geeignetem Wasserschlauch. Das Stromkabel ist bei allen Modellen ~5,0 m lang, sodass in den meisten Fällen eine Stromquelle ausreichend nah sein sollte. Für die Inbetriebnahme muss also der Wasserschlauch mit dem Modell verbunden werden; nun ist das Wasser per Drehbewegung am Wasserhahn weiter bis ins Modell zu leiten. Bevor man aber anschließend schon den Betrieb startet, sollte man die Taste an der Pistole A drücken, bis kontinuierlich Wasser aus der Düse schießt. Daran nämlich lässt sich erkennen, dass auch das Pumpensystem voller Wasser ist und sich anschalten lässt, ohne Schäden zu erleiden.

Bei ein paar der im Test vertretenen Modelle kann der Arbeitsdruck direkt am Modellkörper über ein Ventil B angepasst werden. Der Wasserschlauch C wird bei den meisten Modellen im Test von einer mal leicht- und mal schwergängigen Schlauchtrommel getragen: Mit ihr lässt er sich ordentlich ab- und wieder einrollen. Der Wasserschlauch sollte idealerweise viel Flexibilität bieten, um sich während der Arbeit nicht als Störnis zu erweisen. Auch an der Nahtstelle zwischen dem Wasserschlauch und der Pistole D sollte er drehbar sein; ansonsten nämlich besteht das Risiko, dass sich der Wasserschlauch während der Arbeit mehr und mehr verdrillt. Mit der Pistole kann man schließlich den Wasserausstoß steuern. Wie der Wasserstrahl aus dem Modell herausschießt, ist nicht nur vom Arbeitsdruck, sondern auch und vor allem von der Düsengestaltung abhängig. Für empfindlichere Materialien empfiehlt sich die Flachstrahldüse E: Sie streut den Wasserstrahl und vermindert dadurch den punktuellen Wasserdruck so sehr, dass Materialschäden auszuschließen sind. Für wirklich schwere Ablagerungen empfiehlt sich wiederum die Rotordüse (sog. „Dreckfräse“) F. Sie bündelt den Wasserstrahl konzentrisch und lässt ihn rotieren, um zum einen einen hohen punktuellen Wasserdruck zu erreichen und zum anderen auch ausladendere Flächen in annehmbarer Zeit abarbeiten zu können. Da der Wasserstrahl hier aber sehr druckvoll ist, sollte vorher geprüft werden, ob das zu pflegende Material einem solchen Wasserdruck auch wirklich schadlos stand hält. Des Weiteren sollte der Abstand zwischen der Düsenspitze und der jeweiligen Fläche erhöht werden. Der Düsenwechsel ist bei den allermeisten Modellen sehr leicht vorzunehmen, da sie mehrheitlich mit speziellen Schnellverschlüssen arbeiten. Nur vereinzelt werden noch normale Gewinde verbaut, sodass der Wechsel bei solchen Modellen mit viel Schraubarbeit verbunden ist.


Getestete Produkte

  • Güde Hochdruckreiniger GHD 135
  • Kärcher K 7 Compact Home
  • Kränzle X A17 TST
  • Makita HW1300
  • Nilfisk E 145.4-9 PAD X-tra
  • scheppach HCE2400
  • STIGA HPS 650 RG
  • STIHL RE 130 PLUS

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