Das Internet als Plattform der Kreativität

09. Juni 2016

Die Zeiten, in denen man einen größeren Aufwand betreiben musste, um kreativ zu sein und dies mit vielen Menschen zu teilen, sind lange vorbei. Das Internet ermöglicht es jeden, sich vollends kreativ auzutoben und wie eine neue Studie zeigt, nutzt die Mehrheit dieses Angebot auch rege.

Bildbearbeitung besonders beliebt

Im Rahmen einer repräsentativen Umfrage des Londoner Trendforschungsinstituts Enders Analysis im Auftrag des internationalen Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmens Bertelsmann wurden insgesamt 5.267 Personen aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien zu ihren Ansichten über die Kreativwirtschaft sowie ihrem Verhalten im Internet befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich in allen drei Ländern die Mehrheit als kreativ beschreiben würde. 71 Prozent der Deutschen, 73 Prozent der Franzosen und 63 Prozent der Briten halten sich für kreative Menschen. Insbesondere das Internet ist für den Ausdruck dieser Kreativität eine große Hilfe. Ganze zwei Drittel der selbsternannten Kreativen nutzt das Internet als Plattform für ihre Kreativität. Die beliebteste Beschäftigung stellt hierbei das Hochladen und Bearbeiten von Bildern und Videos dar sowie das Individualisieren von Geschenken und Fotobüchern. Fehlt einmal die Inspiration ist dies im Internet auch kein Problem. Rund die Hälfte der Franzosen und mehr als ein Drittel der Deutschen und Briten lassen sich dann kurzerhand von Online-Tutorials inspirieren. Das Schreiben eines Blogs ist hingegen lediglich bei den Franzosen (25 Prozent) beliebt, die Briten (15 Prozent) und vor allem die Deutschen (12 Prozent) scheinen dem Schreiben eher skeptisch gegenüberzustehen.

Deutschland als Kreativstandort Europas

Doch nicht nur als Hobby spielt die Kreativität eine große Rolle. „Europa ist und bleibt ein kreatives Zentrum der Welt. Die Kreativunternehmen, zu denen auch Bertelsmann als europäischer Marktführer gehört, tragen im digitalen Zeitalter maßgeblich zu Wertschöpfung, Beschäftigung und gesellschaftlicher Teilhabe in Europa bei. Damit das auch in Zukunft so bleibt, bedarf es weiterhin verlässlicher politischer und regulatorischer Rahmenbedingungen“, erklärt Thomas Rabe, Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann. Gemessen an der wirtschaftlichen Größe ist Deutschland tatsächlich der größte Kreativstandort in Europa (ca. 52 Mrd. Euro Bruttowertschöpfung in 2013). Großbritannien folgt mit 51 Mrd. Euro direkt dahinter, während Frankreich mit 33 Mrd. Euro etwas weiter abfällt.

Quelle: Bertelsmann SE & Co. KGaA

/www/htdocs/w00bc79c/domains/2018_etm-testmagazin-de