20. Februar 2026
Sprachassistenten sind dank moderner KI-Technologien in den vergangenen Jahren immer cleverer geworden. Sie können auf Anfrage nützliche Informationen liefern, interessante Unterhaltungen führen oder Geräte aus der Ferne steuern. Doch die praktischen Helfer gelten unter Datenschutzexperten teilweise auch als sogenannte Datenkraken, weil sie viele Informationen zu ihren Nutzern sammeln und verarbeiten.
Sprachassistenten sind dank moderner KI-Technologien in den vergangenen Jahren immer cleverer geworden. Sie können auf Anfrage nützliche Informationen liefern, interessante Unterhaltungen führen oder Geräte aus der Ferne steuern. Doch die praktischen Helfer gelten unter Datenschutzexperten teilweise auch als sogenannte Datenkraken, weil sie viele Informationen zu ihren Nutzern sammeln und verarbeiten.
Dieser Artikel erklärt, was der Einsatz eines Sprachassistenten in den eigenen vier Wänden für die Privatsphäre bedeutet. Glücklicherweise gibt es aber einige Tipps, die man befolgen kann, um bei der Nutzung nicht alle Daten preisgeben zu müssen – dazu später mehr.
Welche Daten werden von Sprachassistenten gesammelt?
Alle modernen Sprachassistenten funktionieren auf ähnliche Weise, ob Alexa, Google Assistant oder Siri. Sie nehmen einen Befehl auf, schicken ihn zur Verarbeitung an die Cloud und kommen dann mit einem Ergebnis wieder zurück. Damit dieser Prozess überhaupt erst funktionieren kann, müssen Daten gesammelt, verarbeitet und gespeichert werden.
Besonders relevant sind hierbei natürlich der Sprachbefehl selbst, die Art der Anfrage und ihre Häufigkeit. Aber auch personenbezogene Daten wie Namen, Telefonnummern, IP-Adressen und weitere Informationen zum Gerät können herangezogen werden.
Hinzu kommt, dass viele Sprachassistenten dauerhaft zuhören, um auf Aktivierungswörter reagieren zu können. In der Realität passiert es aber immer wieder, dass sie versehentlich oder absichtlich mitlauschen. So musste Apple erst im Januar 2025 wegen Datenschutzverstößen von Siri eine Sammelklage für insgesamt 95 Millionen US-Dollar beilegen.
Wie kann man als Nutzer hohe Privatsphäre sicherstellen?
Wer auf die praktischen Sprachassistenten nicht gänzlich verzichten kann, sollte auf einige Tipps bei der Nutzung achten, um die eigene Privatsphäre zu steigern. Mit den folgenden Tipps ist ein guter Kompromiss zwischen Funktionalität und Privatsphäre möglich.
Datenschutzeinstellungen checken und anpassen
Als Erstes sollte man die jeweiligen Einstellungen zum Datenschutz des Sprachassistenten anpassen. Entsprechende Optionen finden sich eigentlich bei jedem Dienst bzw. Anbieter. Dort kann man beispielsweise die Speicherdauer einstellen oder, dass Aufzeichnungen überhaupt nicht abgespeichert werden. Weitere Erklärungen finden sich in den Einstellungen selbst.
Aufnahmen regelmäßig oder gezielt löschen
Alternativ lassen sich Aufnahmen auch per Befehl löschen. Das gelingt entweder in den Einstellungen zum Datenschutz (siehe oben) oder per Sprachbefehl selbst. So bietet Alexa diese praktische Funktion an, wenn man sie zuvor in den Einstellungen aktiviert. Dann lassen sich zum Beispiel einzelne Befehle sofort per Zuruf bzw. Sprachbefehl wieder löschen.
Sprachassistenten nicht in jedem Raum platzieren
Obwohl es praktisch sein kann, das eigene Smart Home von jedem Raum aus per Sprachbefehl steuern zu können, ist das nicht immer empfehlenswert. Insbesondere im Schlafzimmer lassen sich teilweise sensible Unterhaltungen aufzeichnen. Im Wohnzimmer oder in der Küche ist der praktische Helfer meistens besser aufgehoben, auch mit Hinblick auf die Privatsphäre.
Separaten Account zur Nutzung einrichten
Die meisten Menschen nutzen ihren Sprachassistenten mit ihrem Haupt-Account. Das hat praktische Vorteile wie hohe Personalisierung, kann aber auch mit Nachteilen bei der Privatsphäre einhergehen. Wer den hohen Grad an Personalisierung nicht benötigt, kann mit separaten Accounts verhindern, dass der Sprachassistent an alle Daten gelangt.
Mikrofon oder Sprachassistenten abschalten
Wer ohnehin plant, den Sprachassistenten für eine längere Zeit nicht zu nutzen, sollte das Mikrofon oder das komplette Gerät abschalten. So kann man versehentliche Aufnahmen komplett vermeiden. Gleiches gilt für Apps auf dem Handy, die womöglich ebenfalls über eine Berechtigung für das Mikrofon verfügen und unbeabsichtigt mithören könnten.
Extra-Tipp: Mit VPN für noch mehr Privatsphäre sorgen
Sprachassistenten wie Alexa, Google Assistant oder Siri beziehen unter anderem auch die IP-Adresse ein, um Nutzer besser nachverfolgen und ihren Standort bestimmen zu können. So gut wie alle Dienste und Apps im Internet greifen ebenfalls auf diese Information zu. Manchmal ist das zum Vorteil des Nutzers, manchmal hingegen eher zum Nachteil.
Wer diese Art der Nachverfolgung vermeiden möchte, kann mit einer VPN-App die eigene IP-Adresse maskieren und somit eine höhere Privatsphäre sicherstellen. Ein VPN (virtuelles privates Netzwerk) lässt sich sogar auf vielen WLAN-Routern installieren, wodurch alle verbundenen Smarthome-Geräte und Sprachassistenten ebenfalls abgesichert werden können.
Das steigert die Privatsphäre im Internet und sorgt für mehr Sicherheit beim Surfen. Den besten VPN-Preis erhält man beim Kauf eines Jahresabos, heruntergebrochen sind das dann nur noch wenige Euro im Monat. Gegen einen kleinen Aufpreis erhalten Käufer sogar noch weitere praktische Funktionen wie Anti-Schadsoftware-Schutz mit dazu.







