Überspannungsschutz ist wirkungslos bei Blitzschlag

07. August 2013

Vielfach werden teure Elektrogeräte wie Fernseher, Stereoanlage oder PC an Steckdosen mit integriertem Überspannungsschutz angeschlossen, um sie vor Schäden zu schützen. Solche Steckdosen bzw. Steckdosenleisten sind in der Lage, Spannungsspitzen von mehreren 1000 Volt sowie Stromstärken von etwa 10.000 Ampere abzufangen.

Gegen Überspannungen im Stromnetz, wie sie durch Blitzschlag während eines Gewitters entstehen, schützen sie jedoch nur bedingt.

Wenn der Blitz einschlägt

Schlägt der Blitz in einiger Entfernung in das Stromnetz ein, können die dabei entstehenden Belastungen durchaus abgeführt und die Geräte geschützt werden. Bei einem Einschlag in unmittelbarer Nähe bzw. bei einem direkten Treffer sind Steckdosen mit Überspannungsschutz jedoch wirkungslos, da auch sie die entstehenden Spitzen von mehreren 10 Mio. Volt und bis zu 300.000 Ampere nicht ableiten können und genauso zerstört werden, wie die an ihnen angeschlossenen Geräte. Den Stecker zu ziehen erweist sich daher nach wie vor auch in Zeiten modernster als wirkungsvollstes Mittel gegen Überspannungsschäden durch Blitze.

Foto: Alexander Klaus/pixelio.de

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