Warnung vor Schlüsseldienst „Tag und Nacht“

05. Februar 2016

Wer sich aussperrt, gerät häufig in Panik und wählt in der Not den erstbesten Schlüsseldienst aus. Wenn dieser auch noch niedrige Preise verspricht, scheint alles perfekt. Doch eine gründlichere Suche zahlt sich in der Regel aus.

Erste Googleergebnisse nicht unbedingt die besten

Als ein Ehepaar aus Niedersachsen sich aussperrte, taten sie, was vermutlich jeder in so einer Situation tun würde: Sie zückten das Smartphone und suchten per Google nach Schlüsseldiensten. Eine der ersten Schlüsselnotdienste, die sie fanden, war die Firma „Tag und Nacht“. Nach einem kurzen Telefonat war von gerade einmal 40 Euro für die Türöffnung die Rede. Die Überraschung kam erst nach erledigter Arbeit, denn aus den ursprünglichen 40 Euro wurden plötzlich 860 Euro. Unnötigerweise hatte die Firma das Schloss gewechselt und stellte noch teure Fahrten in Rechnung. Mittlerweile sind Beschwerden gegen die Firma aus ganz Niedersachsen bekannt. Für eine einfache Türöffnung nimmt der Schlüsseldienst zwischen 400 und 600 Euro, in manchen Fällen wurden bis zu 1.000 Euro berechnet. „Die Anzeigen dieses Dienstes tauchen bei einer Google-Suche zumeist sehr weit oben auf und werben mit Lockvogelangeboten und einer kostenlosen 0800er-Nummer“, erklärt Kai Kirchner, Rechtsexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Gründlich suchen lohnt sich

Es lohnt sich in jedem Fall bei Google nicht die ersten Ergebnisse zu nutzen, denn, was vielen Nutzern nicht klar ist, die ersten Google-Treffer bestehen aus bezahlten Anzeigen. Die Anzeigenhinweise werden von den meisten allerdings überlesen. „Verbraucher sollten weiter herunterscrollen um die tatsächlichen Suchergebnisse zu nutzen,“ rät Kirchner. Bei einer gründlicheren Suche lassen sich sehr schnell seriöse Anbieter finden, die eine Türöffnung zum Festpreis von 50 bis 100 Euro anbieten.

Quelle: Verbraucherzentrale Niedersachsen

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