Verbraucherzentrale NRW warnt vor Amazons Rezensenten

24. November 2013

Egal auf welchem Portal man sich befindet, sofern es etwas zu erstehen gibt, sollen Kundenrezensionen anderen potentiellen Kunden eine Einsicht darüber bieten, ob das gewünschte Produkt hält, was es verspricht. Allerdings stellte sich heraus, dass einige Hersteller und Anbieter diese Plattform der Kommunikation nutzen, um ihre Produkte hervorzuheben oder andere herabzusetzen.

Um solch gefälschten Rezensionen entgegenzuwirken, hat Amazon vor drei Jahren den Vine-Club eröffnet. 10.000 derer, die als Kunden fleißig Rezensionen verfasst haben, hat Amazon in den Club eingeladen um unter der Flagge des Vine-Clubs Rezensionen zu verfassen.

Stichproben der Verbraucherzentrale

Doch die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat den Vine-Club genauer untersucht und weist darauf hin, dass die Rezensionen der Vine-Club-Mitglieder scheinbar nicht so objektiv bewerten, wie Amazon es glauben macht. Die Verbraucherzentrale führt auf, dass sich die Mitglieder jeden ersten Donnerstag im Monat Produkte in verschiedenen Preiskategorien aussuchen können – selbst im Wert von mehreren tausend Euros – um diese zu testen, rezensieren und anschließend zu behalten. So gab es unter den zu testenden Produkten beispielsweise Ultrabooks von Sony im Wert von 2000 Euro oder Kaffeevollautomaten und Digital-Kameras für jeweils mehr als 500 Euro. Sie merkt auch an, dass nicht alle Vine-Club-Mitgleider ihre vollständigen Namen angeben, wobei Amazon sonst meine, dass Renzensenten unter echtem Namen die besseren Rezensionen abgeben. Bei einer Stichprobe von 30 Produkten stellte die Verbraucherzentrale heraus, dass die positive Bewertung der Vine-Club-Mitglieder die gesamte Bewertung gepusht habe.

Quelle: http://www.vz-nrw.de/vine-club

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