17 Ventilatoren im Vergleichstest

Für eine kühle Brise im Sommer

25. Juni 2020

Die sommerliche Jahreszeit ist mit ihren wundervoll-hohen Temperaturen nun auch in Deutschland endlich da – und voraussichtlich wird sie in diesem Jahr wieder außerordentlich heiß werden. So herrlich blaue Himmel und hell herab strahlender Sonnenschein in vielen Situationen auch sind – allzu heiß sollte es dann auch nicht werden, vor allem nicht in den heimischen vier Wänden. Hier möchte man sich schließlich auch vor hochsommerlichen Hitzephasen zurückziehen und bei maßvollen Temperaturen erholen können. Dies lässt sich in verschiedener Art und Weise erreichen: Viele Verbraucher/​-innen rüsten ihren Wohnraum mit einem modernen Monoblock– oder Split-Klimasystem aus, um die Temperatur zu dämpfen (im ETM TESTMAGAZIN 07/2019 hatten wir 4 mobile Klimasysteme geprüft). Wem der mit einer solchen Installation verbundene Arbeits- und Zeiteinsatz aber zu viel ist, kann auch mit einem normalen Ventilator vorliebnehmen: Ein solcher stößt kontinuierlich einen künstlichen Windstrom aus. Dieses Mal hatten wir, passend zum Sommer, 17 verschiedene Ventilatoren im Test – mit Marktpreisen von 50 bis 565 €.

Ganz anders als ein Klimasystem kann ein Ventilator die im Haushalt herrschenden Temperaturen natürlich nicht absenken. Aber: Er stößt einen kontinuierlichen Windstrom aus, der die Verbraucher/​-innen im Haushalt durchaus abkühlen kann: Durch den Wind verdunstet nämlich der Schweiß, der vor allem im Sommer kontinuierlich aus den Hautporen rinnt. Weil während des Verdunstens Wärme verbraucht wird, empfindet man den Windstrom als kalt. Darüber hinaus empfehlen sich Ventilatoren auch zur regelmäßig kälteren Abend- und Nachtzeit: Mit ihnen kann man nämlich die Tageswärme aus den Wohnräumen schnell nach draußen „blasen“, wenn man sie in der Nähe eines Fensters betreibt. Mittlerweile sind zwei verschiedene Arten von Ventilatoren im Handel erhältlich: Dies sind zum einen die Stand- und zum anderen die Turmventilatoren, die sich in puncto Windstärke, -reichweite und auch Funktionsspektrum erheblich voneinander unterscheiden. Dabei ist‘s gleichgültig, ob man selbst nun einen Stand- oder einen Turmventilator ins Haus zu holen plant: Alle im Test vertretenen Modelle können mehr als nur Wind auszustoßen. Hervorzuheben ist hierbei vor allem die manuell an- und wieder abschaltbare, vereinzelt auch individuell an die Wohnraumsituation anpassbare Oszillation: Der Ventilator schickt den Windstrom nicht nur immer in ein und demselben Winkel in den Haushalt, sondern schwenkt kontinuierlich hin und her, um idealerweise alle Stellen des Wohnraums erreichen zu können. Was die Ventilatoren im Test sonst noch alles bieten, wie laut sie sind und wie viel Strom sie verbrauchen, lesen Sie im Testbericht.

Turmventilatoren im Detail – 
Aufbau und Funktion

Aufbau Turmvenitlatoren

Das „Herzstück“ eines jeden Turmventilators ist sein Propeller, der die Luft durch eine Handvoll nah beieinander stehender Lamellen A zunächst an- bzw. einzieht und sie anschließend durch andere Lamellen B an der gegenüberliegenden Seite schnell in den Wohnraum bläst. Der Propeller ist allerdings von außen nicht sichtbar, sondern vielmehr im Inneren des Modells installiert, um ein Mehr an Sicherheit zu bieten. Alle wesentlichen Funktionen, also vor allem die Windmodus- und Windstärkenwahl, sind über eine Handvoll mechanischer Tasten und ein Display C an dem Modell selbst vorzunehmen; alternativ ist bei vielen Turmventilatoren auch von Werk aus schon eine handliche Fernbedienung D vorhanden, die via Funk mit dem jeweiligen Modell kommuniziert. Da sie aber eines Displays entbehrt, sollte man immer Blickkontakt zu dem Turmventilator haben – ansonsten ist es regelmäßig schwer, den aktuellen Status in puncto Windmodus oder -stärke zu erkennen. Wie viele Windmodi und -stärken zur Auswahl stehen, ist vom Modell abhängig und reicht allein bei den im Test vertretenen Modellen von 1 bis 4 (Windmodi) bzw. 3 bis 99 (Windstärken): Meistens vorhanden ist beispielsweise ein Nachtmodus, in dem der Ventilator die Motorleistung in einem Mal oder sukzessive, also nach und nach, dämpft und dadurch sehr leise arbeitet: Dies empfiehlt sich insbesondere zur Nachtruhe; das leiseste Modell im Test stößt in einem solchen Modus nur leise wahrnehmbare Schallemissionen von durchschnittlich 16,9 dB(A) aus. Der Naturmodus hingegen will natürlichen Wind imitieren; in ihm ändert sich die Windstärke immer wieder, gleichsam so, wie es sich in der Natur verhält. Hervorzuheben ist schließlich noch der ähnlich weit verbreitete automatische Modus: Hier misst der Turmventilator die im Wohnraum herrschende Temperatur und passt die Motorleistung dementsprechend an. Jeder Turmventilator im Test bietet zudem einen Timer: Wann immer dieser aktiv ist, schaltet sich das Modell nach der vorab einprogrammierten Zeitspanne automatisch aus. Dank eines Motors kann das Gehäuse des Ventilators außerdem automatisch in einem bestimmten Winkel oszillieren, sich also innerhalb des Oszilllationswinkels hin- und herdrehen: Dadurch wird der Wind gleichmäßig im Haushalt verteilt. Die Stromversorgung erfolgt bei allen dieses Mal geprüften Modellen über ein Stromkabel E, während die Fernbedienung mit einer (regelmäßig schon von Werk aus enthaltenen) Batterie des Typs CR2032 betrieben wird.

Standventilatoren im Detail –
Aufbau und Funktion

Aufbau Standventilatoren

Bei einem Standventilator kann man den Propeller A, anders als bei den Turmventilatoren (s. o.), auch schon von außen sehen. Damit man die Propellerelemente während des Betriebs aber nicht aus Versehen berührt werden, sind hier von Werk aus spezielle Gitter B gegeben, die so engmaschig gestaltet sind, dass keine Hände durch sie hindurch reichen können, gleichgültig ob es sich hierbei um Erwachsenen- oder Kinderhände handelt. Um den Strom des Windes ideal steuern zu können, kann der Ventilatorkopf – bei den allermeisten Modellen aber nur manuell – nach oben oder unten geneigt werden. Außerdem kann man beim Großteil der im Test vertretenen Standventilatoren eine Oszillation des Ventilatorkopfs anstoßen, wobei sich der aktuelle Winkel des Windausstoßes kontinuierlich ändert und vereinzelt auch individuell bestimmt werden kann. Die Interaktion mit dem Ventilator erfolgt über Tasten und verschiedentlich auch über Leuchtdioden (LEDs) bzw. ein Display C>; ab und an ist obendrein auch eine Fernbedienung D vorhanden. Soll sich der Ventilator nach einer bestimmten Zeitspanne abschalten, beispielsweise inmitten der Nacht, kann ein Abschalttimer einprogrammiert werden. Des Weiteren lässt sich, um den Windstoß ideal an die jeweilige Situation anzupassen, aus mehreren Windmodi wählen; selbstverständlich sind auch mehrere Windstärken vorhanden. Auch alle Standventilatoren in diesem Test schöpfen ihren Strom aus dem Stromnetz, müssen also per Stromkabel E verbunden werden.

Übrigens: Ganz anders als Turmventilatoren, die größtenteils schon von Werk aus montiert sind und bloß noch ihres Anschlusses ans Stromnetz harren, braucht’s bei Standventilatoren regelmäßig einen größeren Arbeits- und Zeiteinsatz: Während des Tests haben sich hier vor allem der Zusammenbau der Propeller und des Gitters als schwergängig erwiesen – aber auch das war, wie so vieles anderes, modellabhängig.

Getestete Produkte

Turmventilatoren

  • Brandson ­Equipment 303803 Turmventilator
  • DOMO DO8126
  • Dyson Dyson Pure Cool Turmventilator mit Luftreiniger
  • Fakir prestige | TVL 90
  • Rowenta VU 6670F0 Rowenta Turmventilator EOLE INFINITE
  • Sichler Haushaltsgeräte 3-stufiger Design-Turmventilator VT-375 mit Ionisator (NC-6029)
  • Solis Easy Breezy
  • Syntrox Germany Turmventilator Klima_Chef_TFT-50 W
  • Vornado Tower L

Standventilatoren

  • BALMUDA The GreenFan
  • Brandson Equipment 303369 DC Standventilator
  • DOMO DO8149
  • Fakir premium | VC 60 DC
  • Rowenta Standventilator TURBO SILENCE EXTREME+ VU5770
  • Solis Fan-Tastic
  • Syntrox Germany SVT-50W_Chrome
  • Vornado 6303DC

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