Work-Life-Balance wichtig für zufriedene Arbeitnehmer

29. März 2016

Vom Kassierer an der Supermarktkasse über den Grundschullehrer bis hin zum Geschäftsführer möchte wohl jeder in seinem Beruf möglichst viel Geld verdienen. Doch eine neue Studie zeigt, dass Geld allein nicht glücklich macht, wenn dieses lediglich dazu dient, für verlorene Freizeit zu entschädigen.

Geld entschädigt nicht für verlorene Freizeit

Die weltweit größte Jobbörse „Indeed“ hat 25.000 Übernehmensbewertungen auf ihrer Seite ausgewertet und die Ergebnisse als Studie veröffentlicht. Die Ergebnisse sind für einige vermutlich überraschend, denn es sind nicht etwa die Berufe, in denen am meisten Geld verdient wird, die auch besonders glücklich machen. Vielmehr ist die Auswahl an glücklichen Berufen bunt durchmischt: Sowohl Maurer, Tischler und Elektriker als auch Lehrer und Krankenschwestern schaffen es in die Top 20. Am glücklichsten zählen sich Trainer, studentische Hilfskräfte und – wenig überraschend – Geschäftsführer. Besonders schlecht hingegen schneidet berufsübergreifend die mittlere Führungsebene (Teamleiter, Filialleiter, Schichtleiter etc.) ab. Die zehn unglücklichsten Berufe setzen sich allesamt aus diesen Leitungspositionen zusammen.

Flexible Arbeitszeiten fördern das Arbeitsklima

Doch was ist der Grund dafür, dass gerade die mittleren Führungsschichten so unglücklich mit ihrer Arbeit sind? Schuld soll laut der Studie vor allem die unausgeglichene Work-Life-Balance sein. So bekommen die mittleren Leitungspositionen zwar mehr Geld, eine erhöhte Jobsicherheit und die Möglichkeit, sich weiterzubilden, dies gehe aber Hand in Hand mit mehr Überstunden. Für die meisten Menschen ist das Mehr an Geld und Erfahrung es schlicht nicht Wert, die wertvolle Freizeit dafür zu opfern. Neben der ausreichenden Freizeit steuere aber auch die Unternehmenskultur und der Führungsstil viel zum Glück der Arbeitnehmer bei. Die Erkenntnisse seien laut Frank Hensgens, Geschäftsführer Indeed Deutschland, vor allem für Arbeitgeber sehr wertvoll, denn vor allem die Work-Life-Balance sei sehr einfach zu beeinflussen: „Home-Office-Regelungen oder wirklich flexible Arbeitszeiten bedeuten für die meisten Unternehmen keine großen Investitionen, können aber über Nacht die Work-Life-Balance der Mitarbeiter ändern.“

Unglücklichste Arbeitnehmer in Leipzig

Weltweit sind die glücklichsten Arbeitnehmer übrigens in Kolumbien, Mexiko und Russland zu finden; in Europa vor allem in Irland, Norwegen und Spanien. Am unzufriedensten sind die Arbeitnehmer hingegen in Japan, Deutschland und Südafrika; ebenfalls schlecht sieht es in Europa für die Angestellten in Frankreich, Polen und Österreich aus. In Deutschland können sich vor allem Arbeitnehmer in München, Frankfurt am Main, Stuttgart und Köln glücklich schätzen, währen die unzufriedensten Menschen in Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Leipzig arbeiten.

Quelle: Indeed

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