Diät-Studie

29. April 2012

Dieser Frage ging eine internationale Studie von acht europäischen Forschungszentren nach, an der sich insgesamt 772 Familien beteiligten. Die Probanden nahmen zunächst mithilfe fünf verschiedener Diätprogramme über zwei Monate ab, durchschnittlich elf Kilo. Danach untersuchten die Wissenschaftler, welche der fünf Ernährungsvarianten am besten geeignet war, um den Jo-Jo-Effekt zu verhindern.

Im Ergebnis ermittelten die Forscher zwei bedeutende Faktoren, die einen Diäterfolg begünstigen. Nahrungsmittel mit hohem glykämischem Index (GI) sollten vermieden werden. Der GI beschreibt, wie stark und schnell ein Lebensmittel den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. Einen hohen GI weisen z.B. Lebensmittel auf, die viel Zucker enthalten, aber auch Kartoffeln oder Weißbrot. Der Nachteil: Nahrung mit hohem GI führtzwar schnell zu einem Sättigungsgefühl, jedoch sinkt der Blutzuckerspiegel auch schnell wieder, was zu Heißhunger und Essattacken führen kann.

Die Gruppe der Probanden, deren Ernährung durchschnittlich den höchsten GI aufwies, zeigte den stärksten Jo-Jo-Effekt und nahm am meisten zu. Zu bevorzugen sind demnach Speisen mit niedrigem GI wie etwa Vollkornbrot oder frisches Obst wie Äpfel und Orangen. Als zweiten, bedeutenden Faktor identifizierte die Studie einen möglichst hohen Eiweißanteil in der Ernährung. Eiweiß sättige nach Ansicht der Forscher am besten. Zudem verbraucht der Körper rund ein Fünftel der durch Eiweiß aufgenommenen Energie bereits für die Verdauung.

Den größten und vor allem nachhaltigsten Diäterfolg hatten die Probanden, deren Ernährung zu 25% aus Eiweiß bestand. Und diese Variante hatte einen weiteren, besonderen Vorteil: Die Quote derer, die vorzeitig die Diät abbrachen, war in dieser Gruppe am niedrigsten.

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