Direktes und indirektes Grillen

08. Mai 2012

Oft stehen angehende Grillmeister vor der Frage, ob sie nun direkt oder indirekt grillen sollen. Welche Grillmethode besser geeignet ist, hängt von dem jeweiligen Grillgut ab. Generell sollten Speisen, die innerhalb von 25 Minuten gar sind, am besten direkt gegrillt werden, während Lebensmittel mit einer längeren Garzeit besser indirekt gegrillt werden.

Direktes Grillen

Beim direkten Grillen befindet sich das Grillgut genau über der Hitzequelle. Wenn ein Gasgrill verwendet wird, sollten alle Brenner bei voller Leistung vorheizen und dann auf eine einheitliche Temperatur gestellt werden. Das direkte Grillen bietet sich an, um das Fleisch scharf anzugrillen, damit sich die Poren schließen und der Fleischsaft nicht heraustropft. Am besten wird das Grillgut nach der Hälfte der Zeit einmalig gewendet. Besonders für das direkte Grillen geeignet sind Steaks, Koteletts, Hamburger, Würstchen und Gemüse.

Indirektes Grillen

Beim indirekten Grillen wird der Grill nur teilweise befeuert. Daher wird nach dem Vorheizen bei einem Mehrfach-Brenner-Gasgrill der mittige Brenner und bei einem Zweifach-Brenner-Gasgrill der vordere Brenner ausgeschaltet. Das Grillgut liegt dabei nicht direkt über der Hitzequelle. Wenn der Grilldeckel geschlossen wird, müssen die Speisen nicht einmal gewendet werden, da alles gleichmäßig durchgart. Fleisch wird so sehr saftig und zart. Besonders für Braten, Rippchen, ganze Hähnchen und andere große Fleischstücke eignet sich diese Grillmethode. Wenn das Grillgut bei 120 bis 140 °C gart, kann die Grilltemperatur für die letzte Viertelstunde auf 180 bis 230 °C erhöht werden, damit es auch schön knusprig wird.

Schamatische Darstellung von direktem und indirektem GrillenLinks: Indirektes Grillen. Rechts: Direktes Grillen.

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