Mal-Kreide selbst herstellen

21. März 2013

Ein kleines Stückchen Kreide kann für ganz viel Freude sorgen. Es lassen sich damit nicht nur Bilder malen, auf dem Hof können auch Spielfelder für Himmel und Hölle oder Völkerball gezogen werden. Speziell Straßenkreide lässt sich auch einfach und vor allem günstig käuflich erwerben, jedoch gibt es immer wieder Skandale, aufgrund von giftigen Inhaltsstoffen.

Glücklicherweise lässt sich Kreide ganz einfach selbst herstellen. Wahlweise sogar mit ganz natürlichen Farbstoffen.

Materialien für selbst gemachte Kreide

  • Gips
  • Papprollen
  • DinA4 Papier
  • dickes Klebeband
  • Rührschüssel
  • Löffel
  • Tasse
  • Wasser
  • Gummihandschuhe
  • Becher oder Glas

Zusätze für farbliche Kreide:

  • Farbsud
  • Pigmente
  • Lebensmittelfarbe
  • Abtönfarbe
  • Fingerfarbe oder Plakatfarbe

Kreideform herstellen

Zuerst wird das Papier um die Papprolle gewickelt und mit etwas Klebestreifen zusammengehalten. Dann wird ein Ende zu gefaltet und ordentlich mit Klebeband verklebt, damit später kein Gips herausläuft. Ist die Form fertig, wird die Papprolle entfernt und die Form für einen guten Stand in einen Becher oder Glas gegeben.

Gießmasse anfertigen

Hierfür werden erst einmal die Handschuhe übergezogen, dann vier Esslöffel Gips in eine Schale gegeben. Nach bedarf kommt die Farbe hinzu und wird dann mit Wasser so weit aufgefüllt, bis es unter Rühren einen dickflüssigen Brei ergibt. Wird die Kreide mit Farbsud erstellt, sieht die Herstellung etwas anders aus:

  • Rotviolett kann gut durch Rote Beete erzeugt werden.
  • Rot kann aus rotem Malventee gewonnen werden.
  • Graublau bis schwarz gibt es durch Holunderbeeren oder die Saftvariante.
  • Gelbgrün entsteht durch Brennesselblätter.
  • Hellgelb wird aus heißem Matetee gewonnen.
  • Gelb wird durch Apfelbaumblätter erzeugt.
  • Goldgelb entsteht aus roten und gelben Ahornblättern.
  • Orange wird aus Karotten gemacht.
  • Braun benötigt Kaffee oder Tee.
  • Grün gelingt einfach aus Spinat oder Petersilie.

Herstellung für den Sud

Frischpflanzen und Gemüse brauchen keine Einwirkzeit, sie können zerkleinert dem Wasser zugeführt werden. Hierbei sind 500g zu zwei Litern Wasser zu geben, welches dann 30 bis 40 Minuten gekocht wird. Blätter, Blüten und Beeren hingegen brauchen einige Stunden zum Einweichen. Auf zwei Liter Wasser kommen 30 bis 100 Gramm, die Kochdauer beträgt etwas 30 bis 60 Minuten. Kaffee und Tee können wiederum so dem Wasser hinzugegeben werden. Auf zwei Liter rund 30 bis 50 Gramm, was dann 20 bis 30 Minuten gekocht wird. Nach dem Kochen wird der Sud dann gefiltert. Einige Zusätze können das letztliche Farbergebnis dann noch intensivieren. Eisennagel verdunkelt die Farbe beispielsweise, während Essig diese aufhellt.

Es wird dann ebenfalls soviel Sud zu den vier Esslöffeln Gips gegeben, bis eine Art Brei entsteht.

So wird Kreide daraus

Zügig, da die Gipsmasse schnell trocknet, wird sie in die Form gegossen. Damit sie aber wirklich durch getrocknet ist, muss sie schon ein, zwei Tage in der Form stehen bleiben. Dann kann das Papier entfernt und los gemalt werden.

Foto: Susanne Schmich/pixelio.de

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