Die Espresso Pro Siebträgermaschine von WMF im Test 2025
Die Espresso Pro Siebträgermaschine von WMF im Test 2025
29. August 2025

Für viele Menschen ist ein Espresso sehr viel mehr als nur ein morgendlicher Wachmacher, den es noch in aller Schnelle vor dem Verlassen des Hauses zu sich zu nehmen gilt: Stattdessen verheißt er großartigen Genuss, den man bis ins Letzte auskosten möchte. Damit das gelingt, muss der Espresso allerdings in allen Belangen perfekt zubereitet sein. Selbst mit einem hochwertigen Vollautomaten ist das nicht immer möglich; wahre Perfektionistinnen & Perfektionisten greifen infolgedessen vielmehr zu einer Siebträgermaschine. Eine solche arbeitet zwar nicht in allen Bereichen selbstständig und erfordert bei der Nutzung außerdem ein wenig Übung; dafür bietet sie die Möglichkeit, die Qualität des Espressos bis in die feinsten Nuancen hinein zu bestimmen und so das Getränk spezifisch an den individuellen Geschmack anzupassen. Genau das soll natürlich auch für die völlig neue Espresso Pro Siebträgermaschine von WMF gelten, die wir in den letzten Wochen ausgiebig geprüft haben. In unserem Testbericht erfahren Sie alles Wesentliche über diese designmäßig sehr gelungene Maschine, die erst seit Kurzem auf dem Markt erhältlich ist.
Die WMF Espresso Pro Siebträgermaschine ist in vielerlei Hinsicht hochmodern und bringt gewisse Besonderheiten mit sich: Sie erlaubt es, den Zubereitungsvorgang rundherum zu kontrollieren: Zum Beispiel lässt sich die Mahlgradeinstellung mit extremer Genauigkeit in 60 Stufen vornehmen. Damit stets die geeignete Bohnenmenge gemahlen wird, verfügt die Siebträgermaschine über eine integrierte Waage, mit der sie das Gewicht des Pulvers exakt ermittelt. Das Mahlwerk ist antistatisch, sodass garantiert die vorgesehene Pulvermenge in das Sieb gelangt. All dies verheißt einen perfekten Espresso, der sich natürlich auch als Grundlage für andere Kaffeespezialitäten verwenden lässt: Die Maschine ist nämlich mit einer Dampflanze ausgestattet und infolgedessen auch in der Lage, Milch oder pflanzliche Milchalternativen in feinporigen Schaum zu verwandeln. Dies ist dank des doppelten Thermoblocks übrigens auch während des Brühvorgangs möglich, sodass man Espresso und Milchschaum gleichzeitig zubereiten und anschließend sofort zu Cappuccino, Latte Macchiato & Co. weiterverarbeiten kann. Wie einfach sich das gestaltet und – vor allem – wie gut die Qualität der mit der WMF Espresso Pro Siebträgermaschine zubereiteten Getränke tatsächlich ist, erfahren Sie auf den folgenden Seiten!
Wesentliches
Für wen?
Für all diejenigen Verbraucherinnen & Verbraucher, die einen individuell perfekten – also bis ins Detail an die eigenen Vorlieben angepassten – Espresso sowie darauf basierende Spezialitäten zu Hause zubereiten möchten und bereit sind, sich das dafür erforderliche Geschick durch wiederholtes Üben und Ausprobieren selbst anzueignen.
Was ist hervorzuheben?
Dank der integrierten, präzisen Waage kann man sehr einfach erkennen, ob die richtige Pulvermenge gemahlen wurde.
Was ist interessant?
Getränkevolumen und Brühtemperatur sind in Millilitern bzw. Grad einstellbar, sodass sich der Espresso auch in dieser Hinsicht hochgradig präzise anpassen lässt; dies gelingt angesichts der eingängigen Menüs sehr intuitiv.
WMF Espresso Pro Siebträgermaschine – Technik im Detail
Die WMF Espresso Pro Siebträgermaschine kann die Bohnen mithilfe des hier gegebenen Mahlwerks schon von sich aus mahlen. Dies ist wertvoll, weil die empfindlichen Aromen, die in den Kaffeebohnen befindlich sind und die man letzten Endes auch im Espresso schmecken will, bis zum Mahlvorgang größtenteils erhalten bleiben: Schließlich kann so ein Großteil der Oxidation, die sich infolge der erheblicheren Oberfläche bei Kaffeepulver abzuspielen pflegt, vermieden werden. Die Kaffeebohnen gibt man vorab in den betreffenden Behälter A, von dem aus sie weiter in das schon angesprochene Mahlwerk fallen: Hier werden sie in gleichmäßiges Pulver verwandelt, dessen Größe sich über die Maschine in 60 Stufen justieren lässt – von dieser Größe, also der Grob- oder Feinheit der jeweiligen Partikel, ist abhängig, wie viele der hierin befindlichen Aromen das Wasser während des Brühvorgangs mitreißen kann, wie also die Extraktion erfolgen soll. Das Pulver gelangt im weiteren Verlauf in den Siebträger B, den man vorher schon mit der Maschine verbunden haben muss. Dieser Träger kann mit diversen Sieben C versehen werden, je nachdem, ob ein einzelner oder ein doppelter Espresso serviert werden soll. Damit das Pulver sauber in das Sieb gelangt, kann man vorab noch einen Trichter D auf den Siebträger setzen. Das Pulver muss schließlich mithilfe kraftvollen Drucks verdichtet werden: Dies ist zu verwirklichen, indem man den Siebträger herausnimmt und anschließend den im Zubehör befindlichen Tamper E geradlinig und gleichmäßig gegen das Pulver presst. Danach sollte man das ggf. noch auf den Wänden des Siebträgers liegende Pulver abstreichen. Der Siebträger einschließlich des in ihm gelegenen Kaffeepucks wird nun unter dem normalen Auslauf F installiert; dies gelingt durch eine leichtgängige Drehbewegung. Die Maschine leitet das Wasser aus dem Tank G in die Maschine hinein, erhitzt es innerhalb des hier befindlichen Thermoblocks und lässt es alsdann weiter durch das Pulver fließen. Dies ist der wesentliche Moment, in dem das Wasser die empfindlichen Aromen, Öle usw. aus dem Pulver annimmt und so den essenziellen Wandel hin zum wohlmundenden Espresso vollzieht. Manche Spezialitäten wie bspw. Espresso Macchiato bedürfen obendrein aber auch noch eines ansprechenden, feinen Milchschaums: Ein solcher lässt sich mithilfe der hier außerdem vorhandenen Dampflanze H herstellen, was allerdings, wenn man sich einen feinen, seidigen Milchschaum wünschen sollte, durchaus diffizil sein kann. Die Maschine kann über eine eigene Düse I übrigens auch Heißwasser ausgeben, welches sich bspw. zum Brühen von Tee oder für die Herstellung eines Americanos verwenden lässt.
Dass man sämtliche Teile einer Siebträgermaschine fortlaufend sauber hält, ist für die Qualität von Espresso & Co. essenziell: Schließlich kann all das, was während des Gebrauchs an den Oberflächen der Maschine verbleibt (Pulverpartikel usw.), nicht nur das Aroma beeinflussen, sondern schlimmstenfalls auch mit Gesundheitsrisiken verknüpft sein. Glücklicherweise beinhaltet das Zubehör ein paar Utensilien J, mit deren Hilfe man wirklich alle Bereiche spielend säubern kann. Das antistatische Mahlwerk sorgt übrigens dafür, dass das Kaffeepulver nach dem Mahlen vollständig in den Siebträger fällt. Andernfalls würde es vielleicht später auf Maschine oder Arbeitsplatte hinabrieseln; solchen Verschmutzungen wird also effektiv vorgebeugt.
Die Funktionen der Siebträgermaschine lassen sich über ein vorne befindliches Touchpanel K erreichen. Über die berührungsempfindlichen Felder man bspw. den Brühvorgang einleiten, die betreffenden Parameter anpassen usw. So lassen sich hier insbesondere das Getränkevolumen und die Brühtemperatur einprogrammieren, was im Weiteren natürlich auch den Geschmack beeinflusst.
Der Test im Überblick
Die WMF Espresso Pro Siebträgermaschine unterscheidet sich größenmäßig nur geringfügig von den meisten anderen Siebträgermaschinen; ihr modernes Design und ihre in allen Belangen sehr hochwertige Verarbeitung fallen allerdings gleich ins Auge. Sowohl der Bohnenbehälter als auch der Wassertank sind so groß, dass man sie nur sehr selten neu befüllen muss. Das Zubehör umfasst alles, was erforderlich ist, um die Maschine in vollem Umfang bequem zu verwenden: So sind bspw. verschiedene Siebe für den Einzel- und den Doppelbezug sowie eine Reihe von Reinigungsutensilien vorhanden. Daneben finden sich einige besondere Teile wie bspw. ein Trichter, der beim Mahlen und Tampern größerer Pulvermengen behilflich ist.
Während der Bedienung über das vorne befindliche Touchpanel tauchen keine wirklichen Probleme auf; die Touchelemente funktionieren vielmehr recht zuverlässig. Auf alles, was während des Gebrauchs wichtig ist, lässt sich unmittelbar zugreifen – bloß speziellere Einstellungen lassen sich nicht ganz so geradlinig vornehmen. Um den Zubereitungsprozess und dadurch die Qualität des Espressos anzupassen, werden vielfältige Möglichkeiten geboten. Dass sich Mahlgrad, Wassermenge und Brühtemperatur nach Belieben bestimmen lassen, ist bei vielen Siebträgermaschinen der Fall; diese Maschine erlaubt darüber hinaus die Veränderung weiterer Parameter, namentlich der Pulvermenge und der Vorbrühzeit. All diese Dinge lassen sich bis in die feinsten Nuancen festlegen, sodass sich das Resultat exakt beeinflussen lässt; dass es etwas Übung braucht, um den Zubereitungsprozess vollständig zu beherrschen, ist nur natürlich. Es gestaltet sich ein wenig schwierig, das gewählte Sieb am Siebträger zu befestigen und es wieder von ihm zu lösen. Davon abgesehen allerdings fällt der Umgang mit dem Siebträger leicht; das Pulver lässt sich bequem zu einem vollauf gleichmäßigen Puck komprimieren.
Nahezu alle Teile, die sich von der Maschine entfernen lassen, dürfen in die Spülmaschine gegeben werden, sodass man mit ihrer Reinigung keine Mühe hat. Doch auch wenn man sie von Hand säubert, bedeutet das keinen allzu hohen Aufwand, da die verschiedenen Reinigungswerkzeuge hierbei großartige Hilfe leisten. Für die gründliche Reinigung der Brüheinheit sowie die Entkalkung der Maschine steht je ein Automatikprogramm zur Verfügung. Die Tropfschale kann einfach entnommen und ausgeleert werden; ein roter Schwimmer zeigt unmittelbar verständlich an, wann dies spätestens geschehen sollte.
Wer schon Erfahrung im Umgang mit einer Siebträgermaschine hat, braucht nicht mehr als die im Lieferumfang enthaltene, sehr anschauliche Kurzanleitung, um die Maschine vollumfänglich zu verwenden. Alle anderen finden in der online erhältlichen, vollständigen Anleitung sämtliche Hinweise, die sie benötigen; auch diese Anleitung überzeugt inhaltlich sowie ihrer Gestaltung nach vollauf. Besonders hervorzuheben sind noch die nützlichen Videos, zu denen man über einen QR-Code gelangt.
Der Stromverbrauch der Maschine ähnelt dem der meisten anderen Siebträgermaschinen, die wir in der Vergangenheit geprüft haben. Dass die Möglichkeit besteht, das Milchschaumsystem nicht automatisch aufheizen zu lassen, wenn man es nicht benötigt, sorgt – im Bedarfsfall – für einen verringerten Stromverbrauch und für einen schnelleren Start. Auch hinsichtlich der Geräusche, die im Laufe des Mahl-, Brüh- und Schäumvorgangs erschallen, unterscheidet sich die Maschine kaum von vergleichbaren Geräten.
Mit ein wenig Übung stellt es kein Problem dar, einen durchweg gelungenen Espresso sowie darauf basierende Spezialitäten zuzubereiten. Dank der zuverlässigen Technik der Maschine lassen sich stets großartige Resultate erzielen, wenngleich die Getränkemenge nicht immer exakt so ausfällt wie gewünscht. Beim Heißwasserbezug macht sich dieses Problem noch stärker bemerkbar; davon abgesehen gibt es auch hier allerdings nichts Substantielles zu kritisieren. Milch und pflanzliche Milchalternativen lassen sich mit der Dampflanze sehr einfach in nahezu perfekten Schaum verwandeln – und das auf Wunsch sogar parallel zum Espressobezug.
Die Espresso Pro Siebträgermaschine von WMF ließ folglich keine ernsten Schwächen erkennen, sondern hat uns vielmehr in beinahe jederlei Hinsicht mit gewaltigen Stärken überzeugt. Vorteilhaft ist vor allem, dass sich die vielfältigen, in den Zubereitungsvorgang einfließenden Faktoren so feinstufig personalisieren lassen; die Maschine empfiehlt sich daher auch für diejenigen, die höchste Ansprüche an einen Espresso stellen. Angesichts dessen erzielt die Siebträgermaschine in unserem Test 94,5 % und verdient sich infolgedessen das Urteil „sehr gut“.
Die wesentlichen Merkmale
- Größe d. Maschine (Bmax × Tmax × Hmax): ≈ 33,6 × 41,4 × 34,6 cm
- Gewicht d. Maschine (mmax, ohne Wasser): ≈ 13,7 kg
- Volumen d. Tanks (Vmax): ≈ 2,6 l
- Stromverbrauch d. Maschine (P∅): ≈ 1.619,3 W (Vorheizen); ≈ 1.033,9 W (Vorheizen, Eco); ≈ 150,3 W (Mahlvorgang); ≈ 481,3 W (Brühvorgang); ≈ 56,6 W (Bereitschaft); ≈ 0,3 W (Standby)
- Schallausstoß d. Maschine (LP max aus ≈ 0,5 m während des Mahlens bzw. Brühens): ≈ 68,9 bzw. 53,0 dB
Pro
- Brühprozess vollauf personalisierbar
- einfache Reinigung
- hochwertige Verarbeitung
- Milchschaum und Espresso gleichzeitig herstellbar
- umfassende und rundherum hilfreiche Dokumentation
- vorzügliche Qualität des bezogenen Espressos
Contra
- –
Größe, Gewicht & Co.
Das Gehäuse besteht aus Aluminium-Druckguss und ist daher nicht bloß sehr stabil, sondern auch designmäßig sehr ansprechend. Verunreinigungen wie bspw. Spritzer von Espresso, zu denen es im Betrieb regelmäßig kommt, sind hier allerdings deutlich sichtbar und stören diesen positiven Eindruck ein bisschen. Daher sollte man vor allem die vorderen Wände des Gehäuses nach dem Brühvorgang schnell säubern; sind Espressospuren einmal eingetrocknet, wird die Reinigung des Gehäuses ungleich anspruchsvoller.
Die WMF Espresso Pro Siebträgermaschine misst ≈ 33,6 × 41,4 × 34,6 cm (Bmax × Tmax × Hmax d. Maschine) und nimmt folglich keine allzu große Fläche ein; auch in kleineren Küchen sollte man daher gut Platz für sie finden. Ihr Gewicht fällt mit ≈ 13,7 kg nicht so hoch aus, dass der Transport der Maschine dadurch erschwert würde. Zu diesem Zweck kann man sie übrigens sicher packen und mit mäßigem Kraftaufwand umhertragen, obwohl keine Griffe oder Griffmulden vorhanden sind; am Gehäuse finden sich auch so genügend Stellen, an denen die Hände bequem Halt finden. Bei der Standortwahl hat man ausreichenden Spielraum: Das Stromkabel ist nämlich ≈ 1,0 m lang, sodass man die Siebträgermaschine jedenfalls nicht in unmittelbarer Nähe eines Stromanschlusses platzieren muss.
Der Bohnenbehälter bietet ein stattliches Fassungsvermögen von ≈ 250 g, wobei die Menge der Bohnen, die sich einfüllen lässt, in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren leicht schwankt; so kann die Größe der Kaffeebohnen bspw. schon infolge ihrer Herkunft stark variieren. Dank seiner Größe muss man den Behälter nur gelegentlich neu befüllen: Bereitet man einen Espresso mit ≈ 11–13 g Kaffeebohnen zu, so wie WMF es empfiehlt, lassen sich mit einem vollständig gefüllten Bohnenbehälter 19–22 Portionen beziehen. Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Wassertank: Sein Volumen liegt bei ≈ 2,6 l, sodass man nur selten neues Wasser einfüllen muss. Mit einem vollen Tank lassen sich jedenfalls rechnerisch stolze 104 Espressi zu je ≈ 25 ml herstellen.
Diese Fläche an der Oberseite des Gehäuses dient dem Abstellen von Tamper und Trinkbehältnissen. Weil dieser Bereich aber nicht beheizt wird, lassen sich Tassen und Gläser hier leider nicht vorwärmen.
Die Maschine kommt mit umfangreichem Zubehör ins Haus: Zunächst ist natürlich ein Siebträger vorhanden, in den sich eines von zwei Espressosieben setzen lässt; eines davon eignet sich für den Bezug von einem Espresso, das andere für den Bezug von zwei zugleich. Bei dem dritten Sieb handelt es sich um ein sog. Blindsieb ohne jegliche Öffnungen, welches im Zuge des Reinigungsprogramms verwendet wird. Mit dem massiven Tamper aus Edelstahl wird das Pulver im Sieb zu einem festen Puck gepresst. Praktisch: Wird der Tamper gerade nicht benötigt, kann man ihn auf das Ablagepad stellen; dann wird der Untergrund nicht beschmutzt oder verkratzt. Ein weiteres ungewöhnliches, aber sehr nützliches Zubehörteil stellt der Trichter dar: Dieser lässt sich auf den Siebträger setzen, ehe man ihn unter den Mahlauslass einschiebt; dann ist sichergestellt, dass sich auch größere Mengen von Kaffeebohnen mahlen lassen, ohne dass Teile des Pulvers aus dem Sieb fielen.
Diese Linie aus LEDs, welche das volle Gehäuse umschließt, leistet einen Beitrag zur durchweg gelungenen Optik der Maschine. Darüber hinaus dient sie als rudimentäre Statusanzeige: Leuchten die LEDs, so ist die Maschine an; bleiben sie hingegen dunkel, so ist die Maschine ausgeschaltet. Wen die LEDs stören sollten, der kann sie jederzeit im Menü deaktivieren.
Um Milch in Milchschaum zu verwandeln, gibt man sie vorher am besten in die dafür vorgesehene Milchkanne. Weil die Milch während des Schäumens stark an Volumen zunimmt, darf man hier nur höchstens ≈ 190 ml einfüllen; dieser Maximalfüllstand wird anhand einer Linie im Inneren der Milchkanne veranschaulicht. Damit das Innere der Maschine nicht so stark verkalkt, empfiehlt es sich, die mitgelieferte Filterpatrone im Wassertank anzubringen; dank des eigens vorhandenen Installationswerkzeugs hat man dabei keine Mühe. Abgerundet wird der Lieferumfang durch diverse Reinigungsutensilien: Mit dem Reinigungstuch sowie den drei verschiedenen Reinigungswerkzeugen kann man Verunreinigungen nicht nur vom Gehäuse der Maschine, sondern auch von den Düsen und anderen schwer erreichbaren Stellen entfernen. Schon gleich nach dem Auspacken fällt die durchweg hohe Materialverarbeitungsqualität der Siebträgermaschine auf: Ihr Gehäuse besteht größtenteils aus massivem Aluminium-Druckguss, welches allen alltäglichen Belastungen ohne Weiteres standhält. Die gelegentlich auftretenden unregelmäßigen Spaltmaße beeinträchtigen die Stabilität keinesfalls. Nirgendwo finden sich Stellen, die so scharf sind, dass man sich an ihnen verletzen könnte. Auch sämtliche Zubehörteile sind sehr solide, was insbesondere für die Siebe, den Siebträger und den Tamper gilt: Diese Teile werden ja regelmäßig stark beansprucht, weshalb gerade hier eine hohe Qualität wesentlich ist.
Die Bedienung
Die Wand des Bohnenbehälters ist durchsichtig, sodass man nicht erst den Deckel abnehmen muss, um den aktuellen Füllstand einzusehen; allerdings sind die Bohnen dadurch dauerndem Lichteinfall ausgesetzt, was bei langzeitiger Lagerung das Aroma mindern kann. Daher empfiehlt es sich, den Behälter immer nur mit derjenigen Menge an Bohnen zu versehen, die man in der nächsten Zeit benötigt, oder ihn notfalls mit einem dunklen Tuch o. Ä. abzudecken.
Am Touchpanel der WMF Espresso Pro Siebträgermaschine sind insgesamt 10 berührungsempfindliche Elemente vorhanden, über welche ein Großteil der Interaktion mit der Maschine erfolgt. Man kann die Touchelemente mühelos erreichen, wenn man vor der Maschine steht. Die auf ihnen abgebildeten Symbole sind meist unmittelbar verständlich und lassen sich gut erkennen; bei hellem Umgebungslicht verblassen sie allerdings ein wenig. In der Regel erkennt man sofort, welches Element man berühren muss, um die gewünschte Aktion durchzuführen. Auf alles Wichtige lässt sich unmittelbar mit nur einer Interaktion zugreifen, sodass man den Mahlvorgang, den Brühvorgang usw. ohne Weiteres starten kann. Nur um die verschiedenen Parameter (wie bspw. die Mahldauer, die Brühtemperatur usw.) zu verstellen und weitere Einstellungen vorzunehmen, muss man erst in das betreffende Menü wechseln, wo sich die Navigation nicht mehr rundum intuitiv gestaltet; das lässt sich jedoch verschmerzen, da man auf diese Dinge für gewöhnlich nur noch selten zugreifen muss, nachdem man sie einmal passend eingestellt hat. Die Touchelemente funktionieren nicht immer ganz zuverlässig: Auf eine Berührung erfolgt die entsprechende Reaktion bisweilen verzögert oder unterbleibt vollständig, sodass manchmal eine weitere Interaktion erforderlich ist; wirklich schlimm ist das allerdings nicht.
Der vordere Teil der Maschine umfasst weiterhin ein ≈ 4,9 × 1,9 cm (Bmax × Hmax d. Displays) messendes Display. Sein Inhalt leuchtet dermaßen hell, dass man es stets gut ablesen kann. Hier erscheinen ausschließlich Zahlen und die dazugehörige Einheit: Während des Mahlvorgangs lässt sich hier bspw. die Menge des gemahlenen Pulvers erkennen, während des Brühvorgangs wird dessen Dauer angezeigt usw. An einer anderen Stelle des Touchpanels leuchten zwei Symbole in warnendem Rot, wenn der Wasserfilter gewechselt werden muss oder eine Entkalkung fällig wird, sodass man darüber gleich verständlich informiert wird.
Dank dieser Symbole, die an den beiden Sieben vorhanden sind, weiß man unmittelbar, welches der Siebe für den Einzel- und welches für den Doppelbezug geeignet ist. Das Blindsieb, welches nur während der Reinigung der Maschine zum Einsatz kommt, ist mit keinem Symbol versehen, lässt sich aber schon durch das Nichtvorhandensein von Durchlässen auf den ersten Blick identifizieren.
Um die Qualität des Espressos exakt regulieren zu können, stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung – übrigens sehr viel mehr als bei vielen anderen Siebträgermaschinen. Zunächst lässt sich die Größe des Getränks in einem Spektrum von 15–300 ml (in 1-ml-Schritten) einstellen. Bei der Brühtemperatur lässt sich aus einer Spanne von 89–96 °C (in 1-°C-Schritten) wählen, sodass sich die Temperatur des Wassers an die spezifischen Merkmale der Bohnen anpassen lässt. Etwas verwirrend ist lediglich, dass die Menge des Pulvers nicht direkt in Gramm bestimmbar ist, sondern bloß indirekt über die Dauer des Mahlvorgangs (2–20 s); immerhin kann man diesen Wert sehr fein, nämlich in 0,2-s-Schritten, festlegen und die Pulvermenge folglich sehr exakt justieren. Sowohl diese Menge als auch diejenige des Getränks lässt sich übrigens auch im laufenden Betrieb von Hand beeinflussen: Mahl- und Bezugsvorgang lassen sich nämlich jederzeit über das jeweilige Touchelement stoppen, wenn man etwa dank der Anzeige im Display weiß, dass die gewünschte Menge bereits erreicht worden ist. Beim Mahlgrad hat man die Wahl aus gleich 60 Stufen, wobei die Einstellung nicht vorab über das Touchpanel, sondern vielmehr während des Mahlens über einen gut erreichbaren Drehregler erfolgt. Eine Besonderheit ist, dass sich sogar die Vorbrühzeit einstellen lässt: Zu Beginn des Brühvorgangs wird der Puck ohne Druck befeuchtet, damit das Pulver anschließend die festgelegte Zeit aufquellen kann, ehe das Wasser nun mit hohem Druck durch den Puck gepresst wird; dadurch können sich die Aromen vollauf entfalten. Je nach Geschmack und verwendeten Bohnen sollte man die Vorbrühzeit anpassen. Alles in allem lassen sich bei der WMF Espresso Pro Siebträgermaschine so viele Parameter justieren wie bei kaum einer anderen Siebträgermaschine; obendrein kann man die Einstellungen mit höchster Präzision vornehmen. Damit eignet sich die Maschine auch für anspruchsvolle Genießerinnen & Genießer, die das Getränk in wirklich allen Nuancen feinstufig anpassen wollen, um so das individuell beste Ergebnis zu erhalten – das ist übrigens auch dann sehr wertvoll, wenn die im betreffenden Haushalt wohnenden Menschen völlig unterschiedliche Geschmacksprofile haben.
Hinter der Abtropfschale ist dieses Aufbewahrungsfach gelegen, welches sich ebenfalls herausziehen lässt. Hierin kann man diverse Zubehörteile, namentlich die nicht verwendeten Siebe sowie manche Reinigungsutensilien, verwahren, sodass man sie immer zur Hand hat.
Um den Bohnenbehälter zu befüllen, muss man lediglich dessen Deckel abnehmen. Die kreisrunde Öffnung hat einen Durchmesser von ≈ 12,0 cm, sodass man die Bohnen leicht hindurchschütten kann, ohne dass etwas daneben fiele. Weil sich der Behälter mit nur einem Handgriff entnehmen lässt, kann man die Bohnen bei Bedarf auch ohne Mühe wieder entfernen. Den Wassertank kann man ebenfalls entnehmen, um ihn im Weiteren unter einem Wasserhahn zu befüllen. Sein Maximalfüllstand wird anhand einer gut sichtbaren Markierung verdeutlicht. Dank seines Griffs, der jedoch nur bei geöffnetem Deckel erreichbar ist, lässt sich der Tank bequem tragen. Um das gewünschte Sieb am Siebträger zu befestigen, braucht es enormen Kraftaufwand und etwas Geschicklichkeit. Ebenso mühsam gestaltet sich die Entnahme des Siebs, selbst wenn man es, wie vom Hersteller empfohlen, mit einem der Reinigungswerkzeuge heraushebelt; hierbei muss man sich noch immer sehr anstrengen. Ansonsten fällt der Umgang mit dem Siebträger deutlich bequemer: Arretiert man ihn unter dem Mahlwerk oder dem Kaffeeauslauf bzw. entnimmt man ihn wieder, tauchen keine Probleme auf. An der Unterseite des Siebträgers befindet sich übrigens eine Gummiauflage: Mit dieser kann man den Siebträger auf die Kante eines Tischs oder der Arbeitsplatte ablegen, wenn man das Pulver zu einem Puck presst; dies erleichtert das Tampen enorm.
Die Reinigung
Bei der Verwendung der Bedienelemente tauchen keine großen Probleme auf; nur dass eine Reaktion nicht in jedem Fall zuverlässig erfolgt, stört ein wenig. Schön wiederum: Bei jeder registrierten Berührung wird ein bis zu ≈ 54,8 dB lauter Signalton hörbar, welcher die erfolgreiche Interaktion akustisch bestätigt; auf Wunsch kann man die Lautstärke des Tons in 5 Stufen regulieren oder ihn auch vollständig ausschalten.
Sämtliche Teile der Maschine können ohne große Schwierigkeiten gereinigt werden. Zu diesem Zweck lassen sich viele von ihnen, bspw. die Dampflanze oder das Mahlwerk, mit nur wenigen Handgriffen auseinanderbauen, sodass man an alle Bereiche gut heran gelangt. Hierbei erweisen sich auch die drei Reinigungswerkzeuge als nützliche Hilfe: Sie sind teilweise so fein, dass man mit ihnen selbst die kleinen Öffnungen der Dampflanze reinigen kann. Viele der entnehmbaren Teile lassen sich auch in der Spülmaschine reinigen. Meist genügt es schon, die Lanze ein wenig Dampf ausstoßen oder etwas Wasser aus dem Kaffeeauslauf rinnen zu lassen, um die meisten der hier vorhandenen Verschmutzungen zu beseitigen. Für eine noch gründlichere Reinigung der Brüheinheit ist ein automatisches Reinigungsprogramm mit abschließender Spülung vorhanden, welches insgesamt nur ≈ 6 : 27 min in Anspruch nimmt. Spätestens wenn das entsprechende Symbol im Touchpanel aufleuchtet, sollte man das Entkalkungsprogramm starten. Hierfür braucht es einen Flüssigentkalker, der jedoch nicht im Lieferumfang enthalten ist; erwerben lässt er sich bspw. auf der Homepage des Herstellers (8,90 €, ≈ 750 ml). Das Entkalkungsprogramm dauert im Durchschnitt ≈ 21 : 42 min. Ansonsten muss natürlich bisweilen noch die Tropfschale ausgeleert werden, die sich zu diesem Zweck rasch herausziehen lässt. Erreicht der Füllstand der Tropfschale die kritische Höhe, wird ein roter Schwimmer sichtbar, der unmittelbar verständlich auf die fällige Entleerung hinweist.
Die Bedienungsanleitung
Der Mahlgrad lässt sich über dieses Drehrad an der Seite des Gehäuses einstellen. Dies darf, wie bei Siebträgermaschinen, Kaffeevollautomaten usw. üblich, nur während des Mahlvorgangs erfolgen; ein bisschen irritierend ist allein, dass man, selbst wenn der Mahlgrad nur um eine Stufe verstellt werden soll, das Rad um mehrere Positionen in die jeweilige Richtung drehen muss.
Bei der Bedienungsanleitung, die der WMF Espresso Pro Siebträgermaschine von Werk aus beigelegt ist, handelt es sich lediglich um eine Kurzanleitung. Diese ist allerdings für alle, die bereits Erfahrung im Umgang mit einer Siebträgermaschine besitzen, schon vollkommen ausreichend, um die Maschine bestimmungsgemäß zu verwenden. Die Kurzanleitung überzeugt insbesondere durch ihre übersichtliche Gestaltung und die zahlreichen Bilder sowie Tabellen. Die vollständige Anleitung lässt sich von der Homepage des Herstellers herunterladen; zu ihr gelangt man ganz einfach über einen QR-Code. Hier erhält man sämtliche Hinweise zum Umgang mit der Maschine in sehr detaillierter sowie eingängiger Form, wobei zahlreiche Bilder das Verständnis fördern. Auch diese Anleitung ist so übersichtlich gestaltet, dass man sich in ihr ohne Probleme zurechtfindet. Besonders schön sind die zahlreichen Hinweise zur Herstellung eines gelungenen Espressos. Weitere QR-Codes in den Anleitungen sowie an der Maschine selbst führen zu Videos, welche nicht nur die Verwendung der Siebträgermaschine noch einmal veranschaulichen, sondern auch umfangreiche Tipps geben, damit die Zubereitung bestmöglich gelingt. Alles in allem lässt die Bedienungsanleitung an Umfang sowie Verständlichkeit kaum zu wünschen übrig, sodass auch Personen, die noch nie mit einer Siebträgermaschine zu tun hatten, diese Maschine mit Gewinn verwenden können.
Strom & Schall
Die Menge des gemahlenen Kaffeepulvers im Sieb wird durch eine Waage auf ein Zehntelgramm genau ermittelt. Folglich erkennt man immer, ob man die richtige Pulvermenge hergestellt hat oder ob man die Mahldauer noch anpassen sollte. Die Waage arbeitet extrem präzise: Im Test wich das von ihr gemessene Gewicht des Pulvers nur um maximal 0,1 g von dem tatsächlichen Wert ab.
Nach dem Einschalten heizt die Maschine standardmäßig so lange auf, dass man anschließend sämtliche Funktionen unmittelbar verwenden kann. Dieser Vorgang nimmt im Durchschnitt ≈ 53 s in Anspruch, sodass man sich etwas gedulden muss. Währenddessen liegt die elektrische Leistung bei durchschnittlich ≈ 1.619,3 W und maximal ≈ 2.675,0 W. Alternativ besteht die Möglichkeit, über das Einstellungsmenü den Eco-Modus zu aktivieren: Dann wird das Heizsystem der Dampflanze nach dem Einschalten nicht aufgeheizt. Nun benötigt der Vorheizprozess nur noch ≈ 33 s; auch die elektrische Leistung fällt natürlich niedriger aus (≈ 1.033,9 W bzw. ≈ 1.310,0 W). Mit dem Eco-Modus lassen sich vor allem dann Zeit und Strom sparen, wenn man vorab weiß, dass man nach dem nächsten Neustart der Maschine keine Spezialität mit Milchschaum zubereiten möchte und daher die Dampflanze nicht benötigen wird. Diese kann man, falls man sich spontan umentscheidet, natürlich noch manuell über eine Berührung des entsprechenden Bedienelements aufheizen; das dauert im Durchschnitt ≈ 40 s.
Das beleuchtete Manometer weist den momentanen Brühdruck aus, sodass man immer beurteilen kann, ob bestimmte Parameter wie bspw. die Menge oder der Mahlgrad noch angepasst werden müssen oder ob es sich bei ihnen bewenden kann. Der sich beim Bezugsvorgang empfehlende Bereich von ≈ 7–11 bar ist auf der Skala gesondert hervorgehoben.
Beim Aufheizen entspricht die elektrische Leistung also in etwa derjenigen vieler anderer Siebträgermaschinen, die wir in der Vergangenheit bereits geprüft haben. Ansonsten verhält es sich kaum anders: Während eines ≈ 14-sekündigen Mahlvorgangs liegt die elektrische Leistung bei durchschnittlich ≈ 150,3 W, wobei höchstens ≈ 698,0 W anfallen (≈ 0,6 Wh in ≈ 14 s); beim Brühen von ≈ 25 ml Espresso sind es im Durchschnitt ≈ 481,3 und maximal ≈ 1.385,0 W (≈ 3,3 Wh in ≈ 25 s). Im betriebsbereiten Zustand heizt die Maschine wiederholt in kurzen Abständen nach, damit die Temperaturen in den Thermoblocks nicht absinken, sodass es auch jetzt durchschnittlich ≈ 56,6 W benötigt. Daher ist es gut, dass sich die Siebträgermaschine schließlich von selbst in den Standby versetzt, um Strom zu sparen; die Zeit, nach der dies erfolgen soll, lässt sich ebenfalls über das Einstellungsmenü festlegen (5, 10, 15, 30, 45 oder 60 min). Im Standby beträgt die elektrische Leistung durchschnittlich nur noch ≈ 0,3 W.
Gerade dann, wenn man größere Bohnenmengen mahlt, erweist sich der Trichter, der sich auf den Siebträger setzen lässt, als große Hilfe: Er erhöht den Rand so sehr, dass das Pulver nicht aus dem Sieb heraus fallen kann. Während des Tampens kann der Trichter noch auf dem Siebträger verbleiben. Vor dem Bezugsvorgang muss man ihn jedoch abnehmen; dann benötigt man ihn auch nicht mehr, da das Pulver ja bereits zu einem gleichmäßigen, stabilen Puck gepresst worden ist.
Gerade während des Mahlvorgangs kann es recht laut werden: Die von uns hier maximal gemessenen ≈ 68,9 dB liegen jedoch noch immer unter den Lautstärken, die viele andere auf dem Markt erhältliche Maschinen erreichen, sodass sich die WMF Espresso Pro Siebträgermaschine in dieser Hinsicht positiv abhebt. Das gilt auch für den Brühvorgang, wo es bis zu ≈ 53,0 dB werden. Deutlich lauter wird es während des Milchaufschäumens (≈ 82,3 dB), was allerdings nur natürlich ist und sich nicht vermeiden lässt.
Im Betrieb
Um Milch mit der Dampflanze in Milchschaum zu verwandeln, braucht es naturgemäß ein bisschen Übung. Letztlich lässt sich – alles in allem – durchweg ansprechender Schaum in nur ≈ 30 s herstellen; wenn der Schaum allerdings gleichmäßig-seidig sein und nur mikroskopische Poren vorweisen soll, muss man den Roll- und Ziehvorgang während des Schäumens richtig vornehmen.
Bei jeder Siebträgermaschine ist die Qualität des bezogenen Espressos auch von derjenigen der verwendeten Kaffeebohnen sowie insbesondere von den einschlägigen Fertigkeiten der Person abhängig, die das betreffende Getränk zubereitet. Mit der WMF Espresso Pro Siebträgermaschine verhält es sich nicht anders. Daher bedarf es neben hochwertiger Kaffeebohnen auch etwas Übung, um mit ihr einen gelungenen Espresso herzustellen. Dies ist mit der erforderlichen Erfahrung dann auch sehr gut machbar: Das Getränk verfügt schließlich über das gewünschte Geschmacksprofil und ist kräftig dunkelbraun gefärbt; auf seiner Oberfläche befindet sich eine goldbraune, stabile und größtenteils feinporige Crema, deren Höhe durchschnittlich ≈ 0,7 cm beträgt. Mit maximal ≈ 65,2 °C unmittelbar nach Beendigung des Bezugsvorgangs hat der Espresso eine großartige Trinktemperatur. Das vorab einprogrammierte Volumen wird nicht immer vollauf exakt erreicht, was man in der Praxis kaum bemerken dürfte: Die tatsächliche Getränkemenge wich im Test nämlich nur um ≈ 2,1 ml vom Zielwert ab. Zwei Espressi lassen sich zeitgleich beziehen, sodass ihre Volumina schließlich beinahe identisch sind: Ihre Menge unterscheidet sich um maximal ≈ 1,8 ml voneinander, wobei man natürlich achtgeben sollte, dass die Siebträgermaschine völlig waagerecht steht, da die Ungleichmäßigkeit ansonsten deutlich höher ausfallen kann.
Nachdem der Siebträger am Auslass befestigt wurde, lassen sich unter ihm Trinkbehältnisse bis zu einer Höhe von ≈ 10,0 cm abstellen. Größere Gläser, in denen man bspw. einen Latte macchiato zubereitet, passen hier also nicht hin; dies ist allerdings bei einem Großteil aller Siebträgermaschinen der Fall und daher kein Problem allein dieser Maschine.
Der Bezug von Heißwasser erfolgt nicht über die Dampflanze, sondern über eine eigene Düse. Aus dieser läuft das Wasser größtenteils gleichmäßig heraus, ohne dass es zu starken Spritzern käme. Die ausgegebene Menge weicht recht stark von dem eingestellten Wert ab (≈ 6,6 ml), was sich allerdings noch verschmerzen lässt. Die Temperatur liegt schließlich bei maximal ≈ 77,0 °C, wodurch sich das Wasser für die meisten Teesorten eignet.
Die optimale Extraktionszeit eines Espressos liegt bei ≈ 25 s. Größere Abweichungen bzgl. der Extraktionszeit können die Qualität des Getränks stark beeinflussen; daher ist es großartig, dass die Brühdauer während des Bezugsvorgangs im Display angezeigt wird: So wird erkennbar, ob man ggf. den Mahlgrad anpassen muss, um die Extraktionszeit zu verlängern oder zu verkürzen.
Der Dampfstrahl, mit dem sich Milch aufschäumen lässt, ist nicht nur anfänglich, sondern auch im weiteren Verlauf ein wenig unregelmäßig, was das Ergebnis aber nicht merklich beeinträchtigt. Größere Wassertropfen werden dabei lediglich zu Beginn ausgestoßen, weshalb der Hersteller empfiehlt, die Spitze der Dampflanze erst nach ein paar Sekunden in die Milch zu halten. Befüllt man die Milchkanne bis zur markierten Maximalhöhe (≈ 190 ml), kann es später mitunter dazu kommen, dass ein bisschen vom Schaum über den Rand hinaus läuft; daher sollte man lieber etwas weniger Milch verwenden. Nach nur ≈ 30 s erhält man gleichmäßig-viskosen, durchweg feinporigen Schaum – sofern der Schäumvorgang angemessen erfolgt. Daher kann man ihn gut für die Herstellung von Cappuccino, Latte Macchiato & Co. verwenden. Übrigens stellt es wirklich kein Problem dar, die Milch zu schäumen, während gleichzeitig die Bohnen zu Pulver gemahlen werden oder der Espresso in das Trinkbehältnis rinnt: Im Test hat dies weder die Qualität des Espressos noch diejenige des Milchschaums merklich beeinflusst.
Das leistet die WMF Espresso Pro Siebträgermaschine!
Der Espresso ist unmittelbar nach Beendigung des Bezugsvorgangs kräftig dunkelbraun gefärbt. An seiner Oberfläche befindet sich eine durchschnittlich ≈ 0,7 cm hohe Crema, die durchweg stabil ist.
Die Crema verfügt über einen gleichmäßigen, goldbraunen Farbton. Obendrein ist sie durchgängig sehr feinporig; nur ganz vereinzelt lassen sich gröbere Poren erkennen.
Wenn man mit der Maschine sowohl Espresso als auch Milchschaum bezieht, lassen sich damit zahlreiche Spezialitäten zubereiten. Wir haben bspw. einen sehr ansprechenden Latte Macchiato herstellen können, dessen drei Schichten (also Milch, Espresso, Milchschaum) deutlich abgrenzbar waren und sich auch im Weiteren nur ausgesprochen langsam vermischten.
Der Milchschaum kann nicht nur optisch, sondern auch seiner Konsistenz nach überzeugen. Dass sich in ihm ein paar gröbere Poren finden, dürfte niemanden stören. Übrigens: Verfügt man über das entsprechende Geschick, lässt sich die Oberfläche von Cappuccino & Co. natürlich auch mit ansprechenden Mustern aus Milchschaum verzieren (Latte Art).
Technische Daten
Hersteller Modell | WMF Espresso Pro Siebträgermaschine |
---|---|
Größe, Gewicht usw. | |
Größe der Maschine (Bmax × Hmax × Tmax) |
33,6 × 41,4 × 34,6 cm |
Gewicht der Maschine (Mmax, ohne Wasser) |
13,7 kg |
Maß des Stromkabels (Lmax) |
1,0 m |
Volumen des Tanks (Vmax) |
2,6 l |
Volumen des Bohnenbehälters (Vmax) |
250 g |
Maximale Höhe des Trinkbehältnisses (Hmax) |
10,0 cm |
Fläche zum Wärmen des Trinkbehältnisses | nein |
Kompatibel mit … | Kaffeebohnen |
Milchschaum herstellbar mit … | Dampflanze |
Manometer vorhanden? | ja |
Zubehör | Ablagepad; Filterpatrone; Installationswerkzeug für die Filterpatrone; Milchkanne; Reinigungstuch; Reinigungswerkzeug (3 ×); Sieb (3 ×); Siebträger; Tamper; Trichter |
Technik | |
Boiler | doppelter Thermoblock |
Pumpendruck | 15 bar |
Material des Mahlwerks | Edelstahl |
Parallel herstellbare Getränke | 2 |
Dauer des Vorheizprozesses (TØ, ermittelt) |
53 bzw. 33 s (Eco) |
Dauer des Brühprozesses (TØ, ermittelt) |
25 s |
Temperatur eines Espressos (tØ nach dem Ende des Brühprozesses, ermittelt) |
65,2 °C |
Abschaltautomatik | ja (nach 5, 10, 15, 30, 45 oder 60 min) |
Individualisierbarkeit | |
Wählbare Grade des Mahlwerks | 60 Grade |
Wählbare Dauer des Mahlprozesses | 2–20 s (in 0,2-s-Schritten) |
Wählbares Volumen des Getränks | 15–300 ml (in 1-ml-Schritten) |
Wählbare Temperatur des Getränks | 89–96 °C (in 1-°C-Schritten) |
Schall & Strom | |
Leistung (PØ, bzw. Pmax, ermittelt) |
3.320 W |
Leistung (Pmax, lt. Hersteller) |
Vorheizen: 1.619,3 bzw. 2.675,0 W; Vorheizen in Eco: 1.033,9 bzw. 1.310,0 W; Mahlen: 150,3 bzw. 698,0 W; Brühen: 481,3 bzw. 1.385,0 W; Active Standby: 56,6 bzw. 666,0 W; Deep Standby: 0,3 bzw. 0,4 W |
Schallausstoß (LP Ø bzw. LP max aus d: 0,5 m während des Mahlprozesses, ermittelt) |
55,8 bzw. 68,9 dB |
Schallausstoß (LP Ø bzw. LP max aus d: 0,5 m während des Brühprozesses, ermittelt) |
43,2 bzw. 53,0 dB |
Bewertung
Hersteller Modell | WMF Espresso Pro Siebträgermaschine |
|
---|---|---|
Leistung | 60 | 95,2 |
Brühvorgang | 30 | 98,0 |
Crema | 25 | 93,0 |
Milchschaum | 15 | 93,6 |
Heißwasser- und Dampfbezug | 10 | 96,5 |
Mehrfachbezug | 10 | 94,9 |
Temperatur | 10 | 93,5 |
Handhabung | 20 | 92,8 |
Bedienung | 35 | 93,0 |
Bereitschaft | 25 | 90,5 |
Reinigung | 25 | 95,0 |
Ausstattung | 10 | 91,0 |
Bedienungsanleitung | 5 | 96,0 |
Betrieb | 10 | 87,3 |
Stromverbrauch | 60 | 88,7 |
Schallausstoß | 40 | 85,2 |
Material- und Materialverarbeitungsqualität | 10 | 96,0 |
Bonus | 0,5 (Brühprozess exakt personalisierbar) |
|
Malus | — | |
UVP des Herstellers | 1.099,00 € | |
Durchschnittlicher Marktpreis Stand v. 15.08.2025 |
1.032,33 € | |
Preis-Leistungsindex | 10,92 | |
Gesamtbewertung | 94,5 % („sehr gut“) |
Wie haben wir geprüft?
Hier haben die Testerinnen & Tester ein Urteil über die Leistung der Maschine während des Vorheizvorgangs, während des Mahlvorgangs und während des Brühvorgangs verliehen. Vorab maßen sie, in welchem Tempo die Maschine nach dem Anschalten eine ausreichende Temperatur erreichen, wie schnell sie also einen Espresso servieren kann. Die im Weiteren verwendeten Bohnen wurden vor den einzelnen Brühvorgängen mit dem Mahlwerk zu Pulver vermahlen und das Pulver anschließend mit dem von Werk aus vorhandenen Tamper mit einem Druck von ≈ 15–20 kg verdichtet. Die Testerinnen & Tester maßen sodann die durchschnittliche Dauer des Brühvorgangs eines Espressos. Als idealen Maßstab sahen sie dabei eine Dauer von ≈ 20–30 s und ein Volumen von ≈ 25–30 ml pro Espresso an. Die unmittelbar nach dem Brühvorgang entstandene Crema wurde von allen Testerinnen & Testern anhand organoleptischer Merkmale, bspw. also unter Würdigung ihrer Farbgestaltung, ihres Volumens usw. beurteilt. Die Testerinnen & Tester maßen unmittelbar nach Beendigung des Brühvorgangs die Temperatur des Espressos in normalen Tassen aus Bone Porcelain (t0 d. Materials: ≈ 20 °C, tmax des Materials: ≈ 3 mm): Hier sahen sie eine Temperatur von ≈ 67 °C als ideal an.
Alle Testerinnen & Tester haben erhoben, wie sich die Maschine verwenden lässt: Dabei nahmen sie sich bspw. die Maße, die Position und das Ansprechverhalten des Bedienpanels, die Maße, die Position und die Ablesbarkeit der Anzeigen usw. vor – die einschlägigen Urteile wurden aus der Perspektive von Rechtshänderinnen & -händern sowie von Linkshänderinnen & -händern verliehen. Auch wurde die Qualität der von Werk aus beigelegten Bedienungsanleitung von allen Testerinnen & Testern beurteilt: Sie sollte alles Wesentliche rund um die Maschine (Bedienungsvorgang, Reinigungsvorgang usw.) in eingängigem Stil abhandeln. Überdies haben die Testerinnen & Tester erhoben, wie leicht- oder schwergängig es ist, die Maschine in ihrer Gesamtheit zu säubern, wie man also all die mit Wasser, Espresso & Co. in Kontakt kommenden Teile erreichen kann, wie sich Entkalkungsvorgänge vornehmen lassen usw. Schließlich wurden Urteile über die Quantität und die Qualität des von Werk aus beigelegten Zubehörs (Siebe, Tamper usw.) verliehen.
Die Testerinnen & Tester haben den Schalldruckpegel während des Mahlvorgangs und während des Brühvorgangs eines einzelnen Espressos aus einem Abstand von ≈ 0,5 m zur Vorderseite der Maschine ermittelt (aus einer Höhe von ≈ 1,73 m, also der durchschnittlichen Größe der in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Menschen): Die Maschine stand währenddessen in unserer ≈ 2,0 × 2,0 × 2,5 m messenden, von innen mit schallabsorbierendem Melaminharzschaum versehenen Schallpegelmesskammer. Des Weiteren wurde auch der durchschnittliche Stromverbrauch während des Vorheizvorgangs, während des Mahlvorgangs und während des Brühvorgangs eines einzelnen Espressos sowie während des Standbys, also außerhalb des Gebrauchs, erhoben.
Die Qualität der in der Maschine verwendeten Materialien und die Qualität, in der diese Materialien von Werk aus verbunden worden sind, wurden von den Testerinnen & Testern beurteilt: Die Maschine sollte weder nach dem Auspacken noch nach vollen vier Wochen des Gebrauchs äußere Makel, bspw. in Gestalt von ausnehmenden Spaltmaßen, vorweisen. Die Testerinnen & Tester nahmen sich auch all diejenigen Teile vor, die man während des Betriebs immer wieder verwenden muss (Bedienpanel usw.) und ersahen, ob, wo und in welchem Maße es letzten Endes zu Materialverschleiß kam. Des Weiteren haben sie die Standsicherheit und Stabilität der Maschine über Arbeitsplatten aus verschiedenen Materialien, namentlich aus Holz, Stein und Melamin, ermittelt.
Getestete Produkte
- WMF Espresso Pro Siebträgermaschine