Wissenswertes zu mobilen Klimageräten

17. Juli 2012

Für alle, die in ihren Wohnungen oder im Büro auch im Sommer ein angenehmes Klima erzeugen und der Hitze trotzen möchten, gibt es eine Vielzahl an Klimageräten. Um die leistungsstarken zweiteiligen Split-Geräte einzusetzen, sind allerdings zwingend bauliche Veränderungen nötig; die warme Luft aus dem Zimmer wird dabei durch ein Loch in der Wand nach außen transportiert. Gerade für Mieter ist daher der Einbau einer solchen Klimaanlage nur in seltenen Fällen möglich.

Festinstallation einer mobilen KlimaanlageBauen Sie sich Ihre eigene, kostengünstige Fest-Installation. Dazu schneiden Sie sich ein Stück Styropor so zurecht, dass es in das gewünschte Fenster passt, stanzen ein Loch für den Abluftschlauch heraus und stecken diesen hindurch.

Weitaus unkomplizierter kann sich dagegen der Einsatz eines mobilen Klimagerätes darstellen; diese arbeiten als Monoblockgeräte mit integrierten wärmenden und kühlenden Flächen in einem Gehäuse. Dabei sind sie mobil einsetzbar und können in nahezu jedem gewünschten Raum für Abkühlung sorgen; allerdings muss der Raum ein Fenster haben, damit mittels eines Schlauchs warme Raumluft ins Freie geblasen werden kann.

Sie haben es so aber schwerer als die Split-Geräte, um einen Raum nachhaltig zu kühlen: Durch das gekippte Fenster strömt immer wieder warme Luft in den Raum. Für eine stationäre Aufstellung kann der Abluftschlauch des Klimagerätes auch an eine zuvor fachmännisch installierte Wand- bzw. Fensterdurchführung angeschlossen werden.

Kritiker sagen, dass es in der Nähe von mobilen Klimageräten sehr kalt sei, woanders im Raum dagegen warm.

Durch unsere Messergebnisse im Test von Mobile Klimageräte 07/2011 wurde deutlich, dass dieser Vorwurf so nicht stimmt. Zwar ist es in der Tat in der näheren Umgebung rund um die Ausblasschlitze mächtig kühl; dieser Eindruck verstärkt sich noch, wenn der Lüfter auf vollen Touren läuft. Die Unterschiede in der Temperaturverteilung in unserem Testraum (hier: ca. 14 qm) waren nicht zu übersehen. Nach einer halben Stunde variierten die Temperaturen im Raum je nach Modell um ca. ein bis vier Grad.

Horizontale Raumtemperatur bei Mobilen KlimagerätenDarstellung nach 30 Minuten Kühl-Betrieb. Ausgangstemperatur der Messung: 28°C. Die Temperaturen steigen mit größer werdendem Abstand zum Klimagerät. Um so höher die Raumtemperaturen, desto größer waren auch die anfänglichen Temperaturunterschiede.

Erst nach gut einer halben Stunde konnte beispielsweise beim Testsieger eine gleichmäßige Raumtemperatur von 23°C gemessen werden, obwohl bereits nach 10 Minuten ein Großteil des Zimmers auf die gewünschten 23°C heruntergekühlt waren. Einem anderen Modell gelang dies jedoch nicht. Dort zeigte das Thermometer auch noch nach zwei Stunden Temperaturunterschiede von bis zu zwei Grad an.

Warme Luft steigt nach oben, sie dehnt sich aus

Unsere Frage war: Wie schnell kühlt ein mobiles Kühlgerät die oberen Luftmassen herunter? Wir bestimmten im Test von Mobile Klimageräte 07/2011 drei von der Höhe her unterschiedliche Messpunkte (1,0 m / 1,50 m / 2,0 m) und ließen das jeweilige Klimagerät im höchstmöglichen Kühlmodus laufen.

Vertikale Raumtemperatur bei Mobilen Klimageräten Darstellung nach 30 Minuten Kühl-Betrieb. Ausgangstemperatur der Messung: 28°C. Hierbei wird deutlich, dass die Temperaturen zunehmen, je höher der Messpunkt liegt.

Nach einer halben Stunde sind die Temperaturen zwar generell gegenüber den Ausgangstemperaturen gesunken, aber das Thermometer zeigte deutlich unterschiedliche Gradzahlen an. Die Geräte mit besseren Kühlleistungen oder stärkeren Gebläsefunktionen konnten dabei für vergleichsweise geringe Temperaturunterschiede sorgen; bei dem Modell mit geringster BTU-Leistung war die Luft gerade bei der Zwei-Meter-Marke deutlich erhöht.

Tipp:

Das Gebläse sollte in Richtung Decke ausgerichtet werden, damit die warme Luft umgewälzt wird und dadurch der Raum gleichmäßig abgekühlt wird!

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