EC Karten im Ausland

11. April 2012

Bei Reisen ins außereuropäische Ausland kann es am Geldautomaten für einige Bankkunden zu bösen Überraschungen kommen. Innerhalb des „einheitlichen Zahlungsverkehrsraums“ (kurz „Sepa“ für „Single European Payments Area“) können Kunden mit ihrer Girokarte, häufig als EC-Karte bezeichnet, Bargeld abheben. Zum Sepa-Raum zählen alle EU-Mitgliedstaaten sowie einige Anrainerstaaten.

In diesen Ländern funktioniert das Abheben von Bargeld über den so genannten EMV-Chip. Außerhalb des Sepa-Raums hingegen erfolgt der Zugriff auf die Karte noch über den Magnetstreifen, der jedoch wesentlich einfacher von Betrügern ausgelesen werden kann. Um ihre Kunden vor Betrügern zu schützen, hat die Deutsche Bank den Verfügungsrahmen für Abbuchungen im Ausland via Magnetstreifen auf Null gesetzt. Einige andere Banken beschränken zudem den Verfügungsrahmen auf einen gewissen Betrag pro Tag. Betroffene Kunden sollten deshalb vor Auslandsreisen ihre Bank kontaktieren, um das Limit auf den gewünschten Rahmen heraufzusetzen.

Ebenfalls betroffen sind die Kunden der Postbank sowie einiger Volksbank-Fillialen. Hier kommt nicht mehr das altbekannte Maestro-Verfahren zum Einsatz, sondern das so genannte V-Pay- System, bei dem der Zugriff auf die Karte über den EMV-Chip erfolgt. Im nicht EU-Ausland funktionieren die Karten der jeweiligen Banken gar nicht, weshalb den Kunden bei Reisezielen außerhalb des Sepa-Raums empfohlen wird, eine Kreditkarte mitzuführen.

Foto: Daniel Rennen  / pixelio.de

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