Forderung an die Bundesregierung

04. Mai 2018

Am vergangenen Mittwoch stellte foodwatch zusammen mit anderen Organisationen einen offenen Brief in Berlin vor. Die Forderung richtet sich an die Bundesregierung, endlich zu handeln.

Das Robert-Koch-Institut belegt, dass 15 % der Kinder und Jugendlichen in Deutschland übergewichtig oder adipös sind. Verglichen mit den 80er und 90er Jahren ist das ein Anstieg um rund 50 %. Auch bei den Erwachsenen gelten 67 % der Männer und 53 % der Frauen als übergewichtig. Das zeigt sich auch mit einem erheblichen Anstieg der an Diabetes erkrankten Menschen; rund 6,7 Millionen Menschen in Deutschland müssen mit Diabetes leben. Das ist ein Anstieg von rund 38 % seit Beginn des Jahrtausends.

Daher fordern mehr als 2.000 Ärztinnen und Ärzte vier konkrete Maßnahmen: Eine verständliche Lebensmittelkennzeichnung in Form einer Nährwert-Ampel, Beschränkung der an Kinder gerichteten Lebensmittelwerbung, verbindliche Standards für die Schul- und Kitaverpflegung und steuerliche Anreize für die Lebensmittelindustrie, gesündere Rezepturen zu entwickeln. Dazu wäre eine Sonderabgabe auf gesüßte Getränke denkbar. Unter den Unterzeichnern des offenen Briefs sind mehr als 1.300 Kinder- und Jugendärzte, 222 Diabetologen und 58 Professoren der Medizin. 

Darüber hinaus läuft bei foodwatch eine Unterschriftenaktion, für eine Limo-Steuer auf zuckerhaltige Limonaden.

Quelle: https://www.foodwatch.org/de/informieren/zucker-fett-co/aktuelle-nachrichten/2000-aerzte-fordern-massnahmen-gegen-fehlernaehrung/

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